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Solarpunk - what do the Characters do?

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Prisma:

--- Zitat von: Feuersänger am 29.03.2026 | 16:09 ---Gibt es da schon irgendwelche Vorbilder, wie man ein Revolutions-Rollenspiel macht?

--- Ende Zitat ---

Bei "Spire" spielt man Dunkelfen-Revolutionäre ... aber nicht gegen das Matriarchat, sondern gegen die alles beherrschenden Hochelfen. Ich kenne es aber sonst nicht. Ein Freund sagte mal, es sei ein System um eine Revolution zu spielen. 

WeepingElf:
@nobody@home: Ja, in "klassischer" Fantasy geht es zumeist darum, eine als gerecht oder gar gottgegeben gedachte Ordnung gegen einen Einbruch des Bösen zu verteidigen bzw. wieder herzustellen, weniger darum, eine neue Ordnung anzustreben. Es wurde ja auch viel darüber diskutiert, ob der Herr der Ringe eine Allegorie des Zweiten Weltkriegs darstellt (was Tolkien bekanntlich vehement zurückzuweisen pflegte), und das entspricht auch der Sichtweise von Leuten wie Churchill oder de Gaulle, oder vielen (nicht allen) Widerstandskämpfern, auf Hitler und den Zweiten Weltkrieg: sie waren Konservative, die die von Hitler in Frage gestellte Vorkriegsordnung wieder herstellen und nur so weit verändern wollten, wie nötig, um einen weiteren solchen "Unfall" künftig zu vermeiden. Am ehesten findet man den revolutionären Aspekt, eine bestehende Ordnung umstürzen zu wollen, noch in manchen Cyberpunk-Geschichten und anderen Dystopien, aber auch da ist das eher die Ausnahme, da geht es meistens einfach nur darum, in der brutalen, ungerechten Welt irgendwie zu überleben.

@caranfang: Dann haben wir halt verschiedene Definitionen von "Solarpunk"; und ich glaube, die allgemein gültige Definition gibt es (noch) nicht, weil das Genre noch so jung und der Terminus noch jünger ist. Das ist alles noch im Entstehen, und einen "Kanon" der Solarpunk-Literatur (von Filmen und anderen Medien ganz zu schweigen) gibt es auch noch nicht. Das kann eben sehr leicht zu Missverständnissen führen. Man kann sich beispielsweise darüber streiten, ob eine Geschichte, die in den Trümmern der durch die Klimakrise zerstörten Zivilisation spielt und von dem Versuch handelt, die Welt wieder aufzubauen und "es dies mal besser zu machen", Solarpunk ist oder nicht. Viele finden, das sei durchaus dem Solarpunk zuzurechnen, und ich will auch nicht behaupten, dass es kein Solarpunk sei; ich maße mir hier keine Deutungshoheit an. Es ist eben nur nicht das, was ich machen möchte. Vielleicht ist "Solarpunk" für das, was ich vorhabe, auch gar nicht der richtige Ausdruck (siehe auch mein Unbehagen an dieser Wortschöpfung, das ich in dem anderen Thema zum Ausdruck gebracht habe).

@Feuersänger: Das siehst Du durchaus richtig. Ein blutiger Umsturz ist meiner Meinung nach nicht der Weg, die Welt zu retten, das geht nur mittels demokratisch legitimer Mittel - aber dazu müssen wir alle demokratisch legitimen Mittel nutzen, denn die Sache ist dringend. Und daraus kann man, denke ich, durchaus ein spannendes Rollenspiel machen, in dem die SCs Umweltaktivisten, Whistleblower oder investigative Journalisten sind.

caranfang:

--- Zitat von: Feuersänger am 29.03.2026 | 16:09 ---Aber wie gesagt -- solche Transitionsszenarien sehe ich jetzt nicht so richtig als Solarpunk-Setting.

--- Ende Zitat ---
Nach der gängisten Definition sind sie es auch nicht.


