Gründe kann es viele geben. Aber auch IRL werden im Krieg Städte zerstört und Dörfer niedergebrannt. Warum sollte ein Drache da anders sein?
Im Krieg, ja.
Besteht zwischen Drachen und Menschen ein Kriegszustand -- und wenn ja, wieso ist da bloß dieser eine Drache ohne Unterstützung und kein ganzes Drachen
regiment? An der reinen Unterzahl kann's im typischen (also Athas mal ausgenommen) D&D-Setting nicht liegen, zumal der Angreifer normalerweise den Vorteil hat, entscheiden zu können,
wo er zuschlagen will, während der Verteidiger möglichst
alles so gut schützen muß, wie er gerade kann...
Und wie wir im Rahmen des Fadens vermutlich hinreichend herausklamüsert haben, mag der typische D&D-Drache zwar durchaus für insbesondere kleinere Menschengruppen (Belegschaft eines Bauernhofs, Bewohner eines hinreichend kleinen Dorfs, Händler mit Begleitung...) ohne hochstufige Abenteurerunterstützung mehr als Bedrohung genug sein, erreicht deswegen aber noch lange nicht typisches Kaiju-Niveau an Zerstörungskraft und Unkaputtbarkeit und ist ebenso kein quasi-mythischer Dreiviertelgott der Vernichtung wie vielleicht die mehr oder weniger legendären Drachen in anderen Settings. Ein
einzelner Drache, auch schon ein relativ junger, kann sicher mal ein Haus dem Erdboden gleichmachen oder einen Pilzsammler samt Begleitschwein fressen -- aber zwischen so was und "Eine Kleinstadt mit ein paar tausend Einwohnern, befestigt gegen Orks und gelegentliche Riesen? Kein Problem für
mich!" liegen dann halt doch noch mal recht deutlich ein paar Gewichtsklassen.
(Daß der Drache einfach
überheblich genug sein kann, um trotzdem so zu denken, bleibt ihm ja unbenommen -- jedenfalls so lange, bis er irgendwann einmal auch danach zu
handeln versucht...

)
Edit: Hm, vielleicht bräuchte TV Tropes mal einen neuen Eintrag. So was wie "
Sci-Fi Writers Have No Sense of Scale", nur auf Rollenspieler und Settingdesigner gemünzt...
