Autor Thema: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI  (Gelesen 7936 mal)

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Offline gunware

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #150 am: Gestern um 16:12 »
dass es eher um direkte Einflüsse auf den kreativen Prozess geht
Was sind direkte Einflüsse? Ich würde ohne Licht nichts hinkriegen. Wenn es kein direkter Einfluss ist, was ist dann PC? Ohne ein Computer würde ich vieles auch nicht hinkriegen. Gibt es eine Formel, was direkt ist und was indirekt?
Ich persönlich wüsste gar nicht, wo ich die Grenze ziehen müsste.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Online Raven Nash

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #151 am: Gestern um 16:16 »
Ich glaube, mal ganz vorsichtig formuliert, dass es eher um direkte Einflüsse auf den kreativen Prozess geht
Hmm, auch schwierig.
Beispiel: Ich arbeite gerade mit GPT an einer Detailkarte eines Stadtteils. Er hat die Übersichtskarte bereits in den Quellen, d.h. so grob kommt er schon hin.
Allerdings hat er ein Problem mit Himmelsrichtungen. Also sage ich ihm, wie er die Karte zu verändern hat.
Er tut das, baut jetzt aber eine Mauer ins Hafenbecken. Ich erkläre ihm, dass das Blödsinn ist.
Er ändert es...

Wer nimmt jetzt Einfluss auf wen?
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Offline unicum

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #152 am: Gestern um 16:24 »
Er tut das, baut jetzt aber eine Mauer ins Hafenbecken. Ich erkläre ihm, dass das Blödsinn ist.

Kaimauer? Pier? Mole?

Allerdings hat er ein Problem mit Himmelsrichtungen.

Rechts Links Oben Unten sind die Himmelsrichtungen bei KI Kartenerstellung.


Ich glaube, mal ganz vorsichtig formuliert, dass es eher um direkte Einflüsse auf den kreativen Prozess geht und nicht darum, ob Alexa dir auf Kommando das Licht anmacht. Manmanman.

Es gibt Puristen,... bei denen ist etwas schon nicht mehr Vegan wenn man ein Stück fleisch 1 m daneben hinlegt.
... und es gibt leute die Ironie nicht verstehen ;)

Online Raven Nash

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #153 am: Gestern um 16:43 »
Kaimauer? Pier? Mole?
Nope, eine Stadtmauer.  ;)

Und er nordet die Karten offenbar standardmäßig (so mit Kompassrose) - nur merkt er sich offenbar nicht, wo Norden ist. Aber wenn ihm sagt, dass er die Karte 180° drehen soll, haut's hin.
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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #154 am: Gestern um 18:37 »
Was sind direkte Einflüsse? Ich würde ohne Licht nichts hinkriegen. Wenn es kein direkter Einfluss ist, was ist dann PC? Ohne ein Computer würde ich vieles auch nicht hinkriegen. Gibt es eine Formel, was direkt ist und was indirekt?
Ich persönlich wüsste gar nicht, wo ich die Grenze ziehen müsste.



Das ist so bescheuert, dass mir die Worte fehlen.
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Offline Schleicher

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Offline sma

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #156 am: Gestern um 19:22 »
Wollen wir nicht einfach zum eigentlichen Thema zurückkehren? Ansonsten landet dieser Thread doch nur wieder im Rollenspiel-und-Gesellschaft-Mülleimer des Forums.

Ich kann z.B. sagen dass mit GPT 5.6 SOL diese KI deutlich gegenüber Claude Opus aufgeholt hat, was das Formulieren von Fließtext für Settings angeht. Ich bitte jede KI, mit ein alternativ-historisches Setting in Wien um 1701 zu bauen, wo es Elektrizität und seit 20 Jahren Computer gibt, die jetzt auf dem Stand unserer 1960er sind und gucke dann, was da so rauskommt. Bislang war die GPT-Reihe da ähnlich enttäuschend wie Gemini.

Offline Torsten (Donnerhaus)

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #157 am: Gestern um 19:37 »
Ich denke die meisten Menschen verstehen den Unterschied zwischen:

"Diese Bio-Pizza wurde in einer Fabrik hergestellt, die Energie verbraucht und Maschinen mit Plastikteilen enthält"
und
"Diese Pizza besteht aus Plastik"

Offline Wyndor

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #158 am: Gestern um 19:53 »
Ich kann z.B. sagen dass mit GPT 5.6 SOL diese KI deutlich gegenüber Claude Opus aufgeholt hat, was das Formulieren von Fließtext für Settings angeht.

