Mir fällt Shadowrun 2 und 3 ein mit dem W6 Würfelpool, das auch Schwierigkeiten über 6 erlaubte.
Dafür explodierten dann die W6 und wurden aufaddiert.
Ein völlig bescheuertes System, bei dem die 6 und die 7 chancengleich waren, man sich aber, wenn man die Regeln kannte, dadurch immer noch mal einen Bonus erlabern konnte.
Komisch war vor allem dass von 5 auf 6 die Erfolge halbierte, während 6 auf 8 kaum einen Unterschied machte.
SL: "Würfel mal, Schwierigkeit 6" - Spieler: "Aha, und wenn ich mir schon mal das Ersatzmagazin greife, um gleich schneller nachladen zu können?" - SL: "Na dann +1" ...
Und Schwierigkeiten, die ein hochwürfeln erforderten, waren natürlich ungleich unwahrscheinlicher, weil man ja erst einmal eine 6 schaffen musste.
Und die Summe an "Rückstoß", "schlechte Sicht", "verletzt" und "noch irgendein beschissener Malus" summierten die Spielleiter natürlich zu völlig absurden Ergebnissen zusammen. Zum einen war das mehr Kopfrechnen-Olympiade als Rollenspiel und zum anderen nur frustrierend, weil die coolen Runner einfach nur abspackten.
Naja, Listen von Situationsmodifikatoren waren ja damals recht populär. Und das Problem hate man ja bei D&D auch: 200 Meter entfernt? Dann ist es auch egal dass er schwere Rüstung anhat. Allerdings waren die Zahlen in SR recht ähnlich, aber auf einem w6 statt w20. Ich habe das damals allerdings eher umgekehrt erlebt: Bewegliches Ziel auf 400 Metern? mit Smartgun & Zieloptik kein Unterschied.
Aber gut, bei SR sind eigentlich nicht die Regeln dysfunktional sondern das System. Insofern ist auf einzelnen Regeln rumhacken unsportlich.