Autor Thema: Was mich als Spielleiter an meinen Spielern stört... Die TOP 5 !  (Gelesen 39695 mal)

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Offline gunware

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Gute Idee. Musst den Thread "nur" noch wieder öffnen ;)
Sorry, keine Ahnung, warum es zu war...
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Offline Eleazar

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1.) Handys am Tisch. Genauer: Handygebrauch, während irgendein Spielgeschehen läuft. Ich sehe das als demonstrative Missachtung meiner Bemühungen. Man liest auch keine Zeitung im Theater oder Konzert.

2.) Unbeirrbarkeit bei Settingbeschreibungen: Der SL beschreibt oder erklärt was und der Spieler bleibt stur bei seiner Auffassung. Stört mich auch gewaltig bei Mitspielern. Das bedeutet nicht, dass man nicht mal kurz verschiedene Auffassungen diskutieren oder Alternativen vorschlagen kann. Aber Sachen wie die: SL sagt: Situation XY ist gefährlich, aber machbar. Spieler sagt nicht aus der Rolle sondern aus der Metaposition: Die Situation ist nicht machbar, weli Quellenbuch XY. SL sagt: Okay, aber im Kontext dieses Abenteuers kann es machbar sein. Spieler bleibt bei seiner Auffassung.

3.) Unaufmerksamkeit: Ich habe einige Mitspieler, die schnallen wiederholt nicht, wann sie dran sind. Obwohl wir sogar in der Aktionsreihenfolge sitzen.

4.) Noch mal aufstehen, im Augenblick, wenn es losgeht: Wir haben eine Pause gemacht, um 15 Uhr soll es weitergehen. Alle sitzen am Tisch, ich hole Luft und wer steht auch und sagt: Ich koch noch mal nen Tee! - Das kann mich rasend machen, wenn das mehrfach passiert. Wenn das Startsignal nicht das Signal zum Starten, sondern noch für was ganz anderes ist.

5.) Spielerwissen und Figurenwissen vermengen, um einer Gefahr aus dem Weg zu gehen. Ich meine nicht, dass dumme Spielfiguren schlaue Einfälle haben, weil der Spieler schlau ist. Ich meine, dass der Spieler sein Spiel verändert aufgrund von Informationen, die er am Tisch aufgeschnappt hat, von der die Figur aber nichts ahnen könnte.

Variante 5b) Teleportierende Spielfiguren: Ist es vor gefährlich, sind sie auf einmal ganz hinten. Gibt es vorne was zu holen, sind sie wieder ganz vorne.


Was meine Mitspieler an mir am nervigsten finden würden:

Für andere mitdenken und deren Figur auf der Matte bewegen. Das ist schon mehrfach vorgekommen und ich kann es leider nicht wirklich abstellen. Ich bin in einer Gruppe häufig der Planer. Ich habe eine Menge Ideen, kenne die Regeln besser als viele und bin es einfach auch gewohnt, Entscheidungen zu treffen. Ich will gar nicht wirklich bestimmen, was meine Mitspieler mit ihren Figuren machen, aber manchmal schiebe ich Figuren auf der Matte hin und her, um meine Pläne zu verdeutlichen.

Dazu kommt, dass in der Gruppe einige Mitspieler nur sehr rudimentäre Regelkenntnisse haben und sich über die Konsequenzen gewisser taktischer Positionen nicht im Klaren sind.

Ich versuche aufzupassen, aber das gelingt mir nicht immer, und meine Mitspieler müssen aufpassen, dass das, was ich vorschlage, nicht im Spiel umgesetzt wird, ohne dass sie ganz verstehen, was das bedeutet. Denn natürlich sind meine Entscheidungen nicht immer richtig. Und natürlich spiele ich nur meine Figur.

Ich versuche, mich zu bessern, aber solche Szenen gibt es fast an jedem Spielwochenende irgendwann, wenn ich in Fahrt komme.

Offline Raven Nash

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1.) Handys am Tisch. Genauer: Handygebrauch, während irgendein Spielgeschehen läuft. Ich sehe das als demonstrative Missachtung meiner Bemühungen. Man liest auch keine Zeitung im Theater oder Konzert.

3.) Unaufmerksamkeit: Ich habe einige Mitspieler, die schnallen wiederholt nicht, wann sie dran sind. Obwohl wir sogar in der Aktionsreihenfolge sitzen.

