1.) Handys am Tisch. Genauer: Handygebrauch, während irgendein Spielgeschehen läuft. Ich sehe das als demonstrative Missachtung meiner Bemühungen. Man liest auch keine Zeitung im Theater oder Konzert.
2.) Unbeirrbarkeit bei Settingbeschreibungen: Der SL beschreibt oder erklärt was und der Spieler bleibt stur bei seiner Auffassung. Stört mich auch gewaltig bei Mitspielern. Das bedeutet nicht, dass man nicht mal kurz verschiedene Auffassungen diskutieren oder Alternativen vorschlagen kann. Aber Sachen wie die: SL sagt: Situation XY ist gefährlich, aber machbar. Spieler sagt nicht aus der Rolle sondern aus der Metaposition: Die Situation ist nicht machbar, weli Quellenbuch XY. SL sagt: Okay, aber im Kontext dieses Abenteuers kann es machbar sein. Spieler bleibt bei seiner Auffassung.
3.) Unaufmerksamkeit: Ich habe einige Mitspieler, die schnallen wiederholt nicht, wann sie dran sind. Obwohl wir sogar in der Aktionsreihenfolge sitzen.
4.) Noch mal aufstehen, im Augenblick, wenn es losgeht: Wir haben eine Pause gemacht, um 15 Uhr soll es weitergehen. Alle sitzen am Tisch, ich hole Luft und wer steht auch und sagt: Ich koch noch mal nen Tee! - Das kann mich rasend machen, wenn das mehrfach passiert. Wenn das Startsignal nicht das Signal zum Starten, sondern noch für was ganz anderes ist.
5.) Spielerwissen und Figurenwissen vermengen, um einer Gefahr aus dem Weg zu gehen. Ich meine nicht, dass dumme Spielfiguren schlaue Einfälle haben, weil der Spieler schlau ist. Ich meine, dass der Spieler sein Spiel verändert aufgrund von Informationen, die er am Tisch aufgeschnappt hat, von der die Figur aber nichts ahnen könnte.
Variante 5b) Teleportierende Spielfiguren: Ist es vor gefährlich, sind sie auf einmal ganz hinten. Gibt es vorne was zu holen, sind sie wieder ganz vorne.
Was meine Mitspieler an mir am nervigsten finden würden:
Für andere mitdenken und deren Figur auf der Matte bewegen. Das ist schon mehrfach vorgekommen und ich kann es leider nicht wirklich abstellen. Ich bin in einer Gruppe häufig der Planer. Ich habe eine Menge Ideen, kenne die Regeln besser als viele und bin es einfach auch gewohnt, Entscheidungen zu treffen. Ich will gar nicht wirklich bestimmen, was meine Mitspieler mit ihren Figuren machen, aber manchmal schiebe ich Figuren auf der Matte hin und her, um meine Pläne zu verdeutlichen.
Dazu kommt, dass in der Gruppe einige Mitspieler nur sehr rudimentäre Regelkenntnisse haben und sich über die Konsequenzen gewisser taktischer Positionen nicht im Klaren sind.
Ich versuche aufzupassen, aber das gelingt mir nicht immer, und meine Mitspieler müssen aufpassen, dass das, was ich vorschlage, nicht im Spiel umgesetzt wird, ohne dass sie ganz verstehen, was das bedeutet. Denn natürlich sind meine Entscheidungen nicht immer richtig. Und natürlich spiele ich nur meine Figur.
Ich versuche, mich zu bessern, aber solche Szenen gibt es fast an jedem Spielwochenende irgendwann, wenn ich in Fahrt komme.