Autor Thema: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?  (Gelesen 828 mal)

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Online gilborn

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Bei den meisten Regelsystemen die ich kenne ist es meist irgendwie so ein Extra Regelteil, der ermittelt wie viele und welche Sprachen ein Charakter wie gut kann und wovon das abhängt.

Grund genug mal wild zu Sammeln welche Ansätze es da draußen so alles gibt!

Folgende Fragestellungen sind an die Systeme aufgeworfen:
  • Wird es binär gehandhabt oder graduell?
  • Ist jede Sprache eine Fertigkeit, oder alle Sprachen eine Fertigkeit?
  • Ist es eine Gabe, eine Sonderfertigkeit?
  • Oder was ganz anderes?
  • Sind Sprachen zu leicht oder zu schwer zu erlernen?
  • Erlaubt das System theoretisch alle Sprachen zu kennen? Oder ist es irgendwo gedeckelt?
  • Wie kann man Sprachen später im Spiel erlernen?
  • Ist es besonders elegant?

Ich bin gespannt, was es so alles gibt, irgendwie habe ich noch kein System gefunden, welches alle Aspekte zufriedenstellend löst - gleichzeitig wüsste ich aber selber nicht wie so eine Lösung aussehen sollte.

Offline Kurna

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #1 am: 1.04.2026 | 10:57 »
Abenteuer 1880 ist ein auf Fertigkeiten basierendes Spiel. Da entspricht jede Sprache einer Fertigkeit (bzw. genau genommen zwei, da Sprechen/Verstehen und Lesen/Schreiben unterschieden werden). Es gibt aber Synergieeffekte bei verwandten Sprachen. Wer z.B. Dänisch kann, versteht mit entsprechenden Abzügen auch Isländisch.
Fertigkeiten lernt man dabei über Erfahrungspunkte, wobei man bei +4 anfängt und es bis +18 steigern kann (Proben würfelt man mit W20+Fertigkeit gegen 20). Die Muttersprache hat man immer. Man kann bei einem Startcharakter aber auch schon ein bis zwei weitere Sprachen gelernt haben (die genaue Grenze, was mit den Startpunkten möglich ist, habe ich nicht im Kopf).
Begrenzt ist man bei der Anzahl gesprochener Sprachen also nur durch die Erfahrung, die man so erwirbt.

Edit: Es gibt dann noch allgemeine Hinweise, welcher Skilllevel ungefähr wie einzuschätzen ist. Im Prinzip ist man ab +12 schon ziemlich flüssig unterwegs. Mehr braucht man dann nur für besondere Anlässe (Fachgespräche, um besondere Nuancen oder Dialekte rauszuhören, dichterische Vorträge etc.)
« Letzte Änderung: 1.04.2026 | 11:40 von Kurna »
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Offline sindar

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #2 am: 1.04.2026 | 11:16 »
DSA bis 3 (wie das in späteren Versionen ist, weiß ich nicht): Es gibt das Talent "Sprachen kennen". In dem hat man eine Anzahl Punkte. Die kann man auf verschiedene Sprachen verteilen. Verschiedene Sprachen kosten unterschiedlich viele Punkte, man muß aber nicht so viele Punkte auf eine Sprache legen, wie sie maximal kostet; legt man weniger drauf, kann man sie halt entsprechend schlechter. Das Talent wird gesteigert wie jedes andere auch.
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Offline Zed

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #3 am: 1.04.2026 | 11:29 »
Das SRD 3.5 fasst es so zusammen:

Zitat
Languages work as follows.

    You start at 1st level knowing one or two languages (based on your race), plus an additional number of languages equal to your starting Intelligence bonus.
    You can purchase Speak Language just like any other skill, but instead of buying a rank in it, you choose a new language that you can speak.
    You don’t make Speak Language checks. You either know a language or you don’t.
    A literate character (anyone but a barbarian who has not spent skill points to become literate) can read and write any language she speaks. Each language has an alphabet, though sometimes several spoken languages share a single alphabet.

Also binär, eine Sprache kostet einen Skillpunkt, keine Deckelung.

