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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund
el-Pi:
--- Zitat von: Turning Wheel am 21.02.2008 | 18:04 ---Ach ja, und es sollte unbedingt einen Planeten geben, der Bob heißt. >;D
--- Ende Zitat ---
Geile Idee den Film hab ich gelieeeeeeebt!
Dazu fällt mir ein:
In Battletech gabs einen Planeten der Pacifica hies (soviel wie Frieden),
der aufgrund seiner schnellen Umdrehung aber Wetterumschwünge im 15min-Takt hatte. Was die Friedfertigkeit seiner Kolonisten auf eine harte Probe stellte. >;D
@Feuersänger:
Vielleicht solltest du dir mal Battletech zu gemühte führen, das Setting ist deinem sehr ähnlich (auch was das reisen zwischen den Systemen angeht).
Feuersänger:
Ich glaube, nach den Entdeckern bezeichnet man eher die Sterne - und viele Sterne sind ja eh schon benannt. Die heißen dann z.B. Van Maanen's Star, Barnard's Star, ganz zu schweigen von den dutzenden Glieses etc. (Wenn der Stern mit bloßem Auge sichtbar ist, muss der "Entdecker" halt was besonderes darüber rausfinden.)
Lateinische oder Griechische Namen sind auch okay, aber da würde ich dann doch auch hier eher bei der Mythologie bleiben, als so profane Begriffe wie "Futter" herzunehmen. Außerdem wollen ja nicht nur die Planeten benannt werden, sondern auch die einzelnen Siedlungen darauf. Ich finde z.B. "Hephaistos" hat einen tollen Klang für Berg- und Maschinenbau. ^^
Bei den Amerikanern glaube ich aber nicht, dass sie mit Vorliebe indianische Namen wählen würden. Die benennen doch alles nach ihren Präsidenten oder anderen Persönlichkeiten der US-amerikanischen Geschichte, oder aber abstrakten Begriffen wie "Liberty". Und Entdeckerschiffe heißen grundsätzlich Lewis&Clark, alle miteinander. :p
Falls die Chinesen auch in Zukunft bei der kommunistischen Ideologie bleiben, dürfte sich das auch in der Namensfindung etwaiger Weltraumprojekte niederschlagen, ihr wisst schon: "Fortschritt", "Energie", und so weiter. (Dabei ist es auch irrelevant, ob das Wirtschaftssystem langfristig kommunistisch bleibt -- die Chinesen haben ja eh schon Sonderzonen mit 150% Turbokapitalismus. Das ändert aber nichts an der offiziellen Ideologie.)
Die Japaner jedoch würden logischerweise original-echt europäische Namen verwenden, wie "Siegfried" oder "Faust". :P
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Turning Wheel am 21.02.2008 | 18:04 ---Himmelskörper werden üblicherweise von (und deshalb nicht selten nach) ihren Entdeckern benannt.
Das hat mit der Besiedlung normalerweise nichts zu tun.
--- Ende Zitat ---
Also ich kenne aus vielen anderen SF Werken die Vorgehensweise, dass man einen Stern benennt und die Planeten einfach nur römisch durchnumeriert.
Angenommen, Alpha Centauri hat also Planeten, dann werden sie wie folgt benannt:
Alpha Centauri I
Alpha Centauri II
Alpha Centauri III
Alpha Centauri IV
etc.
Und einen Eigennamen bekommt der Planet erst, wenn man ihn besiedelt.
Desweiteren bleibt natürlich die Frage, inwiefern sich die Siedler an die offizielle Bezeichnung halten und ihrem Planeten nicht einen eigenen Namen geben.
--- Zitat ---Ich finde die Planetennamen deshalb nicht so gut, wenn sie so fantasymäßig klingen.
Es kann schon auch mal was Fantasymäßiges dabei sein, aber wenn dias ganze etwas mehr nach modernem Leben klingt, dann fände ich das cooler. Also die Namen von Entdeckern klingen halt sehr authentisch.
--- Ende Zitat ---
Also unsere Planeten wurden auch nach römischen Göttern benannt und klingen nicht sehr fantasymäßig:
Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus,
Und wenn man Planeten Hades, Apollo, Ceres, Vulcanus, Aurora, Maia, Robigus, Pames nennt, klingt das nicht unbedingt fantasymäßig. (Das sind alles römische Götter.)
--- Zitat ---Und daraus entwickeln sich vermutlich bei der Besiedlung dann dialektisch günstigere Namen. Aus Barnard-5 wird dann vielleicht Barny oder so was.
--- Ende Zitat ---
Ja, das kommt im Laufe der Jahrzehnte sicherlich raus. (Wobei Barnard halt die Sonne ist und Barnard V der 5. Planet der Sonne.)
--- Zitat von: Feuersänger am 21.02.2008 | 19:16 ---Bei den Amerikanern glaube ich aber nicht, dass sie mit Vorliebe indianische Namen wählen würden. Die benennen doch alles nach ihren Präsidenten
--- Ende Zitat ---
Ich sehe es schon vor mir: Der Planet Clinton, der vor allem für seine sexuelle Freizügigkeit bekannt ist, und der Wüstenplanet Bush. ~;D
Feuersänger:
Ärx, ich hatte eigentlicht gestern schon ne Antwort getippt, aber die ist wohl irgendwie verschütt gegangen.
@TW:
also wie jetzt? Nordische Weltenkreise sind Fantasy, aber römische Götter nicht? Entscheid dich mal.
