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Solarpunk - what do the Characters do?

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Maarzan:
Und was machen die dann so im Spiel?
Wobei ich weidende Tiere für unwahrscheinlich halte, die verursachen ja CO2 und wenn man eh fleischlos geworden ist.

Aber wie wäre es mit Einsatzkommandos, welche die letzten Haus- und Nutztierhalter jagen und ihrer gerechten Strafe zuführen?

Feuersänger:

--- Zitat ---Viele Utopien haben auch faschistoide oder darwinistische Tendenzen. Was also, wenn man nicht zu den Reichen und Schönen gehört, die in grünen Arcologies leben und nachhaltige Bioprodukte verspeisen? Wenn man (aus welchem Grund auch immer) zu den Ausgestoßenen gehört, die keinen Zugriff auf die Technologie haben und sich mit einem alten Dieselgenerator über Wasser halten (was sie wiederum zum Ziel macht, da sie ja die Umwelt verschmutzen).
--- Ende Zitat ---

Dann ist es keine Utopie. Luxus für eine kleine Oberschicht haben wir auch heute schon. Ebenso wie mich ratlos lässt, wieso du ausgerechnet Soylent Green als Beispiel für eine "vermeintliche Utopie" nennst. Die Story geht afaik mit Hungerrevolten im Hintergrund los. WP fasst das Setting zusammen:
Im Jahr 2022 hat der Mensch seine natürlichen Lebensgrundlagen fast vollständig zerstört. In New York City leben 40 Millionen Menschen. Dem Großteil der Menschen mangelt es an Wasser, Nahrung und Wohnraum. Lediglich einige Politiker und reiche Bürger können sich sauberes Wasser und natürliche Lebensmittel zu horrenden Preisen leisten. Zu den Wohnungen der Wohlhabenden gehören in der Regel Konkubinen (im Film „Inventar“ genannt), die dem Mieter als Sklavinnen dienen.

Also wie um Himmels Willen kommt man da auf die Idee, das auch nur ansatzweise in die NÄHE einer Utopie zu rücken? oÔ Das ist eine absolute, unverhohlene Dystopie in klinischer Reinform!

WeepingElf:

--- Zitat von: Feuersänger am 30.03.2026 | 14:04 ---Dann ist es keine Utopie. Luxus für eine kleine Oberschicht haben wir auch heute schon. Ebenso wie mich ratlos lässt, wieso du ausgerechnet Soylent Green als Beispiel für eine "vermeintliche Utopie" nennst. Die Story geht afaik mit Hungerrevolten im Hintergrund los. WP fasst das Setting zusammen:
Im Jahr 2022 hat der Mensch seine natürlichen Lebensgrundlagen fast vollständig zerstört. In New York City leben 40 Millionen Menschen. Dem Großteil der Menschen mangelt es an Wasser, Nahrung und Wohnraum. Lediglich einige Politiker und reiche Bürger können sich sauberes Wasser und natürliche Lebensmittel zu horrenden Preisen leisten. Zu den Wohnungen der Wohlhabenden gehören in der Regel Konkubinen (im Film „Inventar“ genannt), die dem Mieter als Sklavinnen dienen.

Also wie um Himmels Willen kommt man da auf die Idee, das auch nur ansatzweise in die NÄHE einer Utopie zu rücken? oÔ Das ist eine absolute, unverhohlene Dystopie in klinischer Reinform!

--- Ende Zitat ---

100% Zustimmung! (Wo ist der Like-Button, wenn man ihn braucht? ;))

Gorilla:

--- Zitat von: Feuersänger am 30.03.2026 | 14:04 ---Dann ist es keine Utopie. Luxus für eine kleine Oberschicht haben wir auch heute schon. Ebenso wie mich ratlos lässt, wieso du ausgerechnet Soylent Green als Beispiel für eine "vermeintliche Utopie" nennst. Die Story geht afaik mit Hungerrevolten im Hintergrund los. WP fasst das Setting zusammen:
Im Jahr 2022 hat der Mensch seine natürlichen Lebensgrundlagen fast vollständig zerstört. In New York City leben 40 Millionen Menschen. Dem Großteil der Menschen mangelt es an Wasser, Nahrung und Wohnraum. Lediglich einige Politiker und reiche Bürger können sich sauberes Wasser und natürliche Lebensmittel zu horrenden Preisen leisten. Zu den Wohnungen der Wohlhabenden gehören in der Regel Konkubinen (im Film „Inventar“ genannt), die dem Mieter als Sklavinnen dienen.

Also wie um Himmels Willen kommt man da auf die Idee, das auch nur ansatzweise in die NÄHE einer Utopie zu rücken? oÔ Das ist eine absolute, unverhohlene Dystopie in klinischer Reinform!

--- Ende Zitat ---

Bei den Beispielen stimme ich dir völlig zu: Das sind ausdrückliche Utopien.

Gleichzeitig ist es insbesondere in der SciFi-Literatur sehr oft so, dass hinter den Kulissen der utopischen Gesellschaft nur eine dünne Decke von einer Dystopie trennt und sich das oft auch schon zeigt.
Utopie/Dystopie ist ja keine Dichotomie, das ist ein Kontinuum.
Um es mit Hannah Arendt zu sagen: Jede Ideologie kann sich in eine Tyrannei verwandeln (lassen).
Was für die Einen Utopie ist, ist für die Anderen Dystopie. (Um es an einem besonders plakativen Beispiel der Geschichte festzumachen: Die Nazis hielten ihr Gesellschaftsmodell für eine Utopie.)
Ein gelöstes Problem bedeutet nicht zwangsläufig, dass alle Probleme gelöst sind.

Auch in einem Solarpunk-Setting, in dem grundsätzlich eine positive(re) Stimmung herrscht, die (heute) drängenden Probleme der nächsten Zukunft gelöst sind, bestehen sehr sicher die üblichen Konflikte (des menschlichen Zusammenlebens auf unterschiedlichsten Ebenen) weiter, ohne dass es dadurch zu einem dystopischen System werden muss.

In der Folge ist es dann aber u.U. auch schwieriger, die typischen Abenteuer durch zu deklinieren, weil in einer Welt, die in Graustufen beschrieben wird, der klassisch plakative Gut/Böse-Konflikt (à la LotR, Star Wars etc.) entfällt.

Maarzan:
Die große Masse an Konflikten basiert auf Verteilungskämpfen für limitierte Ressourcen.
Manchmal gibt es auch abstrakte ideologisch/religiöse Gründe, aber auch da beginnt der Konflikt dann typischerweise damit, daß direkt oder nachträglich damit "Umverteilung" gerechtfertigt wird, weil sonst wäre die einfache Lösung, jeder macht eine eigene autonome Gesellschaft nach seinem Gusto anderswo auf. 

Die Kernfrage ist also meist: Wer will da alles noch umverteilen und mit welchen Mitteln treten die einzelnen Fraktionen dabei an.

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