4.) Noch mal aufstehen, im Augenblick, wenn es losgeht: Wir haben eine Pause gemacht, um 15 Uhr soll es weitergehen. Alle sitzen am Tisch, ich hole Luft und wer steht auch und sagt: Ich koch noch mal nen Tee! - Das kann mich rasend machen, wenn das mehrfach passiert. Wenn das Startsignal nicht das Signal zum Starten, sondern noch für was ganz anderes ist.
1 hab ich mittlerweile bis auf eine Person ziemlich im Griff.
Aber 3 + 4 sind bei unseren zwei ADHS-Patienten leider oft ein Problem. Weil das Eichhörnchenhirn halt nicht in der Lage war, zwei Informationen gleichzeitig zu verarbeiten. Sie machen's nicht absichtlich, aber das ändert eben nichts an der Störung.

- Das plötzlich unbedingt nötige Nachrecherchieren einer Information. Egal ob es darum geht, wie man ein Wort ausspricht, was ein Vokabel bedeutet ("Stevedores" ist jetzt schon ein Running Gag, weil das mittlerweile bereits 3x nachgesehen werden musste) oder ein biologischer Fakt ("Schlangen können schwimmen?!" - ja, können sie...), es muss unbedingt jetzt sofort geklärt werden.
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Offline Jule Adersin

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1.) Handys am Tisch. Genauer: Handygebrauch, während irgendein Spielgeschehen läuft. Ich sehe das als demonstrative Missachtung meiner Bemühungen. Man liest auch keine Zeitung im Theater oder Konzert.

2.) Unbeirrbarkeit bei Settingbeschreibungen: Der SL beschreibt oder erklärt was und der Spieler bleibt stur bei seiner Auffassung. Stört mich auch gewaltig bei Mitspielern. Das bedeutet nicht, dass man nicht mal kurz verschiedene Auffassungen diskutieren oder Alternativen vorschlagen kann. Aber Sachen wie die: SL sagt: Situation XY ist gefährlich, aber machbar. Spieler sagt nicht aus der Rolle sondern aus der Metaposition: Die Situation ist nicht machbar, weli Quellenbuch XY. SL sagt: Okay, aber im Kontext dieses Abenteuers kann es machbar sein. Spieler bleibt bei seiner Auffassung.

3.) Unaufmerksamkeit: Ich habe einige Mitspieler, die schnallen wiederholt nicht, wann sie dran sind. Obwohl wir sogar in der Aktionsreihenfolge sitzen.

4.) Noch mal aufstehen, im Augenblick, wenn es losgeht: Wir haben eine Pause gemacht, um 15 Uhr soll es weitergehen. Alle sitzen am Tisch, ich hole Luft und wer steht auch und sagt: Ich koch noch mal nen Tee! - Das kann mich rasend machen, wenn das mehrfach passiert. Wenn das Startsignal nicht das Signal zum Starten, sondern noch für was ganz anderes ist.

5.) Spielerwissen und Figurenwissen vermengen, um einer Gefahr aus dem Weg zu gehen. Ich meine nicht, dass dumme Spielfiguren schlaue Einfälle haben, weil der Spieler schlau ist. Ich meine, dass der Spieler sein Spiel verändert aufgrund von Informationen, die er am Tisch aufgeschnappt hat, von der die Figur aber nichts ahnen könnte.

Variante 5b) Teleportierende Spielfiguren: Ist es vor gefährlich, sind sie auf einmal ganz hinten. Gibt es vorne was zu holen, sind sie wieder ganz vorne.


Was meine Mitspieler an mir am nervigsten finden würden:

Für andere mitdenken und deren Figur auf der Matte bewegen. Das ist schon mehrfach vorgekommen und ich kann es leider nicht wirklich abstellen. Ich bin in einer Gruppe häufig der Planer. Ich habe eine Menge Ideen, kenne die Regeln besser als viele und bin es einfach auch gewohnt, Entscheidungen zu treffen. Ich will gar nicht wirklich bestimmen, was meine Mitspieler mit ihren Figuren machen, aber manchmal schiebe ich Figuren auf der Matte hin und her, um meine Pläne zu verdeutlichen.

