Autor Thema: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)  (Gelesen 4922 mal)

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Offline unicum

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #50 am: 11.05.2026 | 15:52 »
D.h. der rote SL Faden kann dazu dienen einfach auch die Spieler wieder auf den Weg zu stupsen, wenn sie ihn verlieren und nicht mehr weiter wissen. Er ist also nicht Pflicht sondern Hilfe.

Genau das. Ich will als SL mindestens eine Lösung haben welche ich "anbieten" kann wenn Gruppe mal wieder auf dem Schlauch steht.

Das hat etwas wie eine Kreuzung auf einer Straße, ich kann nach rechts, ich kann nach links und geradeaus.
Da denke ich dann an den Spurch "Du kannst immer wählen nicht zu wählen" es gibt also auch noch die richtung zurück.

Aber es hindert ja erstmal niemand daran wenn er einen Geländewagen hat auch irgednwo anderst abzubiegen.

In einer Sandbox würd ich ja auch nur mit dem Geländewagen rumfahren wollen, mein Auto würde da steckenbleiben.

Offline Holothuroid

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #51 am: 11.05.2026 | 16:16 »
Ich denke, keine SL der Welt kann durch Techniken verhindern, dass ein Spiel in eine unvorbereitete Ecke läuft. Dafür sind zu viele unbekannte Faktoren im Spiel. Selbst die Tagesform der einzelnen Leute beeinflusst das Spiel.

Ist das wirklich so? Wie oft erlebst du das? Dass eine Party etwas völlig Unvorhergesehenes tut, kann ich über die Zeit meines Spielleitens an einer Hand abzählen. Das oben zitierte Beispiel war eines. Also vielleicht nicht ausschließen, es ist nur extrem unwahrscheinlich. Und in allen Fällen war hinterher mein Eindruck: Hätte ich klarer kommunziert, wäre das nicht passiert.

Wobei die genannte Werwolf-Runde hervorragend ausgefallen ist.
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Offline gunware

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #52 am: 11.05.2026 | 16:27 »
Dass eine Party etwas völlig Unvorhergesehenes tut, kann ich über die Zeit meines Spielleitens an einer Hand abzählen.
Dafür hätte ich nicht nur zu wenige Finger, sondern auch viel zu wenige Hände. Aber meistens sind es gerade die Momente, die mich persönlich begeistern. Deshalb wer weiß, vielleicht versuche ich gerade nicht zu viel abzudecken, damit ich auch bisschen überrascht werde? Ich glaube nicht, aber das Unterbewusstsein kann schon ein fieser Verräter sein.
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Offline felixs

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #53 am: 11.05.2026 | 16:29 »
Wäre hier z.B. ein Dr. Sommer Team Frage und Hilfethread denkbar? So nach dem Motto: "Hilfe ich will dass mein Bossgegner auf jeden Fall den Kampf überlebt und flüchten kann. Wie bekomme ich das ohne Railroading hin?"

Möglicherweise stehe ich auf dem Schlauch - aber ist das nicht geradezu die Definition von Railroading (im schlechten Sinne) und daher nicht lösbar?
Will sagen: Wenn ich vorher schon festlege, dass der Bossgegner flüchten können muss, dann nehme ich die Möglichkeit, dass er endgültig besiegt wird ja raus, erzeuge also einen Kampf mit gesichertem Ergebnis, auf welches die Spieler keinen Einfluss haben sollen. Das ist doch gerade Railroading, oder nicht?
« Letzte Änderung: 11.05.2026 | 19:15 von felixs »
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Offline Holothuroid

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #54 am: 11.05.2026 | 16:47 »
Möglicherweise stehe ich auf dem Schlauch - aber ist das nicht geradezu die Definition von Railroading (im schlechten Sinne) und daher nicht möglich?
Will sagen: Wenn ich vorher schon festlege, dass der Bossgegner flüchten können muss, dann nehme ich die Möglichkeit, dass er endgültig besiegt wird ja raus, erzeuge also einen Kampf mit gesichertem Ergebnis, auf welches die Spieler keinen Einfluss haben sollen. Das ist doch gerade Railroading, oder nicht?

Nein. Wenn gerade ein dunkles Ritual läuft, dürfte das vornehmliche Ziel sein, das dunkle Ritual zu verhindern. Wenn Mr. Claw die Stadt bedroht, wollen wir die Stadt retten. Usw. Nur weil der Superschurke garantiert entkommt, heißt das nicht, dass es nichts zu erreichen gibt. Nur eben möglicher Weise jenes nicht.

Wobei das eben auch unsicher sein kann. Ich hatte oben ja schon drei Varianten angeben, was es so an Mechanismen für solche und ähnliche Zwecke im Angebot gibt. Also wenn ich als SL meine Threat-Punkte dafür verbrate, meinen Schurken zu retten, dann kann wohl niemand Railroading schreien.

