Wer hat sich eigentlich schon mal gefragt bei einem sogenennaten "klassischen" Dungeoncrawl
"Welcher depp hat denn wann dieses Dungeon gebaut? War der Wahsinnig?"
Ich würde sagen: so ziemlich jeder, der sich so etwas schon mal angetan hat.

Aber da sind das Problem wohl eher die realweltlichen Dungeondesigner, die das Ding ja nicht
wirklich in echt bauen und dann dem Verlies-TÜV zur Begutachtung vorführen müssen, bevor es in Betrieb gehen kann -- Karopapier und komische Ideen ohne weiteres Nachdenken sind einfach billig und schnell zu haben!
Wieviel Vorgeschichte ich zu einem "Kaufdungeon" brauche, hängt denn auch nach wie vor vom Einzelfall ab. Ein monsterverseuchtes natürliches Höhlensystem braucht nicht viel, solange der
gegenwärtige Zustand nicht allzusehr gegen den gesunden Menschenverstand verstößt -- keinen interessiert die Geschichte der dreizehn Goblinhäuptlinge vor dem aktuellen wirklich sooo besonders. Und auch ein Bau, an dem sich ein buchstäblich wahnsinniger Zauberer aus nicht unbedingt nachvollziehbaren Gründen ausgetobt hat, kommt mit vielleicht mal der einen oder anderen Fußnote aus. Aber wenn die Gruppe in ein verrufenes Bergwerk einsteigt oder über alte Tempelruinen stolpert und tatsächlich herausfinden will, soll, oder gar muß, was da eigentlich mal passiert ist...dann hilft's natürlich, mehr Konkretes über die Vergangenheit zu wissen.
Und natürlich kann man auch mal direkt mit der Vorgeschichte anfangen und sich von der dann überhaupt erst zu passenden Eigenheiten seines "Dungeons"
inspirieren lassen. In welcher Reihenfolge der Schaffensprozeß genau abgelaufen ist, sieht man ja dem Endprodukt meist nicht großartig an.
