Autor Thema: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?  (Gelesen 7804 mal)

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Offline Tudor the Traveller

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #150 am: 28.04.2026 | 15:10 »
Für die Spielleitung ist das normal. Die legt ja auch sonst praktisch alle Spielweltfakten frei Schnauze fest, warum also nicht auch, wie einsturzgefährdet die bewußte Halle nun eigentlich genau sein soll? Bestenfalls könnte man der SL in diesem Fall also ankreiden, daß sie die Spieler vor der Aktion nicht wenigstens mehr oder weniger dezent gewarnt hat -- aber das war's auch schon.

Nicht ganz frei Schnauze. Genau darum geht es doch. "Mein Char hat einen hohen Wert in XY, dem hätte das eigentlich nicht entgehen dürfen! In der Beschreibung der Fertigkeit steht, dass das ein typischer Anwendungsfall ist!" SL "öhm...ja..."
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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #151 am: 28.04.2026 | 15:20 »
Nicht ganz frei Schnauze. Genau darum geht es doch. "Mein Char hat einen hohen Wert in XY, dem hätte das eigentlich nicht entgehen dürfen! In der Beschreibung der Fertigkeit steht, dass das ein typischer Anwendungsfall ist!" SL "öhm...ja..."

Das wäre hier das Warnszenario. Und ja, das kann man absolut an eine passende Fertigkeit o.ä. knüpfen, wenn die Regeln eine anbieten -- sei's nun Wahrnehmung, Beruf: Bergmann, "Zwergeninstinkt", oder was auch immer sonst.

Online gunware

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #152 am: 28.04.2026 | 16:06 »

Letztens hab ich einem Goblin mit Magierhand den Bogen aus der Hand gerissen und der DM meinte spontan: würfle halt auf Fingerfertigkeit.
Da hätten sofort meine Spieler protestiert. Und bevor ich als SL was sagen könnte, würde von einem anderen Spieler die Frage an dich kommen: "Wie lange spielst du das Spiel schon?"
Da sind meine Spieler sich gegenüber gnadenlos, die passen auf.


DM meinte: mach einen normalen Angriffswurf und verdopple den Schaden.
Würde es auch andersherum klappen? Wenn der Gegner auf diese Art einen Charakter angegriffen hätte?
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Offline Tressym

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #153 am: 28.04.2026 | 21:12 »
Ich frage mich immer, ob Spieler welche "überraschende Flexibilität" aufbringen & diese auch toll finden, es eben so sehen wenn der SL sie ensetzt, also auch er sehr flexibel mit den Regeln umgeht.

Exemplarisch: Der Spieler hatte die tolle Idee die Säule umzuwerfen, der SL lässt daraufhin die ganze Halle einstürzen,... mit demensprechenden folgen,... Rest der Gruppe: wtf?
Weil man einem Spiel nunmal Spaß haben will und in einer Geschichte die Dinge geschehen, die dem Storytelling zu Gute kommen bzw. die Story, die Charaktere uä. bereichern.
"Ihr sterbt nun alle und keiner eurer persönlichen und emotionalen Arcs wird zu Ende erzählt" ist für niemanden zufriedenstellend oder ein irgendwie sinnvoll verbrachter Nachmittag oder Abend. Normalerweise ist das auch nicht im Sinne eines DMs, weil er liebevoll eine Story und die Welt aufgebaut hat und möchte, dass diese weiter bespielt werden kann. Zumindest nicht jener, mit denen ich für gewöhnlich spiele.


@gunware
Warum eigentlich und warum wird danach gefragt? Ja, ich spiele schon länger, doch die Frage impliziert ja: wenn du Regel X kennen würdest, würdest du dich daran halten. Nicht "okay, manche Gruppen machen das bewusst anders", sondern als "du / ihr kennt die Regel schlicht nicht." zb. kann man den DC auch höher setzen, damit es nicht jedes Mal klappt oder der Gegner kann dagegenwürfeln.
Ich kenne es so, dass jedes Thinking Outside the Box belohnt wird. Was in den Regeln steht, ist dafür zweitrangig.
Wenn man den Kampf in einer Serie animieren würde, würde es stimmig wirken und nicht nach festem Regelwerk ablaufen, weshalb wir es auch oft so spielen. Vor allem wenn es dazu noch von der Persönlichkeit in character ist so zu handeln.