In gewissen Geschichten braucht es vielleicht nicht mal das, weil klar ist, dass die Schurken immer entkommen, um nächste Woche erneut einen Plan zu wagen. Man muss dann nur klar sagen, was man spielt.
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Offline felixs

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #55 am: 11.05.2026 | 17:12 »
Man muss dann nur klar sagen, was man spielt.

Also ist "Gängelung" vermittels des Settings und des Genres kein Railroading? Auch dann nicht, wenn dieses explizit nicht durchbrochen werden soll?
(Ist mir recht, denke nur, da hat man einen interessanten Randbereich, den ich schwer beschreibbar finde).
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Offline Tudor the Traveller

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #56 am: 11.05.2026 | 17:28 »
Nein. Wenn gerade ein dunkles Ritual läuft, dürfte das vornehmliche Ziel sein, das dunkle Ritual zu verhindern. Wenn Mr. Claw die Stadt bedroht, wollen wir die Stadt retten. Usw. Nur weil der Superschurke garantiert entkommt, heißt das nicht, dass es nichts zu erreichen gibt. Nur eben möglicher Weise jenes nicht.

Wobei das eben auch unsicher sein kann. Ich hatte oben ja schon drei Varianten angeben, was es so an Mechanismen für solche und ähnliche Zwecke im Angebot gibt. Also wenn ich als SL meine Threat-Punkte dafür verbrate, meinen Schurken zu retten, dann kann wohl niemand Railroading schreien.

In gewissen Geschichten braucht es vielleicht nicht mal das, weil klar ist, dass die Schurken immer entkommen, um nächste Woche erneut einen Plan zu wagen. Man muss dann nur klar sagen, was man spielt.

Ich finde, du verwässerst hier etwas die Grenze. Wenn die Spielregeln - egal ob Systemregeln oder Gruppenregeln - es ermöglichen, ist es ja zweifelsfrei legitim. Wenn ein Schurke entkommt, weil die SL dies regulär (!) bewerkstelligt, werden dadurch keine Entscheidungen entwertet, denn das ist einfach das Spiel. Wenn die Gruppe sich darauf verständigt hat, dass bestimmte (N)SC nicht vorzeitig sterben können, obwohl das System es vorsähe, ist das auch regulär gedeckt, durch Gruppenregel aka Hausregel.

Wenn ein Schurke aber entkommt, obwohl die SC ihn regulär Matt gesetzt haben  und es für das Entkommen keine Regel gibt, sondern die SL dies einfach "setzt", dann werden die Spielzüge der Spielys damit irregulär (!) ausgehebelt und somit entwertet. Und das ist nicht ok.

Es gibt ja durchaus systemspezifische aber reguläre Escape-Techniken für NSC im Netz. Da hat man nur selten 100 % Garantie, sondern das läuft nach dem Prinzip "noch ein Ass im Ärmel".
« Letzte Änderung: 11.05.2026 | 17:30 von Tudor the Traveller »
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Offline Tudor the Traveller

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #57 am: 11.05.2026 | 17:35 »
Ist das wirklich so? Wie oft erlebst du das?

Relativ häufig. Daher kommt ja auch der Spruch, dass Pläne nur bis zum Spieler:innen-Kontakt halten.

Obwohl ich ja, wie ich schrieb, relativ wenig konkret vorbereite, tut meine Gruppe doch regelmäßig etwas, womit ich nicht rechne.

Edit: du schiebst es auf Defizite in der Kommunikation. Kann man so sehen. Ich erweitere mrine Formulierung daher entsprechend: keine SL der Welt kann so eindeutig kommunizieren. Kommunikation ist einfach fehleranfällig und niemand kann exakt vorhersehen, was die andere Seite empfängt.

Außer vielleicht mit Verständnis-Loops. Dann müssten wir aber ständig auf der expliziten Ebene oog kommunizieren und das macht das Spiel dann irgendwie sinnlos.
« Letzte Änderung: 11.05.2026 | 17:44 von Tudor the Traveller »
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Offline Namo

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #58 am: 11.05.2026 | 17:43 »
Da schüttelt 1of3 einfach mal eine Paradelösung aus dem Ärmel  ~;D

Nein @Felixs du hast hier nicht auf dem Schlauch gestanden. Natürlich war das Beispiel extrem auf RR ausgelegt. Doch das Musterbeispiel dafür.

Für solche Situationen könnte dann eben der Hilfethread her. Das hätte dann so ausgesehen:

RR SL: ich hab da so nen coolen BBEG den ich unbedingt mit den SCs in Kontakt bringen will, also soll der auftauchen. Aber der muss unbedingt überleben, damit alles cool weiter geht. Der hat dannirgendeinen Autohokuspokus gegen den die Spieler nichts machen können. Oder was geht besser?