Dass mal irgendeine Pappnase gemeint hat, er müsste sein bananiges Hartwurstrollenspiel nach dem nordischen Wort für Mittelerde benennen, darf den Rest der Welt nicht davon abhalten, den Begriff an anderer, passendere Stelle zu verwenden. :p
Im übrigen wollte ich auch gar nicht darauf hinaus, dass die Erde in Midgard umbenannt werden sollte, sondern lediglich begründen, warum dies kein geeigneter Name für andere Planeten wäre. Dagegen halte ich Asgard, Muspell, Vanaheim, Heldrasil etc. sehr wohl für geeignet. ^^
Soviel nur eben dazu. Bis die Tage!
Feuersänger:
So, noch ein Thread-Revival. Hab mir auch zu Setting und Hintergrund ein paar Gedanken gemacht. Stichpunkte:
* Die Erde ist (immer noch) in diverse Staaten, Blocks und Allianzen aufgeteilt. Es gibt dabei etwa 6-10 mächtigere Blocks, vor allem in Nordamerika, Europa und Ostasien. Regionen, die nicht direkt diesen Blocks angehören, stehen dennoch unter dem Einfluss eines solchen.
* Direkte Kriege zwischen den Blocks kommen eher selten vor (wenn überhaupt). Ein "Gleichgewicht des Schreckens" existiert in dem Sinne nicht mehr, da die Defensivsysteme stärker sind als die Offensivsysteme. Sowohl Interkontinentalraketen wie auch orbitale Angriffe können durch bodengestützte Laser abgewehrt werden. Davon abgesehen gibt es auf der Erde nicht mehr viel, worum es sich zu kämpfen lohnt.
* Die Bevölkerung beträgt etwa 12-15 Milliarden. Die Ernährungsfrage ist problematisch; aus Mangel an landwirtschaftlich nutzbarer Fläche muss der Großteil der Menschheit von Hefe, Soja und ähnlichen Garstigkeiten leben. Lediglich die "Upper Class" kann sich regelmäßig natürliche Nahrung leisten.
* Im Übrigen ist der Lebensstandard in den Blockstaaten höher als in den Satellitenstaaten. In ersteren gibt es Sozialsysteme, vergleichsweise geringe Arbeitslosigkeit bei hoher Produktivität und kurzen Wochenarbeitszeiten, ordentliche Schulbildung und ähnliches. Eigentlich kein ganz schlechtes Leben trotz des miesen Essens, allerdings auch sehr stark durchregelt mit viel Überwachung und geringer persönlicher Freiheit. Während früher die Konzerne die Welt beherrscht haben, sind diese inzwischen längst zusammengebrochen und/oder wurden verstaatlicht, teils mit Waffengewalt, nachdem die durch die Konzernpolitik verursachte Verarmung breiter Bevölkerungsschichten zunehmend untragbar wurde.
In den Satellitenstaaten sieht es schlimmer aus, es gibt aber eine gewisse Varianz. In manchen Regionen wird die Bevölkerung mit einer gewissen Grundversorgung ruhig gehalten, in anderen sieht es schlimmer aus als im 20. Jahrhundert. Hier ist auch das Potential für bewaffnete Auseinandersetzungen am Größten.
* Es existieren Orbitalstädte in der Erdumlaufbahn, in denen einige zehn- bis hunderttausend Menschen leben, und die primär als Raumhäfen und Warenumschlagplätze fungieren. Auch die anderen solaren Kolonien bewegen sich jeweils in der Größenordnung unterhalb einer Million und dienen primär der Rohstofförderung.
Zeitlinie (grober Rahmen):
* die solare Kolonisation begann vor ca. 400 Jahren, zunächst auf dem Mars, dann auf diversen Monden des Jupiter und Saturn. Zu dieser Zeit wurden die dafür benötigten Raumschiffe noch mit Fissionsreaktoren angetrieben (NTR/NSWR).
* vor etwa 250 Jahren wurden zwei große Durchbrüche erzielt: zum einen verlässliche Fusionsantriebe, die die Reisezeiten enorm verkürzten. Zum anderen das FTL-Prinzip, mit dem mehrere Lichtjahre in enorm kurzer Zeit überbrückt werden können. Die Exploration der umliegenden Sonnensysteme beginnt.
* vor etwa 200 Jahren Startschuss zur extrasolaren Kolonisation. An Kolonisten herrscht kein Mangel, viele haben das Gedränge auf der völlig überfüllten Erde satt. Kein Block lässt es sich jedoch nehmen, seine eigenen Kolonien zu gründen. Erklärtes Fernziel ist es, langfristig etwa die Hälfte der Weltbevölkerung auf neue Welten umzusiedeln.
* in den letzten 150 Jahren wurde auch die Technologie zunehmend weiter verbessert. Etwa alle 50 Jahre verdoppelte sich die Leistungsfähigkeit der Raumschiffe. Mittlerweile gibt es bereits Torch-schiffe der 4. Generation auch in Privatbesitz; dennoch sind auch nach wie vor viele Schiffe der 2. Generation im Einsatz, um den unstillbaren Bedarf nach Transportkapazität von Ressourcen und Menschen zu decken.
* Die Gegenwart: einige Kolonien blühen und gedeihen, andere kämpfen ums Überleben. Natürliche Nahrungsmittel sind ein Exportschlager, aber auch seltene Elemente werden gehandelt. Mit dem Wachsen der Kolonien nehmen jedoch auch die Spannungen zu. Manche Blocks neiden anderen deren Siedlungsgebiete, dies könnte zu Kriegen zwischen den Blocks um die Kolonien führen. Auch die Kolonien selber sind nicht alle unbedingt zufrieden mit ihrem Los, da sie vornehmlich als Rohstoffproduzenten ausgebaut werden, während die verarbeitende Industrie auf der Erde bleibt. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit bis zum ersten Unabhängigkeitskrieg. Wir leben in interessanten Zeiten.
Achja: Wie übersetzt man Torchship? Fackelschiff? Fackel? Brenner? Lötlampe?
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