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Solarpunk - what do the Characters do?

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GIR:

--- Zitat von: Feuersänger am 30.03.2026 | 14:04 ---Also wie um Himmels Willen kommt man da auf die Idee, das auch nur ansatzweise in die NÄHE einer Utopie zu rücken? oÔ Das ist eine absolute, unverhohlene Dystopie in klinischer Reinform!

--- Ende Zitat ---

Kommt drauf an, wen du fragst, die Politiker an der Spitze oder die hungernde Meute. Da würde die Antwort sehr unterschiedlich ausfallen  ;D

Setzt eine Utopie denn voraus, dass für 100% der Bevölkerung alles maximal geil ist ohne irgendwelche Problemchen?
Wenn das die Definition ist, dann sehe ich da auch keinen Ansatz für Abenteuer.

Wenn man annimmt, das eine Utopie nie alle betrifft bzw. dass es da durchaus auch Probleme, gesellschaftliche wie auch extern, gibt, dann schon wieder ja.


--- Zitat von: Gorilla am 30.03.2026 | 14:15 ---Gleichzeitig ist es insbesondere in der SciFi-Literatur sehr oft so, dass hinter den Kulissen der utopischen Gesellschaft nur eine dünne Decke von einer Dystopie trennt und sich das oft auch schon zeigt.
Utopie/Dystopie ist ja keine Dichotomie, das ist ein Kontinuum.

--- Ende Zitat ---
Danke Gorilla, das wollte ich sagen, aber du hast es besser formuliert als ich.

Gorilla:

--- Zitat von: Maarzan am 30.03.2026 | 14:25 ---Die große Masse an Konflikten basiert auf Verteilungskämpfen für limitierte Ressourcen.
Manchmal gibt es auch abstrakte ideologisch/religiöse Gründe, aber auch da beginnt der Konflikt dann typischerweise damit, daß direkt oder nachträglich damit "Umverteilung" gerechtfertigt wird, weil sonst wäre die einfache Lösung, jeder macht eine eigene autonome Gesellschaft nach seinem Gusto anderswo auf. 

Die Kernfrage ist also meist: Wer will da alles noch umverteilen und mit welchen Mitteln treten die einzelnen Fraktionen dabei an.

--- Ende Zitat ---
Steile These. Meist geht es um Machtanspruch. Das kann auch mit Ressourcen zu tun haben, aber muss so gar nicht der Fall sein.
Meistens geht es darum, wer über wen wie verfügen/bestimmen kann - also um eine soziale und nicht so sehr um ökonomische Dimension. Sozialdarwinismus ist kein akzeptiertes Erklärungsmodell mehr. Schon lange nicht mehr.

Aber die Frage, welche Mittel als gerechtfertigt gelten, ist auf jeden Fall absolut relevant.

Maarzan:

--- Zitat von: Gorilla am 30.03.2026 | 15:00 ---Steile These. Meist geht es um Machtanspruch. Das kann auch mit Ressourcen zu tun haben, aber muss so gar nicht der Fall sein.
Meistens geht es darum, wer über wen wie verfügen/bestimmen kann - also um eine soziale und nicht so sehr um ökonomische Dimension. Sozialdarwinismus ist kein akzeptiertes Erklärungsmodell mehr. Schon lange nicht mehr.

Aber die Frage, welche Mittel als gerechtfertigt gelten, ist auf jeden Fall absolut relevant.

--- Ende Zitat ---

Selbst wenn es dem einen Psychopathen um Macht an sich gehen würde, müßte er doch denjenigen, welche ihn Unterstützen etwas anzubieten haben, was sie so sonst nicht bekommen.

Gorilla:

--- Zitat von: Maarzan am 30.03.2026 | 15:09 ---Selbst wenn es dem einen Psychopathen um Macht an sich gehen würde, müßte er doch denjenigen, welche ihn Unterstützen etwas anzubieten haben, was sie so sonst nicht bekommen.

--- Ende Zitat ---
Äh, nein? Sie haben nur die Hoffnung, dass sie ihr Ziel mit/unter dem Psychopathen leichter erreichen als andernfalls. Bzw. es geht ihnen selbst auch um die Verfügungsgewalt über Andere (Hegseth unter Trump anybody?).
Das ist der klassische Fall "charismatische Führerschaft" nach Weber. Aus irgendeinem Grund glauben manche Menschen anderen Menschen einfach und folgen ihnen. Begrenzte Ressourcen müssen dabei überhaupt keine Rolle spielen.

Diese Reduktion auf rein transaktionale soziale Beziehungen wird heute nicht einmal mehr in der BWL regelmäßig als Erklärungsmodell herangezogen.

nobody@home:
Wobei das ja eine Hoffnung wäre, die mit dem optimistischen Ansatz von Solarpunk ganz gut einhergehen könnte: in der Zukunft werden ausdrückliche Psychopathen und Leute mit ähnlichen ernsten Problemen öfter rechtzeitig erkannt und, soweit nicht sinnvoll therapierbar, von den Hebeln der Macht eben zumindest bewußt möglichst ferngehalten (ähnlich, wie man einen ernsthaft Alkoholabhängigen hoffentlich auch nicht einfach so mit in die nächste Bar nimmt). Anderen Probleme bereiten könnten sie dann allemal immer noch, aber eben nicht mehr so leicht im ganz großen Maßstab.

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