Enter 1of3: Dude, das ist uncool. Wenn die SCs den Plattmachen können oder wollen, müssen sie die Chance haben. Bette ihn doch besser in ein Szenario ein indem sie vor der Wahl stehen. Ein böses Ritual dass zu verhindern ist aber die Zeit abläuft. Killen sie den BBEG haben sie das Ritual nicht verhindert und ihren persönlichen Erfolg aber der letzte Plan des BBEG hat gegriffen- die Tarraske erhebt sich. SCs so:"dieser Scheißtyp geht uns selbst im Tot noch auf den Senkel mit seinen Taten".

Oder sie konzentrieren sich auf das Ritual wodurch der Typ entkommt. Moralischer Sieg für sie Gruppe, BBEG nur noch wütender auf sie

Der SL hat zwar in seinem worst case zwqr den BBEG los, aber im besten Fall etwas cooles unverhoftes am Start. Neben vielleicht sehr glücklichen Spielern.

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #59 am: 11.05.2026 | 18:09 »
Da schüttelt 1of3 einfach mal eine Paradelösung aus dem Ärmel  ~;D

Nein @Felixs du hast hier nicht auf dem Schlauch gestanden. Natürlich war das Beispiel extrem auf RR ausgelegt. Doch das Musterbeispiel dafür.

Für solche Situationen könnte dann eben der Hilfethread her. Das hätte dann so ausgesehen:

RR SL: ich hab da so nen coolen BBEG den ich unbedingt mit den SCs in Kontakt bringen will, also soll der auftauchen. Aber der muss unbedingt überleben, damit alles cool weiter geht. Der hat dannirgendeinen Autohokuspokus gegen den die Spieler nichts machen können. Oder was geht besser?

Enter 1of3: Dude, das ist uncool. Wenn die SCs den Plattmachen können oder wollen, müssen sie die Chance haben. Bette ihn doch besser in ein Szenario ein indem sie vor der Wahl stehen. Ein böses Ritual dass zu verhindern ist aber die Zeit abläuft. Killen sie den BBEG haben sie das Ritual nicht verhindert und ihren persönlichen Erfolg aber der letzte Plan des BBEG hat gegriffen- die Tarraske erhebt sich. SCs so:"dieser Scheißtyp geht uns selbst im Tot noch auf den Senkel mit seinen Taten".

Oder sie konzentrieren sich auf das Ritual wodurch der Typ entkommt. Moralischer Sieg für sie Gruppe, BBEG nur noch wütender auf sie

Der SL hat zwar in seinem worst case zwqr den BBEG los, aber im besten Fall etwas cooles unverhoftes am Start. Neben vielleicht sehr glücklichen Spielern.

Ist halt so ein wenig die Frage, ob das dann noch als Railroading zählt -- denn in dem Fall können die Spieler ja gerade eine echte Entscheidung mit spielweltlichen Auswirkungen fällen, die die SL nicht mal entwertet. ;D

Offline Namo

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #60 am: 11.05.2026 | 18:24 »
Aber darum geht es doch. Jemanden der railroaden würde davon wegzubringen und bessere Möglichkeiten aufzuzeigen. Zack ein etwas besserer SL auf Welt :)
Ich zumindest bin es dank 1of3 heute geworden. Es sind kleine Schritte, aber es sind Schritte. Hin zur Kreuzung.

Also so war zumindest meine ursprüngliche Idee im Geiste dieses threads. Aber scheinbar denke ich zu kompliziert. Da sind wir wieder beim Problem wie schwierig manchmal Kommunikation sein. kann.

Offline Maarzan

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #61 am: 12.05.2026 | 09:32 »
So wie ich das lese soll hier versucht werden einen eigenständigen Spielstil zu beschreiben, welcher zum Wohle von Dramatik und ich nenne es mal "Handhabbarkeit" - Linearität an sich ist ja kein Vorteil an sich, sie unterstütztnur einen anderen Vorteil - unter anderem Methoden nutzt, welche in anderen Stilen als unangemessen eingestuft werrden und entsprechend als Railroading gebrandmarkt werden.