Bei den wenigen Skillpunkten, die einem in 3.5 pro Stufe zur Verfügung stehen (Cleric: 2+Int-Modifier, also 1  ;) ) sind Sprachen eine ganz schön teure Angelegenheit. Es gibt zwar keine Obergrenze, aber es stehen doch eine Menge Sprachen zur Auswahl:

Language Typical Speakers Alphabet
AbyssalDemons, chaotic evil outsidersInfernal
AquanWater-based creaturesElven
AuranAir-based creaturesDraconic
CelestialGood outsidersCelestial
CommonHumans, halflings, half-elves, half-orcsCommon
DraconicKobolds, troglodytes, lizardfolk, dragonsDraconic
DruidicDruids (only)Druidic
DwarvenDwarvesDwarven
ElvenElvesElven
GiantOgres, giantsDwarven
GnomeGnomesDwarven
GoblinGoblins, hobgoblins, bugbearsDwarven
GnollGnollsCommon
HalflingHalflingsCommon
IgnanFire-based creaturesDraconic
InfernalDevils, lawful evil outsidersInfernal
OrcOrcsDwarven
SylvanDryads, brownies, leprechaunsElven
TerranXorns and other earth-based creaturesDwarven
UndercommonDrowElven

Ist es elegant? Nein, aber auf maximal einfache Handhabbarkeit gezüchtet.

Für Across Time, bei dem es viele Skillpunkte gibt, hatte ich gesagt: Drei Skillpunkte pro Sprache. Dadurch lassen sich Sprachen einfach mit einem Skillpunkt sprechen und verstehen, sehr gut mit zwei Skillpunkten und auf Muttersprachenniveau mit drei Skillpunkten. Das mag eine interessanter Mechanismus sein, der mit wenig Regelung zugleich viel abbildet und auch gute Rollenspielansätze bietet - aber wenn ich auf meine so lange spielende Gruppe blicke, dann würden wir aus Vorgaben wie "Mit einem Skillpunkt kannst Du nur rudimentäres Hochelbisch" wohl doch nicht viel Spielfreude ziehen. Von "Tongue" als Universalübersetzungszauber mal abgesehen. (Wieder ein Fall davon, dass DnD-Magie leider viele Skillkonzepte überflüssig macht.)

Ich finde also binär auch in Ordnung. Sprachen als Skills machen für mich Sinn. Ich meine, Sprachen sollten insbesondere für Charaktere auf Wanderschaft leicht zu lernen sein. Ich finde, das Nebenkonzept eines "Sprachgenies" sollte möglich sein, und es sollte daher ausreichend Skillpunkte und auch keine Deckelung geben.

Wie man die Sprachen lernt, hängt vom Skillsystem des Spiels ab. In alten D100-Systemen gab es ja die Philosphie: "Du wirst darin besser, was Du im Spiel anwendest.": Wenn man irgendeinen Skill im Abenteuer verhauen hat, hat man den Skill vorgemerkt, und bei der nächsten Aufstiegsgelegenheit musste man den vorgemerkten Skill überwürfeln, um ihn stark zu verbessern. Bei einem Fehlschlag dieser Lernprobe gab es immerhin noch +1% dazu. Oder man kaufte sich eine Lernzeit bei einem Meister.

Skillwissen unkompliziert über Skillpunkte zu erlangen, reicht mir als Regelung völlig.

Online nobody@home

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #4 am: 1.04.2026 | 12:03 »
Es gibt natürlich Systeme, die das Thema "Sprache" gar nicht erst groß vertiefen, und auch das ist nachvollziehbar. Welche genauen Sprachen ein gegebener Charakter alle so drauf hat, ist ja im Spiel normalerweise gar nicht so interessant; wichtig ist meist nur, ob eine für die aktuelle Handlung relevante Sprachbarriere gerade überhaupt existiert oder nicht und wenn ja, wie man damit umgeht. Das kann man auch anders angehen als übers Führen eines separaten Sprachkatalogs für jeden einzelnen SC und NSC im Abenteuer -- sei es per "Im ganzen Setting gibt es nur die eine Sprache und alles, was überhaupt sprechen kann, verwendet die" oder über gelegentliche Würfe auf ein geeignetes "Bildungs"-Attribut oder eine passende Fertigkeit, wenn's mal gerade "schwierig" sein soll.