--- Zitat von: WeepingElf am 29.03.2026 | 16:23 ---@caranfang: Dann haben wir halt verschiedene Definitionen von "Solarpunk"; und ich glaube, die allgemein gültige Definition gibt es (noch) nicht, weil das Genre noch so jung und der Terminus noch jünger ist. Das ist alles noch im Entstehen, und einen "Kanon" der Solarpunk-Literatur (von Filmen und anderen Medien ganz zu schweigen) gibt es auch noch nicht. Das kann eben sehr leicht zu Missverständnissen führen. Man kann sich beispielsweise darüber streiten, ob eine Geschichte, die in den Trümmern der durch die Klimakrise zerstörten Zivilisation spielt und von dem Versuch handelt, die Welt wieder aufzubauen und "es dies mal besser zu machen", Solarpunk ist oder nicht. Viele finden, das sei durchaus dem Solarpunk zuzurechnen, und ich will auch nicht behaupten, dass es kein Solarpunk sei; ich maße mir hier keine Deutungshoheit an. Es ist eben nur nicht das, was ich machen möchte. Vielleicht ist "Solarpunk" für das, was ich vorhabe, auch gar nicht der richtige Ausdruck (siehe auch mein Unbehagen an dieser Wortschöpfung, das ich in dem anderen Thema zum Ausdruck gebracht habe).

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Ist es auch nicht. Dir geht es eindeutig um den Weg zu einer von Solarpunk beschriebenen Zukunft, aber Solarpunk beschreibt nicht den Weg sondern nur das Ziel.
Die Definition von Solarpunk bei Wkipedia ist folgende: "Solarpunk beschreibt eine Zukunft, in der Klimakatastrophe und Umweltverschmutzung zumindest teilweise überwunden oder weitgreifend abgemildert sind und Inklusion und Diversität das Zusammenleben prägen. Solarpunk wird von Gruppen weltweit in diversen Sprachen über eine Vielzahl von Medien in Literatur, Kunst, Architektur, Mode, Musik und Computerspielen transportiert. Es wird meist eine ökologische Zukunft beschrieben, die durch vorhandene Technologien und politische Bewegungen tatsächlich erreichbar scheint und eine positive Zukunft für die Menschheit darstellt."

Eismann:
Der Punkt, dass es Konflikte, Probleme und Herausforderungen geben muss, ist ja schon gemacht.
Erschwerend kommt hinzu, dass das Konflikte sein müssen, denen sich nicht die Gesellschaft stellen kann oder will, sondern nur 4-5 Leute.

First Orko:

--- Zitat ---in der Klimakatastrophe und Umweltverschmutzung zumindest teilweise überwunden oder weitgreifend abgemildert sind und Inklusion und Diversität das Zusammenleben prägen
--- Ende Zitat ---

Das Entscheidende sind da für mich die unterstrichenenen Wörter. Ich sehe den Begriff als Versuch der Gestaltung einer fiktiven Zukung, die eben nicht zwangsläufig die Einigung der Menschheit unter einem faschistoiden Regime/Mutantenkaiser/Untoter Imperator/Soziopathische KI/etc. voraussetzt sondern ganz ohne solche letzten Endes dystopischen Entwicklungen ein planetare Zweckbündnis als eine (unrealistische..?) Variante annimmt. Das heißt ja erstmal nicht, dass es nicht weiterhin Arschlöcher, Rückwärtsgewandte, konkurrierende Philosophien ("Ab ins weite All!" vs. "Erstmal die Erde/unser Sonnensystem meistern und einigeln, bevor wir uns trauen") , fremde Gegenkräfte (Aliens?) gibt. Nur läuft die weitere Enwicklung nicht zwangsläufig desaströs oder unter unvorstellbaren Opfern ab.

Hätte ich Zeit würde ich gern aus der Welt, die aus einer Microscope-Runde entstanden ist, weiterdenken und da was draus machen. Die Ausrichtung war "Der Weg der Menschheit in eine Kardaschow-Grad I-Zivilisation" - für mich eine potentiel superinteressante Zeitspanne, die in vielen SciFi-Settings schon Vergangenheit ist (oder wo die Menschen sich meist erstmal fast ausgelöscht haben bevor "Der große Erlöser" kam... yaddayadda gähn gahn)! Da werden dann so Fragen wie nach dem Großen Filter usw. spannend und können innerweltlich beleuchtet werden. Ich sehe da ausreichend viel Konfliktpotential. Wäre vielleicht mal was für eine Tanelorn'sche Kollabortation...?  :think:

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