Autor Thema: Wie sinnhaft sind detaillierte Geschichtsschreibungen in Rollenspielprodukten?  (Gelesen 2530 mal)

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Offline korknadel

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Wenn es um Positivbeispiele geht: Ich feire die Geschichtsabrisse in den diversen Hârnworld-Publikationen ab.

Wobei ich das für meinen Geschmack nicht in jedem Setting so haben wollen würde. So wie hier die Geschichte der Hârnworld präsentiert wird, sollte man die von Glorantha, was ja eine mythologische Welt ist, nicht präsentieren. Und bei einem Geschichtsüberblick der Alten Welt von Warhammer Fantasy erwarte ich auch etwas anderes (nämlich ein paar schlechte Witze, Geschmacklosigkeiten und Übertreibungen).

Sehr überzeugend fand ich übrigens auch, wie sehr Geschichte mit Abenteuern bei Symbaroum verzahnt ist. In diesem Setting ist so gut wie alles, was in der Vergangenheit passiert ist, ständig relevant. Das hat mir sehr gefallen.
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Offline Luxferre

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Wenn es um Positivbeispiele geht: Ich feire die Geschichtsabrisse in den diversen Hârnworld-Publikationen ab.

+1 pluseinse ich mal  :d


Außerdem mag ich die sehr dichte, aber auch sehr übersichtliche Geschichtsabhandlung in den ShadowWorld Büchern von Terry Amthor.
Kompakt und lebendig. Und da SW sehr highmagic ist und Zeitreisen durchaus im Bereich des Möglichen liegen, machen einige detailliertere Einträge auch durchaus Sinn. Und vieles davon einen einen Bezug zur regulären Spielzeit/-epoche. Also keine Infos, die nicht auch irgendwie für das aktuelle Bild relevant wären. Auch schön, dass einige magische Gegenstände in der Geschichte wiederkehrend auftauchen.
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Offline unicum

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Wer hat sich eigentlich schon mal gefragt bei einem sogenennaten "klassischen" Dungeoncrawl
"Welcher depp hat denn wann dieses Dungeon gebaut? War der Wahsinnig?"

Offline Swanosaurus

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Wer hat sich eigentlich schon mal gefragt bei einem sogenennaten "klassischen" Dungeoncrawl
"Welcher depp hat denn wann dieses Dungeon gebaut? War der Wahsinnig?"

Meinst du damit, dass ein Geschichtskapitel zur Geschichte des jeweiligen Dungeons angebracht wäre? Hätte ich in vielen Fällen nichts gegen ...

Aber ja, ich frage mich das eigentlich immer. Weshalb ich selbst immer nur Mini-Dungeons baue, bei denen ich den Überblick darüber habe, was warum wo ist und wie das Sinn ergibt.
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Offline korknadel

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Wer hat sich eigentlich schon mal gefragt bei einem sogenennaten "klassischen" Dungeoncrawl
"Welcher depp hat denn wann dieses Dungeon gebaut? War der Wahsinnig?"

Sind nun natürlich nicht das, was man "klassische" Dungeoncrawls nennen würde, aber sämtliche dungeonartigen Schauplätze auf Hârn haben ihren Geschichtsabriss, manchmal erfährt man sogar, wann welches Feature von wem und weshalb gebaut wurde.
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Offline nobody@home

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Wer hat sich eigentlich schon mal gefragt bei einem sogenennaten "klassischen" Dungeoncrawl
"Welcher depp hat denn wann dieses Dungeon gebaut? War der Wahsinnig?"

Ich würde sagen: so ziemlich jeder, der sich so etwas schon mal angetan hat. ;) Aber da sind das Problem wohl eher die realweltlichen Dungeondesigner, die das Ding ja nicht wirklich in echt bauen und dann dem Verlies-TÜV zur Begutachtung vorführen müssen, bevor es in Betrieb gehen kann -- Karopapier und komische Ideen ohne weiteres Nachdenken sind einfach billig und schnell zu haben!

Wieviel Vorgeschichte ich zu einem "Kaufdungeon" brauche, hängt denn auch nach wie vor vom Einzelfall ab. Ein monsterverseuchtes natürliches Höhlensystem braucht nicht viel, solange der gegenwärtige Zustand nicht allzusehr gegen den gesunden Menschenverstand verstößt -- keinen interessiert die Geschichte der dreizehn Goblinhäuptlinge vor dem aktuellen wirklich sooo besonders. Und auch ein Bau, an dem sich ein buchstäblich wahnsinniger Zauberer aus nicht unbedingt nachvollziehbaren Gründen ausgetobt hat, kommt mit vielleicht mal der einen oder anderen Fußnote aus. Aber wenn die Gruppe in ein verrufenes Bergwerk einsteigt oder über alte Tempelruinen stolpert und tatsächlich herausfinden will, soll, oder gar muß, was da eigentlich mal passiert ist...dann hilft's natürlich, mehr Konkretes über die Vergangenheit zu wissen.