Welche Sol Einstellung hast du verwendet? Max?

Offline schneeland

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #159 am: Gestern um 19:58 »
Wollen wir nicht einfach zum eigentlichen Thema zurückkehren? Ansonsten landet dieser Thread doch nur wieder im Rollenspiel-und-Gesellschaft-Mülleimer des Forums.

Als Moderator sehe ich mich genötigt, kurz darauf hinzuweisen, dass auch die Bezeichnung eines Unterforums als Mülleimer nicht übermäßig hilfreich ist.
Ansonsten möchte ich den Wunsch zur Rückkehr zum Thema von Redaktionsseite aber nochmal unterstreichen. Die Diskussion ging bisher relativ gesittet vonstatten - es wäre schön, wenn das weiterhin möglich wäre. Dazu gehört dann auch, nicht zu versuchen, Positionen ins Lächerliche zu ziehen, wenn man sie selbst nicht teilt.
All good things come to those who wait! ... like dual flamethrowers and beer.

Offline sma

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #160 am: Gestern um 20:36 »
Welche Sol Einstellung hast du verwendet? Max?
High. Das ist das höchste, was ich im Chat-Tool auswählen kann. Das ehemalige Codex, nun ChatGPT Work/Codex, wollte ich nicht benutzen, weil ich befürchte das der System-Prompt dieses Agenten es dem LLM noch schwerer macht, Prosa zu generieren.

Hier ist das Beispiel.

Offline Prisma

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #161 am: Heute um 00:23 »
Ich finde ja schon das "Human Made" Siegel bei DTRPG lächerlich.
Ist im Prinzip wie all diese "Gütesiegel" in der Nahrungsindustrie. Kein Mensch kann nachprüfen, ob die Kriterien eingehalten werden.
Früher oder später kommt sowas ans Licht und dann ist die Marke beschädigt bis kaputt.

Wenn da Human Made steht, erwarte ich das keinerlei KI für die Erstellung des Werkes eingesetzt wurde. Für mich ist so ein Siegel nicht lächerlich, sondern kaufentscheidend. Lügt jemand dabei, so hatte er Arglist und begeht dann einen Betrug. Das Produkt hat dann einen Sachmangel, wenn es als KI-frei deklariert wurde, KI aber drinsteckt.

Das ist so wie bei Fair-Trade-Produkten. Wenn da das Logo drauf klebt, dann vertrauen die Leute erst einmal darauf. Die Leute erwarten dann auch das alles im Produkt Fair-Trade ist. Das ist ein Vertrauensvorschuss, der sehr fragil ist. Stellt sich nämlich heraus, dass der Hersteller gelogen hat, ist es weg und kommt ziemlich sicher nicht zurück. Keiner dem Fair-Trade wichtig ist kauft noch dieses Produkt.


Ich arbeite z.B. viel mit Fotos, die ich von GPT in Illustrationen umwandeln lasse. Fotos sind von mir, Minis und Szenerien damit auch - was ist das nun?
Das wäre dann ganz klar KI. Deine Fotos stellen nur eine Idee dar. Ein Gerüst an dem sich die KI orientieren soll, die das Endprodukt erschafft. Du bist nur Auftraggeber.


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Mit einem 7er-Set, stehen ganze Universen offen.

Offline unicum

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #162 am: Heute um 00:37 »
Ich geh mal zum eingangspsot zurück,...

Wie seht ihr die Zukunft der Rollenspielentwicklung (allgemein, nicht nur als Geschäftsmodel, obwohl das auch dazu gehört, also auch Hobbyisten) und welche Folgen wird das für die einzelnen Teilgruppen (Texter, Zeichner, Editoren, ... ) bei der Erstellung solcher Werke haben?

Generell muss man natürlich erst einmal sagen das Blicke in die Zukunft immer fehlerbehaftet sind.

Die Lernkurfe der KI systeme ist imho immer noch sehr hoch und die eigentliche Frage wird eher sein ob die so bleibt, ob sie flacher wird oder ob sie ganz krascht. Ich halte da derzeit alles für möglich, den Krasch aber eher mittelfristig. KI ist eine ziemliche Blase, es ist sehr viel Geld im System und es wird weiter welches reingeblasen. Die ganzen Rechenzentren die entstehen nur für KI sind schon gigantisch. Die Umsätze sind auch nicht ganz ohne - die Gewinne sind derzeit wohl noch sehr überschaubar. Große Softwareunternehmen investieren in KI, Ki investiert in Rechenzentren, Rechenzentrenhersteller fianzieren Softwareunternehmen, dann sind noch ein paar Banken dazuwischengeschaltet die Finanzströme sind aber zum Teil recht merkwürdig. Das Platzen der Blase ist möglich aber es ist auch politisch USA und China machen da viel druck das ich mir recht sicher bin das die Blase kurzfristig nicht platzen wird.