Dazu kommt, dass in der Gruppe einige Mitspieler nur sehr rudimentäre Regelkenntnisse haben und sich über die Konsequenzen gewisser taktischer Positionen nicht im Klaren sind.

Ich versuche aufzupassen, aber das gelingt mir nicht immer, und meine Mitspieler müssen aufpassen, dass das, was ich vorschlage, nicht im Spiel umgesetzt wird, ohne dass sie ganz verstehen, was das bedeutet. Denn natürlich sind meine Entscheidungen nicht immer richtig. Und natürlich spiele ich nur meine Figur.

Ich versuche, mich zu bessern, aber solche Szenen gibt es fast an jedem Spielwochenende irgendwann, wenn ich in Fahrt komme.

Oh ja 5.!!

3. kenne ich etwas anders, also...ich habe zwei Spieler, die immer durcheinanderreden und andere unterbrechen, so dass ich den verschiedenen Aktionen nicht mehr folgen kann. In der Runde, wo nur diese beiden sind, ist es nervig, im Crossover aus dieser und einer weiteren Runde mit insgesamt vier SC funktioniert es teils kaum noch. Das war der Grund für das Crossover - den Stil der anderen Gruppe kennenlernen, bei denen läuft das nämlich besser.
; )

Offline bobibob bobsen

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Zitat
Für andere mitdenken und deren Figur auf der Matte bewegen. Das ist schon mehrfach vorgekommen und ich kann es leider nicht wirklich abstellen. Ich bin in einer Gruppe häufig der Planer. Ich habe eine Menge Ideen, kenne die Regeln besser als viele und bin es einfach auch gewohnt, Entscheidungen zu treffen. Ich will gar nicht wirklich bestimmen, was meine Mitspieler mit ihren Figuren machen, aber manchmal schiebe ich Figuren auf der Matte hin und her, um meine Pläne zu verdeutlichen.

Dazu kommt, dass in der Gruppe einige Mitspieler nur sehr rudimentäre Regelkenntnisse haben und sich über die Konsequenzen gewisser taktischer Positionen nicht im Klaren sind.

Ich versuche aufzupassen, aber das gelingt mir nicht immer, und meine Mitspieler müssen aufpassen, dass das, was ich vorschlage, nicht im Spiel umgesetzt wird, ohne dass sie ganz verstehen, was das bedeutet. Denn natürlich sind meine Entscheidungen nicht immer richtig. Und natürlich spiele ich nur meine Figur.

Ich versuche, mich zu bessern, aber solche Szenen gibt es fast an jedem Spielwochenende irgendwann, wenn ich in Fahrt komme.

Das kenne ich auch und habe mich aber jetzt so weit im Griff das ich nur noch sage " Dagibt es vielleicht bessere Optionen".

Offline Jule Adersin

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Das kenne ich auch und habe mich aber jetzt so weit im Griff das ich nur noch sage " Dagibt es vielleicht bessere Optionen".

Den Satz merke ich mir!
=)

Ich railroade leider auch manchmal...

Offline Lyonesse

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3.) Unaufmerksamkeit: Ich habe einige Mitspieler, die schnallen wiederholt nicht, wann sie dran sind. Obwohl wir sogar in der Aktionsreihenfolge sitzen.
Variante 5b) Teleportierende Spielfiguren: Ist es vor gefährlich, sind sie auf einmal ganz hinten. Gibt es vorne was zu holen, sind sie wieder ganz vorne.
Wie heißt es doch so schön: Made my day!

Offline unicum

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1.) Handys am Tisch. Genauer: Handygebrauch, während irgendein Spielgeschehen läuft. Ich sehe das als demonstrative Missachtung meiner Bemühungen. Man liest auch keine Zeitung im Theater oder Konzert.
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3.) Unaufmerksamkeit: Ich habe einige Mitspieler, die schnallen wiederholt nicht, wann sie dran sind. Obwohl wir sogar in der Aktionsreihenfolge sitzen.
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Variante 5b) Teleportierende Spielfiguren: Ist es vor gefährlich, sind sie auf einmal ganz hinten. Gibt es vorne was zu holen, sind sie wieder ganz vorne.
...
Was meine Mitspieler an mir am nervigsten finden würden:

Für andere mitdenken und deren Figur auf der Matte bewegen.
...

