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[SF: Redshift] Setting-Hintergrund

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Funktionalist:
Naja, bei einer ausreichenden automatisierung ist Arbeit etwas anderes als heute und man kann sich beliebig oft neu-ausbilden lassen, ei nsabbatjahrhundert einlegen etc...

SCs wären dann z.B. Menschen, die gerade ein Abenteuer JhD einlegen, sich scannen lassen, um im Todesfall als KI weiterzuexistieren und losziehen...

DIe Unfallrate bestimmt den mögilchen Nachwuchs, der durch Lotterie als REchte verteilt wird.

geht doch alles!
Der durchschnittliche Mensch wird stärker, geschickter und intelligenter sein als heute und doch unter den Maschinenintelligenzen stehen, die nicht böse sein müssen. Trotzdem wird er seinen Platz haben, als sehr effiziente Maschine, die einfach zu versorgen ist, im Vergleich zu den Hightechrechnern...

Es wird Jux-Siedler geben, die sich neue Planeten nach dem Terraforming besiedeln und in 300 Jahren von Steinzeit bis zum Flugzeug alles durchmachen, weil sie es wollen.
Es ist eine Zeit von Überfluß und nahezu unbegrenzten Möglichkeiten!

Thot:

--- Zitat von: Feuersänger am 17.07.2008 | 13:27 ---Völlig unabhängig vom Job. Selbst wenn du offizieller Einreiter im Harem des Pharaos bist (und das wäre so in etwa der genialste Job den ich mir vorstellen kann), wirst du deinen Job irgendwann satt haben. Irgendwann hast du einfach unter Garantie _überhaupt_ keine Lust mehr zu arbeiten.
--- Ende Zitat ---

Man könnte einen neuen Job ergreifen. Oder durch Sparen Kapitalist werden, die Zeit hat man ja.


--- Zitat ---Eben den gibt es nicht. Nehmen wir mal an, die Unsterblichkeitsbehandlung selber ist erschwinglich: Unsterbliche bekommen keine Rente.

--- Ende Zitat ---

Unsterbliche brauchen auch keine Rente, denn Rente ist für Leute, die gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, zu arbeiten.


--- Zitat ---Mal ganz von den anderen Implikationen wie Überbevölkerung abgesehen. Heutzutage werden schon doppelt so viele Menschen geboren wie sterben. Ergo wird durch Unsterblichkeit die Bevölkerungrate mindestens verdoppelt -- oder der Anstieg ginge noch schneller, weil ja die langlebigen, ewig gesunden Menschen auch viel mehr Nachwuchs produzieren können; wie Karnickel in der Gefangenschaft. Und Schwupps, sind wir wieder bei Vonnegut und der staatlich überwachten Geburtenquote. Für jeden Zugang ein Abgang, sonst wird der Neuzugang eben abgegangen. Klingt nicht gerade nach einer Utopie im positiven Sinne für mich.

--- Ende Zitat ---

In einem interstellaren Setting sehe ich das Überbevölkerungsproblem erst mal nicht so richtig. Aber wenn man ein rein erdgebundenes Setting betrachtet: Dann wird sich halt nicht mehr vermehrt, außer, es ist Platz. Also: Erst nach einem Abgang gibt es einen Zugang.

Machen wir uns doch nichts vor, Kinder sind Freude, sie sind aber auch anstrengend, eine Belastung für Partnerschaften, Sexkiller, Armutrisiko, und was nicht alles. Mit ein wenig Marketing kriegt man die Geburtenrate niedrig genug in einer Welt voller gebildeter Unsterblicher.

Vor allem aber: In einer freien Marktwirtschaft wird sich kaum jemand von abstrakten Überbevölkerungsproblemen davon abhalten lassen, das Mega-Bombengeschäft mit der Unsterblichkeit zu machen, sobald er weiss, wie es geht.  ;D


--- Zitat ---Naja Vorsicht, Winterschlaf ist wieder was anderes. Induzierte Hibernation halte ich da für deutlich greifbarer. Das würde aber auch keine potentielle Unsterblichkeit bedeuten, sondern "lediglich" eine Vervielfachung des erreichbaren Alters (ich meine, mal was von 800 Jahren gelesen zu haben, die so drin wären, aber das mag auch eine pseudowissenschaftliche Schätzung gewesen sein).

--- Ende Zitat ---

Siehe oben. ;)


--- Zitat ---Global gesehen und volkswirtschaftlich am vernünftigsten wäre wohl eine Regelung wie in Brave New World: man bleibt sein ganzen Leben jung und knusprig, bis man dann im Alter von ca. 70 Jahren rapide abbaut und den Löffel abgibt.

--- Ende Zitat ---

Oh, keineswegs. Volkswirtschaftlich gesehen ist Tod eine ausgesprochen bescheuerte Idee, weil man die 20-25 Jahre Ausbildungsinvestition ja schon nach 40 Jahren auf den Friedhof trägt. Das ist total unwirtschaftlich. (Ein Auto, das innerhalb von sechs Monaten gebaut wird, aber nur ein Jahr hält, kauft ja auch keiner.)