Zum Begriff Railroading:
Railroading ist der Vorwurf eines Spielers gegen den SL ihm zustehende Spielentshceidungen zu verhindern oder zu entwerten. Damit gibt es keinen Fall von Railroading, welcher positiv sein kann, denn er ist keine Bezeichnung für eine Art Spiel, sondern für eben die Anmeldung dysfunktionalen Spiels. Der Vorwurf muss nicht richtig sein, aber wir haben trotzdem einen Zustand, wo sich jemand so weit geschädigt fühlt, dass er sich dazu entsprechend äußert.
Damit ist auch die Aussage "SLs haben Angst vor Railroading" so gesehen falsch, denn wenn gibt es nur den Spieler als Geschädigten. Wenn, hat so ein SL dann Angst vor dem (ggf. unberechtigten) Vorwurf des Railroadings durch Spieler.
Und bei unterschiedlichen Spielstilen, wo die daazu gehörigen Methoden Ok oder eben nicht OK sind kann es keine generellen Freibriefe für "Dramatik" oder "Linearität" geben. Letztlcih gibt es ja quasi nichts, was nicht irgendwie als "Dramatik" geframet werden kann und wenn man Optionen wegschneidet wird es aiuch immer Linearer. Damit hätte der Spieler und seine Idee von Spielspaß immer die Arschkarte.

Entsprechend wichtig wäre es denek ich, dem Stil einen eigenen, positiven Namen zu geben. Ich war lange der Meinung das Teil heißt Trailblazing, habe auch Partizipationismus gehört, bin mir aber nicht mehr so sicher. Aber einen Begriff zu benutzen, welcher eine lange gewachsene negative Bedeutung mit sich trägt halte ich für selbstschädigend.

Step1: Projektdefinition Stil "Y - noch (wieder?) zu findender Name".
Dieser Spielstil basiert darauf, dass der Spielleiter eine tolle Geschichte verspricht und die Spieler im Bewußtsein, dass dies lenkende Eingriffe in die Handlungsauflösung erfordern wird, dafür selbst auch eine bestimmte "Heldenrolle" gesichert bekommen, solchen Eingriffen zustimmen. Sinnvollerweise muss der SL dann aber auch den geplanten Weg kommunizieren, damit die Spieler dann auch wohlwollend diese Hinweise (Schnipseljagd) aufgreifen können und konstruktiv in die gewünschte Richtung mit arbeiten können.

Step2: Abgrenzung
Auch in den grundsätzlcih positiven Stimmen zu solchen Eingriffen, war man sich scheinbvar einig, dass diese Eingriffe nicht unbegrenzt sein dürfen udn gewisse Spielerfreiheiten gewahrt bleiben müssen. leider blieb das doch sehr unbestimmt und dass seh ich insbesondere auch beim der Zielgruppe frische SLs als problematisch. Da müssten die Anhänger dieses Stils denke ich nacharbeiten.

Step3: Methodensammlung und -bewertung.
Welche Methoden sollen für diesen Spielstil akzeptabel oder gar förderlich sein, aber auxch welche Probleme können dabei auftreten.
Da bietet sich angesichts der Diskussionshistorie eigentlcih auch an diejenigen Methoden, welche den railroadingvorrf des öfteren nach sich ziehen zu sammeln udn zu prüfen.
Folgend ein paar - und sicher unvollständige - Gedanken dazu:

Hinweis: Viele Railroadinggeschichten komemnn auch aus einer Zeit, wo es üblicher war mit bestehenden Figuren an einem neuen Spiel teil zu nehmen. Entsprechend hatten die Spieler auch erheblich mehr Vorarbeit und Herzblut bereits in den SC gesteckt und waren sowohl wählerischer bei der Auswahl der angenommenen Abenteuer als auch vorsichtiger im Spiel selbst.

Viel railroading passiert gleich am Start des Spiels um die Spieler zu zwingen das eigentliche Abenteuer auch anzunehmen.
Das könnte man umgehen, indem man den Spielern sagt: Baut oder wählt SCs, welche eine Motivation hätten, das Abenteuer auch anzunehmen.
Das wird seltsamerweise nicht all zu oft gemacht, warum kann ich nur raten:
- dann spielen die Spieler nicht mit.
- dann kommen die Spieler mit dafür optimierten SCs
- dann wäre der SL auch daran gebunden und müsste gewisse grundlegende "twists" unterlassen, da sonst der Gruppenkontrakt doch wieder gebrochen würde.


B) Würfeldrehen
Wenn ein Würfelwurf des SLs nicht zur gewünschten Entwicklung passt, wird er geändert. Wäre im Sinne dieses Stils denke ich ein korrektes Werkzeug. Passiert diesheimlcih, weiß der Spieler aber immer noch nicht, ob er einfach Pech hatte, auf mehr geplanten Widerstand trifft als gedacht oder in eine ungewünschet Richtung unterwegs ist. In dem Sinne wäre wohl ein offenes Würfeldrehen förderlich, da damit auch den Spieler die Information gegeben wird, dass er auf dem falschen Weg ist und nicht bloß vor einer größeren Herausforderung als gedacht steht. Nebenbei wird damit vermieden einen SC künstlich "dumm" erscheinen zu lassen. Trifft das aber regelmäßig die Kernkompetenz einer Figur, kann das den Spielspaß des betreffenden Spielers allerdings trotzdem beschädigen

C) Quantenoger
Quantenoger sind auch ein hier akzeptables Werkzeug.
Problematisch wird es, wenn damit Entscheidungen negiert werden, welche Ressourcen gekostet haben oder bewußt damit einhergehende negative Effekte hätten vermieden sollen. Wenn effektiv Hinweise auf jeden Fall vorbei kommen ist das denke ich unproblematisch. Wenn man Aufwand betrieben hat einen schwerwiegenden negativen Aspekt zu umgehen und der dann einem künstlcih trotzdme vor die Nase spring... sehe ich zumindest als uncool. 