1 - stört mich nicht (mehr), es sei denn es trifft auf einen ander anderen Punkte zu, also oft eben Punkt 3. Da ich mitlerweile auch Regelwerke auf dem Handy habe,... kann mein SL garnicht wissen was ich gerade mache und ob das nicht in einem Bezug zum Spiel steht - oder ich mir gerade gelangweilt katzenvideos anschaue.

Bezüglich taktisch für andere mitdenken: Ich melde mich bei Taktischen Dingen nur noch wenn ich 5b bemerke. Dann denke ich aber gegen die Mitspieler mit und fordere auch ein das man sich an Bewegungsregeln hält. Ansonsten würde ich nämlich viele Meine Figuren die auf Beweglichkeit ausgelegt sind umbauen wenn ich mir auch 2xRunde einen free Teleport rausnehmen kann.

Ansonsten bin ich hart und sage mir "Wer taktischen Käse macht soll dafür zahlen" im übrigen auch eine Prämisse bei mir als SL, TPK gibt es auf dem Silbertablett wenn die Gruppe taktischen Mist gemacht hat. Nicht falsch verstehen: ich bin ein durchaus gruppentauglicher Spieler aber wenn sich jemand einfach dumm in gefahr gibt,... ne is nich!

Ansosten gehe ich mit dir d'accord

Offline bolverk

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Was mich an meinen Spielern stört? Da fallen mit spontan nur zwei Sachen ein:

Ein Spieler, er spielt gern den dedizierten Nahkämpfer und das auch ziemlich optimiert, rutscht gelegentlich in so einen beleidigten Tonfall ab, wenn sein Charakter auf's Maul bekommt. Wir haben das erörtert, mittlerweile weiß ich, wie ich den Tonfall zu interpretieren habe und dass es nicht persönlich gemeint ist, aber im ersten Moment fühlt es sich trotzdem extrem vorwurfsvoll an, wenn er in diesem speziellen Tonfall "Ja toll!" sagt. Ich hasse das nach wie vor.

Die ganze Gruppe. Manchmal brauchen die ziemlich lange, bis sie in Fahrt kommen. Wir sind alle da, lasst uns anfangen, halt, da ist jemandem noch eine lustige Anekdote eingefallen. Wir haben zwar seit einer halben Stunde gequatscht, aber die muss jetzt noch raus, als ich gerade angefangen habe, die Szene zu beschreiben.

Ich kann mit beidem umgehen, ich kenne die Leute schon seit Jahren und spiele gerade die sechste längere Kampagne in dieser Konstellation. Beides ist zur Genüge besprochen worden und keins davon ist ein Dealbreaker, mit manchen Dingen muss man sich eben abfinden. Stören tut es mich trotzdem.
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Offline Jule Adersin

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Was mich an meinen Spielern stört? Da fallen mit spontan nur zwei Sachen ein:

Ein Spieler, er spielt gern den dedizierten Nahkämpfer und das auch ziemlich optimiert, rutscht gelegentlich in so einen beleidigten Tonfall ab, wenn sein Charakter auf's Maul bekommt. Wir haben das erörtert, mittlerweile weiß ich, wie ich den Tonfall zu interpretieren habe und dass es nicht persönlich gemeint ist, aber im ersten Moment fühlt es sich trotzdem extrem vorwurfsvoll an, wenn er in diesem speziellen Tonfall "Ja toll!" sagt. Ich hasse das nach wie vor.

Die ganze Gruppe. Manchmal brauchen die ziemlich lange, bis sie in Fahrt kommen. Wir sind alle da, lasst uns anfangen, halt, da ist jemandem noch eine lustige Anekdote eingefallen. Wir haben zwar seit einer halben Stunde gequatscht, aber die muss jetzt noch raus, als ich gerade angefangen habe, die Szene zu beschreiben.

Ich kann mit beidem umgehen, ich kenne die Leute schon seit Jahren und spiele gerade die sechste längere Kampagne in dieser Konstellation. Beides ist zur Genüge besprochen worden und keins davon ist ein Dealbreaker, mit manchen Dingen muss man sich eben abfinden. Stören tut es mich trotzdem.

Das mit den Anekdoten kenne ich auch...einerseits lustig, aber ANDERERSEITS...!