Aber es ist ja Dein Setting, wenn es Dir so gefällt, mach es so! Nur, man braucht sich da nicht hinter angeblichen Unmöglichkeiten zu verstecken, das ist eine Geschmacksentscheidung, keine wissenschaftlich herleitbare "Wahrheit".

reinecke:

--- Zitat von: Thot am 17.07.2008 | 16:22 ---Aber es ist ja Dein Setting, wenn es Dir so gefällt, mach es so! Nur, man braucht sich da nicht hinter angeblichen Unmöglichkeiten zu verstecken, das ist eine Geschmacksentscheidung, keine wissenschaftlich herleitbare "Wahrheit".

--- Ende Zitat ---
Das möchte ich ganz dick unterstreichen!

Die Sci-Fi-Diskussionen hier am Board waren immer so von "Zwangsbedingungen" gefüllt, die eigentlich nur Geschmack sind. Steht zu eurem Geschmack und schiebt es nicht auf "Realismus" oder ähnliche Fantasien.

Eulenspiegel:
@ Feuersänger
Du kannst auch ein Gattaca Setting haben, ohne dass du die Problematik "perfekte Gene vs. natürliche Gene" thematisieren musst:
Die SCs sind halt einfach alles Leute mit perfekten Genen und die Leute mit den natürlichen Genen werden einfach als Lastenträger eingesetzt. Natürlich darf ein SC auch Mitleid mit den "Naturgeborenen" haben und ihnen helfen wollen. Das zeigt doch aber nur, dass der Spieler sich dafür interessiert.
Ebensogut können den SCs das Schicksal der Naturgeborenen am Arsch vorbei gehen und für die Story völlig irrelevant sein.

Vor 100 Jahren wurden in Amerika zum Beispiel massiv Schwarze und Indianer unterdrückt. - Es gab Filme, die das thematisiert haben und es gab Filme, die diese Problematik einfach nicht thematisiert hatten, sondern einen anderen Schwerpunkt legten.
Es gibt Filme aus der Nachkriegszeit, die die Kriegsinvaliden thematisieren und es gibt Filme, die einfach dieses Thema ignorieren und einen anderen Schwerpunkt setzen.

Und ebenso, wie in einem Film aus den 20ern der Schwarze, der keinen Job bekommt, nur ein Hintergrundrauschen ist für einen Film, in dem es um Prostitution und Alkoholschmuggel geht,
kann man auch eine Story aus dem 25. Jahrhundert ersinnen, in dem der "Naturgeborene", der keinen Job bekommt, nur ein Hintergrundrauschen ist für einen Film, in dem es um organisierte Kriminalität und Rohstoffschmuggel geht.


--- Zitat von: Feuersänger am 17.07.2008 | 05:15 ---Einfach weil es nicht geht. Die genauen Zusammenhänge mag ein Biologe erklären, aber es läuft iirc ungefähr daraus hinaus, dass man unter keinen Umständen lebende Zellen so schnell einfrieren kann, dass sich keine Kristalle bilden würden, und sobald dies passiert (Kristalle) ist es vorbei mit der Zelle. Und selbst wenn, gäbe es hinterher nochmal Probleme mit dem Auftauen.
--- Ende Zitat ---
Jain. Es stimmt, dass es Probleme gibt. Es stimmt aber nicht, dass diese Probleme naturwissenschaftlich unüberwindbar sind:
1) Da Problem mit der Kristallisation kann man (theoretisch) dadurch umgehen, dass man dem Körper Gefrierschutzmittel beimischt. (Das große Problem heutzutage ist halt, dass alle heutigen Gefrierschutzmittel giftig sind. Man müsste als ein ungiftiges Gefrierschutzmittel entwickeln.)
2) Eine weitere Möglichkeit wäre theoretisch, das Wasser aus dem Körper durch eine andere Flüssigkeit zu ersetzen. (Hier ist natürlich auch das Problem, eine Flüssigkeit zu finden, die nicht kristallisiert und die die benötigten Eigenschaften wie das Wasser besitzt.)
(Anmerkung: Für Luft hat man zum Beispiel eine Flüssigkeit gefunden, die Luft komplett ersetzen kann. - Das stärkt die Hoffnung, dass man irgendwann auch eine Flüssigkeit finden wird, die Wasser ersetzen kann.)
3) Ein weiteres Problem bei Warmblütern ist, dass sie nicht gleichmäßig abkühlen. Man müsste alle Organe gleichmäßig abkühlen, damit einige Organe, die bis zum Schluss laufen (das sind bezeichnenderweise gerade das Gehirn), nicht absterben, weil das Herz schon eingefroren ist.
Aber auch hierfür gibt es keine naturwissenschaftliche Begründung, dass es unüberwindbar ist.


--- Zitat von: Thot am 17.07.2008 | 09:28 ---Sollte ich diese Meinung ändern, kann ich mich auch dann einfach umbringen, in dem ich das Atmen einstelle.
--- Ende Zitat ---
Nein, kannst du nicht:
1) Solltest du das atmen einstellen, wirst du irgendwann bewusstlos. Sobald du bewusstlos wirst, beginnt die Atmung wieder automatisch.
2) Solltest du es irgendwie schaffen, auch im bewusstlosen Zustand die Atmung auszusetzen, so wirst du künstlich beatmet.

So einfach entkommst du der Ärztemaschinerie dann doch nicht.

Thot:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 17.07.2008 | 16:33 ---[...]
So einfach entkommst du der Ärztemaschinerie dann doch nicht.

--- Ende Zitat ---

Würde ich auch nie wollen. Ich will ja weiterleben. ;)

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