Autor Thema: Restauration eines Klassikers  (Gelesen 831 mal)

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Offline Maarzan

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Restauration eines Klassikers
« am: 5.06.2026 | 22:09 »
Ich hatte gerade wieder ein paar alte Abenteuer aus der Bucht im Zulauf, als mich beim Lesen ein genüßlicher Schauer Entsetzen und Fremdschämen schüttelte.
Aber wo das eine Abenteuer wohl unrettbar war, hätte die Grundidee des anderen durchaus Potential gehabt.

Daher die Frage hier: Welches eigentlich aus dem einen oder anderen Grund untaugliche Abenteuer (nicht gleich ganze Kampagne, obwohl der neuen Entwurf eine werden könnte) hättet ihr gerne mal und wenn ja an welcher Stelle anders neu geschrieben?

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Offline Hotzenplot

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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #1 am: 8.06.2026 | 19:01 »
Schöne Frage. Das war jahrelang mein täglich Brot seit 2011 bis ca. 2022 in meiner großen Aventurien-Kampagne. Also da habe ich so ziemlich jeden alten Schrott in den Machs-mir-neu-Mixer geschmissen. Es gab natürlich ein paar Highlights. Im positiven Sinne die Orkland-Erkundung, die noch erstaunlich cool war. Im negativen Sinne "Die Attentäter", wo man sich fragt, was da in der Redaktionsstube geraucht wurde.  >;D Also nicht missverstehen, ich hatte dabei einen Haufen Nostalgieflashs und Spaß.

Also in deinem Sinne:
Die Attentäter
Grund für Untauglichkeit: Völlig hirnverbrannte Railroadingtour ("Findet und tötet den Mann" - "Ahahahah, bin gar kein Mann!" - "Oh, nackte Brüste!")
Stelle der Umschreibung: Seitenwechsel (die Helden sind nicht Attentäter sondern die Typen, die das Attentat verhindern sollen).


Offline Maarzan

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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #2 am: 9.06.2026 | 11:10 »
Die Attentäter wäre das Abenteuer gewesen, welches ich als "unrettbar" eingestuft hätte, weil es einfach so zugespitzt von genau dieser "twist"-Szene lebt, wozu dann ja auch alle anderen Alternativen hart ausgeschlossen wurden udn damit auch nicht behandelt wurden.

Ich hätte mit "Kommando Olachtai" vorgenommen und das kräftig aufgebohrt zu einer kleinen vorgeladenen Sandboxkampagne im Norden und ggf. Riva. Auch wenn ich wohl dabei an so einigen Stellen vom später aufgestellten aventurischen Kanon abweichen müßte.

Der Dolch des Efferd und der Hesindetempel waren teil eines groß angelegten Plans des expandierenden Mittelreich mit Hilfe eines zweiten Satzes göttlicher Gaben den Norden zu unterwerfen und in einem großen Ritual auch wirtlicher zu machen. Weil das Boronartefakt aber für die Einkerkerung eines mächtigen Untoten gebraucht wurde und so nicht mehr für das Ritual zur Verfügung stand ist xder Plan abgebrochen udn unter den Tisch gekehrt worden.
Und Olachtai ist der nur unwissende Handlanger  eines mittelreichischen Schwarzmagiers, welcher sich mit diesem Ritual selbst zum Herren aufschwingen will, entweder nur im Nordwesten oder wenn das sich als möglich zeigen sollte auch im nordwestlichen Mittelreich selber.
Olachtai hat eigentlich ursprünglich nur Anerkennung in der Gilde gesucht, hat dazu dann den informellen Auftrag des Schwarzmagiers ihm einen Teil der bekannten Artefakte zu besorgen angenommen und im Norden bei seinem Aufenthalt dann beschlossen da zu bleiben und ein eigenes Reich der Norbaden (bzw. der Sippe, mit der er dann primär zusammenarbeitet) aufzubauen.

Die Karte würde ich aufbohren und mit mehr Fraktionen und themenbezogenen Orten besetzen sowie die Wege etwas logischer setzen und den "Unsinn " an Begegnungen aus dem Original ersetzen.
Die Schlange wäre dann das heiligtum innerhalb eines frühen Ausbildungstempels und der Weg in den Tempel mit den Rätseln eigentlich die Abschlussprüfung für Novizen neben dem eigentlichen Haupteingang und ggf noch einem noch zu findenden Fluchttunnel.