D) Stimme des SLs
Einen NSC dazu stellen um die SC auf den richtigen Pfad zu bringen kann auch helfen zu lenken. Aber das verleitet die Spieler meiner erfahrung anch auch alle Denkarbeit bei diesem SC abzuladen. In dem Sinne müsste darauf geachtet werden, dass klar ist, dass dieser SC kein besonderes Wissen oder Kontakte oder einfluss hat, sondern nur eine Reflektion eigener Denkarbeit sein kann - kein Platz also für pet-NSCs, sondern wirklich nur der vertraute Barkeeper oder der ausgemusterte lädierte Veteran. 

E) Prepare to fail
Die SCs werden ohne eigenes Verschulden in eine Situation gezwungen, welche sie ihrer üblichen Optionen oder auch ihres IG-Status beraubt:
- Ausrüstung weg / Schiff gesunken
- Falsch oder eines absurden Vergehens (Greifax ...) beschuldigt
- vergiftet/verflucht
- Gefangennahme
- Aufträge/Abenteuer, welche dann nur schief gehen können.

F) Feindliches Universum
Entgegen aller Wahrscheinlichkeit sind alle Optionen außer einer (die sich auch nicht soo klug anhört) nicht möglich oder mit absurd negativen Konsequenzen oder Modifikatoren belegt. Niemand redet mit den SCs außer wer vom Skript dafür vorgesehen ist und die Hütte eines lokalen kleinen Agenten des Chaoskultes ist gesicherter als FortKnox, weil er halt nicht so schnell enttarnt werden soll.

G) Realitywarp
Die Regeln der Welt gelten aus unerklärlichen Gründen zu Lasten der SCs nicht mehr.
Magie funktioniert unerklärlicherweise nicht, das schlechte Wetter erdet die Flieger (ja, wochenlang noch) oder NSCs haben grob regelunkonforme Fähigkeiten.
Auch spontane, unvermeidbare Teleportationen aus heiterem Himmel zähle ich dazu.

H) ...
Storytellertraumatisiert und auf der Suche nach einer kuscheligen Selbsthilferunde ...

Offline Holothuroid

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #62 am: 12.05.2026 | 09:53 »
Brauchen wir einen "Spielstil"? Wenn Spielstil das Mischung von Techniken ist, die wir verwenden, macht es mehr Sinn von den Techniken auszugehen. Die persönliche Mischung, also die Stile, werden sich dann unterscheiden. Dann müssen wir auch nichts abgrenzen. Win-win.

Und sorry, alle Techniken, die du aufführst... Sind scheiße. Entweder weil in der Tat so oder durch das Framing. Ich sehe mich auch nicht in der Lage das zu retten. Ich kann dir, wenn du möchtest, gern Techniken erklären, die ich schätze und verwende, aber das ist einfach Mist.
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Offline Issi

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #63 am: 12.05.2026 | 09:56 »
Als SPL möchte ich schon das Gefühl haben freie Entscheidungen mit meinen Figuren treffen zu können.
Das heißt aber noch lange nicht, dass ich nicht auch Situationen akzeptiere, in denen ich keine wirkliche Entscheidung treffen kann, bzw. eine Situation (zum Wohl der Story) einfach schlucken muss.
Und je mehr mich die Story packt, bzw. die SL abholt, desto eher bin ich mEn. auch bereit dazu.

Wenn sich eine Gruppe schon langweilt, das Abenteuer sich wie Kaugummi zieht, und alle das Gefühl haben nicht wirklich weiterzukommen, ist ne offensichtliche Schiene vielleicht der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt.

Insofern kann man das Gefühl „Ich fühle mich geRR“ eigentlich schwer von sonstigen Umständen, bzw. dem sonstigen Spielgefühl trennen.

Im Grunde ist es ein Gefühl von „Frust und Langeweile „ manchmal auch von „Ohnmacht gegenüber der SL“ oder (falls die Erwartungen andere waren bzw. die Schiene zu schlecht gemacht ist) die „Wut darüber, dass einem die Entscheidungsfreiheit auch noch schlecht vorgetäuscht wurde.“

Am Ende läuft es vermutlich immer darauf hinaus, dass man sich um seine Zeit betrogen fühlt oder sie als verschwendet ansieht.