Also gesetzt den Fall: KI wird immer noch besser und nur unter dieser betrachtung mache ich jetz meine Schlüsse:
KI wird immer noch Dreck abliefern,... aber es wird viel Dreck sein und wenn da vorher aussortiert wird kann etwas gutes daraus werden. Ich hatte gerade 10 Abenteuerideen angefragt und Chatty gab mich 1 die ich echt Cool fand, 5 waren mist 4 waren durchmischt. Lassen wir es also mal 2 von 10 sein in Zukunft. und ein Mensch der die anderen 8 in den Orkus kickt.

Stichpunkt Qualität: Ich hab auch von Menschen schon Texte bekommen wo ich mir sage "das hätte eine KI besser geschrieben" traurig aber wahr.

Der gigantische Vorteil einer KI die z.b. Abenteuer "schreibt" ist die Geschwindigkeit. Ich brauche für ein Abenteuer das ich für mich vorbereite vieleicht 4 Studen vorbereitingszeit. Schreibe ich es so auf das jemand anderes es leiten kann werden da sicherlich 20-30 stunden draus. Die einfache Frage ist dann: Wieviele Abenteuer kann eine KI in 30 Stunden schreiben? Was ist wenn 1% 10% 20% davon gut sind?

Also potentiell geht der Markt in KI Mist unter (wenn nicht doch noch jemand immer wieder den größetn Mist aussortiert).

das bringt mich auf den Teil der Ausgangsfrage:
Texter, Zeichner, Editoren, ...
Zeichner werden es am schwersten haben, ich würde jedenfalls niemanden raten heutzutage zu versuchen in der richtung Geld verdienen zu wollen. (ehrlich gesagt hätte ich das aber auch schon vor KI kaum jemanden).
Texter wird es immer noch brauchen aber auch sie werden stark bedrängt werden.
Editoren oder besser Lektoren wird es eher mehr brauchen. Da bin ich mir aber unschlüssig ob eine KI das nicht auch irgendwann machen kann. (klar kann sie)
man muss hier aber es auch so sehen das die wenigsten Menschen im RPG Sektor davon leben können

Vieleicht wird eine Community das etwas verzögern können aber ich glaube nicht das es aufzuhalten ist. Dazu haben andere neue Techniken welche Berufsgruppen arbeitslos machten und wo man versucht hat es aufzuhalten es auch nicht geschafft.

Das sehe ich im übrigen nicht nur im RPG bereich sondern auch etwas im Jornalismus. Oder sogar in anderen Dingen wie z.b. Heimelektronik. Liegt auch daran das viele nicht mehr bereit sind wirklich viel Geld für Qualität auszugeben. Und echte Qualität manchmal schwer zu finden ist, wenn es sie überhaupt nochn gibt. Unsere Micorwelle gibt langsam den geist auf, nach 30 Jahren,... hat jemand eine Empfehlung für ein Gerät das auch nochmal zuverlässig 30 Jahre hält (Von Fernsehern schreib ich jezt besser nicht)?

Offline KhornedBeef

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #163 am: Heute um 07:33 »
Und wenn es nur 1% super Texter braucht und 20% Lektoren, vielleicht finden sich nicht einmal die. Der Wille, nicht-KI-Werke zu fördern, ist politisch. Lässt man die Menschen stattdessen mit dem KI-Content schmoren, bis sie umgekehrt darauf trainiert wurden, warum sollten sie dann irgendeine Qualität aussieben können? Das ist ein worst case, aber für viele Menschen tritt er ein, und die werden nicht von sich aus die Künste fördern.
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Ich vergeige, also bin ich.

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Wer Fehler findet...soll sie verdammt nochmal nicht behalten, sondern mir Bescheid sagen, damit ich lernen und es besser machen kann.

Offline unicum

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #164 am: Heute um 09:34 »
Der Wille, nicht-KI-Werke zu fördern, ist politisch.

Klar, ich seh diesen Willen sich gegen KI zu sperren ja auch, auf der anderen Seite sagt meine Erfahrung das sich neue Technologien durchsetzen, vor allem dann wenn sie unschlagbar günstig sind (weil sie eben auch für trainingsdaten nicht zahlen).

