Im Computerspiel herrscht doch Krieg, oder? Daher wäre es doch nur konsequent, wenn es das auch bei "Witcher 1968" der Fall wäre. Da bietet sich ja die Kuba-Krise 1962 an, die dann eben nicht diplomatisch beigelegt wurde, sondern der kalte Krieg dann heiß wurde, zu einer Front auf der Höhe von Polen geführt hat und sich 1965 drei Jahre später totgelaufen hat, nachdem nicht nur taktische sondern auch strategische Atomwaffen (Städtekiller) eingesetzt wurden. Nun herrscht großes Leid, es gibt Flüchtlinge und man kann das alte Trope bedienen, dass radioaktive Strahlung in den nächsten 3 Jahren zu mysteriösen Mutationen geführt hat. Der der Fall der Bomben hat etwas in der Realität zerrissen und daher strömen jetzt mystische Wesen gebildet aus dem Glauben an Sagen und Legenden in diese Welt. Schauplatz kann nach wie vor Osteuropa sein. Und man braucht wieder jemand, der in Zeiten, wo jeder nur sich selbst der nächste ist, eine Person, die offensichtlichen Monster jagt - und vielleicht auch die anderen, um die Welt wieder zu einem etwas besseren Ort zu machen.
Eine andere Inspiration wäre natürlich Hippie-Flowerpower, der Protest gegen den 1965 begonnenen Vietnamkrieg, Drogen und Woodstock (dann ist es eben Witcher 1969) auf der einen Seite, ein ein Charles Bronson-style einsamer Rächer, der widerwillig die Gewalt ausübt, für die die anderen zu schwach - oder zu gut - sind und das alles vor einem Hintergrund des Space Race (1962-1969) und der beginnenden Computerrevolution und z.B. der Hackerkultur (ein Hacker im Wortsinn war ein LISP-Nerd am MIT, LISP war bzw. ist eine Programmiersprache). Eine geheime Witcher-Zentrale stelle ich mir daher von einem Großrechner dominiert vor, absolut modern mit Bildschirm-Terminals, in himbeerrot und grau, und Personen in Schlaghosen oder Miniröcken oder Unisex-Kleidung, bunt gemustert mit psychedelischen Farben und Frisuren, die Männer mit anstößig langen und die Frauen mit anstößig kurzen Haaren, dazu dann Militär, spießig, aber kompetent und effizient.