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Mächtigkeit von Magiern

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Chiungalla:

--- Zitat ---Ich glaub auch kaum, dass Magier dann die Zeit haben, jedes Bergdorf abzuklappern auf der Suche nach magiebegabten Kindern.
--- Ende Zitat ---

Es reicht ja völlig einmal alle 10 Jahre einen Magier-Scout durchs Land reisen zu lassen.
Der spricht dann einmal Aura auf alle Kinder unter 10 (oder vielleicht auch 12 oder 15 um sicher zu sein), und man hat eine 100%-Aufklärung.

Wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass Eltern ihre Kinder zu solchen Weisen bringen, in der Hoffnung das er Magier werden könnte. Immerhin winken Ansehen und ein gut bezahlter Job.


--- Zitat ---Es von von einigen Duzend Magiern in Großstädten die Rede, nicht von Tausenden. In dem Fall widerspricht sich das Buch sogar, weshalb ich nicht alles unkritisch übernehme.
--- Ende Zitat ---

Das les bitte nochmal nach. Die Passage habe ich nicht gefunden.
Ich finde aber sehr wohl schon "several Wizards" in kleinen Städten.
Und 10 bis 20 wirklich große Magier in einer Region mit 1 bis 2 Millionen Einwohnern.

Hast Du für Deine Aussage ne Seitenzahl?


--- Zitat ---Du willst jetzt nicht allen Ernstes die Anzahl von Studenten in deutschen Städten aus unserer Zeit mit der Anzahl von Magiern auf einer fiktiven Fantasywelt vergleichen? Da wäre ein Vergleich mit der Stundetenzahl im Mittelalter angebracht, welche verschwindend gering war.
--- Ende Zitat ---

Ich will nicht die Anzahl vergleichen, wohl aber den Anteil.
30.000 Studenten in einer Stadt wie Kiel, die etwas über 200.000 Einwohner hat.
Und die Studenten fallen hier nicht in besonderem Maße auf.

Aber Du gehst davon aus, dass 3.000 Magier unter 100.000 Einwohnern einer Stadt auffallen wie ein bunter Hund. Und das stimmt einfach nicht.


--- Zitat ---Warum machen Magier, die aus dem einfachen Volk kommen dann nicht einfach kurzen Prozess mit dem Adel? Für den gibt es doch dann keinerlei Existenzberchtigung?
--- Ende Zitat ---

Warum sollten sie?
Was sollte die Magier dazu motivieren, geschlossen gegen den Adel vorzugehen?
Die fähigsten Magier werden vom Adel gut bezahlt, oder gehören ihm sogar selbst an.

Warum sollten sie den Adel stürzen? Um dann die Herrschaft des Landes unter 3.000 Magiern aufzuteilen? Das dient wohl keinem der beteiligten.

Und sind sie wirklich ein so großer Machtfaktor, wenn 90 % von ihnen eher schlechte Magier mit Magery 0 und vielleicht gerademal IQ 12 sind?
Die können dann vielleicht 2 oder 3 Sprüche erfolgreich zaubern, höchst wahrscheinlich die mit denen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, aber eher unwahrscheinlich solche mit denen man den Fürsten stürzt.

Und die nächste Frage ist dann halt, wieviele Soldaten es im Verhältnis zu den Magiern gibt.
Abgesehen von den ganzen Magery 3 IQ 14 SC-Magiern und einigen mächtigen NSC-Magiern, ist ein Soldat für viele Magier eine mehr als große Bedrohung.

Wie stellst Du Dir also vor, dass sich 3.000 Magier, von denen 2.700 eher dilletanten sind die sich mit ein paar Zaubern gerade so über Wasser halten erst einmal zu einer Front zusammenschließen, und anschließend den Fürsten stürzen?

Zumal in einer Zeit des Glaubens, wo die Herrscher sich auf den Glauben berufen, und der Klerus selbst Magier hat um sich ggf. einzumischen.

Vanis:
Magier sind keine normlen Menschen und fallen daher auf, sie sind gebildet und einflussreicher als der normale Bauer. Unsere Gesellschaft, in der es keine Stände gibt, kannst du da nicht als Vergleich heranziehen.

Wer bezahlt so viele Magier? Was machen die den lieben lange Tag? Warum sollten sie sich nicht zu Anführern von Revolten aufschwingen, wenn sie doch wissen, dass 90 Prozent ihrer Kollegen aus dem 3. Stand kommen? Magie ist einen von Gott gegebene Macht, also könnten Magier doch viel bessere Herrscher sein als die Aldligen, die sie nur bezahlen.