Und wenn es nur 1% super Texter braucht und 20% Lektoren, vielleicht finden sich nicht einmal die.

kann natürlich sein, dann macht KI eben auch das. Viele kleine Verlage machen das ja auch noch alles selbst in Personalunion,... weil es davon eh schon zu wenige gibt. (Ich nehm noch das Layouten mit dazu)

Derzeit wird an die Vernuft der Verbraucher appeliert kein Geld für KI auszugeben, aber das sind auch Verbraucher die Alkohol trinken, Rauchen, sich ungesund ernähren, Spritfresser Fahren sonst irgendwelche dinge tun die abseitz der Vernuft sind. Der denkende Mensch denkt eben oft genug nicht. Auch an stellen die ich für exorbitant wichtiger halte.

Online Maarzan

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #165 am: Heute um 09:37 »
Mit Alexa die Lampe am PC gesteuert zu haben ist sicher doch etwas drüber, aber insbesodnere wenn jemand die 0-Ki-Schiene fahren will, muss doch einmal festgelegt werden was da alles drunter fallen soll. Die Rechtschreibprüfung moderner textverarbeitung würde ich dann schon mit drunter fallen lassen.

Aber auch abseits dieser Extreme macht ein Label nur dann Sinn, wenn es ganz konkret aufführt, was denn nun erlaubt sein soll und was nicht, und wenn es irgendwo praxistauglich sein soll, muss es da eigentlich auch Stufen des Labels von geben, sonst ist plötzlich bei extremen Anforderungen bis auf ein paar wenige Vorkämpfer eh alles "rot" und der Kunde muss sich dann wenn er sich nicht auf dieses kleine Restfeld beschränken will eh wieder manuell durch das rote Angebot wühlen. 

Bei meinem Prognoseversuch würde ich das nach Kundengruppen aufschließen wollen.

Ein wesentlicher Faktor wird sein, wo sich D&D hinbewegt. Ich würde vermuten sie werden ganz massiv in richtung virtualisierung gehen und den Tischbereich nur noch stiefmütterlich nebenbei bedienen mit bewußten Defiziten um Argumente zu haben die Leute dann auch noch ins virtuelle zu ziehen. Das wird quasi ein neues Hobby ohen großartige Überscheidungen mit dem Tischrollenspiel.

Das Zugpferd so weggebrochen wird sich dann um einen erst einmal leicht größere gewordenen Restkuchen (enttäuschte D%D& Tisch-Altspieler) gestritten, aber eben dann ohne Aussichten das Zugpferd zukünftig für Sekundärrekruting nutzen zu können. Die Restrollenspielszene wird mittelfristig auf eigenen Beinen stehen müssen.

Bei den (mittelfristig dann an Zahl sinkenden) Restkunden würde ich zwei Gruppen ausmachen:

Eine "Lifestyle"-Gruppe aus Fans und Sammlern, welche weiter bewußt und gezielt die alten bzw. exklusiven Produkte unterstützen werden und für Konkurrenz eh kaum offen sind aber umgekehrt bereit sind größere Mengen Geld auf den Tisch zu legen. Und was vorher hohe ästetische Produkqualität war legt nun den Fokus auf "manmade" - zu entsprechend steigenden preisen denke ich.
Der Einzelkämpfer wird hier kaum Chancen haben Anteil nehemn zu können.

Die Kundengruppe von Leuten, die primär auf den Spielwert vs. Preis schauen. Die werden (wie bei der D20 Schwemme) erst einmal vor einer Riesenmenge an potentiellem Material stehen. In wie weit da Verlage sich auf dieser Seite verorten werden, kann ich aktuell nicht abschätzen. Aber eine entsprechende Betonung nicht von KI-Freiheit sondern durch entsprechende Auswahl und Editoring und daraus Qualitätszusagen dürfte hier mittelfristig deutlich mehr bewirken als das KI-Frei Label.
Der Einzelkämpfer wird es hier schwer haben ausreichend Aufmerksamkeit ziehen zu können udn steht iregndwo da, wo Kleinstverlage vor Jahrzehnten standen. Sie müssen halt dann massiv auch in Kleinvertrieb über Cons oder eben persönliche Aktivitäten betreiben. Hart, aber bei einem guten Produkt mit ausreichend großer Zielgruppe ähnlich damals machbar denke ich - nur dann halt dank Ki höherer Schlagzahl und höherem optischen Niveau als früher.