Offline Ainor

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #5 am: 1.04.2026 | 15:55 »
Tja, realistischerweise ist es nicht einfach Sprachen zu lernen und vor allem ist es nicht einfach darin gut zu sein. Aber es gibt gute Gründe warum man das im Rollenspiel meistens vereinfacht. Zum einen ist es im wesentlichen binär ob man sich versteht oder nicht, und halbwegs verstehen ist oft schwer nachzubilden.

Zum anderen ist es IRL ja meistens so dass leute dorthin geschickt werden wo sie die Sprache verstehen. Im Rollenspiel wird man aber stattdessen oft irgendwo hin geschickt so dass die Wahrscheinlichkeit die passende Sprache zu haben klein ist. Ausserdem ist es furchbar limitierend wenn man auch dann nicht mit den Monstern reden kann wenn es angebracht wäre.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Offline Luxferre

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #6 am: 1.04.2026 | 16:05 »
Alte RoleMaster-Editionen haben für jede Sprache eine eigene Fertigkeit gehabt und man konnte seine Ränge in Sprechen/Verstehen und/oder Lesen/Schreiben investieren.
Da Fertigkeiten generell recht teuer waren und man niemals genug lernte, wurden Sprachen zumeist sträflich vernachlässigt ...
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Online nobody@home

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #7 am: 1.04.2026 | 16:22 »
In der frühen Fate-Ecke (spätere Fassungen gehen zunehmend nicht mal mehr so weit ins Detail) ist Spirit of the Century ziemlich großzügig: jeder Charakter spricht erst mal so viele zusätzliche Sprachen, wie sein Wert in "Academics" angibt (d.h., von keiner bis fünf, Muttersprache gibt's natürlich gratis), und der Spieler muß sich nicht von Anfang an festlegen, sondern kann die Plätze auch erst im Lauf des Spiels auffüllen. Wer mehr will, kann den Stunt "Linguist" nehmen (noch mal fünf Sprachen obendrauf) und dann auf dem noch mal mit "Gift of Tongues" aufbauen, um einfach jede "normale" irdische Sprache zu beherrschen; die Sprachslots, die er bis dahin angesammelt hat, kann er danach für Sprachen verwenden, die ein normaler Mensch eigentlich gar nicht beherrschen sollte, wie beispielsweise Atlantisch oder Marsianisch. Na ja, es ist ausdrücklich ein Pulp-Spiel, da paßt das. :)
« Letzte Änderung: 1.04.2026 | 16:24 von nobody@home »

Online gunware

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #8 am: 1.04.2026 | 16:52 »
Bis jetzt hat mir im Rollenspiel die Regelung bei GURPS am besten gefallen.
Da kannst du das Geschriebene oder das Gesprochene unterschiedlich gut beherrschen. Falls ich mich richtig erinnere, waren es jeweils 4 Grade, wie man eine Sprache beherrschte. Zum Beispiel gesprochene Englisch schwach, aber geschriebenes Englisch durchschnittlich. Und falls ich das noch richtig weiß, man könnte sogar ein Perk nehmen, dass das geschriebene besser verstanden als vorgelesen werden konnte.
So gute Behandlung von Sprachenverständnis ist mir in keinem anderen RPG begegnet.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Offline Holothuroid

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #9 am: 1.04.2026 | 17:17 »
Wenn ich noch Mal ein Spiel mächte, das das braucht, ginge ich so vor.

Du kannst dich verständigen, wenn drei erfüllt sind.

- Ihr kommt aus der selben Region.
- Das Thema ist alltäglich.
- Ihr kennt euch beide mit der Sache aus.
- Ihr kennt euch schon eine Weile.
- Gestikulieren, aufzeichnen etc. können helfen.
- Du hast einen sonstigen Vorteil.