Aber sicher, dazu braucht man eine Runde, die an einem Strang zieht und dasselbe will bzw. man drauf vertrauen kann, dass es "sinnvoll" eingesetzt wird.
« Letzte Änderung: 28.04.2026 | 21:40 von Tressym »
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Online gunware

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #154 am: 28.04.2026 | 21:44 »
Warum eigentlich und warum wird danach gefragt? Ja, ich spiele schon länger,
Sorry, ich glaube, das habe ich falsch kommuniziert. Die Frage war nicht an dich, Tressym; gerichtet. Ich versuchte nur aufzuzeigen, wie es bei uns am Tisch gelaufen wäre, wenn ein Spieler so etwas vorgeschlagen hätte. Den Satz, "wie lange spielst du das Spiel", hauen sich meine Spieler um die Ohren, wenn einer von ihnen etwas übersieht. Wie zum Beispiel, wenn man vorschlägt, einen Zauber zu benutzen, wie der nicht funktionieren kann, weil es von Beschreibung des Zaubers nicht möglich ist. Und am ehesten kommt dann der Spruch von einem, der einen mundanen Charakter ohne Magie spielt.
Deshalb nochmals sorry, dass ich es so missverständlich aufgeschrieben habe.
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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #155 am: 28.04.2026 | 21:57 »
Weil man einem Spiel nunmal Spaß haben will und in einer Geschichte die Dinge geschehen, die dem Storytelling zu Gute kommen bzw. die Story, die Charaktere uä. bereichern.
"Ihr sterbt nun alle und keiner eurer persönlichen und emotionalen Arcs wird zu Ende erzählt" ist für niemanden zufriedenstellend oder ein irgendwie sinnvoll verbrachter Nachmittag oder Abend. Normalerweise ist das auch nicht im Sinne eines DMs, weil er liebevoll eine Story und die Welt aufgebaut hat und möchte, dass diese weiter bespielt werden kann. Zumindest nicht jener, mit denen ich für gewöhnlich spiele.


@gunware
Warum eigentlich und warum wird danach gefragt? Ja, ich spiele schon länger, doch die Frage impliziert ja: wenn du Regel X kennen würdest, würdest du dich daran halten. Nicht "okay, manche Gruppen machen das bewusst anders", sondern als "du / ihr kennt die Regel schlicht nicht." zb. kann man den DC auch höher setzen, damit es nicht jedes Mal klappt oder der Gegner kann dagegenwürfeln.
Ich kenne es so, dass jedes Thinking Outside the Box belohnt wird. Was in den Regeln steht, ist dafür zweitrangig.
Wenn man den Kampf in einer Serie animieren würde, würde es stimmig wirken und nicht nach festem Regelwerk ablaufen, weshalb wir es auch oft so spielen. Vor allem wenn es dazu noch von der Persönlichkeit in character ist so zu handeln.

Aber sicher, dazu braucht man eine Runde, die an einem Strang zieht und dasselbe will bzw. man drauf vertrauen kann, dass es "sinnvoll" eingesetzt wird.

Aber ihr werdet verschüttet und dann schwer verletzt gefangen genommen, könnte jemand für eine "bessere Geschichte" halten. die zumindest ihm (aka dem SL) Spaß macht. Also warum dann nicht?

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #156 am: 29.04.2026 | 08:28 »
Interessante Frage. Das würde ich wohl vorher kommunizieren. 15% Chance das die Säule eine tragende Funktion hat. Willst du sie trotzdem versuchen umzuwerfen?
Dann würde ich offen den W20 würfeln und bei einer 1-3 tja da kommt es eben zum Einsturz.