Die Helden wären eine handverlesene Truppe um einen SC-Efferdgeweihten, welchen die Efferdkirche in den Norden geschickt hat um ihre Niederlassung dort mit ihrem Problem zu unterstützen. Wobei ihre Startposition damit etwas besser wäre denn als ausgeraubtes Treibgut wie im Original , sie aber auch erst einmal mehr Informationen sammeln müßten, bevor sie lostappern könnten.
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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #3 am: 9.06.2026 | 11:37 »
Schöne Frage. Das war jahrelang mein täglich Brot seit 2011 bis ca. 2022 in meiner großen Aventurien-Kampagne. Also da habe ich so ziemlich jeden alten Schrott in den Machs-mir-neu-Mixer geschmissen. Es gab natürlich ein paar Highlights. Im positiven Sinne die Orkland-Erkundung, die noch erstaunlich cool war. Im negativen Sinne "Die Attentäter", wo man sich fragt, was da in der Redaktionsstube geraucht wurde.  >;D Also nicht missverstehen, ich hatte dabei einen Haufen Nostalgieflashs und Spaß.

Also in deinem Sinne:
Die Attentäter
Grund für Untauglichkeit: Völlig hirnverbrannte Railroadingtour ("Findet und tötet den Mann" - "Ahahahah, bin gar kein Mann!" - "Oh, nackte Brüste!")
Stelle der Umschreibung: Seitenwechsel (die Helden sind nicht Attentäter sondern die Typen, die das Attentat verhindern sollen).
Die Attentäter war auch mich ein Abenteuer, das so gar nicht ging. Allerdings hatte mich nicht nur der knallharte Railroad-Effekt gestört, sondern auch, dass es in einem Anfänger-Abenteuer direkt um die Rettung des Kaiserhauses geht. So etwas kann ich gar nicht ab. Daher hätte ich es auf jeden Fall so geändert, dass die Zielperson höchstens irgendein Baron oder Graf ist. Löst natürlich noch nicht alle Probleme, weshalb ich es auch damals nie eingesetzt habe. Es gab ja genug andere (und bessere) Abenteuer.
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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #4 am: 9.06.2026 | 11:45 »
Die Attentäter war auch mich ein Abenteuer, das so gar nicht ging. Allerdings hatte mich nicht nur der knallharte Railroad-Effekt gestört, sondern auch, dass es in einem Anfänger-Abenteuer direkt um die Rettung des Kaiserhauses geht. So etwas kann ich gar nicht ab. Daher hätte ich es auf jeden Fall so geändert, dass die Zielperson höchstens irgendein Baron oder Graf ist. Löst natürlich noch nicht alle Probleme, weshalb ich es auch damals nie eingesetzt habe. Es gab ja genug andere (und bessere) Abenteuer.

Na ja, je nach System und Ansatz könnte "Ein paar Anfänger retten das so ziemlich höchste Tier vor Ort überhaupt (oder vermasseln es halt gründlich)" mMn insbesondere als direkter Kampagnenaufhänger schon was hermachen. Womit ich jetzt keineswegs dieses ganz bestimmte Abenteuer oder DSA verteidigen will (;)), es geht mir einfach nur um die Idee an sich.

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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #5 am: 9.06.2026 | 12:31 »
- Mr Corbitt / Mr. Corbitts Haus(?) (Könnte sein, dass es mehrere Versionen oder Szenarien davon gibt):
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- Der Sänger von Dhol:
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Aber wo das eine Abenteuer wohl unrettbar war, hätte die Grundidee des anderen durchaus Potential gehabt.

Daher die Frage hier: Welches eigentlich aus dem einen oder anderen Grund untaugliche Abenteuer (nicht gleich ganze Kampagne, obwohl der neuen Entwurf eine werden könnte) hättet ihr gerne mal und wenn ja an welcher Stelle anders neu geschrieben?
Magst du ein paar Titel und Beispiele nennen?
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Offline Maarzan

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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #6 am: 9.06.2026 | 12:37 »
...

Magst du ein paar Titel und Beispiele nennen?