Überhaupt denke ich, dass konkreter Spielnutzen angesichts nun sehr ähnlicher optischer Aufmachung deutlich an Gewicht gewinnen wird, was für mich eigentlich ein positiver Effekt wäre.

In wie weit die bestehenden Verlage diese Umwälzungen überstehen werden ist auch zweifelhaft. Ich denek mittelfristig wird sich die Nische ohne KI nicht als Verlag halten lassen sondern dann auch auf kleinerer , exklusiverer Ebene neu organisieren.



...

Das wäre dann ganz klar KI. Deine Fotos stellen nur eine Idee dar. Ein Gerüst an dem sich die KI orientieren soll, die das Endprodukt erschafft. Du bist nur Auftraggeber.


Das Foto stellt - meiner Auffassung nach , insbesondere bei dem bewußten Arrangement - ein geschütztes Lichtbild da, die Ki-Modifikation ist eine Bearbeitung, welche daher nur der Fotograf so machen darf. Solange das Lichtbild als Basis klar erkennbar ist, greift der Schutz des Lichtbildes, die Art der Nachbearbeitung ist dann egal.

Liegt auch daran das viele nicht mehr bereit sind wirklich viel Geld für Qualität auszugeben. Und echte Qualität manchmal schwer zu finden ist, wenn es sie überhaupt nochn gibt. ...

Liegt vermutlich auf der einen Seite daran, dass viele nicht mehr so viel Geld frei verfügbar haben und - wie du ja auch erwähnst - teu(r)er oder (ehemals hochgeachtete) Marke heute noch lange nicht gute Qualität bedeuten muss. Und bei Rollenspiel ist Verlag und KI-frei so auch keinerlei Qualitätsaussage.
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Online Raven Nash

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #166 am: Heute um 12:29 »
Das Grundproblem bei der - wie auch allen anderen - Diskussionen in dem Bereich ist, dass emotional anstatt faktenbasiert diskutiert wird.
Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als Photoshop, Paint Shop Pro et.al. aufkamen, und die ersten Bilder digital erstellt wurden. Was wurde da gezetert (damals noch hauptsächlich via Leserbriefe und Newsgroups)! Dass damit Künstler in den Untergang getrieben würden, Kunst ohnehin so nicht entstehen könnte, dass digitale Bilder seelenlos wären und überhaupt der Untergang des Abendlandes bevorstünde.
Ähnliches war beim Vormarsch der digitalen Fotografie zu hören, übrigens.

Kommt das jemandem bekannt vor?

KI wird am Ende genauso sein. Das ist Evolution. Überleben der Bestangepassten. Wer sich anpasst, mit den neuen Tools umzugehen lernt, der wird (in seinem Job) überleben. Andere werden auf der Strecke bleiben. Das ist im Einzelfall sicher bitter, im Gesamtbild aber der Lauf der Welt.

Im RPG-Bereich werden die Beharrer sich in ihre Bubbles zurückziehen, in Nostalgie schwelgen und sich gegenseitig von der "guten alten Zeit" erzählen (passiert ja jetzt schon ansatzweise). Die anderen werden sich über das enorme Angebot freuen - und davon überfordert sein. Und dann wird es welche geben, die sich aus dem Überangebot die Perlen herauspicken.

Die Vorgänge kann man heute vor jedem Milchprodukte-Regal im Supermarkt beobachten. Der Pensionist, der minutenlang versucht, sich irgendwie zurecht zu finden. Der Typ, der mal kurz über die Reihen blickt, sich ein Joghurt nimmt, es wieder zurück stellt und ein anderen in den Wagen tut. Die Frau, die zielsichere ihre Milch nimmt.

Für den Creator besteht die Schwierigkeit vor allem darin, sein Produkt aus der Masse hervorzuheben. Man wird KS brauchen, selbst wenn man das Geld eigentlich gar nicht unbedingt nötig hätte - nur um Aufmerksamkeit zu generieren. 5e draufzupappen wird nicht mehr reichen. Schöne Bilder allein werden auch nicht mehr reichen.
Ob das gut ist? Man wird sehen.

