Autor Thema: [RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Das Abendmahl  (Gelesen 192 mal)

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[RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Das Abendmahl
« am: 19.06.2026 | 14:21 »
Akt I
- Zeit des Zorns -
Das Abendmahl

Die Halle der Hagtorns ist sicherlich nicht zu vergleichen mit dem Anwesen von Oktar Grimme in Storhavn aber für die Grenzlande ist sie ausreichen ansehnlich und noch viel wichtiger warm.

Drinnen nehmen Sklaven euch eure Mäntel ab und geleiten euch an die Tafel. Tomus sitzt auf seinem Stuhl, über ihm hängt die Herrscherklinge. Die Lange Tafel davor ist gut gefüllt nur an ihrem Ende direkt bei Tomus ist noch Platz. Rechts von ihm sitzt Huld, doch er wirkt wie ein Schatten seiner selbst. Er ist blass, hat abgenommen und die schwere Verletzung scheint noch nachzuwirken. Seine Bewegungen wirken abgehackt, schwach. Seine Augen irren unstet umher, er kann euch nicht ansehen.

Neben Tomus steht eine Frau mit strengen Gesichtszügen aber freundlichen von Lachfalten umgebenen Augen. Sie kann als schön beschrieben werden, mit wildem dunklen Haar, dass nur durch einen Zopf gebändigt wird.

„Die sehen ja schlimmer aus als ihr sie mir beschrieben habt!“ lacht die Frau auf und Tomus verdreht etwas die Augen. Wenn Frauen in Wretguard auch nicht viel zu sagen haben, so scheint Tomus Frau die Ausnahme von der Regeln zu sein. „Ihr sagtet was von lange Reise mein Gemahl und Anstrengungen, die zwei hier sehen aus als wären sie kurz vor dem verhungern!“ Sie lacht auf.

„Aber das bekommen wir schon wieder hin!“

Tomus richtet sich in seinem Stuhl auf und deutet auf die Frau an seiner Seite. „Was meine erste Frau Rilja euch sagen will und was eigentlich mir zugestanden hätte, ihr seid willkommene Gäste des Hauses Hagtorn und als solche werden wir euch für heute Abend bewirten damit ihr euch von den Strapazen der Reise erholen könnt!“

Tomus bittet euch Platz zu nehmen ohne nach Hirngar zu fragen.

„Ich möchte euch die Anwesenden vorstellen und euch bitten, euch danach selbst kurz vorzustellen!“

Mit einer Geste deutet er auf zwei Frauen die an der Seite der Halle stehen. „Dies sind die Schwestern von Rilja, Rennja und Rindalinn, sie sind meine Zweit- und Drittfrau.“ Die beiden Frauen halten die Köpfe gesenkt. Sie müssen ein paar Jahre jünger als Rilja sein, welche ihr auf 35 Winter schätzt. Es sind Zwillinge welche sich auch ähnlich Kleiden und für Außenstehende kaum auseinanderzuhalten sein werden. Beide lassen das Charisma und die Präsenz vermissen welches Rilja ausstrahlt.

„Meinen Sohn habt ihr ja bereits kennen gelernt und dies sind meine Brüder, Froe Hagtorn…“ ein breitschultriger Mann den ihr als den Wächter erkennt, nur jetzt ohne Rüstung aber mit dem gleichen Misstrauen im Blick „…meine rechte Hand, seine Stimme ist meine Stimme. Dann sind da Urber, Bjark und Dager!“ Die drei Männer nicken euch zu alle sehen wie jüngere Abbilder von Tomus aus, auch wenn Kleidung, Haarpracht und Bart sich unterscheiden erkennt man in ihren Zügen die Herkunft der Hagtorns.

„Zu guter letzt noch Tor und Bodvar!“ Auch diese beiden nicken euch nur stumm zu, hier könntet ihr nicht sagen ob sie wirklich Hagtorns sind, das Bluterbe scheint in ihnen schwächer zu sein.

Insgesamt scheinen Tomus Brüder unangenehme Gesellen und harte Grenzländer zu sein und ihr erinnert euch an Sotes Worte.

Huld hat es nicht leicht, Tomus Brüder, seine Onkel haben es auf ihn abgesehen. Mehr als eine Nacht hat er sich unter ihren Schlägen in den Schlaf geweint.

„Den Rest der Familie werdet ihr sicherlich in den nächsten Tagen kennen lernen. Daher lasst mich euch die Anwesenden vorstellen…“ fährt Tomus fort „…das ist Haldur Ouvar.“

Ein Mann erhebt sich kurz von seinem Platz, kahlgeschorener Schädel, fein gestutzter Bart.


