Stellt euch mal als Beispielsituation eine Abenteurergruppe auf Queste vor. Die Charaktere haben ein gemeinsames Ziel und vertrauen einander. Dann tritt ein Gegner an deinen Char heran und bietet ihm, wenn er von der Queste ablässt, ein eigenes Stück Land komplett mit Untertanen, um darüber zu herrschen.
Wärst du in Versuchung? Und wenn ja, wie fühlt sie sich an?
Wir sind junge (idealistische) Abenteurer, gute Freunde mit einer aufrichtigen Freundschaft und integren Charakteren? Dann wohl eher nicht.
Allerdings gibt es in einer Gruppe immer Mitläufer und Leute, die nur da sind, weil es für sie keine bessere Option gab. (Für Machtmenschen sind diese Leute, die Stellschrauben)
Ich bin Krieger, weil ich der Dritte Sohn bin und bevor ich die Dorfpolizei spiele, bin ich auf Abenteuer aus. Da kommt das Stück Land doch gelegen!
Oder ein alter abgehalfterter Abenteurer, der es nie ganz zum "berühmten Recken" brachte und das auch nicht kommen sieht. Der könnte sich doch schon die Frage stellen, was ist wichtiger? Die jungen Typen, die mich bald eh nicht mehr brauchen, weil zu alt? Oder das Land, Stabilität und Sicherheit?
Es gibt auch extrem viele Freunde (jahrelange) die keine sind, tolle Filme hierzu, Akira oder Young Guns 2.
Was mir noch einfällt zu dem Thema Macht, Robert Greens - Die 48 Gesetze der Macht. Beschäftigt sich viel mit Macht und liest sich deutlich besser, als der Titel hoffen lässt. :-D
Macht ist Energie, Sicherheit, Erfolg, soziales Ansehen, am Ende ist es die Möglichkeit Einfluss zu nehmen. Bin ich die Person, der Schicksal von mir unerklärlichen Mächten gesteuert ist oder bin ich die Hand, die steuert.
Bin ich es, der entscheidet, der Dinge zum laufen bringt. Kontrolle, Ordnung, Sicherheit, mit Macht lässt sich so viel assoziieren.
Macht und Machstreben sind auch erstmal weder gut, noch böse, hier gab es ja teils sehr negative Konnotationen.