Sonstiges könnte sein: Ihr habt beide klassische Bildung genossen und könnt Quasi-Latein. Du hast einen low level Übersetzungszauber.

Charaktere können überall einkaufen. "Ich will das da" ist ein Autoerfolg (alltäglich, beiden bekannt, zeigbar). Charaktere können sich in der Party über einfache Sachen unterhalten. Alles andere muss man Mal gucken.

Ggf. könnte man Glückspunkte oder sowas für +1 einsetzen.
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

Offline WeepingElf

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #10 am: 1.04.2026 | 17:24 »
In meinem in Arbeit befindlichen Universalrollenspiel OURS werden Sprachen Fertigkeiten sein, mit Grundwerten auf nah verwandte Sprachen (wie z. B. Spanisch/Portugiesisch). Lesen und Schreiben ist eine separate Fertigkeit für jedes Schriftsystem.
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Offline Galatea

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #11 am: 1.04.2026 | 18:52 »
Bei mir sind Sprachen normale Fertigkeiten, und wie bei anderen Fertigkeiten muss man sich nach Stufe 6 (in etwa flüssig C2) spezialisieren auf z.B. Dialekte, Fachsprache, Literatur o.ä.

Klar geht das theoretisch auch komplizierter/detaillierter, ist mir in dem Fall aber den Aufwand nicht wert (es versteht eh praktisch jeder die Standardsprache).
« Letzte Änderung: 1.04.2026 | 18:55 von Galatea »
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Offline Zouan81

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #12 am: 1.04.2026 | 19:51 »
In Earthdawn bspw. ist "Sprachen lernen" relativ komplex.

Um eine neue Sprache zu lernen, müssen drei Bedingungen erfüllt sein:

1.) Der Charakter muss die Fertigkeit "Fremdsprachen" gesteigert haben

2.) Der Charakter muss die Sprache mit einem Lehrmeister studieren, der diese Sprache beherrscht

3.) Der Charakter muss eine Fertigkeitsprobe ablegen, um die Sprache erfolgreich zu lernen


Bei Misserfolg darf der Charakter erst eine neue Probe ablegen, wenn er einen weiteren Monat diese Sprache studiert hat ODER wenn er noch einmal die Fertigkeit "Fremdsprachen" gesteigert hat.


Kann man so machen. Ist halt die Frage, ob diese Variante wirklich motivierend ist, in "Sprachen" zu investieren. Ich fände das in der Praxis wieder zu verkompliziert.

Da mag ich die Variante aus DSA 3, wo man Fertigkeitspunkte durch Steigern erwirbt und davon dann die Sprachen kaufen kann.





Gespielte Regelsysteme:

D&D, DSA, RdW, Saga, Earthdawn


Meine Projektseite:

http://www.rearbo.de

Offline Yney

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #13 am: 1.04.2026 | 20:55 »
In Feenlicht ist es wie folgt geregelt:
  • Wird es binär gehandhabt oder graduell?
    In vier Stufen: Einige Begriffe | rudimentär | fließend | perfekt (wie Muttersprache)
    Lesen und Schreiben ist ein zusätzlicher Punkt
     
  • Ist jede Sprache eine Fertigkeit, oder alle Sprachen eine Fertigkeit?
    Die einzelnen Sprachen sind getrennt zu erlernen; Lesen und Schreiben kostet extra, ist aber für Sprachen mit bekanntem Schriftsystem deutlich günstiger.
     
  • Ist es eine Gabe, eine Sonderfertigkeit?
    Es ist eine sogenannte Fertigkeit, die prinzipiell jeder lernen kann. Für höhere Varianten braucht es bestimmte Mindestwerte bei der Auffassungsgabe bzw. bei speziellen Sprachen auch noch Psyche. Jeder beherrscht mindestens seine Muttersprache (kostenlos).
    Hohe Auffassungsgabe gibt für die Kosten auf die ersten Fremdsprachen bei Charaktererschaffung 50 % Rabatt. (s.u.)
     