Und natürlich kann man auch mal direkt mit der Vorgeschichte anfangen und sich von der dann überhaupt erst zu passenden Eigenheiten seines "Dungeons" inspirieren lassen. In welcher Reihenfolge der Schaffensprozeß genau abgelaufen ist, sieht man ja dem Endprodukt meist nicht großartig an. :)

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Da lobe ich mir den Urdungeon Moria bei Tolkien - der hat ne Story und funktioniert.  :)
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Da lobe ich mir den Urdungeon Moria bei Tolkien - der hat ne Story und funktioniert.  :)

Yep. :)

Und bei Tolkien mag ich sogar das Silmarilion ganz gerne -- wobei es natürlich hilft, daß man das nicht erst gelesen haben muß, bevor man aus seinen anderen Büchern schlau werden kann. Die funktionieren auch so. ;)

Offline Swanosaurus

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Und bei Tolkien mag ich sogar das Silmarilion ganz gerne -- wobei es natürlich hilft, daß man das nicht erst gelesen haben muß, bevor man aus seinen anderen Büchern schlau werden kann. Die funktionieren auch so. ;)

Willst du etwa behaupten, dass ich all die Male, die ich in jugendlichem Sturm und Drang behauptete: "Wenn du das Silmarillion nicht gelesen hast, hast du auch den Herrn der Ringe nicht verstanden!" ... Unsinn geredet habe?  :think:
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Willst du etwa behaupten, dass ich all die Male, die ich in jugendlichem Sturm und Drang behauptete: "Wenn du das Silmarillion nicht gelesen hast, hast du auch den Herrn der Ringe nicht verstanden!" ... Unsinn geredet habe?  :think:

Hmmm...ja, will ich. ;)

Oh, sicher, das Silmarilion bietet unter anderem auch ein bißchen zusätzlichen Kontext für den Herrn der Ringe. Aber das ist mehr ein Nebeneffekt als seine primäre Aufgabe; beide Werke sind halt Teil derselben "Tolkien-Mythologie", stehen aber recht gut auch einfach jeweils für sich.

Offline Galatea

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Es hilft stark beim Verständnis ist aber nicht unbedingt notwendig.

Gerade die Hintergrundmechaniken der Welt, wie z.B. was die Istari sind wird in HdR echt nicht gut erklärt oder warum Theoden und Gollum beide im Prinzip aufgrund derselben Sache sterben müssen auch nicht.
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Es hilft stark beim Verständnis ist aber nicht unbedingt notwendig.

Gerade die Hintergrundmechaniken der Welt, wie z.B. was die Istari sind wird in HdR echt nicht gut erklärt oder warum Theoden und Gollum beide im Prinzip aufgrund derselben Sache sterben müssen auch nicht.

Na ja -- zum einen ist der Herr der Ringe ja auch ein Roman (bzw. eine Hexalogie in drei Bänden zu je zwei nominellen Büchern) und kein Sachbuch zur gefälligen Erläuterung der Welt in allen Zusammenhängen. ;) Und zum anderen ist er ebenso auch kein Rollenspielprodukt, in dem diese Punkte dann womöglich gleich direkt mit in die Regeln statt nur in den Fluff mit einfließen würden ("Was ist ein Istari und welche mechanischen Auswirkungen hat die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe?").

Insofern haken die Vergleiche zwischen Tolkien einer- und dem Fadenthema andererseits an diesen Stellen geradezu schon zwangsläufig mindestens ein wenig.

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Insofern haken die Vergleiche zwischen Tolkien einer- und dem Fadenthema andererseits an diesen Stellen geradezu schon zwangsläufig mindestens ein wenig.