IMO ist wichtig das man es vorher klar kommuniziert das diese Chance besteht. Und sich nicht spontan einfallen lässt das es ja voll lustig wäre wenn es so passiert.
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Offline Tressym

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #157 am: 29.04.2026 | 09:42 »
Sorry, ich glaube, das habe ich falsch kommuniziert. Die Frage war nicht an dich, Tressym; gerichtet. Ich versuchte nur aufzuzeigen, wie es bei uns am Tisch gelaufen wäre, wenn ein Spieler so etwas vorgeschlagen hätte. Den Satz, "wie lange spielst du das Spiel", hauen sich meine Spieler um die Ohren, wenn einer von ihnen etwas übersieht. Wie zum Beispiel, wenn man vorschlägt, einen Zauber zu benutzen, wie der nicht funktionieren kann, weil es von Beschreibung des Zaubers nicht möglich ist. Und am ehesten kommt dann der Spruch von einem, der einen mundanen Charakter ohne Magie spielt.
Deshalb nochmals sorry, dass ich es so missverständlich aufgeschrieben habe.

Achso. ^^'

Naja, kommt halt auf den Tisch an.
Wenn man sich von vorhinein ausgemacht hat, dass alles nach Regeln funktioniert, ist das etwas anderes.


@Maarzan

Eventuell, wenn es der Story zubringlich ist und abgesprochen wird, und im Sinne aller ist.
Wenn es das ist und eine gute Story ergibt, warum nicht.

Genauso sollte imo niemand einfach so sterben können, im LARP ebenso wie bei DnD.
Dann hat derjenige spontan man mehr Todesrettungswürfe erhalten oä.
(Ein) Charaktertod(e) ist / sind ein sehr großer Storybeat und "du stirbst einfach bei einem random Encounter" kann anti-klimatisch und frustrierend für den Spieler selbst und den gesamten Tisch sein, der den Charakter liebgewonnen hat.
« Letzte Änderung: 29.04.2026 | 09:51 von Tressym »
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Online Maarzan

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #158 am: 29.04.2026 | 10:49 »

@Maarzan

Eventuell, wenn es der Story zubringlich ist und abgesprochen wird, und im Sinne aller ist.
Wenn es das ist und eine gute Story ergibt, warum nicht.

Genauso sollte imo niemand einfach so sterben können, im LARP ebenso wie bei DnD.
Dann hat derjenige spontan man mehr Todesrettungswürfe erhalten oä.
(Ein) Charaktertod(e) ist / sind ein sehr großer Storybeat und "du stirbst einfach bei einem random Encounter" kann anti-klimatisch und frustrierend für den Spieler selbst und den gesamten Tisch sein, der den Charakter liebgewonnen hat.

Wenn tatsächlich alle derselben Meinung sind dann ist die Situation trivial und stehen die Regeln eh hinten an, weil die in dem Moment im allgemeinen Konsens instant geändert werden können.


Interessant wird es, wenn die Vorstellungen am Tisch auseinander gehen.
Und da halte ich "Spaß" oder "bessere Story" - doppelt mit der Aussage der andere wäre nur "unflexibel" für eine sehr schlechte Basis für einer von den bisherigen Regeln abweichenden Lösung, weil dann offenkundig nicht alle am Tisch dieselbe Vorstellung davon haben, was "Spaß" oder eine "bessere Story" ist.

Auch ob "random encounter" zu einem Tod führen können sollten, ist keineswegs eine gesicherte Position und daher so für sich gestellt völlig irrelevant.
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Offline Galatea

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #159 am: 29.04.2026 | 10:59 »
Letztlich trumpft der Gruppenkonsens immer alles was im Regelbuch steht - hab bisher z.B. noch keine Gruppe erlebt, die D&D unmodifiziert oder unter Berücksichtigung aller Regeln (Komponenten, Traglast, etc.) spielt.

