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[Arcane Codex] Smaltalk
Corbeau:
--- Zitat von: USUL am 20.12.2004 | 09:54 ---Soso?!? Also entweder ich versteh dich schon wieder falsch oder du schreibst gerade das gegenteil vom dem was du von AC forderst. ???
--- Ende Zitat ---
Dann verstehen wir uns sicher falsch.
--- Zitat von: USUL am 20.12.2004 | 09:54 ---
--- Zitat von: Corbeau am 19.12.2004 | 13:54 ---Wie kann nun eine Beschreibung der Welt erfolgen.
Zunächst einigt man sich auf die Grundlagen, dh. man kann zB. festlegen, daß die Welt den „Verhaltensweisen“ folgt, die auch in der Realität gelten oder gegolten haben. Dann werden Einzelheiten angeführt, die das Besondere der Welt beispielhaft anzeigen. Von diesen Einzelheiten kann dann mit Hilfe der allgemein gültigen Gesetzmäßigkeiten auf die Welt geschlossen werden. [...]
--- Ende Zitat ---
??? Also wenn dieser text von dir ist, frage ich mich gerade ob wir bereits seid einiger Zeit bei den von als: "Besondere Einzelheiten" beschriebenen Eigenschaften angelangt sind. ::)
--- Ende Zitat ---
Davon gehe ich eigentlich nicht aus.
Wenn man es auf eine beispielhafte Frage reduzieren will, könnte diese lauten:
Warum existiert ein Land wie Veruna, das (scheinbar - laut Beschreibung des GRW) in 700 Jahren keine Entwicklung in kultureller, technologischer, soziologischer oder ökonomischer Hinsicht gemacht hat und immer noch auf dem Stand der Spätankike verharrt, unmittelbar neben einem Land wie Aquitaine, das offensichtlich diese 700 Jahre genutzt hat, um sich vom gleichen Stand (ehemalige verunische Provinz) zu einem Land zu entwickeln, das in den genannten Bereichen der frühen Neuzeit zuzuordnen ist?
Beziehungsweise, was sind die Gründe für eine solche Koexistenz?
IMHO existieren sie einfach so nebeneinander und es gibt (Stand des GRW) keine Gründe für die Differenz, die sich aus der Logik her erklären lassen.
D'accord?
Die Diskussion hatte sich an einem bestimmten Punkt dahin gewandt, das wir uns darüber unterhielten, was mir an der Welt noch nicht so recht gefällt, bzw. du (Usul) hattest gefragt was noch fehlt. Mir fehlen solche Erklärungen, die nachvollziehbar diese Differenzen glaubwürdig machen.
--- Zitat von: USUL am 20.12.2004 | 09:54 ---... denn Fragen wieso hält sich eine Mittelalterliche Gesellschaft neben einer Gesellschaft die bereits Feuerwaffen entwickelt hat, bezieht anscheinend nicht mitein, das es weitaus mächtigeres in Kreijor gibt, als Technik: MAGIE.
--- Ende Zitat ---
Über die alle Länder in ähnlichem Maße verfügen? Damit ist es kaum als nivelierendes Element zu betrachten. Insbesondere wenn noch dazu kommt das In den fortschrittlichsten Ländern, die Magie am wenigsten behindert ist: Khoras, Aquitaine, Megalys, während in den mittelalterlichen (Vargothia) oder antiken Ländern (Veruna) Magie und Magier größere Probleme haben. Laut GRW werden Magier in Veruna verfolgt und in Vargothien werden nur Ausnahmegenehmigungen für Magier erteilt. Magie als Ausgleich zwischen zB. Aquitain und Vargoth? Eher nicht, der Vorteil liegt beim Reich der Hexenfürsten, schätze ich *ggg*
Magie ist nicht mächtiger als Technologie: denn dazu zählen weit mehr als bessere Waffen und Rüstungen. Welche Magie steigert die Finanzkraft eines Landes? Eine bessere Strassenbau technologie tut es! Nur als ein Beispiel!
--- Zitat von: USUL am 20.12.2004 | 09:54 ---Die Kampfschulen der "primitiven Ritter" haben Halbmagische Eigenschaften und ein einziger Stahlfaustritter der 10. Stufe, macht in seiner Vollrüstung sicherlich Geschnetzeltes aus einer "hochtechnologisierten Truppe" ;)
--- Ende Zitat ---
Bist du der Ansicht?
Vergleichst du jetzt nur Kampfschule 10 und (Topaus-)Rüstung mit ungeschultem Gegner und guter Ausrüstung?
Überleg mal einen Vergleich, mit zwei gleichermassen geschulten Kämpfer, wobei der eine veraltete Ausrüstung hat.
--- Zitat von: USUL am 20.12.2004 | 09:54 ---.. mal ganz davon abgesehen, was ein Nekromant der 15. Stufe alles machen könnte :o
--- Ende Zitat ---
Der steht bei einer Konfrontation mit Megalys Feuer- und Luftmagiern der 15. Stufe gegenüber die auch noch von einer Einheit Musketen- oder Scharfschützen und ein paar Kanonen begleitet werden.