Da hakt meiner Meinung nach garnix. Wenn man Tolkien auf HdR eingrenzt, ja, da hast du ein wenig recht (da musst du aber die Anhänge außen vor lassen, die haargenau das sind, um was es im Faden hier geht: nämlich eine ausführliche Geschichtsschreibung).
Ansonsten ist Tolkiens Werk sogar das Paradebeispiel einer gut gemachten Fantasiewelt mit sehr ausführlicher Geschichte.
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Offline unicum

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Mir ist gerade etwas reingeflattert - und wenn ich "Mit viel Lore" lese dann passt das vieleicht als "detailierte Geschichtsschreibung"

https://www.gamestar.de/artikel/dungeons-dragons-mega-dungeon-handschrifltich-entworfen,3446646.html


Offline Sashael

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Da hakt meiner Meinung nach garnix. Wenn man Tolkien auf HdR eingrenzt, ja, da hast du ein wenig recht (da musst du aber die Anhänge außen vor lassen, die haargenau das sind, um was es im Faden hier geht: nämlich eine ausführliche Geschichtsschreibung).
Ansonsten ist Tolkiens Werk sogar das Paradebeispiel einer gut gemachten Fantasiewelt mit sehr ausführlicher Geschichte.
Darum geht's in diesem Thread aber nicht wirklich.

Die ganzen Stories, wie sich die Elfen vor 3.000 und mehr Jahren aufs Maul gegeben haben, sind genau eines der Sachen, die hier eigentlich bemängelt wurden.

Für die aktuelle Abenteurergruppe ziemlich (wenn nicht sogar total) irrelevante Infoflut.  ;)
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Offline Zed

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Darum geht's in diesem Thread aber nicht wirklich.

Die ganzen Stories, wie sich die Elfen vor 3.000 und mehr Jahren aufs Maul gegeben haben, sind genau eines der Sachen, die hier eigentlich bemängelt wurden.

Für die aktuelle Abenteurergruppe ziemlich (wenn nicht sogar total) irrelevante Infoflut.  ;)

Die Verbindung zwischen gut gemachter Hintergrundgeschichte (und da ist Tolkien ja wohl das Paradebeispiel  8]) und Sinnhaftigkeit/Erfolg ihrer Beschreibung habe ich weiter oben so versucht zu formulieren:

Tl;dr: Ich denke, es braucht bei Hintergrundgeschichten zuerst nur einen groben Überblick, dann müssen Spielleitungen oder Spielende Fragen haben, die sie umtreiben, und dann dürfen die Antworten auf diese Fragen gerne detailliert sein.

Aber eine detaillreiche Hintergrundgeschichte als Einstieg oder zum Selbstzweck wird eher langweilen.

Konkret: Den Leuten erst das Silmarillion zu lesen geben und dann Begeisterung erwarten - das wird kaum Erfolg haben. Es fällt voll in das Loch, das Raven Nash eingangs heraufbeschwört: Zuviele Details, die nicht interessieren.

Aber wenn die Leute erstmal in Figuren und/oder in eine Fantasywelt verliebt sind, wie nach den Büchern/Filmen "Der Herr der Ringe", und sie Fragen über Fragen haben, dann wird die detaillierte Hintergrundbeschreibung sie interessieren.

Offline Raven Nash

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Vielleicht sollten sich RPG-Bücher ein Beispiel an Tolkien nehmen, und die ausführliche Geschichte auch in Anhängen erzählen. Statt den Leser gleich mal als Einleitung zu langweilen, einen spannenden Kurzabriss bieten, und die langweiligen Fakten nach hinten stellen, wo man sie auch 9 Punkt Schrift setzen kann.
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Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Vielleicht sollten sich RPG-Bücher ein Beispiel an Tolkien nehmen, und die ausführliche Geschichte auch in Anhängen erzählen. Statt den Leser gleich mal als Einleitung zu langweilen, einen spannenden Kurzabriss bieten, und die langweiligen Fakten nach hinten stellen, wo man sie auch 9 Punkt Schrift setzen kann.

Das ist wirklich ein guter Ansatz.
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Online schneeland

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Vielleicht sollten sich RPG-Bücher ein Beispiel an Tolkien nehmen, und die ausführliche Geschichte auch in Anhängen erzählen. Statt den Leser gleich mal als Einleitung zu langweilen, einen spannenden Kurzabriss bieten, und die langweiligen Fakten nach hinten stellen, wo man sie auch 9 Punkt Schrift setzen kann.

Über den Teil mit 9 Punkt müsste man nochmal reden (ich bin alt und kurzsichtig ;) ), aber ansonsten würde ich das als durchaus positiv empfinden. Denn auch wenn ich das nicht für jedes Setting brauche: grundsätzlich finde ich das schon gut, wenn ich zumindest einen Überblick darüber bekomme, was da potentiell in der Geschichte schlummert. Da reichen mir dann aber auch 2-4 Seiten, gerade wenn es zu manchen Geschichtsabschnitten auch nicht so wahnsinnig viel zu sagen gibt.