Offline bolverk

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Das mit den Anekdoten kenne ich auch...einerseits lustig, aber ANDERERSEITS...!
Ich bin da nicht unschuldig. Aber wenn die Spielzeit ohnehin begrenzt ist, nervt es schon hart.
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Offline Jule Adersin

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Ja, ich sitze auch im Glaushaus und sollte im Keller fic nicht mit Steinen werfen.
; )

Offline Eleazar

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Was mich an Mitspielern auch nervt:

Einer oder mehrere versuchen einen Plan zu machen und einer wirft wiederholt nur destruktive Vorschläge ein oder schweift gleich ganz ab. Das geht manchmal so weit, dass man keinen vernünftigen Gedanken mehr fassen kann. Ich habe bei dem einen noch nicht raus, ob er seinen Vorschlag ernsthaft für eine gute Idee hält oder ober er einfach keinen Bock hat, sich an ernsthaften Planungen zu beteiligen.

Eine Spielart: Bei jedem Plan immer nur schwarzzusehen. Bedenken aus der Luft zu greifen oder herbeizufantasieren, aber keinen Schritt zu unternehmen, den Grund für diese Bedenken noch mal zu überprüfen und aus dem Weg zu räumen. Nach dem Motto: "Aber es könnte auch irgendwas Schlimmes schiefgehen!" Mich ärgert dieses Verzögern und Verhindern von Plänen und Ideen durch an den Haaren herbeigezogenen oder übertriebenen Bedenken, weil ich das auch im echten Leben wiederholt erlebt habe. Zum Beispiel bei der Organisation eines Dorffestes: Es braucht genau eine Person am Tisch, die ständig sagt "Da kommt doch keiner!", "Willst du die ganze Arbeit mache?", "Da hilft doch keiner mit" um jegliche Motivation, Euphorie, Kreativität und jedes Engagement im Keim zu ersticken.

Jede Idee und jeder Plan braucht erst mal ein förderliches, konstruktives Umfeld, um zu wachsen und Gestalt anzunehmen. Das dann verbessern und ausgestalten und Probleme lösen, kann man auch in einem zweiten Schritt.


Zu den Anekdoten: Ich habe eine Gruppe mit Studienfreunden, mit denen ich mich inzwischen zweimal im Jahr zu einem Wochenende treffe. Einer reist sogar aus dem Ausland an und einige brauche viel mehr Schlaf als früher. Zeit ist also kostbar. Trotzdem erinnere ich mich an einen sehr lustigen Abend, an dem wir im Flur auf dem Teppich gesessen und bestimmt zwei, drei Stunden lang Sprichworte falsch kombiniert haben und ansonsten geklönt haben.

Die Aktion habe ich in bester Erinnerung. Viele konzentriert durchgespielte Abenteuer habe ich längst vergessen. Inzwischen bin ich der Meinung: "Wir treffen uns, um eine gute Zeit zu haben!" Da ist das Rollenspiel zwar das erste Mittel der Wahl, aber wenn es anders kommt, dann ist das auch gut. Man muss nur mitkriegen, wie die Stimmung gerade ist und ob alle zu ihrem Recht kommen. Wenn alle zufrieden sind, dann schwelge ich auch gern in uralten Erinnerungen. Manchmal ist das ja auch eine herrliche Entlastung.

Offline Boba Fett

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Ich hab aktuell eigentlich nur zwei Dinge, die mich stören:

Eine Spielerin schafft es leider nicht, ihr Effizenzdenken abzuschalten und neigt nach wie vor dazu, die Charaktere möglichst konfliktstark, unangreifbar und Teflonbillie zu gestalten.
Letzteres kriege ich in den Griff, da sie inzwischen erlaubt, dass ich ihrem Charakter "Schwachpunkte" versehe. Denn rational sieht sie das ein, dass als  Schwächen empfundene Merkmale eigentlich Möglichkeiten sind, den Charakter in interessante Situationen zu manövrieren. Sobald es aber um Charaktererschaffung und -steigerung, besiegt ihr jahrzehntelang antrainiertes "Ich muss einen Teflon-Billie Superhero spielen" Beißreflex alles andere. Also wird nur auf Effizienz gesteigert und alle in Session 0 abgesprochenen "schafft Euch Angreifbarkeiten" ausgeschlagen.