Das Foto stellt - meiner Auffassung nach , insbesondere bei dem bewußten Arrangement - ein geschütztes Lichtbild da, die Ki-Modifikation ist eine Bearbeitung, welche daher nur der Fotograf so machen darf. Solange das Lichtbild als Basis klar erkennbar ist, greift der Schutz des Lichtbildes, die Art der Nachbearbeitung ist dann egal.
Was die KI in dem Fall tut ist nichts weiter, als das, was in Photoshop, Affinity & Co auch geht.  Nur schneller.
Und wenn man so streng sein will, dürfte man auch keine Zauberstäbe, Objektauswahl, usw. verwenden, denn auch das sind bereits Modelle, wenn auch kleine. Mal ganz abgesehen von den dezidierten KI-Tools innerhalb der Programme.
« Letzte Änderung: Heute um 14:05 von Raven Nash »
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Online First Orko

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #167 am: Heute um 12:47 »
Das Grundproblem bei der - wie auch allen anderen - Diskussionen in dem Bereich ist, dass mit Emotionen argumentiert wird, wo sie nichts verloren haben.

Und wo die Emotionen was verloren haben... das entschiedest du?
It's repetitive.
And redundant.

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

Offline Luxferre

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #168 am: Heute um 13:28 »
Wie sinnlos das Posting ist, merkst du selber, oder?

Muss das sein?

Zitat
Emotionen haben in Faktendiskussionen grundsätzlich nichts verloren. Ansonsten können wir nämlich gleich in den Kindergarten gehen. Ist aber der Grund, warum sinnvolle Diskussionen heute kaum noch möglich sind.

Also ... wir fassen zusammen: Du entscheidest über andere, ob sie emotional oder sachlich diskutieren und wie die Diskussion zu führen ist.
Würde Dir raten, Dein eigenes Forum aufzumachen und das dort in den Hausregeln zu installieren.

Jemandem vorzuschreiben, wie eine Diskussion in einem fucking HOBBYforum zu führen ist, ist einerseits übergriffig und andererseits anmaßend.
Wenn DU für DICH entscheidest, Dein Hobby lediglich sachlich zu diskutieren (was Du hier bei jedem Thema, in dem Du Dich stark aufgestellst fühlst selbst nicht einhältst - nur mal so nebenbei), dann tue das für DICH und lass andere Leute nach ihrer facon mitreden.

Oder Du startest einen Thread, in dem Du die Regeln für den Thread machst. Haste hier aber nicht ...
ina killatēšu bašma kabis šumšu Tišpak
-

"Consider the seed of your generation. You were not born to live like animals, but to pursue virtue and possess knowledge"

Online Maarzan

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #169 am: Heute um 13:49 »
Könnten wir bitte zum Sachaustausch zurückkommen.

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Offline klatschi

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #170 am: Heute um 14:07 »
Ist aber der Grund, warum sinnvolle Diskussionen heute kaum noch möglich sind.

Und dennoch beteiligst du dich.

Ansonsten unterstreiche ich nochmal das, was Schneemann gestern erst gepostet hat: back to topic, sonst ist hier zu.

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #171 am: Heute um 14:11 »
Ich hab mein Posting abgeändert, bzw. gelöscht, da es der sachlichen Diskussion offenbar nicht dienlich war.

Ich möchte dennoch darum bitten, irgendwelche irrationalen Ängste, Gerüchte, Ahnungen, usw. möglichst außen vor zu lassen. Gerade beim Thema KI ist da so viel Unsinn im Umlauf, wie seinerzeit bei Covid.
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Offline unicum

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #172 am: Heute um 14:16 »
Prinzipiell ist es doch so das alle Argumente pro und Contra schon genannt sind. Zugestanden ich bin eher auf der Pro Seite, da ich auch im RPG Sektor mitlerweile echt tolle KI sachen gesehen habe. Aber ich will, kann und muss auch akzeptieren das es Menschen gibt die - mit für sie guten Gründen - die ich durchaus auch sehe, nur eben für mich als weniger wichtig einordne - gegen diese eine Art von KI Anwendugen sind.

Klar sind da auch Emotionen drin, ich möchte fast sagen "Zum Glück", wir sind Menschen, Menschen mit Fehlern. Und sogar mit einem gleichen Hobby - auch wenn dieses sehr weit gefächert ist.

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #173 am: Heute um 14:28 »
Prinzipiell ist es doch so das alle Argumente pro und Contra schon genannt sind. ...

Pro und Kontra war ja eigentlich auch gar nicht gefragt, da sind die Fronten eh benannt und verfestigt denke ich. Gefragt war wie sich die Szene vermutlich entwickeln wird, wenn jetzt nicht noch eine unerwartete juristische Wende der Sache von anderer Seite den Stecker zieht.
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