TBH, Münzgewicht haben wir eigentlich so gut wie immer ignoriert. Und mit "wir" meine ich: absolut ausnahmslos JEDE Gruppe und jeder Mitspieler und SL, mit der/dem ich ich in jetzt ca 35 Rollenspielkarriere gespielt habe.
Was auch fair ist, da der offizielle Goldwert in D&D ein dämlicher Witz ist. Sowohl wie schwer die einzelne Goldmünze ist, als auch was man dafür bekommt.
Historische Goldmünzen variierten freilich stark in ihrem Gewicht, aber was lustig ist, ist das absolut KEINE etablierte Münze "1/50 Pfund" (also ca 9g) woh. Und die über lange Zeit am weiteresten verbreiteten Münzen, florentiner Gulden oder auch Dukaten, wogen ziemlich genau 3,5g und hatten etwa das Format einer 10-cent Münze. Und die Kaufkraft war so enorm, dass man zB im Hochmittelalter von ~150g Gold mehrere Jahre hätte leben können, selbst ohne Selbstversorgung.
Probier das mal in D&D mit 15 Goldmünzen. Da kostet iirc heutzutage schon ein bescheidener Lebensstil 30GM pro Monat.
Will sagen: die Münzgewichte einfach komplett zu ignorieren ist eine absolut valide Maßnahme, um diesen Suspension-of-Disbelief brechenden Unsinn komplett zu umschiffen, ohne sich die Mühe machen zu müssen alles zu "reworken". Münzen sind da ja nicht die einzigen Übeltäter, auch Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände sind oft weit jenseits historischer Gewichtsbelege.
Und der Nimmervolle Beutel ist eben ein anderes Tool für einen ähnlichen Zweck: sich nicht mit unsinnigen Gewichtsangaben herumschlagen zu müssen.
Die 5E wiederum hat nochmal einen anderen Ansatz gewählt, da sind jetzt NVB keine Allerweltsgegenstände UND man hält an den unsinnigen Gewichtsangaben fest, aber erweitert den Unsinn immerhin auf beide Seiten der Gleichung, und gesteht jedem Hänfling zu, ohne Abzüge sein Eigengewicht an Krempel herumzuschleppen.
Also langer Rede kurzer Sinn... ich hab kein Problem damit, Nimmervolle Beutel im Spiel zu haben. Gerade bei D&D wo ja auch sonst Magie aus jeder Ritze gequollen kommt.