"Cozy" kenn ich jetzt eher so vom Literaturbereich, "Cozy Crime" etwa, Stichwort Miss Marple.
Braucht ein Setting beides? Naja, nicht unbedingt, jedenfalls nicht in extremen Ausprägungen. Allerdings, wenn es _ausschließlich_ "Grimdark" ist, wird es halt auch - zumindest für mich - schnell demotivierend und öde. Wenn ich nicht wenigstens die Chance habe, die Verhältnisse zu verbessern - indem wir mit unserer Gruppe zB einen Landstrich befreien, also sozusagen selber einen "Point of Light" erschaffen - sehe ich nicht den Sinn darin. Als erstes fällt mir da zB Midnight ein, was dezidiert so beschrieben ist, dass die SC langfristig keine Chance haben und es nicht die Frage ist, _ob_ sie untergehen, sondern nur _wann_. Mit sowas kann man mir gestohlen bleiben.
Umgekehrt ist halt "Auenland" auch nicht notwendig, in so einer bonbonfarben Zuckerwatte braucht man auch nicht spielen. Aber generell eine Trennlinie, eine Front zwischen Hell und Dunkel, die es zu verteidigen und das Böse zurückzudrängen gilt -- das ist absolut valide.
Zwingend notwendig ist das alles aber nicht. Man kann auch Low Fantasy spielen, wo es nicht darum geht, die Insel der Seligen vor dem Fürst der Finsternis zu beschützen. Also eher bodenständige, um nicht zu sagen realistische Settings. Da findet die Polarisierung vielleicht eher in den Köpfen statt - die Bösen sind immer die anderen.
Und dass eine reine Bonbon-Welt, in der überall Friede Freude Eierkuchen herrscht, vielleicht für ein Kleinkinderbuch taugt aber zum bespielen nicht viel hergibt, darüber müssen wir ja wahrscheinlich nicht diskutieren.