Edit.
Das kann natürlich auch ganz ohne Story Schienen passieren. Zum Beispiel durch Frust oder Langeweile
« Letzte Änderung: 12.05.2026 | 10:00 von Issi »

Offline felixs

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #64 am: 12.05.2026 | 10:04 »
Als SPL möchte ich schon das Gefühl haben freie Entscheidungen mit meinen Figuren treffen zu können.
Das heißt aber noch lange nicht, dass ich nicht auch Situationen akzeptiere, in denen ich keine wirkliche Entscheidung treffen kann, bzw. eine Situation (zum Wohl der Story) einfach schlucken muss.
Und je mehr mich die Story packt, bzw. die SL abholt, desto eher bin ich mEn. auch bereit dazu.

Du möchtest also Illusionismus und Du findest Railroading OK, solange das nicht überhand nimmt.

Finde ich auch so. Habe auch kein Problem damit, wenn die Handlung in Teilen auf Schienen fährt. Kann man ja auch so klar sagen, dann wissen alle, worum es geht. Falls nicht ohnehin alle am Tisch die gleichen Vorstellungen haben, hilft es, darüber zu sprechen.
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Offline Maarzan

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #65 am: 12.05.2026 | 10:07 »
Brauchen wir einen "Spielstil"? Wenn Spielstil das Mischung von Techniken ist, die wir verwenden, macht es mehr Sinn von den Techniken auszugehen. Die persönliche Mischung, also die Stile, werden sich dann unterscheiden. Dann müssen wir auch nichts abgrenzen. Win-win.

Und sorry, alle Techniken, die du aufführst... Sind scheiße. Entweder weil in der Tat so oder durch das Framing. Ich sehe mich auch nicht in der Lage das zu retten. Ich kann dir, wenn du möchtest, gern Techniken erklären, die ich schätze und verwende, aber das ist einfach Mist.

Wenn das Ganze auf den Methoden, die sonst häufig unter railroadingvorwurf stehen aufbauen soll, dann ist das ja auch nicht ganz unerwartet.
Es ging ja scheinbar darum, daraus einen funktionalen Spielstil abzuleiten.
Und klar kann man alles einzeln aufführen. aber was schreibst du auf einen Rundenaushangzettel? Alle Methoden/Techniken und ihre Anwendungsbereiche wird ein wenig voll für üblicherweise A5, oder?

Edit:
Falls dies der Anstoß eines möglichen Missverständnisses gewesen sein sollte: Das sind Techniken, die mit Railroading in Verbindung zu bringen sind.
Welche und unter welchen Umständen dann in den Stil zu übernehmen wären, sollte dann Teil der Diskussion sein, das war keine Vorgabeliste für die Stilbeschreibung sondern ein Steinbruch, aus dem ggf gewählt oder auch verworfen werden soll.
« Letzte Änderung: 12.05.2026 | 10:27 von Maarzan »
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Offline Holothuroid

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #66 am: 12.05.2026 | 10:44 »
Und klar kann man alles einzeln aufführen. aber was schreibst du auf einen Rundenaushangzettel? Alle Methoden/Techniken und ihre Anwendungsbereiche wird ein wenig voll für üblicherweise A5, oder?

Edit:
Falls dies der Anstoß eines möglichen Missverständnisses gewesen sein sollte: Das sind Techniken, die mit Railroading in Verbindung zu bringen sind.

Ich würde nichts davon auf irgendwelche Rundenaushangzettel auf einem Con schreiben. Plothook, Sicherheitstechniken, was mitzubringen ist. Wenn Leute hier schon jahrelang aneinander vorbeireden, würde ich nicht annehmen, dass ich bei Wildfremden auf einem A5-Zettel mehr Information sinnvoll unterbringen kann.

Und nein, wir können keine Techniken "mit Railroading in Verbindung bringen". Wenn wir Railroading als Failstate in der Kommunikation der Spielgruppe begriffen haben, geht von da an alles schief. Darauf lässt sich nichts aufbauen oder funktional machen.

Und es ist hochmütig, wenn Personen, die eine gewisse Form dezidiert und als Teil der eigenen Selbstdarstellung nicht pflegen, anderen Spielenden erzählen wollen, was Teil deren Stils sei oder dass es eben einer sei.
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Offline Namo

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #67 am: 12.05.2026 | 11:22 »
Ich fand die Gedanken von Maarzan tatsächlich jetzt ganz gut. Er hat darin viele Situationen und problematischen Themen zusammen gefasst.

Im Kern war das ja auch die Frage des Threadstarters. Wie kann Railroading umgesetzt werden und es macht dennoch Spaß?

Die üblichste Art wäre ja tatsächlich die DSA Art: Man erlebte eine gute Geschichte, die aber auf gewisse Prämissen fußt. Diese müssen die Spieler eingehen um sie erleben zu können. Ich denke nahezu jeder der ein DSA Kaufabenteuer spielt, rechnet damit ein stückweit gerailroaded zu werden.

