Es ist eben ein wenig wie beim Fußball: Nach der neuen Edition ist vor der neuen Edition.
Das ist nur bedingt vergleichbar bzw. nicht der Kern des Arguments.
Es ist mehr wie ein Diät-Jo-Jo. D&D-Editionen nehmen an (Regel-)Gewicht immer weiter und weiter zu, um dann irgendwann eine strikte Diät zu machen und sich radikal zu verschlanken. Und dann fangen sie wieder zu futtern an, weil sie gegen das zugrundeliegende Suchtverhalten nichts unternommen haben.
Die "crunchigen" Systeme großer oder mittelgroßer Verlagen fallen alle in dieses Muster: D&D, PF, Shadowrun, DSA usw.; liegt auch in der Natur der Sache. Die Leute wollen mehr Kräfte, Optionen, Zauber, Viecher usw. - und das Zeug kann man an alle Spieler verkaufen, nicht nur an die, die eine bestimmte Kampagne als SL leiten wollen. Aber das führt dann eben auch dazu, dass die Zugänglichkeit des Systems irgendwann in einer Schwemme von solchen Dingen ertrinkt.
Am krassesten war das tatsächlich wohl bei AD&D 2e, was allerdings an mir weitgehend vorbeigegangen ist (weil wir damals sowieso nicht die Kohle hatten, uns die ganzen Erweiterungen zu kaufen). Aber 3.x und besonders dann auch PF1 waren auch ziemliche Bloat-Monster.
Bei 5e war zumindest im Ansatz erkennbar, dass sie das ein bißchen im Zaum halten wollten. Von daher kann man schon sagen, dass 5e vermutlich eine neue Edition nicht wirklich benötigt, um den noch überschaubaren Bloat abzuräumen.