Die Frage ist hier halt auch, ob eine Gruppe z.B. "gefangen genommen werden" überhaupt als realistischen Ausgang eines Encounters sieht - das ist meiner Erfahrung nach gerade in Fantasysettings oft nicht der Fall.
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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #160 am: 29.04.2026 | 11:27 »
Die Frage ist hier halt auch, ob eine Gruppe z.B. "gefangen genommen werden" überhaupt als realistischen Ausgang eines Encounters sieht - das ist meiner Erfahrung nach gerade in Fantasysettings oft nicht der Fall.

Kommt immer darauf an, um was es in dem Kampf überhaupt geht und mit wem man es zu tun hat. Intelligente Gegner nehmen schon mal Gefangene (und wo sie das grundsätzlich nicht tun, kann die Plausibilität der Spielwelt schnell daran knarzen!), bei irgendeinem Dungeonglibberschleim, der einfach nur blind verdaut, was ihm in den Weg kommt, sieht das natürlich wieder anders aus.

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #161 am: 29.04.2026 | 12:03 »
Manche Schleime möchten kommunizieren!

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Online Maarzan

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #162 am: 29.04.2026 | 12:09 »
Letztlich trumpft der Gruppenkonsens immer alles was im Regelbuch steht - hab bisher z.B. noch keine Gruppe erlebt, die D&D unmodifiziert oder unter Berücksichtigung aller Regeln (Komponenten, Traglast, etc.) spielt.

Die Frage ist hier halt auch, ob eine Gruppe z.B. "gefangen genommen werden" überhaupt als realistischen Ausgang eines Encounters sieht - das ist meiner Erfahrung nach gerade in Fantasysettings oft nicht der Fall.

Wenn sie wie in diesem Fall unter einer Schuttschicht liegen und ggf gar schon bewußtlos sind, haben sie da nicht viele Möglichkeiten. Da haben wir eher die Frage, wieso da keiner diese Gefahr hat sehen kommen bzw. ob die Höhle "plötzlich" instabil wurde. (Wobei eine tragende Säule zu teilen um sie kippen zu können ja noch einmal etwas anderes ist als eine Bruch- oder Ziersäule 
In der Praxis wird es meist um eher undeutlichere Fälle gehen.
Die Frage ist dann, wer darf das und wenn ja nach welchen Maßstäben entscheiden. 
"Spaß" oder "Story" sind da eben keine allgemeingültigen Argumente, solange wir nicht den trivialen Fall haben, daß tatsächlich alle einer Meinung sind. 

Edit: Beim Thema "Gefangene" wären wir eigentlich auch schon wieder recht nahe am Thema "sozialer Kampf". "Keine Gefangene" macht in vielen Situationen beim Kampf gegen intelligente, nicht fanatische Gegner eben keinen Sinn.
« Letzte Änderung: 29.04.2026 | 12:14 von Maarzan »
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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #163 am: 29.04.2026 | 12:27 »
Weil man einem Spiel nunmal Spaß haben will und in einer Geschichte die Dinge geschehen, die dem Storytelling zu Gute kommen bzw. die Story, die Charaktere uä. bereichern.

QED.
1.
Immer wieder gern erzählte Geschichte von einem SL den ich kenne: Spielgruppe kommt in einem Raum in welchem ein "Weltvernichtungsknopf" ist. Das wurde klar kommuniziert, jedem war es klar. (im Beispiel oben wäre es zu sagen das es eine tragende Säule ist) Ein Spieler sagt "ich drück drauf".

- > Kampange zu Ende.

2.
Jahre davor bei mir:
Ein Spieler macht mit seiner Figur eine Dummheit nach der anderen (es ist ein anderer Spieler als der oben btw) irgendwann ist es dann soweit: seine Figur ist Tod. Nach dem Spiel sage ich "Tut mir leid das deine Figur gestorben ist aber das war wirklich zu hahnebüchen" Er: "Alles gut, ich wollte nur wissen wie viel du mir durchgehen lässt."

- > Neue Figur erschaffen.