Ich verstehe auch immer mehr, dass RR nicht unbedingt von alle Gruppen negativ gesehen wird. Sofern ansonsten genug Freiheit oder Möglichkeiten dabei sind. Hier im Thread soll es doch eher darum gehen, wie man RR "positiv" umsetzen bzw. abmildern kann. Wenn man natürlich komplett gegen rr in allen seinen Formen ist, passt der Thread nur bedingt. In dem ging es ja ein stückweit auch um die Frage, "wie wird die Lenkung der Geschichte vor genommen?".

Offline Issi

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #68 am: 12.05.2026 | 11:26 »
Du möchtest also Illusionismus und Du findest Railroading OK, solange das nicht überhand nimmt.
Nein, ich mag es schon grundsätzlich Herausfordernd, also keine Illusion von Herausforderung.

Wenn jetzt aber mal der Flaschenhals eines SL nicht ganz wasserdicht ist, und ich mittels Trick einigermaßen elegant*durchrutschen soll- kein Problem!

Oder wenn der NSC einfach noch nicht das zeitliche segnen soll, dann gönne ich auch mal ne spontane Plotrüstung

Wenn jetzt jemand alles improvisiert hat, und das ganze Abenteuer quasi Fake ist (Siehe diverse Ermittlungen)
Dann ist das wirklich nicht mein Ding


Edit folgt.

*
Also punktueller Illusionismus -von mir aus
Ganze Abenteuer- Bitte nicht
« Letzte Änderung: 12.05.2026 | 11:29 von Issi »

Offline Holothuroid

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #69 am: 12.05.2026 | 11:31 »
Die üblichste Art wäre ja tatsächlich die DSA Art: Man erlebte eine gute Geschichte, die aber auf gewisse Prämissen fußt. Diese müssen die Spieler eingehen um sie erleben zu können. Ich denke nahezu jeder der ein DSA Kaufabenteuer spielt, rechnet damit ein stückweit gerailroaded zu werden.

Aber das ist doch schon eine ganz andere Fragestellung? Wir fragen nicht: "Wie Railroaden wir gut?", sondern: "Wie können wir gewinnbringend ein DSA-Kaufabenteuer nachspielen?" Ich kenne jetzt DSA und dessen Abenteuer so gar nicht, aber Hotzenplot hat da vielleicht gute Ideen. Der ist alter DSAler und hat mit Monsterklasse etwas geschrieben, was in die Richtung zielt.

Wenn du den Podcast gehört hast, machen sie ja ganz klar, dass eine erwarte Dramaturgie kein Railroading ist.
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #70 am: 12.05.2026 | 11:43 »
Also punktueller Illusionismus -von mir aus
Ganze Abenteuer- Bitte nicht

In Rückblick auf meine damaligen, nicht so rühmlichen Gehversuche als DSA-Meister: Das ist ziemlich slippery-slope. So gut abgrenzbar wie in der Theorie fällt sowas bei der Umsetzung schnell wie ein Kartenhaus zusammen. Dann lieber transparent und offen umgehen und sei es nur einfach: "Ich möchte, das Teile dieses Abenteuers/Kampagne so passieren. An der Stelle, wo euer Eingreifen das kolportieren würde, halte ich einfach diesen Plüschdino hoch und ihr wisst Bescheid und haltet die Würfel still.. Danach gibt es jedes Mal ein paar Zusatz-XP weil ihr ne krasse Szene erlebt habt. Deal?"

It's repetitive.
And redundant.

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

Offline Issi

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #71 am: 12.05.2026 | 13:26 »
In Rückblick auf meine damaligen, nicht so rühmlichen Gehversuche als DSA-Meister: Das ist ziemlich slippery-slope. So gut abgrenzbar wie in der Theorie fällt sowas bei der Umsetzung schnell wie ein Kartenhaus zusammen. Dann lieber transparent und offen umgehen und sei es nur einfach: "Ich möchte, das Teile dieses Abenteuers/Kampagne so passieren. An der Stelle, wo euer Eingreifen das kolportieren würde, halte ich einfach diesen Plüschdino hoch und ihr wisst Bescheid und haltet die Würfel still.. Danach gibt es jedes Mal ein paar Zusatz-XP weil ihr ne krasse Szene erlebt habt. Deal?"
Kommt wirklich auf die SL an.
Ich war ja zum Teil geschockt als meine lieblings SL Zugaben das gelegentlich anzuwenden.


Also wirklich nix geschnallt obwohl ich an andere Stelle natürlich auch andere Erfahrungen gemacht habe, die weniger positiv waren.
Wo es einem unfreiwillig ins Gesicht springt.
Das waren auch alles DSA SL.
Da liegt es aber mMn. Oft an den Perlenschnur* Abenteuern, die die armen SL förmlich nötigen.