Anders als ihr ihn euch vielleicht vorgestellt habt wirkt er wenig imposant oder gar schrecklich, doch er hat etwas an sich das euch vorsichtig werden lässt. Vielleicht ist es die Art wie er sich erhebt oder etwas in seinen Augen, er ist ein Mann der nicht hinterfragt wird, der keinen Widerspruch duldet oder zulässt und hier die Macht hat diesen Anspruch auch durchzusetzen. Er ist jemand der auch zu Friedenszeiten die Axt erhebt und Schädel vom Körper trennt. Im Gegensatz zu vielen anderen ist er sich nicht zu fein sein eigenes Urteil auch umzusetzen.

„Haldur ist, in der langen Tradition seiner Familie, der Richter und Henker dieses Ortes, er war es der meinen Sohn gefunden und dank Sturmi nach Wretguard zurückgebracht hat.“

Dann wendet sich Tomus zur anderen Tischseite.

„Hier haben wir gute und liebgewonnene Freunde der Hagtorns. Nicht nur sind wir Nachbarn sondern uns verbinden viele Jahre der Eintracht und Zusammenarbeit weswegen sie heute Abend an diesem Mahl teilhaben werden!“

„Turulf Hjelm und seine erste Frau Siris“

Turulf ist ein rothaariger Gigant von einem Mann mit Händen die fast so groß sind wie die Teller vor euch, aber er ist alt und viele weiße Strähnen durchziehen seine Mähne, er muss über 70 Winter alte sein.


Seine erste Frau ist eine stämmige Mittfünfzigerin mit Pausbacken und hoher Stirn. „Ich kann zu Recht sagen das Siris die gute Seele von Wretguard ist, sie ist so etwas wie die Mutter aller und kümmert sich um die Belange der Kinder!“

Irgendwie will Tomus Beschreibung nicht ganz zu Siris passen. Die Mutter eines Dorfes habt ihr euch anders vorgestellt, vielleicht etwas wärmer aber ihre Ausstrahlung ist irgendwie abweisend. Vielleicht liegt das aber auch nur an euch, oder an dem Anlass.

Turulf lächelt euch freundlich mit breitem Grinsen an. „Es ist schön wieder Fremde in Wretguard zu sehen. Ich sage es ja immer…“ er erhebt seine Hand „…die Zeiten werden besser und der alte Glanz kommt zurück!“

Tomus beschwichtigt ihn kurz mit einer Geste und fährt dann mit der Vorstellung der restlichen Gäste fort.

„Das sind Olof, Ragner, Roar, Asbjorn und Olver Hjelm! Die Brüder von Turulf!“ Alle haben rote Haare und knubbelige Nasen, ihr Alter ist schwer zu schätzen, aber es muss von mindestens 70 bis 50 Winter reichen.

Damit endet die Vorstellungsrunde und ihr stellt fest das die Heilerin nicht teil der Gesellschaft ist.

Vor euch auf dem Tisch stehen Platten mit gebratenem Rind und Huhn, Töften, Brot, Sahne, Honig und gekochten Karotten. Krüge mit starkem dunklem Bier werden gereicht. Fackeln an den Wänden und Kerzen erhellen die Szene, auch wenn vieles im Dunklen bleibt.

Nachdem Tomus alle vorgestellt hat nickt er euch aufmunternd zu.

"Bitte erhebt euch und stellt euch vor!"

Die Augen aller Anwesenden sind auf euch gerichtet, die freundlichen wie die misstrauischen.
« Letzte Änderung: 19.06.2026 | 15:35 von Outsider »
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Offline Hinxe

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Re: [RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Das Abendmahl
« Antwort #1 am: 23.06.2026 | 14:23 »
Gylfi
Auf dem Abendmahl in der Halle der Hagtorns


Mit knurrendem Magen betrat Gylfi in Aeryns Begleitung die Halle der Hagtorns. Das riecht ja köstlich! Ich denke, ich werde für Hírngar eine Portion mitessen müssen. Er ließ seinen Blick schweifen, welcher erneut an der Herrscherklinge hängen blieb. Nur mit Mühe konnte er ihn lösen und auf die anwesenden Honorationen Wretguards werfen.

Dann jedoch richtete er seine volle Aufmerksamkeit auf Tomus, während dieser die anderen Gäste an der reichlich gefüllten Tafel vorstellte. Er nickte den jeweils eingeführten Persönlichkeiten freundlich zu. Aber besonders Haldur Ouvar erweckte sein Interesse, er war ganz anders, als er ihn sich vorgestellt hatte. Erst nach genauerer Betrachtung konnte Gylfi hinter die Fassade blicken und erkannte, dass er es mit einem harten und unbeugsamen Mann zu tun hatte.

