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Solarpunk - what do the Characters do?

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nobody@home:

--- Zitat von: Eismann am 29.03.2026 | 16:46 ---Der Punkt, dass es Konflikte, Probleme und Herausforderungen geben muss, ist ja schon gemacht.
Erschwerend kommt hinzu, dass das Konflikte sein müssen, denen sich nicht die Gesellschaft stellen kann oder will, sondern nur 4-5 Leute.

--- Ende Zitat ---

Na ja, das Problem hat man so gut wie immer -- gelegentliche Ansatzpunkte, wo man sowohl einen eigenen Einzelcharakter als auch eine eigene Fraktion spielt, mal außen vor gelassen.

Zum Glück lassen sich aus den meisten "großen" Konflikten dann doch wieder SC-gruppengerechte Häppchen herausbrechen, mit denen man am Tisch seinen Teil beitragen kann, ohne gleich auch in der Spielwelt die ganz großen gefeierten Retter der Welt mimen zu müssen, und umgekehrt kann man oft davon ausgehen, daß es im Hintergrund NSC-Gleichgesinnte gibt, so daß man nicht mit immer derselben Handvoll Nasen alles im kompletten Alleingang stemmen muß. Wie weit wären ein paar hastig zusammengewürfelte Typen im Rasenden Falken wohl gegen das Imperium gekommen, wenn es nicht auch noch eine Rebellenallianz zur freundlichen Rückendeckung gegeben hätte...?

Eismann:
Das ist natürlich richtig, aber bei Herausforderungen wie "Energieversorgung muss auf Erneuerbare umgestellt werden" oder "Wirtschaftskreislauf muss nachhaltig werden" ist das eben schwierig. Natürlich kann man dann als Individuum sein Hausdach mit Solarzellen zubauen, aber das erscheint mir wenig abenteuertauglich. Außer das Abenteuer ist die deutsche Bürokratie.

caranfang:
Die von mir vorgestellte Idee mit der Kolonie, die sich wegen des Fanatistmus der Erde von dieser löst, war nie als Rollenspielkampagne geplant, sondern als Jugendserie. Jugendliche, die gerade erst mit ihren Eltern von der Erde gekommen, erleben die entscheidenden Jahre, in der eine Kolonie zur unabhängigen Nation wird. Es waren vier Staffeln geplant: In der ersten Staffel wäre es zu verschiedenen Sabotageakten gekommen, die die Kolonie gefährdet hätten und hinter denen der von der Erde eingesetzte Governeur gesteckt hätte, der zu den Fanatikern gehört hätte. In der zweiten Staffel wäre durch Zufall eine geheime zweite Kolonie entdeckt worden, in der heimlich Bergbau mit eigentlich verbotenen Methoden für die Erde betrieben wäre. Die dritte Staffel hätte sich um die Zwangsmaßnahmen der neuen Regierung der Erde gedreht, die alle Kolonien auflösen will, und an derem Ende sich die Kolonie für unabhängig erklärt hätte. In der vierten Staffel hätte sich alles um die Probleme gedreht, die durch die Unabhängigkeit und den Strom von Flüchtlingen aus den Kolonien des Sonnensystems ausgelöst worden wären. Am Ende hätte man auf einen Angriff der Erde gewartet, der nie gekommen wäre. Die Gründe wären offen geblieben.
Daraus könnte man bestimmt eine interessante Rollenspielkampagne machen.
Was wäre daran Solarpunk? Die Technologie, die Ziele der Regierungen, das Verhalten der Kolonisten etc. all dies würden auf den Grundsätzen des Solarpunk basieren, auch wenn es gerade im Bezug auf die Erde doch eher ins Distopische gehen würde, weil man hier mit den Maßnahmen einfach übertreibt, etwas, was wir doch zum Teil selbst schon erleben, wenn man die Forderungen einige, aber nicht aller(!!!!!), Aktivisten hört. Frei nach dem Motto, man rettet zwar die Erde, macht dabei aber trotzdem alles falsch.

--- Zitat von: Eismann am 29.03.2026 | 17:45 ---... Außer das Abenteuer ist die deutsche Bürokratie.

--- Ende Zitat ---
Bürokratie als Abenteuer. Gab es da nicht mal ein Traveller-Abenteuer, in dem es genau darum geht?

Boba Fett:

--- Zitat von: nobody@home am 29.03.2026 | 13:43 ---Detektiv zu sein ist also schon mal "kein Abenteuer" -- na ja, ich weiß nicht, was Leute wie Sherlock Holmes oder Thomas Magnum dazu sagen würden, aber meinetwegen. ;)

--- Ende Zitat ---

Mißverständnis! "Who've done it!" ist natürlich klassisches Rollenspielabenteuer. Aber dafür brauche ich kein Solarpunk. Das war meine Aussage.
Und wahrscheinlich auch "Das behandelt nicht klassisches Solarpunk."
Klar wird man sich irgendeinen spezifischen Solarpunk Mac Guffin ausdenken können, der entwendet wurde oder um den es sich dreht, aber dann fallen wir trotzdem wieder in die klassische Detektivstory. Was hat das mit Solarpunk zu tun, ausser dass die Bühne in Solarpunk angemalt und der Mc Guffin Solarpunk auf dem Etikett stehen hat? Tausche Coleur und Etikett und Du hast jedes beliebige Setting - will sagen: ich fragte nach settingspezifischen Tropes und Abenteuerinhalten.

Boba Fett:

--- Zitat von: Eismann am 29.03.2026 | 17:45 ---Das ist natürlich richtig, aber bei Herausforderungen wie "Energieversorgung muss auf Erneuerbare umgestellt werden" oder "Wirtschaftskreislauf muss nachhaltig werden" ist das eben schwierig. Natürlich kann man dann als Individuum sein Hausdach mit Solarzellen zubauen, aber das erscheint mir wenig abenteuertauglich.
--- Ende Zitat ---

Ja! Man abstrahiert dann viel und irgendwem ist es zu viel Abstraktion - oder man wird zu detailfreudig und realistisch für jemandem.
Die Leute mit technischem Know How müssen sich immer auf die Zunge beissen, weil "das geht so aber nicht" dem Rollenspiel nicht dienlich ist
und derjenige, der absolut nichts mit Technik am Hut hat, blutet aus den Ohren und hat kein Bock mehr auf das Mint-Gebrabbel der Technik-Nerds.
Und so wirklich abenteuerig-heldig klingt das "Wir bauen aus Bimsstein einen Wasserfilter" Adventure auch nicht.

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