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Meine große Hauptstadt ...
Sashael:
Mal zum Vergleich:
--- Zitat von: Wikipedia ---Als Sitz eines Erzbischofs und getragen von den Handelsaktivitäten am Rhein entwickelte sich Köln dynamisch und zählte im Jahr 1000 mit 10.000 Einwohnern nach Paris (15.000) und Rouen (12.000) zu den drei größten Städten in Nordwesteuropa. Am intensivierten Kirchenbau im „großen Jahrhundert der kölnischen Kirchenbaukunst“[32] 1150–1250 lässt sich das weitere Wachstum der Stadt ablesen, die zwischen 1000 und 1200 ihre Einwohnerzahl auf 40.000 vervierfachte.
--- Ende Zitat ---
Also 10k im Jahre 1000 und 40k zwischen 1100 und 1200 ist jetzt ne Ansage.
Quaint:
Mal ein paar Überlegungen (mit geggoogle und daher auch teils KI)
Nen Hektar Getreide gibt die Suche mit einem Ertrag zwischen 400kg und 800kg an. Wenn man bedenkt das man davon auch wieder aussähen muss, ist ein Hektar also ungefähr genug für eine Person (grob gerechnet reichen 400kg für 1 Person und 1 Jahr). Also wenn man jetzt 1 Ernte pro Jahr rechnet. Nimmt man nen drittel Brache rein isses etwas weniger. Wieviele Hektar kann so ein Bauer bewirtschaften? Hängt sehr vom Boden ab. Aber so 10 bis 12 gingen schonmal mit nem guten Pflug. Wenn der dann seine Familie (maybe 5 Leute) ernährt hat, kommt da also noch Essen für 2-4 weitere Personen raus.
Für Kartoffeln (in der Frühzeit als diese groß angebaut wurden in Europa) werden zwischen 2 und 7 Tonnen angegeben. Pro Gewicht sind Kartoffeln etwa 4mal weniger kalorisch als Getreide, aber dennoch ist das einfach deutlich mehr (mindestens das doppelte an kcal)
Ein 15 Meilen Radius hat ungefähr 210000 Hektar. Wieviel davon ist urbar? Wieviel taugt zumindest als Weidegrund für Pflanzenfresser? Fragen über Fragen. Sagen wir mal ca. 1/3 Ackerland. Sagen wir mal es gibt noch bissle Flüsse und Seen oder ein Meer, wo man Fisch bezieht, Wälder aus denen man Wild beziehen und manches Sammeln kann, und weitere Flächen die sich als Weiden eignen, dann würde ich vielleicht wirklich mit 1 Person pro Hektar gehen, also roundabout 70.000 Leute möglich wenn der Bereich selbstversorgend sein soll. Mit Kartoffeln dann potentiell auch 140.000
95% Bauern unverhandelbar geh ich nicht mit. Kommt aber halt auf die Kultur an. Wenn man wirklich will, kann man auch mit herkömmlichem Getreide bestimmt 40% der Bevölkerung in die Stadt stecken. Normalerweise wird man aber mehr Landbevölkerung haben das sind aber nicht alles Vollbauern.
Und das Zeug ist ja Lagerbar. Mindestens ein Jahr, teils auch mehr. Das heißt, je nachdem wie das kulturell-soziologisch beschaffen ist, kannst du den Mist halt auch in nen Schiff laden und 1000km weit weg fahren um da ne Stadt zu unterhalten. Das ist halt nicht unbedingt das effizienteste, was man machen kann, aber man kann sich Gründe ausdenken.
nobody@home:
Ich weiß nicht mal, ob ich unbedingt die Versorgung einer Stadt als das große zentrale Problem sehen würde. Futterage und Gebrauchsmaterialien lassen sich zur Not ja importieren...
...aber wie sieht's in unserer hypothetischen Stadt eigentlich mit der Entsorgung aus? Wie werden Tausende von Menschen und/oder anderen Lebensformen, die auf relativ engem Raum zusammen wohnen, mit den vorhandenen Mitten möglichst effektiv ihren täglichen Müll, ihr Abwasser, und ihre Fäkalien los (denn alle auf ein und dasselbe kleine Plumpsklo im Garten zu schicken, wird vermutlich nicht funktionieren)?
Aus meiner Sicht ist eher schon das geeignet, als Wachstumsgrenze zu funktionieren -- denn spätestens, wenn sich die Leute buchstäblich schon nicht mehr riechen können, werden doch zumindest die von ihnen, für die das überhaupt eine Option ist, anfangen, über einen Ortswechsel nachzudenken.
Maarzan:
Gestunken wird es haben, aber so viel Abfall im Sinne von Endlagerung war das gar nicht.
Fast alles Organische kann man wenn es nicht von schweinen gefressen wurde kompostieren oder spätestens die Asche davon nutzen. Und gerade Harn und Fäkalien waren Rohstofffe .
sindar:
--- Zitat von: Feuersänger am 20.06.2026 | 09:55 ---Wie groß waren eigentlich die griechischen Städte der hellenistischen Periode? Ehrlich gesagt kA.
--- Ende Zitat ---
Wikipedia zufolge hatte die Stadt Athen im 5. Jh. v. Chr. etwa 40.000 Einwohner.
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