Autor Thema: [Daggerheart]Campaign Frame WIP  (Gelesen 33 mal)

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Online Edgar Allan Poe

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[Daggerheart]Campaign Frame WIP
« am: Heute um 14:39 »
Am 21. Februar soll meine erste Daggerheart-Kampagne starten. Bzw. erst einmal ein Testspiel (wir spielen den Schnellstarter - den ich aber entsprechend meiner Frame-Idee anpassen werde) - und danach dann die Entscheidung, ob weitergespielt werden soll.

Ich habe mich jetzt in den letzten Wochen intensiv mit Daggerheart auseinandergesetzt und ich bin einfach schwer begeistert, ob der krassen Freiheit und der Möglichkeit wirklich alles irgendwie darzustellen. Besonders die Campaign-Frames haben es mir angetan - auch wenn sie mir gleichzeitig ziemliche Angst bereiten. Improvisieren ist nicht mein Steckenpferd. Ich habe Hoffnung, dass Daggerheart mich dahingehend trainieren wird.

Ich möchte Daggerheart in einer Welt spielen lassen, die folgende Grundpfeiler hat:

- Das Land ist umgeben von gewaltigen Bergen (entnommen bei Markus Heitz - Die Zwerge). Wer reinkommt und wer nicht, entscheiden quasi die Zwergenclans über gewaltige Torwege. Es gibt zwar Pässe und Wege über das Gebirge, diese sind aber sehr gefährlich.
- Das Land wurde einst von einem guten König regiert, dieser wurde aber durch einen Usurpator gestürzt, der das Land seither in eisernem Griff hält
- Die Zwerge haben sich dem Usurpator zwar nicht angeschlossen, aber für ihre Souveränität haben die Könige dem Usurpator zugesichert, ihn mit billigen Arbeitskräften zu versorgen - a.k.a. Sklaven (entlehnt bei Matt Colvilles Setting)
- Die Elfen haben versucht den Usurpator zu vertreiben, indem sie einen gewaltigen Drachen angelockt haben, der den Usurpator töten sollte um dann wieder seiner Wege zu ziehen. Der Drache kam. Kämpfte mit dem Usurpator. Beide Seiten konnten die andere nicht vernichten. Der Krieg kam zum stillstand und der Drache ... blieb. Dieser beanspruchte die Hälfte des Landes einfach für sich. Ein sehr wackeliger Frieden wurde ausgehandelt.


Nun habe ich immer schonmal darüber nachgedacht, wie eine wirkliche Zombieapokalypse in einem Fantasy-Setting aussehen würde. Gleichzeitig fand ich aber den Standardauslöser "ein Nekromant will die Welt unterjochen" (oder irgendwelche Derivate davon) inzwischen zu ausgelutscht. Also dachte ich mir: Machen wir doch ein The Last of Us Szenario draus.

Meine Idee für diese Kampagne ist also:

Irgendetwas natürliches mutiert und sorgt dafür, dass Leichen (mit noch intaktem Nervensystem) wieder auferstehen und nach Biomasse gieren (a.k.a. sie wollen die Lebenden fressen). Dabei ist nicht direkt das komplette Land betroffen, sondern das Phänomen verbreitet sich. So als würden Wurzeln oder Sporen oder sonst was nach und nach das Land durchziehen und dort stehen dann die besagten Leichen wieder auf. So kann im Norden bspw. die Kacke schon ordentlich am Dampfen sein, während im Süden noch gar nichts ist.

Die Idee finde ich deshalb so spannend, weil der Antagonist hier einfach kein wirklicher Antagonist ist. Sondern einfach mutierte Natur. Die Helden müssen also herausfinden, wie sie das ganze aufhalten können. Aber sie können nicht einfach mit dem Finger auf den Big Evil Overlord zeigen und ihm den Krieg erklären.

Gleichzeitig überlege ich mir, eine weitere Fraktion einzuführen, die sich einen Vorteil aus der Situation erhofft. Ich dachte da an einen Vampir, der sich denkt, dass er hier ein gutes Stück vom Kuchen (a.k.a. das Land) für sich beanspruchen kann. Zum Beispiel indem er Städten Schutz vor den Zombiehorden bietet, für den lächerlichen Preis von "ihr gebt mir und meinen Schergen Blut, wenn ich es brauche". Sprich die Grundidee von Ulfenkarn (Warhammer - Age of Sigmar).

Dann haben wir für das Setting eine Menge Stoff für Abenteuer.

- Das Land des Usurpators und dessen Probleme
- Das Land des Drachen und dessen Probleme
- Ein mächtiger Vampir, der Intrigen spinnt
- Eine drohende Apokalypse des Todes

Was meint ihr? Ist das etwas, was mit Daggerheart funktionieren kann?
Den Akkusativ zu nutzen ist sexy.