Und

Meine Spieler werden alt. Um 23:00 wird gefühlt nach dem Pfleger gerufen, der sie ins Bett bringt. Also, sie haben natürlich keinen. Aber manchmal hab ich den Eindruck, die Nasen sind emotional schon im Altersheim.
Wo sind die geilen Zeiten hin, wo ich nach dem Rollenspiel noch beim Bäcker angehalten hab, um Brötchen (aka Semmeln, Wecken oder Schrippen) fürs Frühstück mitzubringen?
Und nicht mal Koffeein und Zucker hält sie noch auf Trab. Alles Luschen! 
:headbang:
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Online KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Wo sind die geilen Zeiten hin, wo ich nach dem Rollenspiel noch beim Bäcker angehalten hab, um Brötchen (aka Semmeln, Wecken oder Schrippen) fürs Frühstück mitzubringen?
Und nicht mal Koffeein und Zucker hält sie noch auf Trab. Alles Luschen! 
:headbang:

Große Schüssel mit Kokain, Crack und Crystal Meth auf den Spieltisch stellen, dann geht das! Gesundheitliche Nachteile sind in dem Alter eh nicht mehr von Belang!  >;D
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Into the valley of Death
    Rode the six hundred.

Offline Boba Fett

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Große Schüssel mit Kokain, Crack und Crystal Meth auf den Spieltisch stellen, dann geht das! Gesundheitliche Nachteile sind in dem Alter eh nicht mehr von Belang!  >;D
Dann werden die ja gar nicht mehr vom Spielen aus dem Pflegeheim rausgelassen, wenn sie aufgekratzt und überdreht vom Pfleger ins Bettchen gebracht werden...

Ja, ich sitze auch im Glaushaus und sollte im Keller fic nicht mit Steinen werfen. ; )

Ach, in Lack, Latex und mit Maske bleibt man auch unerkannt (beim Steine Werfen...)  :gasmaskerly:
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Offline unicum

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Ja, ich sitze auch im Glaushaus und sollte im Keller fic nicht mit Steinen werfen.
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Würfel! Nicht Steine!

Ich hab es tatsächlich erlebt das einer schlechte Würfel aus dem Fenster warf,.. und das eine mal war das Fenster zu und er musste seine Versicherung bemühen.

Ein sehr Emotionaler Spieler aber das hat mich an ihm nicht gestört würde wieder mit ihm zusammen spielen, ich glaube seine Aversion gegen schlechte Würfel hat er auch abgelegt.

Offline unicum

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Ach, in Lack, Latex und mit Maske bleibt man auch unerkannt (beim Steine Werfen...)  :gasmaskerly:

Ich glaube das hier ist ein Forum für die anderen Sorte von Rollenspiel,...

Offline Boba Fett

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Ich glaube das hier ist ein Forum für die anderen Sorte von Rollenspiel,...

Stimmt, den Nähkästchen Channel haben wir ja seinerzeit dicht gemacht.
Sorry!  8]
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Online Namo

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Meine Spieler werden alt. Um 23:00 wird gefühlt nach dem Pfleger gerufen, der sie ins Bett bringt. Also, sie haben natürlich keinen. Aber manchmal hab ich den Eindruck, die Nasen sind emotional schon im Altersheim.
Wo sind die geilen Zeiten hin, wo ich nach dem Rollenspiel noch beim Bäcker angehalten hab, um Brötchen (aka Semmeln, Wecken oder Schrippen) fürs Frühstück mitzubringen?
Und nicht mal Koffeein und Zucker hält sie noch auf Trab. Alles Luschen! 
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Wie ist denn der Altersdurchschnitt in etwa bei euch? Bei uns bin immer nur ich (Spielleiter) müde und ich hab das Gefühl die Jungs wollen alle gerne noch weiter spielen  ~;D

Ansonsten nervt mich "nicht bei der Sache sein und aufs Handy klotzen". Kommt aber recht selten vor.

Und: wenn ich zig Rollenspielangebote mache oder es Dinge zu entdecken gibt, die Gruppe aber schnurrstracks in eine Richtung läuft. Da ist ein NSC der vielleicht ein Thema hat das relevant sein könnte? Näh, wir haben keine Zeit und wissen wohn/was wir wollen. Das Gute daran ist, dass sich mein Vorbereitungsaufwand dadurch deutlich reduziert. Was soll ich zig Eventualitäten oder atmosphärische Details einplanen, wenn sie eh nur den den Weg gehen wollen der vor ihnen liegt?