Insgesamt geht es mir (abgesehen von dieser interessanten Nerd-Diskussion) schlicht um die Stimmung, die ich mit Banestorm vermitteln will. Weite Teile des Landes sind unerforscht, wild. Auch Megalos ist nicht Deutschland, wo man auf von Magiern erschaffenen Autobahnen durchs Land reisen kann und fliegende Teppiche bei Aldi ums Eck erstanden werden können. Magie soll was Besonderes sein, nicht etwas, das man an jeder Straßenecke findet. Aus dem Grund interpretiere ich die Angaben aus Banestorm anders als du es tust, Chiungalla.

Chiungalla:

--- Zitat ---Magier sind keine normlen Menschen und fallen daher auf, sie sind gebildet und einflussreicher als der normale Bauer. Unsere Gesellschaft, in der es keine Stände gibt, kannst du da nicht als Vergleich heranziehen.
--- Ende Zitat ---

Und ich glaube Du machst da den Fehler das Du die typischen Fantasysettings als Beispiel heranziehst, wo Magier weit seltener sind, dafür dann aber auch im Durchschnitt mächtiger.

Das was in AD&D, DSA, Earthdawn und so weiter ein Magier darstellt, mit Bildung, Macht u.s.w. trifft sicher nicht auf die Mehrheit der GURPS-Magier zu.

Diejenigen die als kleine Jungen bei einer Dorfhexe gelernt haben, werden ihre Sprüche können.
Vielleicht noch etwas Kräuterkunde und Alchemie. Aber von tiefschürfender Magietheorie, Geschichte, Sprachen, Etikette u.s.w. werden die erst einmal schlicht keinen Plan haben.
Und wenn sie es nicht brauchen, werden sie es später auch nicht lernen.

Es ist ja nicht so, dass alle 3.000 Magier die so eine 100.000 Einwohner-Metropole bei Banestorm beherbergt, mit Magierhut und Robe bekleidet Interesse an der höheren Politik haben.
Der Archetyp des Magiers, wie man ihn aus anderen Systemen und vor allem der Fantasy-Literatur kennt, sind dann eher die SC-Magier und die 10-20 "wirklich großen Magier" in einer Baronie.

Das muss man sich die ganze Zeit klar machen, wenn man von 3.000 Magiern spricht.
Das sind nicht solche Magier.
Das sind zu einem großen Teil eher alltägliche Bürger, die ein paar kleine Kniffe beherrschen, welche ihnen ihr Handwerk erleichtern oder eines ersetzen.

Aber selbst 3.000 Magier machen Verzauberungen noch lange nicht zur Massenware, denn die wenigsten sind gut genug, um solche Zauber effektiv zu beherrschen. Denn dafür bräuchte man Magery 2, und das haben nur sehr wenige (circa 1 von 100 Magiern).

Das heißt in der Stadt gäbe es dann 20-30 Magier die verzaubern könnten.
Wenn sie denn alle Verzaubern wollten, und sich zusammenschließen würden, würden sie vermutlich trotzdem nur ein paar größeren Gegenstände herstellen. Und der wäre dann richtig teuer.
Und das ist ja noch nichtmal realistisch, da gerade solche tollen Magier halt auch als Kampfmagier, Berater u.s.w. gebraucht werden.

Edit:
Das ist auch glaube ich der entscheidende Punkt:
Sich zu vergegenwärtigen wie sehr Magier mit Magery 0 und vermutlich gerademal 50 bis 100 CP eingeschränkt sind, denn das sind die allermeisten der Magier, von denen wir hier sprechen.

Das sind nicht alles 150 CP Magier mit Magery 3, wie man sie als SC-Magier oder bei wichtigen NSC kennt.

Coyote:
Jemand mit Magery 0 und einer Hand voll anwendbarer Sprüche ist kein Magier. Er ist nicht mehr als beispielsweise ein Schmied, der die ungewöhnliche Schmiedetechnik des 'damaszierens' beherrscht (in einer Region wi sie ungewöhlich ist).
Und ich frage mich ernsthaft ob diese 2700 von 3000 Leuten in dieser Diskussion ernsthaft eine Rolle spielen können.

Chiungalla:
Also nach GURPS Definition ist halt jeder mit Magery 0 oder mehr Magier.

Allerdings sollte man sich halt schon bewusst sein, wie weit damit der Begriff gefasst ist und nicht gleich bei 3.000 Magiern an 3.000 kleine Gandalphs denken.
Schreib ich ja in meinem letzten Post auch.

Von Magiern im Sinne anderer Fantasysettings kann man dann wohl eher bei 30 sprechen. Die 270 dazwischen würde ich als Grenzfall einordnen.
Halt so Typen die ihr Leben lang auf dem Niveau eines Lehrlings hängen bleiben.

Und wirklich tolle Magier gibt es dann wohl einen, falls die in Städten gehäuft auftreten vielleicht auch 2 oder 3.

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