Schließlich erhob sich der Alte und setzte ein Lächeln auf, das er in den zahlreichen Auftritten und Darbeitungen als skwilde perfektioniert hatte. Sympathisch, herzlich, nicht zu forsch, dem Anlaß mit höher gestelltem Publikum angemessen. Auch die Stimme, die er wählte passte gut, recht leise, damit sich die Gäste auf ihn konzentrieren mussten, aber trotzdem Allen gut verständlich. Auch versuchte er, den Dialekt des Vrok, der ihn als Mittländer verriet, so wenig wie möglich hervortreten zu lassen. Er wollte den Grenzländern nicht von vornherein die Möglichkeit aufdrängen, ihn und seine Gefährtin als Fremde abzutun, die man nicht Ernst nehmen musste. Er hatte in den letzten Monaten zahlreihe Eigenheiten des wildländischen Vroks bemerkt und sich anzupassen versucht.

Zunächst sprach Gylfi Tomus direkt an: "Ich danke Euch, Fylkjarl Tomus, für die Einladung und die Vorstellung Eurer illustren Gäste." Jetzt wandte er sich an die ganze Menge, wobei er darauf Acht gab, jede Person von Rang zumindest kurz direkt anzuschauen, während er weiter redete. "Mein Name ist Gylfi Stryptatunga, wandernder skwilde. Ich reiste durch das wilde Herz und fand einen Weg heraus, ich überlebte Begegnungen mit Lindwurm und Jotun, um davon zu berichten. Ich brachte Schwertjarl Oktar Grimme die Axt seines heldenhaften Ziehsohns Azlahn zurück."

Nach einer Pause, um die gewichtig gesprochenen Worte gebührend sacken zu lassen, fuhr der Alte fort, wobei er auf Aeryn deutete. "Dies ist meine Gefährtin Aeryn Aulí, eine Dyfir von den fernen Gestaden Edras'. Sie ist eine treue Kämpin und teilt auf unseren Reisen durch die Wildlande alle Gefahren, Lasten und Beschwerlichkeiten mit mir. Gemeinsam mit Hírngar, dem Waldläufer, sind wir vom Oberhaupt des Grimme-Clans ausgesandt, ihm Gewissheit über das Schicksal seiner Tochter zu verschaffen." Bei den letzten Worten versuchte er, besonders den Henker im Blick zu behalten. Vielleicht verrät seine Reaktion schon etwas...
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Re: [RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Das Abendmahl
« Antwort #2 am: 23.06.2026 | 15:22 »
Alle Augen sind auf Gylfi gerichtet. Aus den Augenwinkeln kann er sehen, dass auch die Zweit- und Drittfrau von Tomus kurz aufblicken. Bei der Erwähnung des verfluchten Waldes werden die Augen einiger Zuhörer groß, besonders die von Turulf und Aeryn kann hören wie er murmelt „Das hat noch niemand geschaft, ich sage ja die Zeiten werden besser!“ Das kurz aufbrandende Tuscheln bei der Erwähnung von Lindwurm und Jotun wird von Tomus mit einer Geste unterbunden.

Huld wirkt an dieser Tafel ähnlich verloren wie auf der Hochzeit, ihm ist anzumerken, dass besonders der letzte Teil, die Nennung Oktars und des Grimme Clans ihm äußerst unangenehm ist.

In den Augen des Henkers kann Gylfi, wie auch Aeryn, ein abfälliges funkeln sehen. Sein Blick starrt zwischen Gylfi und der Dyfir hin und her. Er hält die Ausführungen des Skwilden wahrscheinlich für reine Sagas um sich wichtig zu machen. Wie sollte ein alter Mann so etwas schaffen, das für tausend Jahre niemandem Gelungen sein soll? Das Wilde Herz verlassen um davon berichten zu können. Außer vielleicht um eine Geschichte für seine exotische Bettgespielin parat zu haben Bei der Erwähung von Miri wird sein Mund zu einem schmalen Strich. Ihr zwei seid euch sicher, dass dieser Mann nicht durch Zufall Schafrichter geworden ist, das Töten macht ihm Spaß wie schon seinem Vorfahren. Der Kopf fällt nicht weit vom Richtblock. Der tot von Miri jedoch bereitet ihm Unbehagen, oder es ist einfach die Tatsache das ihr Tod euren Besuch hier ausgelöst hat, was vollkommen unpassend zu sein scheint. Warum auch immer.

