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Orken
Sard:
--- Zitat von: Chaos am 29.03.2026 | 12:44 ---Wer, wenn nicht die Autoren, hat denn die Kulte so fundamental inkompatibel geschrieben?
--- Ende Zitat ---
Das ist ja keine Frage, die es zu beantworten gilt. Die Frage sollte lauten: "Wollen alle in der Gruppe settingkonform spielen?"
Weil sich dann ja die Frage nach einer Multi-Kulti-Gruppe schlicht von vornherein ausschliesst.
Wenn du also die Inkompatibilität der Kulte im Setting kritisierst und keine "Einheitsbrei-Gruppe" spielen zu können glaubst, ignorierst du alle Grundgedanken des Settings.
Das ist kein Fehler der Schöpfer.
Ich will da aber gar nicht drüber diskutieren sondern nur zeigen, dass die Pauschalverteilung mMn kein belastbares Fundament hat.
Deine Idee, "man muss alles in jeder Kombi zulassen und es muss funktionieren" halte ich für Gleichmacherei-Einheitsbrei und öde langweilig. Diese Idee stösst mich sogar ab.
Aber sowohl meine als auch deine Meinung dazu ist absolut nachrangig - einfach eine persönliche Präferenz, nichts weiter.
Das ändert aber nichts daran, dass ein solches Settings (Orken), wenn man sich die Gedanken zu eigen macht, bespielbar ist.
Es ist aber nicht für alle und jeden sinnvoll.
Das akzeptiere ich und lege es dann zur Seite, wenn es für mich zuträfe. Ich würde aber nie behaupten, es sei ein Fehler der Autoren.
Chaos:
--- Zitat von: Sard am 29.03.2026 | 14:20 ---Das ist ja keine Frage, die es zu beantworten gilt. Die Frage sollte lauten: "Wollen alle in der Gruppe settingkonform spielen?"
--- Ende Zitat ---
Nein. Die Frage sollte lauten: "Warum ist das Setting so gestaltet, dass settingkonformes Spielen derart extrem einschränkt?"
--- Zitat ---Wenn du also die Inkompatibilität der Kulte im Setting kritisierst und keine "Einheitsbrei-Gruppe" spielen zu können glaubst, ignorierst du alle Grundgedanken des Settings.
--- Ende Zitat ---
Die Probleme, die ich aufzeige, entstehen dadurch, dass ich die Grundgedanken eben nicht ignoriere.
Sard:
Ich bin mit der Diskussion durch.
Outsider:
Ich muss noch einmal den Finger in die Wunde legen bezüglich der Idee von Orken.
Auf Orken an sich bezogen und da mag man mich korrigieren, ist die ursprüngliche Prämisse (grob gesagt):
In standard Fantasy sind nicht Menschen die Böse, in der Regel werden dafür stellvertretend die Orks genommen welche meist keinen Hintergrund haben und als "murderhobo race" herhalten müssen, welche von einem höheren Bösen kontrolliert / versklavt werden. In Orken geben wir den Orks mehr Hintergrund und geben ihnen den Part der Opfer von Eroberung und Plünderungen zu sein. Ihre Welt wird von Menschen erobert und nicht die Orks fallen über die Reiche der Menschen her.
Perspektivwechsel ganz klar.
Jetzt steht aber schon in der Beschreibung der Khar (das soll ja die Kultur der Orks sein), dass sie ihr Reich durch die Vernichtung ihrer Rivalen aufgebaut haben. Ein Reich das auf Sklaverei und Opferung beruht und als selbstsüchtig und dekadent beschrieben wird. Das Ganze geschah im Namen ihrer Totems.
Es liest sich ehrlich gesagt nicht anders als alle anderen Fantasy Auslegungen von Orks. Sie sind immer noch Murderhobos die angetrieben durch eine höhere Macht (Totems) Gräueltaten und Eroberungen begangen haben um ihr Reich aufzubauen.
In dem Setting von Orken nimmt man nur den Menschen den Heiligenschein und Murderhobos besetzen das Land von Murderhobos die es mit den gleichen Methoden vorher besetzt haben.
Ich bin mir sicher, das Ganze wird immer noch geile Geschichten produzieren, aber passt die Eingangsprämisse (Orks endlich mal anders) wirklich noch in den Rahmen? Orks mit mehr Hintergrund, sofort. Orks mit mehr Kultur, sofort. Aber Orks keine Murderhobos, Orks nicht als „Diener“ höherer böser Mächte? Das sehe ich ehrlich gesagt noch nicht.
Das schmälert aber nicht meine Sicht auf das Kunstprojekt als ganzes!! Ich hinterfrage nur ob die beworbene Grundidee auch wirklich umgesetzt wird oder es nur oberflächlich so erscheint.
Chaos:
--- Zitat von: Outsider am 29.03.2026 | 15:12 ---Jetzt steht aber schon in der Beschreibung der Khar (das soll ja die Kultur der Orks sein), dass sie ihr Reich durch die Vernichtung ihrer Rivalen aufgebaut haben. Ein Reich das auf Sklaverei und Opferung beruht und als selbstsüchtig und dekadent beschrieben wird. Das Ganze geschah im Namen ihrer Totems.
Es liest sich ehrlich gesagt nicht anders als alle anderen Fantasy Auslegungen von Orks. Sie sind immer noch Murderhobos die angetrieben durch eine höhere Macht (Totems) Gräueltaten und Eroberungen begangen haben um ihr Reich aufzubauen.
--- Ende Zitat ---
Liest sich für mich wie Azteken mit abgefeilten Seriennummern.
Azteken gegen Spanier als "Murderhobos gegen Murderhobos" zu beschreiben, wäre zwar vereinfachend, aber eben nicht grundsätzlich falsch.
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