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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund

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Boba Fett:

--- Zitat von: Chaos der Zensierte am 11.01.2011 | 15:34 ---Wäre es plausibel, dass Frachttransport in größeren Mengen vor allem so funktioniert, dass man die Fracht in Container lädt, diese dann ins All verfrachtet und an die Frachtschiffe dranhängt?
--- Ende Zitat ---

Ja, das ist plausibel, wird heute ja auch so gemacht, dass Containerfrachter die Standardcontainer durch die Weltmeere schippern, und dann im Hafen auf Binnenschiffe, Züge oder LKW umgeladen werden.
Das würde auch gewaltige Verlade-Raumstationen implizieren.

Chaos:

--- Zitat von: Boba Fett [away] am 11.01.2011 | 16:05 ---Ja, das ist plausibel, wird heute ja auch so gemacht, dass Containerfrachter die Standardcontainer durch die Weltmeere schippern, und dann im Hafen auf Binnenschiffe, Züge oder LKW umgeladen werden.
--- Ende Zitat ---

Das war mir schon bewusst - deshalb kam ich ja darauf. Ich war mir nur nicht ganz sicher, ob das im Weltraum auch plausibel ist.


--- Zitat ---Das würde auch gewaltige Verlade-Raumstationen implizieren.

--- Ende Zitat ---

Oder nicht so gewaltige, je nach Frachtaufkommen.

Wenn nicht sonderlich viel los ist, bräuchte man eigentlich auch keine Stationen, sondern kann Schiffe und Container einfach im hohen Orbit parken, während Schlepper hin und her fliegen und Fracht be- bzw entladen, und Fähren die Container zum Planeten bzw in den Orbit bringen. Braucht halt nur eine Verkehrskontrolle, die das alles überwacht.

Feuersänger:

--- Zitat von: Knuddeloffensive am 11.01.2011 | 15:19 ---Jepp, daran musste ich im Schiffsdesign-Thread mehrfach denken. Dafür benötigt man entweder einen Fusionsantrieb oder einen lasergestützen (Segel-) Antrieb, den man dann zweckentfremdet.
--- Ende Zitat ---

Zum Beispiel, aber zum Thema Fusion bzw Energieerzeugung verweise ich wieder auf den Tech-Thread. Ich habe mich da jetz für Baryonenkonversion entschieden, weil das zwar in der Realität noch nicht beobachtete Phänomene erfordert, aber trotzdem noch eher erreichbar ist als Fusion. Nebenbei ist da die Energiedichte noch höher. Aber das nur am Rande.


--- Zitat ---Das Problem dabei: In einem Setting mit recht homogenem Techlevel entfällt der Überraschungseffekt, der für die Kzinti-Lektion unerlässlich ist.
--- Ende Zitat ---

Das ist schon richtig. Dennoch ist, wie ich bereits weiter oben erläuterte, der Antrieb wohl die verwundbarste Stelle des Raumschiffs. Außerdem ist nach meinen Berechnungen der Antriebsstrahl nur auf wenige Kilometer Distanz gefährlich. Der Antrieb lässt sich also nur als Waffe einsetzen, wenn man es wirklich darauf anlegt. Und meistens dürfte es die schlauere Taktik sein, den Antrieb aus dem Schussfeld des Gegners herauszudrehen.


--- Zitat ---Ferner muss man unterstellen, dass die Rümpfe interstellare Raumschiffe von vornherein gegen harte Strahlung, hohe Temperaturen und Kleinstkörper geschützt sind, also schon einiges aus-/abhalten können
--- Ende Zitat ---

Das ist richtig. Wie gesagt, zumindest das Habitat wird immer durch Magnetfelder gegen kosmische Partikelstrahlung abgeschirmt sein. Die gesamte Hülle wird aus mehreren Lagen Supercarbon bestehen, wie gesagt mit extrastarker Panzerung in der Front. (Die Seiten müssen nur Einschlägen bis ca. 20km/s widerstehen. Die Front muss bis zu 400km/s abkönnen.) Nur der "Sturmkeller", wo auch die Schlafgelegenheiten sind, wird signifikanten Gamma-Strahlenschutz besitzen, da ein kompletter Schutz für das gesamte Habitat zu massiv wäre.


--- Zitat ---Allein die für einen Bussard-Ramjet erforderliche Beherrschung elektromagnetischer Felder
--- Ende Zitat ---

Wie kommst du jetzt auf Bussard-Ramjets? Ich verwende die nicht, dazu sind die zu inpraktikabel.
Wahr ist, dass meine Antriebstechnologie ziemlich gute Beherrschung von Magnetfeldern voraussetzt. Und wenn man für den Antrieb Felder von soundsoviel Tesla fein und präzise erzeugen und manipulieren kann, kann man das natürlich auch für Coilguns oder Partikelstrahlenschilde genauso. (Da sehen die Prognosen sogar ziemlich gut aus; heute kommen wir schon bis auf 45 Tesla; und allein mit Supraleitertechnologie müssten 100 bis 200 Tesla im Bereich des Möglichen sein.)

Grundsätzlich möchte ich da schon konsistent sein, wenn also eine Technologie grundsätzlich für einen Bereich möglich ist, will ich sie für einen anderen Bereich nicht ausschließen.


--- Zitat ---Das kenne ich anders. Luftgestütztes Radar (AWACS etc.) oder Fernaufklärer erkennen Kontakte schon sehr früh und halten Abstand
--- Ende Zitat ---

Mag ja alles sein, doch sind das auch dann immer noch Entfernungen im z.B. Stundenbereich, nicht einer Woche oder mehr. Im Vergleich zur Lichtgeschwindigkeit sind die Raumschiffe immer noch so ätzend langsam, dass der Lightspeed-Lag keinen nennenswerten Effekt hat.