Der Rest der Gesellschaft runzelt zwar die Stirn und hat sicherlich Zweifel an der Geschichte vom Wilden Herzen, aber das die Gruppe von Oktar Grimme geschickt wurde wagt niemand anzuzweifeln.

Tomus ergreift das Wort nachdem er Gylfis Ansprache genug Zeit zum wirken gegeben hat.

„Nun, da wir uns alle kennen, speisen wir wie Freunde und Verbündete um den unglücklichen Tot von Miri Grimme aufzuklären. Auch wenn ich fürchte das es da nicht viel zu klären gibt.“

Tomus Augen suchen den Blick von Haldur, wie als wollte er sich vergewissern, dass seine Worte zutreffend sind. Doch der Henker zeigt keine Reaktion.

„Ich erkläre das Essen hiermit für eröffnet!“ Sein Bruder, der Wächter aus dem Thronsaal ruft mit barscher Stimme die Sklaven herbei, dass sie auftischen und Bier Nachschenken sollen.

„Ich will keine trockenen Böden in den Humpen sehen!“ Die Sklaven kommen ihrer Aufgabe geflissentlich und still nach. Anders als in Storhavn zeigen sie keinerlei Interesse mit euch in Kontakt zu kommen, sie beschränken alle Handlungen mit euch auf ein Minimum.
« Letzte Änderung: 23.06.2026 | 15:34 von Outsider »
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Offline Hinxe

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Re: [RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Das Abendmahl
« Antwort #3 am: 30.06.2026 | 01:05 »
Gylfi
Auf dem Abendmahl in der Halle der Hagtorns


Gylfi setzte sich nach seinen Worten wieder hin und nickte dankbar Tomus zu, als dieser das Abendmahl für eröffnet erklärte. Er griff zu seinem Humpen, um sich die Lippen zu befeuchten. Halte Dich aber zurück! Es nützt niemandem, wenn Du Dich besäufst.

Während der Alte sich vom dargebotenen Essen nahm, blickte er sich um. Dem Henker gebe ich noch etwas Zeit. Nehmen wir uns zunächst Huld vor... Er konzentrierte sich auf das Brathuhn, von dem er mit den Fingern das saftige Fleich von den Knochen pulte. Er murmelte etwas vor sich hin, anscheinend in Gedanken und nur für sich selbst bestimmt. "Sehr gut, steht dem Vogel in Storhavn in nichts nach." Genüßlich leckte er sich die Finger und ließ den Blick schweifen. Wie zufällig blieb er am Sohn des Jarls von Wretguard hängen.

Gylfi setzte ein Lächlen auf und spach Huld mit lauter Stimme an. "Ich freue mich, Huld Hagtorn, Euch am Leben zu sehen. Als wir in Storhavn die Nachricht vom Überfall vernahmen, fürchtete ich, dass Ihr den erlittenen Verletzungen erliegen könntet." Das Lächeln verschand von den Lippen des skwilden und er blickte den Jungen eindringlich an. "Mein Beileid zum Tod Eurer Braut. So kurz nach der Hochzeit, was für ein Verlust!"
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Re: [RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Das Abendmahl
« Antwort #4 am: 30.06.2026 | 15:13 »
Das Brathuhn der Hagtorns ist wirklich lecker, wenn auch einfacher gewürzt als es das in Storhavn war, was der Eigengeschmack des Fleisches wieder wettmacht. Wer hier kocht hat das Tier auf den Punkt gut zubereitet, außen knusprig, innen ist das Fleisch saftig und nicht zu trocken.

Huld verschluckt sich fast an seinem Bissen als der Swilde das Wort an ihn richtet.

Hustend bekommt er ein „Ein schwerer Verlust…“ heraus, dann greift er nach seinem Humpen und schüttet in den Inhalt in einem Zug heruter, Bier läuft ihm über das Kinn „…ich kann mich an nichts erinnern. Es ist alles weg ein Schleier als wanderte ich bereits im Nebel.“

Seine Stimme klingt schwach, in seinen Augen kann Gylfi aber sehen das es ihm fast egal ist was mit Miri passiert ist. Ein Augenblick der Hirngar sicherlich zur Weißglut gebracht hätte. Dann jedoch kommt ein strahlen in seine Augen.

„Ich weiß erst wieder was als ich in der Obhut von Maria aufgewacht bin…“ weiter kommt er nicht als Tomus ihm ins Wort fällt.