Wobei ich mich schlecht fühle hier überhaupt zu posten. Eigentlich stört mich nicht wirklich was. Am ehesten, dass zu wenig Feedback über eigene Spielerwünsche gegeben wird. Da frage ich immer, was ihnen besonders gefällt, was sie gerne anders hätten oder sich mal wünschen würden. Keine wirklich Antwort. Alles okay so. Da kann man sich als SL leider auch nicht mehr weiter entwickeln. Und dabei wäre ich gerne bereit Wünsche von ihnen noch weiter einfließen zu lassen.

Offline Eleazar

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... und eigentlich stört mich an meinen Spielern viel weniger, al mich an ihnen begeistert.

Online Namo

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 :d Genauso. Das kann ich 100 Prozent unterschreiben.

Offline Jule Adersin

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... und eigentlich stört mich an meinen Spielern viel weniger, al mich an ihnen begeistert.

...da habe ich auch Situationen. Nicht nur im Spiel, sondern, dass ich mich zu einer Online-Runde hab überreden lassen, erst wollte ich nicht, und jetzt hab ich sieben davon und es ist mega!
=)

Wie ist denn der Altersdurchschnitt in etwa bei euch? Bei uns bin immer nur ich (Spielleiter) müde und ich hab das Gefühl die Jungs wollen alle gerne noch weiter spielen  ~;D

Ansonsten nervt mich "nicht bei der Sache sein und aufs Handy klotzen". Kommt aber recht selten vor.

Und: wenn ich zig Rollenspielangebote mache oder es Dinge zu entdecken gibt, die Gruppe aber schnurrstracks in eine Richtung läuft. Da ist ein NSC der vielleicht ein Thema hat das relevant sein könnte? Näh, wir haben keine Zeit und wissen wohn/was wir wollen. Das Gute daran ist, dass sich mein Vorbereitungsaufwand dadurch deutlich reduziert. Was soll ich zig Eventualitäten oder atmosphärische Details einplanen, wenn sie eh nur den den Weg gehen wollen der vor ihnen liegt?

Wobei ich mich schlecht fühle hier überhaupt zu posten. Eigentlich stört mich nicht wirklich was. Am ehesten, dass zu wenig Feedback über eigene Spielerwünsche gegeben wird. Da frage ich immer, was ihnen besonders gefällt, was sie gerne anders hätten oder sich mal wünschen würden. Keine wirklich Antwort. Alles okay so. Da kann man sich als SL leider auch nicht mehr weiter entwickeln. Und dabei wäre ich gerne bereit Wünsche von ihnen noch weiter einfließen zu lassen.

Also ich bin SL und in all meinen Runden im obersten Alterssegment, teils sogar die Älteste, aber die Lappen wollen alle immer spätestens um Mitternacht ins Bett, vor Arbeitstagen gar um 2300...ab 4 h Schlaf kann man aufstehen, 5 sind ok, 6 Standard und 7 mega...ich bin generell dafür, Schlaf im Zweifel durch zocken zu ersetzen. Schlafen kann man immer noch, wenn mal wieder keiner Zeit zum Zocken hat.
*G*

Offline Jule Adersin

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Was mich an Mitspielern auch nervt:

Einer oder mehrere versuchen einen Plan zu machen und einer wirft wiederholt nur destruktive Vorschläge ein oder schweift gleich ganz ab. Das geht manchmal so weit, dass man keinen vernünftigen Gedanken mehr fassen kann. Ich habe bei dem einen noch nicht raus, ob er seinen Vorschlag ernsthaft für eine gute Idee hält oder ober er einfach keinen Bock hat, sich an ernsthaften Planungen zu beteiligen.

Eine Spielart: Bei jedem Plan immer nur schwarzzusehen. Bedenken aus der Luft zu greifen oder herbeizufantasieren, aber keinen Schritt zu unternehmen, den Grund für diese Bedenken noch mal zu überprüfen und aus dem Weg zu räumen. Nach dem Motto: "Aber es könnte auch irgendwas Schlimmes schiefgehen!" Mich ärgert dieses Verzögern und Verhindern von Plänen und Ideen durch an den Haaren herbeigezogenen oder übertriebenen Bedenken, weil ich das auch im echten Leben wiederholt erlebt habe. Zum Beispiel bei der Organisation eines Dorffestes: Es braucht genau eine Person am Tisch, die ständig sagt "Da kommt doch keiner!", "Willst du die ganze Arbeit mache?", "Da hilft doch keiner mit" um jegliche Motivation, Euphorie, Kreativität und jedes Engagement im Keim zu ersticken.