Die Attentäter waren das "unrettbar" Abenteuer. Kommando Olachtai das, wo ich so einige Ideen zum Umbauen hätte.
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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #7 am: 9.06.2026 | 12:48 »
Na ja, je nach System und Ansatz könnte "Ein paar Anfänger retten das so ziemlich höchste Tier vor Ort überhaupt (oder vermasseln es halt gründlich)" mMn insbesondere als direkter Kampagnenaufhänger schon was hermachen. Womit ich jetzt keineswegs dieses ganz bestimmte Abenteuer oder DSA verteidigen will (;)), es geht mir einfach nur um die Idee an sich.
Ist natürlich zum Teil Geschmackssache. Ist bei Frodo und Sam ja im Prinzip auch so, aber die hören danach halt auf. Ich spiele am liebsten (und inzwischen eigentlich nur noch) langjährige, teils Jahrzehnte lange (Endlos-)Kampagnen. Wenn ich da gleich zu hoch einsteige, fehlt mir irgendwann das Steigerungspotenzial (Zitat Buffy: Wie viele Apokalypsen haben wir jetzt schon verhindert?").
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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #8 am: 9.06.2026 | 12:54 »
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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #9 am: 9.06.2026 | 13:04 »
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Prima!  :d
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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #10 am: 9.06.2026 | 13:14 »
Ist natürlich zum Teil Geschmackssache. Ist bei Frodo und Sam ja im Prinzip auch so, aber die hören danach halt auf. Ich spiele am liebsten (und inzwischen eigentlich nur noch) langjährige, teils Jahrzehnte lange (Endlos-)Kampagnen. Wenn ich da gleich zu hoch einsteige, fehlt mir irgendwann das Steigerungspotenzial (Zitat Buffy: Wie viele Apokalypsen haben wir jetzt schon verhindert?").

Ich seh's erst mal so: wenn die Gruppe es gleich zu Anfang oder zumindest früh schafft, einen großen Herrscher o.ä. zu retten oder ihm sonst einen oder zwei erinnerungswürdige Gefallen zu tun, dann haben sie in Zukunft halt einen mächtigen Gönner, der gleich auch noch als Auftraggeber funktionieren kann. Natürlich werden ein paar "Gewöhnliche" allein davon nicht selbst sofort in große Machtpositionen befördert, weil Politik so normalerweise schlicht nicht funktioniert, aber daß nicht jeder Freund, den sie haben, unbedingt selber Kleinvieh sein muß, ist etwas, was sie ruhig schon früh merken dürfen. (Ebenso, daß damit die Komplikation verbunden ist, daß sie durch diese ihre Beziehung auch auf dem Radar anderer Leute auftauchen, die sie sonst eher mal ignoriert hätten -- im Guten wie im Schlechten.)

Und natürlich lege ich persönlich auch weniger Wert auf lange (oder je nachdem auch schon mal lange vor dem angepeilten großen Finale abbrechende) Kampagnen mit monoton steigendem Aufstiegsbogen; insofern bin ich vielleicht einfach von vornherein schon nicht so wirklich DSA-kompatibel. ;)

Offline sindar

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Re: Restauration eines Klassikers
« Antwort #11 am: 18.06.2026 | 17:02 »
Earthdawn: "Terror in the Skies".

Meiner Ansicht nach so wie es da steht, nicht spielbar: Eine Gruppe Adepten des 1. - 3. Kreises (audrücklich!) sollen einen Dämon erledigen, der im Alleingang einen (ich glaube) 8-kreisigen Magier übernommen und dann einen 10-kreisigen Magier weggewischt hat; im Zuge dessen hat er noch ein grosses Kaer aufgebrochen und deren Bewohner vernichtet. Dazu ist fest vorgeschrieben, daß sich ein SC ein Dämonenmal eben jenes Dämonen einfängt.

Allerdings ist der Kern des Abenteuers ein sehr cooler Dungeon, nämlich eben jenes aufgebrochene Kaer. Ich habe das Abenteuer dann so umgebaut, daß sich ein McGuffin in dem Kaer befand, den die Helden holen mußten, um irgendein Ungeheuer loszuwerden. Damit konnte ich ca. 3/4 des Abenteuers verwenden, war den für mich unspielbaren Miist aber losgeworden.
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