Und in Aquitaine dürften ihm Hexer der gleichen Stufen und ein paar Dämonen das Leben schwer machen. Vielleicht sogar der ein oder andere Nekromant seiner Stufe. Man ist da glaube ich nicht so kleinlich wie in anderen Ländern.
Magie gibts auf (fast) allen Seiten und die, die sie nicht einsetzen, haben auch (im Falle Verunas) die antike Technologie, das hört sich für mich wie ein doppelter Nachteil für die Antike an.
ragnar:
Ich glaube "Nachvollziehbarkeit" und "In sich geschlossen"-heit, sind viel wichtiger als Realismus (und, grob vermutet, wahrscheinlich auch das was Corbeau bei AC stellenweise vermisst, oder?).
Scorpio:
--- Zitat von: Corbeau am 20.12.2004 | 19:08 ---Warum existiert ein Land wie Veruna, das (scheinbar - laut Beschreibung des GRW) in 700 Jahren keine Entwicklung in kultureller, technologischer, soziologischer oder ökonomischer Hinsicht gemacht hat und immer noch auf dem Stand der Spätankike verharrt, unmittelbar neben einem Land wie Aquitaine, das offensichtlich diese 700 Jahre genutzt hat, um sich vom gleichen Stand (ehemalige verunische Provinz) zu einem Land zu entwickeln, das in den genannten Bereichen der frühen Neuzeit zuzuordnen ist?
--- Ende Zitat ---
Faszinierend, nicht wahr? Wenn jemand dazu einen Vorschlag hat, immer raus damit. Ich muss das Länderquellenbuch zu Veruna schreiben... >;D
Das ist wirklich ein Knackpunkt. Du kannst aber davon ausgehen, das die Veruner viele technische Dinge übernommen haben, wie z.B. Dreifelderwirtschaft, etc. Das Mittelalter sah sich selber ja als Verlängerung der Antike, die Leute haben eben nur andere Waffen benutzt und sich umgezogen (und Adel eingeführt, etc, okay... das hakt...). Kulturell hat sich nicht viel verändert, da die Veruner sehr traditionell sind. Ebenso wichtig ist es, das die Veruner sich immer noch auf die Sklavenhaltung stützen. Ihre Kultur, Soziale Ordnung und Ökonomie wird durch die Abgaben der Provinzen und die Sklavenarbeit aufrecht erhalten. Fällt die weg, so wird es auch in Veruna Umstürze geben (müssen). Es heißt ja auch never change a running system. ;)
Corbeau:
--- Zitat von: Scorpio am 20.12.2004 | 19:43 ---
--- Zitat von: Corbeau am 20.12.2004 | 19:08 ---Warum existiert ein Land wie Veruna, das (scheinbar - laut Beschreibung des GRW) in 700 Jahren keine Entwicklung in kultureller, technologischer, soziologischer oder ökonomischer Hinsicht gemacht hat und immer noch auf dem Stand der Spätankike verharrt, unmittelbar neben einem Land wie Aquitaine, das offensichtlich diese 700 Jahre genutzt hat, um sich vom gleichen Stand (ehemalige verunische Provinz) zu einem Land zu entwickeln, das in den genannten Bereichen der frühen Neuzeit zuzuordnen ist?
--- Ende Zitat ---
Faszinierend, nicht wahr? Wenn jemand dazu einen Vorschlag hat, immer raus damit. Ich muss das Länderquellenbuch zu Veruna schreiben... >;D
--- Ende Zitat ---
Jep - faszinierend!
Meine Version von Veruna habe ich weiter oben gepostet:
--- Zitat von: Corbeau am 15.12.2004 | 19:34 ---Ich habe für mich entschieden Veruna zu einer theokratischen Monarchie zu machen in der der Imperator als Pontifex Maximus, eine ausgefeilte Priesterbürokratie beherrscht, die fanatisch jedes Anzeichen für abweichendes oder rebellisches Verhalten verfolgt und auslöscht. In einem Klima, in dem die meisten Menschen wenig freiheitliche Rechte haben, aber in Ruhe und Sicherheit leben, viele sogar in einigem Wohlstand, denn es gibt viele Sklaven, die gänzlich rechtloser Besitz sind und die Hauptlast der Arbeit tragen....
--- Ende Zitat ---
Ich wollte nie behaupten das man die unterschiedlichsten Länder von Kreijor nicht unter einen Hut bekommen könnte.
Im Gegenteil!!! Diesen "Trick" finde ich am spannensten, genau diese Erklärungen wieso diese Unterschiede bestehen, die will ich haben!
Und würde mir dazu sogar ein Welt-QB kaufen!
... und der Ring schloß sich!
*ggg*
Corbeau:
--- Zitat von: ragnar am 20.12.2004 | 19:33 ---Ich glaube "Nachvollziehbarkeit" und "In sich geschlossen"-heit, sind viel wichtiger als Realismus
(und, grob vermutet, wahrscheinlich auch das was Corbeau bei AC stellenweise vermisst, oder?).
--- Ende Zitat ---
Genau das!
Ich hätte "Realismus" immer in Anführungszeichen setzen sollen.
Ich meinte einen fantastischen "Realismus", der sich immer darauf bezieht das eine konkrete (Fantasy-)Welt "stimmig" sein sollte.
Und zwar nur soweit, wie nötig.
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