Jede Idee und jeder Plan braucht erst mal ein förderliches, konstruktives Umfeld, um zu wachsen und Gestalt anzunehmen. Das dann verbessern und ausgestalten und Probleme lösen, kann man auch in einem zweiten Schritt.


Zu den Anekdoten: Ich habe eine Gruppe mit Studienfreunden, mit denen ich mich inzwischen zweimal im Jahr zu einem Wochenende treffe. Einer reist sogar aus dem Ausland an und einige brauche viel mehr Schlaf als früher. Zeit ist also kostbar. Trotzdem erinnere ich mich an einen sehr lustigen Abend, an dem wir im Flur auf dem Teppich gesessen und bestimmt zwei, drei Stunden lang Sprichworte falsch kombiniert haben und ansonsten geklönt haben.

Die Aktion habe ich in bester Erinnerung. Viele konzentriert durchgespielte Abenteuer habe ich längst vergessen. Inzwischen bin ich der Meinung: "Wir treffen uns, um eine gute Zeit zu haben!" Da ist das Rollenspiel zwar das erste Mittel der Wahl, aber wenn es anders kommt, dann ist das auch gut. Man muss nur mitkriegen, wie die Stimmung gerade ist und ob alle zu ihrem Recht kommen. Wenn alle zufrieden sind, dann schwelge ich auch gern in uralten Erinnerungen. Manchmal ist das ja auch eine herrliche Entlastung.

Also ich hab einen, der zu verpeilt ist und dann zig Pläne macht.

Früher, als ich noch jünger war, wollte ich mich (z. B. bei Choreographien für Rhönradshows im Sportverein) immer wichtig machen mit meinen Bedenken, um zu zeigen, dass ICH aber an ALLES gedacht hab und DIE ANDEREN NICHT...könnte es so sein bei ihm?

Offline Jule Adersin

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Ich hab aktuell eigentlich nur zwei Dinge, die mich stören:

Eine Spielerin schafft es leider nicht, ihr Effizenzdenken abzuschalten und neigt nach wie vor dazu, die Charaktere möglichst konfliktstark, unangreifbar und Teflonbillie zu gestalten.
Letzteres kriege ich in den Griff, da sie inzwischen erlaubt, dass ich ihrem Charakter "Schwachpunkte" versehe. Denn rational sieht sie das ein, dass als  Schwächen empfundene Merkmale eigentlich Möglichkeiten sind, den Charakter in interessante Situationen zu manövrieren. Sobald es aber um Charaktererschaffung und -steigerung, besiegt ihr jahrzehntelang antrainiertes "Ich muss einen Teflon-Billie Superhero spielen" Beißreflex alles andere. Also wird nur auf Effizienz gesteigert und alle in Session 0 abgesprochenen "schafft Euch Angreifbarkeiten" ausgeschlagen.

Und

Meine Spieler werden alt. Um 23:00 wird gefühlt nach dem Pfleger gerufen, der sie ins Bett bringt. Also, sie haben natürlich keinen. Aber manchmal hab ich den Eindruck, die Nasen sind emotional schon im Altersheim.
Wo sind die geilen Zeiten hin, wo ich nach dem Rollenspiel noch beim Bäcker angehalten hab, um Brötchen (aka Semmeln, Wecken oder Schrippen) fürs Frühstück mitzubringen?
Und nicht mal Koffeein und Zucker hält sie noch auf Trab. Alles Luschen! 
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JAHA, Schwachstellen schaffen so herrliche Szenen und Fluff und Charakterspiel und machen so menschlich...baue ich auch gezielt bei den Backup-NSC ein, damit sie eben nicht nur ein Goodie sind. Wie, sie greift die zwölf gegnerischen Wachleute an, weil sie Rondra lästern...? Wie, sie ist während einer Zeitreise abgehauen, um den Tod ihrer Mutter zu verhindern? Wie, sie hat aus Trotz einen Silentium gezaubert, und jetzt können wir uns nicht mehr verständigen?
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