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[Degenesis]System(?) und Setting(!)
Falcon:
Ich glaube das Artwork macht massiv viel aus. Ich glaube es ist schwer, es überzubewerten.
Ich meine das Allgemein aber bei Degenesis triffts wegen der Qualität natürlich besonders zu (auch wenn ich die Darstellungen nicht mag...und die Weltklasse bitte woran gemessen sein soll?)
Iron Kingdoms wird wegen seines Artworks auch extrem!! überbewertet. Es ist auch nur D&D mit Musketen mit einem extrem schlecht konvertiertem Regelwerk.
Han Ra:
vielleicht wird das ziel des spiels (tragödien erleben) im regelwerk nicht deutlich genug gemacht und vom würfelsystem nicht genug transportiert. außerdem müsste es wohl dann wohl tragic-punk oder primal tragedy heißen. wenn ich primal punk höre (und im artwork auch sehe), entsteht das bild von cyberpunk und steampunk in meinem kopf und das verbinde ich eher mit cooler action, als mit atmosphärischer hoffnungslosigkeit.
ich will nochmals sagen: ich mag die idee. ich mag das setting.
doch ich würde es auf modern D20 münzen und dann mit einem system spielen, das mich als spieler belohnt und nicht bestraft. es muss etwas geben, das ich als spieler erreichen will und auch erreichen kann. und ich würde soetwas wie "das gute" deutlicher herausbilden. wo zerstörung ist, ist auch immer wiederaufbau. wo der tod allgegenwärtig ist blüht das leben umso intensiver.
also wenn ich es mal leite, nehm ich eigene abenteuer und ein eigenes mini-regelwerk (vielleicht DSA1 um moderne waffen ergänzt)
JS:
ich finde, die tragödien werden vom system ziemlich gut dargestellt, denn jeder zweite wurf ist ja sowas wie eine kleine tragödie. zumindest das ergebnis, welches mal wieder besagt, daß man als fachmann erneut irgendwas einfaches total verbockte. und wenn man sich die rüstung anlegt, wird man zur immobilen festung oder nach zwei schritten ohnmächtig. jeder schuß kostet so viel kohle, daß kein einziger auftrag sich rentiert, es sei denn, der bill gates der degen-welt ist der boß und rückt sein halbes vermögen raus. wir haben am ende nur noch mit den kolben zugehauen, weil uns das abenteuern einfach zu teuer war. dafür schießt dann ein schurke mit etwas glück und einer 45er gleich beim ersten wurf den kopf eines sc weg. so kann es gehen. jede fraktion zickt mehr oder weniger mit den anderen herum, außerhalb der siedlungen ist eh nicht viel zu holen. also... pfffft.
und wieso verlust? man spielt doch diejenigen, die in einer harten, üblen welt aufgewachsen sind. sollten die nach ein paar jahrzehnten überleben nicht langsam mal ihre verlustmelancholie abgelegt haben?
wir haben mit drei verschiedenen gruppen und drei verschiedenen meistern versucht, degen länger zu spielen. mit hausregeln bekamen wir zumindest das system in den griff. aber ansonsten war es nur mau. einzig vielversprechend war eine gruppe hellvetiker, die sich über das absurde "zum einsatz? bitte dort rüber und nur 6 kugeln pro soldat, ja?" hinwegsetzte.
macht man das nicht, kann man eigentlich auch steinzeitmenschen spielen, die sich mit keulen kaputtkloppen. mäßig spannend.
Kinshasa Beatboy:
Habe die Welt mal als Spieler mit anderem System getestet und war ziemlich angetan. Degenesis eignet sich für das Rollenspieläquivalent eines Roadmovies aus meiner Sicht ausgezeichnet. In den allermeisten Endzeitspielen gibts doch keinen konkreten Kampagnenaufhänger, sondern einfach Überleben als erstes Ziel, welches dann in konkrete Handlungsstränge mündet. Bei Mad Max hat das vor 20 Jahren wunderbar funktioniert und ich kann mir kaum vorstellen, dass ähnliche Stories mit zeitgemäß ausgefuchsterem Setting und dazu passendem, selbstredend glorreichen Design, nicht mehr funktionieren sollten.
Löst Euch doch einfach vom System. Wenn es scheiße ist, werft es auf den Müll und nehmt einfach für jedes Setting Hero oder GURPS oder meinetwegen auch eines der ganzen Indiesysteme. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu sehr auf "Rolle" fixiert und weniger auf "Spiel". Komme darauf, weil mir das heute im Theorieteil zu ner Diskussion einfiel und ich die Idee auch nach einigen Stunden noch nicht vollkommen abwegig finde ;-) Haut rein, ich geh ins Bett.
Malicant:
Sie, mein Herr, haben Mad Max nicht gesehen. Das ist kein Road-Überlebens-Movie. Es geht um Rache. Mit Autos. Die Teile 2 und 3 sind da wieder was anderes.
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