Edit.
*Ein gutes Abenteuer ist, in meinen Augen, keine Geschichte, sondern ein Baukasten zum Geschichte erspielen.
Viele Kaufabenteuer sind jedoch wie ersteres geschrieben, und funktionieren deshalb nur begrenzt Herausfordernd
« Letzte Änderung: 12.05.2026 | 13:35 von Issi »

Offline Tudor the Traveller

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #72 am: 12.05.2026 | 13:50 »
Dann lieber transparent und offen umgehen und sei es nur einfach: "Ich möchte, das Teile dieses Abenteuers/Kampagne so passieren. An der Stelle, wo euer Eingreifen das kolportieren würde, halte ich einfach diesen Plüschdino hoch und ihr wisst Bescheid und haltet die Würfel still.. Danach gibt es jedes Mal ein paar Zusatz-XP weil ihr ne krasse Szene erlebt habt. Deal?"

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #73 am: 12.05.2026 | 13:55 »
Ich verstehe auch immer mehr, dass RR nicht unbedingt von alle Gruppen negativ gesehen wird. Sofern ansonsten genug Freiheit oder Möglichkeiten dabei sind. Hier im Thread soll es doch eher darum gehen, wie man RR "positiv" umsetzen bzw. abmildern kann.

Das ist so ein Problem hier, wie Maarzan schrieb. RR ist als etwas Unerwünschtes definiert. Das sollten wir nicht einfach umdefinieren. Ich wüsste nicht, wie eine positive Form von Entwertung sein sollte.

Das ist das, was er Trailblazing nannte, habe ich so verstanden. Wir können auch Bummelbahnfahrt sagen, da ist dann klar, was Sache ist  :)
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Offline Maarzan

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Re: Railroading - Wie? (NICHT: Railroading - Ob)
« Antwort #74 am: 12.05.2026 | 14:16 »
Das ist so ein Problem hier, wie Maarzan schrieb. RR ist als etwas Unerwünschtes definiert. Das sollten wir nicht einfach umdefinieren. Ich wüsste nicht, wie eine positive Form von Entwertung sein sollte.

Das ist das, was er Trailblazing nannte, habe ich so verstanden. Wir können auch Bummelbahnfahrt sagen, da ist dann klar, was Sache ist  :)

Die Methoden wären ja zu guten Teilen dieselben.
Aber in manchen Spielstilen sind diese Techniken halt OK, in anderen ein no-go.
Wenn die dann im falschen Stil / am falschen Tisch benutzt werden, dann gibt es Ärger.
Und wenn das OK oder nicht in Quellen wie den podcast an "Dramaturgie" aufgehängt wird und nicht ob diese Dramaturgie am Spieltisch auch gewollt ist, dann verschärft das denke ich das Problem weiter.

Also wäre es denke ich wichtig schnell und relativ sicher signalisieren zu können, was den Betreffenden an einem Tisch, wo solche tools eingesetzt werden sollen, erwartet und was dann doch nicht. Weil Grenzen des Einsatzes waren ja auch immer wieder mal erwähnt worden.
Und ich habe das Thema hier so verstanden, daß nach so einer "Positivlösung" als Spielstil und deren mögliche Umsetzung gefragt war.

Zum Trailblazing - aus dem Gedächtnis:
Das Spiel ist mit einer Schnitzeljagd verglichen worden, welche der Spielleiter als "interessante Geschichte" vorbereitet hat. Wenn es zu weit vom geplanten Pfad abgeht, stupst der SL die Gruppe wieder in Richtung dieses Pfades und diese hält auch - wissend, daß es so einen Pfad gibt -  wohlwollend die Augen nach diesen Hinweisen auf.

Extratools:
I. SL-Rettungspunkte
Die Gruppe soll ja ihr Bestes tun den Bösewicht zu erledigen. Belohnung ist dann aber nicht das vorzeitige Ausschalten des Bösewichts sondern ein Rettungspunkt für die Gruppenkasse.
Ggf. Modifikation:
In "Staffelfinalen" kann dann ggf nur 1 Punkt pro SC eingesetzt werden, im Finale haben alle beteiligten keine Rettungspunkte mehr. 


Extraprobleme:
1. Wie unterscheidet die Gruppe was eine Schiene und was eine geplante Herausforderung ist? Ohne OG-Kommunikation sieht es ja erst einmal gleich aus und erst mit der Akkumulation an Seltsamkeiten kommt man ja meist erst darauf, daß man da an einer Schiene hängt. Wie Unterscheide ich also eine Schiene von einer festen Tür?
Storytellertraumatisiert und auf der Suche nach einer kuscheligen Selbsthilferunde ...