  • Sind Sprachen zu leicht oder zu schwer zu erlernen?
    Fließend kostet samt Lesen und Schreiben meist (es gibt Ausnahmen) 500 EP, perfekt noch mal 250 EP; das ist vergleichbar mit dem Erlenen des grundlegenden Umgangs mit einer Waffe oder dem Einstieg in ein Handwerk (in beiden Fällen kann man da nicht viel). Ob das zu leicht oder zu schwer ist, kann ich nicht letztlich beurteilen.
     
  • Erlaubt das System theoretisch alle Sprachen zu kennen? Oder ist es irgendwo gedeckelt?
    Nach harten Regeln gibt es keine Obergrenze. Ab einer gewissen Menge würde ich das Gespräch mit Spielerin oder Spielerin suchen und evtl. einen Abzug wg. sog. legendärer Fertigkeiten vereinbaren (ein Abzug, der bei besonders heftigen Fähigkeitswerten auch bei anderen Dingen die erhaltenen Erfahrungspunkte reduziert).
     
  • Wie kann man Sprachen später im Spiel erlernen?
    Vor allem braucht es neben angesparten EP Zeit, wenn man sich das später, nach Chraktererschaffung eine weiter Sprache gönnt (nicht „plopp“ und „kann ich“). Und ab rudimentären Kenntnissen sollte man jemanden haben, der einem das beibringt. Das kann aber auch neben dem sonstigen Geschehen passieren (und ins Spiel integriert werden, so man möchte).
     
  • Ist es besonders elegant?
    Hier steht mir ein Urteil nicht zu und das ist sicher auch Geschmacksache – bisher hat es für uns funktioniert
     
Ich hoffe das war nun nicht zu länglich und zugleich nachvollziehbar.
« Letzte Änderung: 1.04.2026 | 20:59 von Yney »

Offline Galatea

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #14 am: 10.04.2026 | 11:13 »
Was man bei Sprachen auch berücksichtigen sollte ist, dass nur weil man eine Sprache prinzipiell sprechen kann, man nicht unbedingt in der Lage ist jeder Konversation zu folgen.

Das absurd-überzogene Beispiel hierfür wäre die Star Trek TNG Folge Darmok (Darmok and Jalad at Tanagra, Tembar his arms wide open, Shaka when the walls fell), aber solche kulturellen Referenzen gibt es auch in irdischen Sprachen (Holzweg, Dusel und so) - Mandarin ist besonders berüchtigt dafür.

D.h. man kann prinzipiell ein Setting konstruieren, in dem eine einzige Universalsprache gesprochen wird, aber durch lokal-nationale kulturelle Referenzen dennoch soviel "Rauschen" entsteht, dass man sich zwar normal verständigen kann, aber trotzdem nicht wirklich in der Lage ist einer Konversation zwischen zwei "Einheimischen" voll zu folgen.
« Letzte Änderung: 10.04.2026 | 11:16 von Galatea »
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Offline Templar

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Re: Welche Rollenspiele lösen "Sprachen kennen" wie?
« Antwort #15 am: 16.04.2026 | 13:04 »
In Vampire Requiem 2nd Edition und Mage Awakening 2nd Editione ist ne Sprache einfach ein Merit. Ein Punkt pro Sprache.

Ich würde allerdings überlegen OB es wirklich wichtig ist Sprache mit systemen zu modellieren.
Will mann wirklich die Situation ausspielen wenn man in eniem Fremden Land Urlaub macht und verzweifelt versucht einem Automechaniker zu erklären was man glaubt an problemen mit seinem Auto zu haben und dann auspielen wie man nicht genau versteht wann man das Auto repariert bekommt und was es kosten wird?

In Serien und Filmen sind Sprachen doch meist nicht so wichtig. Helden außerhalb von Komödien halten sich nicht lange mit Sprach barrieren auf. Die Spieler wollen ja auch eine Handlung erleben und nicht Pictionairy spielen. Also hat das Sprechen einer Sprache oft doch einfach nur den selben Effekt wie ein "Status" merit. man ist halt Mitglied eines mehr oder weniger exklusiven Clubs und hat evtl. Zugriff auf andere Resourcen.