zur Klärung: Hackmaster 4 war sowas wie der erste Retroklon. Die Geschichte kennen wahrscheinlich eh alle. Wotc hatte ne Urheberrechtsverletzung begangen und zum Ausgleich bekam Kenzer & Co das Recht, ein ad&d kompatibles Regelwerk zu machen und zwar Parallel zum Start von D&D 3. Außerdem bekamen sie als einzige 3rd company das Recht, ein D&D offizielles setting zu machen für 3e (nämlich Kalamar, das ein inoffizielles setting für AD&D 2 war). Man muss dazu wissen, dass der Inhaber der Firma ein Fachanwalt ist, der sich mit Urheberrecht auskannte und die schon mit der Veröffentlichung des Kalamarsettings in den 90ern gezeigt haben, dass die restrike IP-Politik von TSR und später WotC gar nicht rechtens ist. Also zum Beispiel so Sachen auf Produkte schreiben wie "Kompatibel mit Ad&D", das hat sich damals keiner getraut.
Leider wurde Kenzer von WotC gelinkt, weil die insgeheim die Ogl vorbereitet hatten und mit der Flut von d20 Produkten war die Vereinbarung über das Kalamar setting quasi wertlos. Das einzige, was dann noch ein Alleinstellungsmerkmal hatte, war Hackmaster und das hat ja die OSR erst so richtig begründet, weil ja auch Parodien der ganzen alten Module aufgelegt wurden. Klar, es gab auch noch necromancer games usw, aber Kenzer waren die ersten, die die alten Sachen bespielt Haben.
Hackmaster 5 ist halt kein Retroklon mehr ,sondern ein von Ad&e 1e inspiriertes Spiel mit Elementen von Aces & Eights. Ja, es ist sehr regellastig, aber ich schätze es wegen der vielen schlauen Einfälle schon sehr. Außerdem gibt es dafür ein sehr gutes Abenteuer, nämlich Frandors Keep.