---

Will sagen: Man weiß nie woraus manche Leute ihren Spass ziehen

Im obigen Beispiel: Wenn SL sagt das es eine tragende Säule ist, dann hat das in einem gewissen masse ja "Regelcharakter", Wird sie trozdem umgeworfen was sollte dann jemand machen? Klar: Regelhörig wäre "alles stürzt ein" überraschende Flexibilität: "sie war doch keine tragende Säule."
Mein logioscher Schluss daraus ist dann aber: "Was der SL sagt ist eh erstmal verhandlungssache, der kann also lange sagen "uralter roter Drache" ich greif das Viech mit meinem LV1 Char jezt an." (Vgl Punkt 2.)

Ich meine es ist etwas völlig anderes wenn ein Spieler frägt ob da eine Brüchige Säule ist, die er auf den Ork schmeissen kann. Oder ein Krohnleuchter an dem man von A nach B schwingen kann. Insbesondere wenn das System solche Erzählrechte an die Spieler abgibt.

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #164 am: 29.04.2026 | 12:50 »
Achso. ^^'

Naja, kommt halt auf den Tisch an.
Wenn man sich von vorhinein ausgemacht hat, dass alles nach Regeln funktioniert, ist das etwas anderes.

Ich finde in diesem Zusammenhang wichtig, dass im Zweifel die Regeln gelten, falls nichts anderes abgesprochen wurde.
Denn auch das ist eine Funktion von Regeln: Sie schaffen für alle Beteiligten Handlungssicherheit und das klappt nur, wenn man sich auf sie (hinreichend) verlassen kann.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
Hier findet ihr mein mittel-crunchiges Rollenspiel-Baby, das nach dieser Philosophie entstanden ist, zum kostenfreien Download: https://duodecem.de/download

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #165 am: 1.05.2026 | 01:12 »
Ich finde in diesem Zusammenhang wichtig, dass im Zweifel die Regeln gelten, falls nichts anderes abgesprochen wurde.
Denn auch das ist eine Funktion von Regeln: Sie schaffen für alle Beteiligten Handlungssicherheit und das klappt nur, wenn man sich auf sie (hinreichend) verlassen kann.

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Dann hat derjenige spontan man mehr Todesrettungswürfe erhalten oä.
(Ein) Charaktertod(e) ist / sind ein sehr großer Storybeat und "du stirbst einfach bei einem random Encounter" kann anti-klimatisch und frustrierend für den Spieler selbst und den gesamten Tisch sein, der den Charakter liebgewonnen hat.

Naja, was ist "einfach so"? Ein Dämon erscheint ohne Vorwarnung aus dem Nichts und frisst meinen SC. Das fände ich schon blöd. Aber wenn ich meine Figur in einen Kampf führe, reagiere ich auf irreguläre Rettungsanker durch die SL sehr allergisch. Es ist vollkommen ok, wenn VORHER klar ist, dass es Rettungsanker gibt, Schicksalspunkte, Rerolls, Göttlicher Segen... aber nie nachträglich.
« Letzte Änderung: 1.05.2026 | 01:19 von Tudor the Traveller »
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Offline Tressym

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Re: Regelhörigkeit oder überraschende Flexibilität?
« Antwort #166 am: 4.05.2026 | 22:49 »
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Naja, was ist "einfach so"? Ein Dämon erscheint ohne Vorwarnung aus dem Nichts und frisst meinen SC. Das fände ich schon blöd. Aber wenn ich meine Figur in einen Kampf führe, reagiere ich auf irreguläre Rettungsanker durch die SL sehr allergisch. Es ist vollkommen ok, wenn VORHER klar ist, dass es Rettungsanker gibt, Schicksalspunkte, Rerolls, Göttlicher Segen... aber nie nachträglich.

Solange die Gruppe einverstanden ist, finde ich es auch währenddessen in Ordnung.
Der gesamte Tisch war den Tränen nahe, daher hat der DM zum Rettungsanker gegriffen, weil niemand am Tisch den Charakter verlieren wollte. 😅
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