Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Solarpunk - what do the Characters do?
First Orko:
So betrachtet gibt es kein Cyberpunk-Rollenspiel, weil es eigentlich immer um rein opportunistisches Arrangieren in einer Cyberpunk-umgebung geht und nicht um die polittheoretischen Auseinandersetzungen in einer dystopisch-technokratischen Zukunft...?
Rollenszenarien, die strukturell xbelibieg in andere Settngs versetzt werden können sind doch Legion und kein spezifisches Problem dieser (Solarpunk) Prämisse.
nobody@home:
--- Zitat von: caranfang am 29.03.2026 | 18:27 ---Das kommt ganz auf das spezielle Setting an. Es gibt wirklich gute und auch spielbare Steampunk-Settings. Wieso sollte es nicht auch ähnlcihes für Solarpunk geben?
--- Ende Zitat ---
Sehe ich ähnlich. Abenteuermöglichkeiten sind eher selten etwas, was sich direkt aus "Was ist die vorherrschende Gesellschaftsform hier und wie sieht's mit der dominierenden Technik aus?" allein ableiten läßt -- alles, was beispielsweise in einem 08/15-Fäntelaltersetting an ach so tollem Konfliktpotential übers reine Halt-Teil-der-Alltagsgesellschaft-Sein hinaus zu finden ist, ist ja ebenfalls eine Frage der weiteren Details!
Ein mögliches Problem in einem bestimmten Solarpunk-Setting könnte sich etwa schlicht daraus speisen, daß die ganz großen sozialen Hierarchien von früher an Einfluß verloren haben und sich so einzelne kleinere Gemeinschaften ohne "Druck von oben" leichter auseinanderentwickeln und darüber in die Wolle kriegen können. Da sich aber gleichzeitig nicht jede solche kleinere Gemeinschaft gleich ein komplettes diplomatisches Korps leisten kann oder will, könnte es zur Entstehung einer Klasse mehr oder weniger mobiler unabhängiger und wenigstens nominell neutraler Schiedsrichter und Vermittler kommen, die in solchen Reibungsfällen als Schlichter angerufen werden können und sich um den Schlamassel kümmern müssen...und das hätte schon mal SC-Potential, denke ich.
caranfang:
Da @Boba Fett eigentlich schon alles geschrieben hat, was ich schreiben wollte, schreibe ich nur noch dies :
In der Science Fiction-Literatur gibt es viele Werke, die eigentlich nichts anderes sind als Weltbeschreibungen. Die Handlung spielt in solchen Werken meistens nur eine Nebenrolle. Es ging den Authoren eher darum, den Lesern zu zeigen, wie die Zukunft aussehen könnte und weniger darum, wie diese Zukunft erreicht wurde, auch wenn dies zum Teil doch angedeutet wurde.
Du sagst, dass Dir der Inhalt wichtiger ist als die Bezeichnung. Dies ist aber ein Fehler. Die Bezeichnung ist wichtig, weil sie ein Hinweis auf den Inhalt ist. Wenn Du etwas kaufst, wo z.B. Cyberpunk draufsteht, erwartest Du auch, dass es Cyberpunk enthält und nicht Space Opera.
Feuersänger:
--- Zitat von: caranfang am 29.03.2026 | 18:56 ---In der Science Fiction-Literatur gibt es viele Werke, die eigentlich nichts anderes sind als Weltbeschreibungen. Die Handlung spielt in solchen Werken meistens nur eine Nebenrolle. Es ging den Authoren eher darum, den Lesern zu zeigen, wie die Zukunft aussehen könnte und weniger darum, wie diese Zukunft erreicht wurde, auch wenn dies zum Teil doch angedeutet wurde.
--- Ende Zitat ---
Ja, da fallen mir auch sofort ein, zwei Tatverdächtige ein, und KSR ist einer davon. Dieses Phänomen finde ich aber schon in der Literatur tragisch -- ich denke da an das zwar irgendwie solarpunkige, aber komplett handlungsbefreite 2312 -- aber da ist es immerhin noch irgendwie zu verschmerzen. Aber im RPG ist das halt ganz und gar untragbar, es sei denn man ist Fan von den Einschienenbahn-Sightseeingtouren des älteren DSA nach dem Motto "Look but don't touch". Glaube, die meisten Spieler möchten doch lieber Charaktere spielen, die selber tätig werden als sich alles nur anzuschauen.
WeepingElf:
--- Zitat von: caranfang am 29.03.2026 | 18:56 ---Da @Boba Fett eigentlich schon alles geschrieben hat, was ich schreiben wollte, schreibe ich nur noch dies :
In der Science Fiction-Literatur gibt es viele Werke, die eigentlich nichts anderes sind als Weltbeschreibungen. Die Handlung spielt in solchen Werken meistens nur eine Nebenrolle. Es ging den Authoren eher darum, den Lesern zu zeigen, wie die Zukunft aussehen könnte und weniger darum, wie diese Zukunft erreicht wurde, auch wenn dies zum Teil doch angedeutet wurde.
Du sagst, dass Dir der Inhalt wichtiger ist als die Bezeichnung. Dies ist aber ein Fehler. Die Bezeichnung ist wichtig, weil sie ein Hinweis auf den Inhalt ist. Wenn Du etwas kaufst, wo z.B. Cyberpunk draufsteht, erwartest Du auch, dass es Cyberpunk enthält und nicht Space Opera.
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist beides richtig. Dennoch finde ich, dass die Auseinandersetzung um das Erreichen einer lebenswerten, nachhaltigen Zukunft ein gutes und interessantes Sujet für Romane und Rollenspiele abgeben kann, und ich würde das in das Genre Solarpunk einbeziehen. Aber wie immer bei solchen Genres sind die Grenzen hier fließend, und ich stehe (in diesem Thema zumindest) mit dieser Einbeziehung anscheinend allein auf weiter Flur ;)
--- Zitat von: Feuersänger am 29.03.2026 | 19:05 ---Ja, da fallen mir auch sofort ein, zwei Tatverdächtige ein, und KSR ist einer davon. Dieses Phänomen finde ich aber schon in der Literatur tragisch -- ich denke da an das zwar irgendwie solarpunkige, aber komplett handlungsbefreite 2312 -- aber da ist es immerhin noch irgendwie zu verschmerzen. Aber im RPG ist das halt ganz und gar untragbar, es sei denn man ist Fan von den Einschienenbahn-Sightseeingtouren des älteren DSA nach dem Motto "Look but don't touch". Glaube, die meisten Spieler möchten doch lieber Charaktere spielen, die selber tätig werden als sich alles nur anzuschauen.
--- Ende Zitat ---
Genau!
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln