Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Als Spieler mit den Regeln beschäftigen - zumutbar?
Haukrinn:
--- Zitat von: parkaboy am 27.06.2005 | 18:10 ---Ist es dann ein Fehler des Spielers oder des Systems, dass der Spieler das nicht tuen will? ;D
--- Ende Zitat ---
Das ist einfach ein "Nicht zusammen passen" von Spieler und System. Wenn der Spieler keinen Bock hat, sich in seiner Freizeit ein "schwergewichtiges" Regelwerk reinzuziehen, dann sollte er besser ein anderes System spielen.
Wenn man sich aber darauf einigt, ein bestimmtes System zu spielen (und spätestens, wenn der SL mit den D&D-Büchern herumwinkt, sollte man den Umfang des Spiels begreifen), dann sollten sich auch die Spieler die Mühe machen, nach und nach die Regeln zu lesen. Was braucht der Spieler denn schon? Allgemeine Regeln für den Skilleinsatz, Grundregeln Kampf und Zauberei, Beschreibungen seiner Skills und Feats und die Zauber, die er prinzipiell anwenden kann. Mit "Hier und da mal ein Viertelstündchen schmökern" sollte das eigentlich kein Problem sein. Und wer meint, er hätte für sowas keine Zeit, hat ja wohl auch eigentlich keine Zeit für's Rollenspiel an sich. Hobbies zu haben heißt nunmal auch Zeit zu opfern...
NiceGuyEddie:
Um noch einmal zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Bei uns ist es ganz andersherum, nämlich so dass die Spieler zwar die Regeln können, aber der SL so gut wie nicht. Na ja, mal sehen, wie das klappt. ;)
Shao-Mo:
--- Zitat ---... die Spieler zwar die Regeln können, aber der SL so gut wie nicht
--- Ende Zitat ---
Das ist ja noch schlechter ...
Das Beispiel mit dem Fußball ist zwar prinzipiell richtig, aber wenn ich mit der einstellung rangehe mich mit Freunden auf dem Bolzplatz zu treffen um en bisserl rum zu kicken ... alle haben Spass ... olé olé reicht doch. Regeln, ... naja Grundregeln.
Das reicht ja, aber so wie du deinen Spieler beschreibst, stell ich mir das vgl. mit Fußball vollgendermaßen vor:
- "Wie, ich darf den Ball nicht mit der Hand spielen?"
- "Warum ist das Spielfeld eigendlich begrenzt?"
- "Was macht der Typ da in dem Kasten und warum ist da ein Netz dahinter?"
- "Darf ich den Ball eigendlich auch in das Gegnerische Tor schießen?"
~;D
Es ist ja nicht nur so, das es die Spieler stört und dich auch, sondern das du ja eigendlich auch mit dem DM beschäftigt bist. Du kannst dich dann nicht richtig auf die Spieler und das Abenteuer konzentrieren bzw darauf einlassen, um den Spielern den größtmöglichen Spass zu präsentieren (grob gesagt).
Also das mit dem ingame-Varianten wäre schonmal ne Möglichkeit, ihm zu erklären was er kann und wie es funktioniert. Wenn er spielt sollte er vielleicht eine Kopie mit der Zauber-Übersicht vor sich haben, ... damit er weiss, was er da vorbereitet hat. Wenn er es wirkt und der Effekt nicht klar ist, dann schaut man halt ins Buch.
Wenn man Rollenspiel macht/betreib/wasweissich, dann interessiert man sich dafür (da geb ich dir recht). Nicht für alle Regeln, das muss man auch nicht. Aber man fängt ja mit den Grundregeln an und während man die Abenteuer erlebt, muss man sich ja damit auseinander setzten, damit man überlebt. Man bekommt neue Fähigkeiten und benutzt sie und die alten sollte man bis dato können.
Das nächste mal, wenn ihr spielt, lass ihn selbst arbeiten, damit er von dem Comp-Game-Denken wegkommt und zum Rollenspielen wechselt (Gedanklich).
CrazyDwarf:
--- Zitat von: parkaboy am 27.06.2005 | 18:10 ---Ist es dann ein Fehler des Spielers oder des Systems, dass der Spieler das nicht tuen will? ;D
--- Ende Zitat ---
Ganz einfach gesprochen: Des Spielers... Er beschäftigt sich ja anscheinend nicht mal ansatzweise damit...
Ansonsten volle Zustimmung zu den Aussagen von Haukrinn & Shao-Mo.
Asdrubael:
Also erfahrungsgemäß kann man auch mit Spielern spielen, die das PHB nicht gelesen haben. Aber dann müssen diese wenigstens bereit sein an den ersten Abenden gut beim Spielen aufzupassen und sich das eben merken. Meistens reicht das.
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