Es hängt halt mehr oder weniger daran, auf welche Entfernung der "Encounter" beginnt. Da kommt dann auch wieder der olle Tsiolkovsky ins Spiel. Mit einem kurzen impulsartigen "Spurt" lässt sich einfach keine große Geschwindigkeitsänderung erzielen - da sehe ich eigentlich das Hauptproblem für jegliche "Anschleichversuche". Da ist dann die Frage, was "kurz" ist: 1 Minute? 10 Minuten? 1 Stunde? Noch länger?
Auch wenn der Angreifer (Pirat oder was auch immer) mit richtig viel Schub arbeitet, dafür viel Treibstoff bereitstellt und relativ lange brennen kann, dabei auch noch Bahngeschwindigkeiten und Obertheffekte ausnutzen kann, kommt er da doch nur auf, grob überschlagen, maximal 70km/s relativ zu seinem Startvektor.
Wenn man mit diesem Tempo driftet, braucht man 50 TAGE für 1 AU. In der Zeit hat der Frachter schon längst sein Ziel erreicht, die Ware umgeschlagen und das System wieder verlassen, und hat womöglich nichtmal gemerkt, dass es jemand auf ihn abgesehen hatte. Anders gesagt: da muss der Pirat früher aufstehen. :D

@Chaos:
Ja, das mit den Containern ist grundsätzlich schon so angedacht. Prinzipiell wäre es wohl auch kein Problem, aus den Containern "weapon pods" zu machen.

Feuersänger:
Doppelpost, weil anderes Unterthema: politische Aufteilung der Erde.

Ich denke da an eine Unterteilung der Staaten in drei "Ränge" (engl. "tiers"), je nach ihrer wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit. Die Staaten sind dabei z.T. verschieden von den heutigen. Es ist noch nichts in Stein gemeißelt, aber hier sind so einige meiner Ideen:

1. Rang: Interstellare Exploration.

- Carolingia (Karlsreich): in Anlehnung an das fränkische Reich von Karl dem Großen, Vereinigung von Frankreich und Deutschland sowie Benelux und Österreich. Entstanden nach dem Fehlschlag und Untergang der EU. Amtssprachen sind Deutsch und Französisch. Hauptstadt ist Luxemburg. Relativ autoritäre Regierung, konformistische Gesellschaft.

- Commonwealth: im Wesentlichen die heutigen Commonwealth Realms (UK sowie die Länder, die den Monarchen von Großbritannien als ihr Staatsoberhaupt anerkennen) zu einem Staat zusammengefasst: UK, Kanada, Australien, NZ etc. Aufgrund der räumlichen Verteilung auch ziemlich heterogene Gesellschaft. Evtl. Sonderstatus Quebecs.

- Amerika: weiß noch nicht, was ich mit denen machen soll. Evtl. Super-USA mit absorbierten mittelamerikanischen Staaten, oder Sezession in drei Teile (Westen, Zentrum, Osten) nach dem Red-State-Blue-State Schema. Natürlich mit wildwestromantischer Spaceward Ho!-Bewegung, erzreligiösen Ludditen, ungebremstem Kapitalismus und was sonst noch dazugehört.

- China: keine Überraschungen. Nennen sich vielleicht nicht mehr Volksrepublik, aber das Gebaren ist das gleiche wie heute. Langfristig sollen Eliten und bestimmte Volksgruppen interstellar umgesiedelt werden. Die chinesische Raumfahrttechnik gilt international immer noch als wenig innovativ. Man kennt immer noch den alten Witz vom chinesischen Raumfahrprogramm: "Systeme arbeiten einwandfrei, alle Heizer schaufeln Kohlen".

- Russland: ebenfalls keine Überraschungen. Evtl. sogar Relegation in den 2. Rang. Autoritäre Oligarchie.

- Indien: offizielles Bestreben nach breiter Kolonisation, doch aufgrund der enormen Bevölkerungszahlen ist dieses Ziel utopisch, und es läuft auf Elitenumsiedlung hinaus.

- Japan & Korea: evtl. Allianz, aber da hab ich mich noch nicht entschieden. Ich gehe jdf davon aus, dass Nordkorea kollabiert und daraufhin die Halbinsel wiedervereinigt wird.

- Nordische Union (Norden): der bevölkerungsmäßig mit Abstand kleinste Staat des 1. Ranges. Hervorgegangen aus dem Nordischen Rat und eine Art Wiederbelebung der Kalmarer Union, bestehend aus Island, Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland und assoziierten Gebieten. Amtssprachen Neuskandinavisch und Finnisch. Relativ liberale Staats- und Gesellschaftsform. Das erklärte Ziel des Raumprogramms ist, allen nordischen Bürgern die Umsiedlung auf einen anderen Planeten zu ermöglichen.

2. Rang: Interplanetare Expansion
- mittelgroße übrige Staaten der westlichen Welt
- gewisse asiatische und südamerikanische Staaten

3. Rang: kein eigenes Raumfahrprogramm
- der Großteil von Afrika
- Teile Asiens
- Kleckerstaaten.

Insbesondere die ehemals ölfördernden Staaten (Arabien, Iran) sind in der Bedeutungslosigkeit versunken, als das "Schwarze Gold" ein für alle Mal alle war. Evtl. gab es vorher noch einen zünftigen Ressourcen- oder Religionskrieg.

Soviel für den Moment. Was meint ihr?

Funktionalist:
In Kategorie drei gehören noch die aus pragmatismus autonomen Minenkolonien und Belterhabitate, die Enklaven der Luddites und die Schwarmnomaden.
;d

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