„Sie hat Wunder vollbracht wie man mir sagte. Den Berichten nach müsste Huld mehr tot als lebendig gewesen sein als Haldur ihn hierherbrachte. Bei Sturmi ich wage zu behaupten, dass kein Heiler der Sturmlande hätte vollbringen können was Maria gelungen ist!“ Herzlich, aber doch vorsichtig klopft Tomus seinem Sohn auf die Schulter. Eine ungwohnt lebevolle Geste.

Huld nickt eifrig, Miri scheint bei der Erwähnung von Maria total vergessen zu sein während er zusieht wie ein Sklave seinen Humpen erneut auffüllt. Er kann euch immer noch nicht in die Augen blicken. 

Vielleicht ist auch er nur ein Opfer der Sitten und Gebräuche, die Heirat war nur ein politischer Schachzug, sein Herz jedoch gehört einer Anderen.
« Letzte Änderung: 30.06.2026 | 15:15 von Outsider »
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Offline Hinxe

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Re: [RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Das Abendmahl
« Antwort #5 am: 5.07.2026 | 15:57 »
Gylfi
Auf dem Abendmahl in der Halle der Hagtorns


Gylfi hob seinen Bierkrug und sagte mit ehrlicher Überzeugung in der Stimme: "Ich trinke auf diese Maria, deren Heilkünste ein Leben gerettet haben, das anscheinend schon dem Tod geweiht war. Eine große Tat, fürwahr!" Mit erhobenem Arm blickte er sich zu den anderen Gästen um, als wolle er sie einladen, es ihm gleich zu tun, und trank dann einen Schluck. Sodann setzte er den Krug ab und wandte sich wieder an Huld.

"Es ist betrüblich, dass Ihr Euch nicht mehr an den Überfall erinnern könnt, der Eurer Frau und so manch anderem das Leben kostetet. Euer Kopf scheint aber von schwerer Verletzung verschont geblieben. Welcher Art sind denn die Wunden, die Maria so kunstvoll geheilt hat?" Mit unverbindlicher Miener blickte der Alte den Witwer direkt an. Innerlich dachte er: Schau mich endlich an, Du Feigling!
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Re: [RMS-S] A1 -Zeit des Zorns- Das Abendmahl
« Antwort #6 am: 7.07.2026 | 20:44 »
Tomus ist der erste welcher sich dem Skwilden anschließt und seinen Humpen zu ehren der Heilerin erhebt. Wenn auch mit weniger Begeisterung in der Stimme stimmt er zu: „Ein Hoch auf Marias Heilkünste ohne derer mein einziger Sohn jetzt nicht mehr unter den Lebenden weilen würde!“

Alle an der Tafel erheben die Humpen oder das Horn, was gerade greifbar ist und wiederholen einstimmig: „Ein Hoch auf Maria!“

Bier schwappt über und klatscht auf die Tafel dann werden die Humpen abgesetzt und das Essen geht weiter.

„Genau, zeigt dem Herrn eure Wunden!“ spöttelt einer der Onkel, es muss Bodvar sein „Zeig sie uns die Narben!“

Unsicher blickt Huld von seinem Essen zu Tomus. Ihm ist das ganze sichtlich peinlich. Dieser nickt nur. Ihr seid euch nicht sicher ob er es für seine Pflicht hält den Ermittlern von Oktar die Narben zu zeigen oder ob es ihm egal ist. Aber das Nicken scheint ihm nicht leicht zu fallen.

Huld wird noch blasser im Gesicht, steht aber auf und hebt das Hemd das er trägt.

Eines der Mädchen im Hintergrund keucht erschrocken auf.

Von der Achsel bis zur Hüfte hat etwas den Jungen mit einer Klaue aufgerissen. Parallele Furchen, rot entzündet ziehen sich über den Körper, der Brustkorb an der Stelle wirkt eingefallen als hätte die Wucht die Knochen gebrochen. Huld müssen die Gedärme herausgehangen haben als man ihn fand. Auf der gegenüber leigenden Seite sind die Abdrücke eines Bisses zu sehen, als hätte der Bär den Jungen gepackt und in seinen Pranken gehalten bevor er anfing zu fressen.

Hier fehlt noch Fleisch, das verkrustet, langsam verheilt. Die Heilerin hat für Wahr ein Wunder vollbracht, das der Junge noch lebt.

Bei dem Aufkeuchen des Mädchens setzt sich Huld schnell wieder hin, bekommt aber keinen Bissen mehr herunter, sein Blick ist starr auf die Tafel gerichtet.

Tomus kaut das Stück Rind was er im Mund hat zuende. „Seid ihr zufrieden, habt ihr gesehen was ihr sehen wolltet?“ fragt er trocken in Gylfis Richtung.
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