Das, was Alexandro auf der letzten Seite schrieb aufgreifend: im Idealfall bekomme ich für die verschiedenen Abschnitte der Geschichte des Settings eine hinreichend gute Idee, was dort passiert ist, und welche interessanten Konflikte es gab. Da kann ich dann als SL dran anknüpfen. Und im Zweifelsfall lese ich dann für einen ausgewählten Teil der Geschichte auch gern mal eine tiefergehende Publikation oder entsprechenden Anhang, und in Einzelfällen vielleicht auch mal einen Roman.

Voraussetzung dabei: es sollte natürlich überhaupt erstmal etwas Interessantes passiert sein in den Abschnitten, über die berichtet wird. Ansonsten kann's nämlich sein, dass bei mir nur sowas hängen bleibt wie "bla bla bla ... Elf ... bla bla bla ... Zwerg... bla bla bla ... großes Unglück". Für sowas reicht mir dann auch eine einseitige Tabelle oder ein paar kurze Randbemerkungen im Text, der den aktuellen Stand der Welt beschreibt.
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Offline tartex

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Ansonsten ist Tolkiens Werk sogar das Paradebeispiel einer gut gemachten Fantasiewelt mit sehr ausführlicher Geschichte.

Ein anderer Punkt ist, dass Tolkien das quasi erfunden hat. Das war eine Innovation.

Ich brauche aber sich nicht die x-igste Variante einer seitenlange EDO-Geschichtsschreibung - die Nicht-EDO-Geschichtsschreibung wahrscheinlich genauso wenig.
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Offline korknadel

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Da hier als Negativbeispiel und einer der Auslöser des Threads Glorantha genannt wurde: Man muss dem schon zugute halten, dass der Geschichtsabriss im Grundregelwerk nicht ausufernd ist, sondern recht knapp (zumindest in Relation). Das Glorantha Sourcebook ist dann quasi schon das Silmarillion von RQG, und dass im Quellenband zu einer Region (Dragon Pass, das andere bemängelte Beispiel) eingehender auf die Geschichte eingegangen wird, ist ja vielleicht auch nicht so daneben.

Insofern erfüllt RQG für meine Begriffe eigentlich das, was in einigen der letzten Posts gewünscht wurde, nämlich beim Einstieg in das Spiel -- und das ist ja nun mal das Grundregelwerk -- erst einmal nur einen Teaser und zur weiteren Vertiefung dann auf freiwilliger Basis Anhänge bzw Silmarillions -- die in diesem Fall auf andere Bücher ausgelagert sind. 
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Offline Raven Nash

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Insofern erfüllt RQG für meine Begriffe eigentlich das, was in einigen der letzten Posts gewünscht wurde, nämlich beim Einstieg in das Spiel -- und das ist ja nun mal das Grundregelwerk -- erst einmal nur einen Teaser und zur weiteren Vertiefung dann auf freiwilliger Basis Anhänge bzw Silmarillions -- die in diesem Fall auf andere Bücher ausgelagert sind.
Nur dass insbesondere das Sourcebook eben als "Setting ohne Regeln" verkauft wird. Deshalb hab ich's mir auch geholt - weil die RQ-Regeln interessieren mich 0.
Damit mag es an sich schon dem entsprechen - dann ist aber wiederum nicht drin, was drauf steht. Oder nicht so, wie es drauf steht.
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Offline Swanosaurus

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Nur dass insbesondere das Sourcebook eben als "Setting ohne Regeln" verkauft wird. Deshalb hab ich's mir auch geholt - weil die RQ-Regeln interessieren mich 0.
Damit mag es an sich schon dem entsprechen - dann ist aber wiederum nicht drin, was drauf steht. Oder nicht so, wie es drauf steht.

Ja, stimmt, es ist wirklich eher das Mythologie- und Geschichtsbuch ohne Regeln und als solches auch eher unpassend betitelt.
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Offline korknadel

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Damit mag es an sich schon dem entsprechen - dann ist aber wiederum nicht drin, was drauf steht. Oder nicht so, wie es drauf steht.

Das hatte ich ja schon mal ausgeführt: Ja, das Sourcebook derart zu verkaufen, geht eigentlich nicht. Es ist am Spieltisch auch so gut wie nicht einsetzbar. Es sollte meines Erachtens als spezielles Hintergrundmaterial zur Vertiefung der Mythologie deklariert werden. Aber in der RQG-Community wird es immer wieder als Einstieg empfohlen. Völlig daneben, in meinen Augen. Ich verstehe voll und ganz, dass Du mit dem Teil nichts anfangen kannst.
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