Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau

[SF: Redshift] Setting-Hintergrund

<< < (18/68) > >>

Chaos:

--- Zitat von: The Lifter am 20.07.2008 | 11:55 ---Die Anzahl von Leuten dürfte in so einem Kriegssetting eine sehr untergeordnete Rolle spielen.
Wenn überhaupt noch Menschen mit Waffen teilnehmen.

Krieg in so einer Zeit wird vermutlich eher von Programmierern jedes Alters geführt.

--- Ende Zitat ---

Auf den Kolonien nicht unbedingt. Die sind sicher nicht so durchtechnisiert wie die Erde, daher können Menschen mit Waffen noch einiges ausrichten. Auf der Erde kann ein Hacker Wahnsinnsschäden anrichten, wenn er die Stromversorgung einer Großstadt lahmlegt. Auf einer Kolonie gibt es vielleicht gar keine zentrale Stormversorgung, die man lahmlegen kann, sondern eher Solarzellen auf jedem Dach - und es gibt vielleicht auch gar keine Großstädte, wo man gehäuft Schäden anrichten könnte.
Wenn Technik nur sauteuer und in kleinerer Anzahl von der Erde kommt, werden die Kolonisten sich auch nicht im gleichen Maße von der Technik abhängig machen, wie es die Erdlinge tun.

Wobei... ich denke jetzt an offene Kolonien im Grünen. Auf den Marskolonien, die Feuersänger erwähnt hat, ist Computersabotage sicher die Waffe erster Wahl.

Thot:

--- Zitat von: Chaos am 20.07.2008 | 14:41 ---Auf den Kolonien nicht unbedingt. Die sind sicher nicht so durchtechnisiert wie die Erde, daher können Menschen mit Waffen noch einiges ausrichten. Auf der Erde kann ein Hacker Wahnsinnsschäden anrichten, wenn er die Stromversorgung einer Großstadt lahmlegt. Auf einer Kolonie gibt es vielleicht gar keine zentrale Stormversorgung, die man lahmlegen kann, sondern eher Solarzellen auf jedem Dach - und es gibt vielleicht auch gar keine Großstädte, wo man gehäuft Schäden anrichten könnte.
Wenn Technik nur sauteuer und in kleinerer Anzahl von der Erde kommt, werden die Kolonisten sich auch nicht im gleichen Maße von der Technik abhängig machen, wie es die Erdlinge tun.
[...]

--- Ende Zitat ---

Aber würden nicht auch auf erdähnlichen Planeten gelegene Kolonien (und außer fürs Terraforming ergeben andere wohl nicht wirklich Sinn) die gefährliche Kampfarbeit von Robotern gemacht? Ich meine, wenn es echte Roboter gibt, dann sind sie wahrscheinlich in dem Setting auch zur Selbstreproduktion fähig, und dann ist es für die Kolonisten sehr einfach, an neue Roboter zu kommen, sofern sie wenigstens einen mitgenommen haben, als sie ihre Siedlung gründeten.

Chaos:

--- Zitat von: Thot am 20.07.2008 | 21:20 ---Aber würden nicht auch auf erdähnlichen Planeten gelegene Kolonien (und außer fürs Terraforming ergeben andere wohl nicht wirklich Sinn) die gefährliche Kampfarbeit von Robotern gemacht? Ich meine, wenn es echte Roboter gibt, dann sind sie wahrscheinlich in dem Setting auch zur Selbstreproduktion fähig, und dann ist es für die Kolonisten sehr einfach, an neue Roboter zu kommen, sofern sie wenigstens einen mitgenommen haben, als sie ihre Siedlung gründeten.

--- Ende Zitat ---

Ich denke, nein. Erstens können Roboter, außer wenn sie eine wirklich voll entwickelte KI haben, die wohl außerhalb des Bereichs von Feuersängers Szenario liegt, in besitmmten Bereich nicht mit Menschen mithalten. Da wäre zum einen das Treffen von Entscheidungen auf Basis unzureichender Information, und zum anderen der Umgang mit Parametern, die sich nicht quantifizieren lassen, und natürlich Eigeninitiative. Klar, eine verbesserte Form der Drohnen, wie sie z.B. die USA zur Zeit einsetzen, gibt es sicher, aber autonome Kampfroboter a la Terminator sicher nicht.
Zweitens ist es deutlich schwieriger, Roboter am Ende einer langen Nachschublinie einsatzbereit zu halten, als Menschen - nicht zuletzt, weil die Kolonien nicht so furchtbar viel der hochentwickelten technologischen Infrastruktur haben, die man braucht, um Roboter zu betreiben, andererseits aber alles, was zum "Betreiben" menschlicher Soldaten nötig ist (primär Nahrung und medizinische Versorgung) bereits für zivile Zwecke reichlich vorhanden ist.
Selbst replizierende Roboter sind wieder so eine Sache... dagegen dürfte es reichlich Vorurteile geben, gerade weil sowas ziemlich aus dem Ruder laufen kann, wenn man nicht aufpasst.

Eulenspiegel:
Es gibt im Prinzip drei große Kampfeinheiten:

[*]Menschen, die direkt vor Ort agieren.
[*]Dronen, die von Menschen gesteuert werden. Diese haben den Nachteil, dass sie sehr anfällig gegenüber ECM sind.
[*]Roboter mit autarker KI. Wie sinnvoll solche Einheiten sind, hängt davon ab, wie weit die KI-Forschung im Setting ist.
[/list]

Ansonsten sind ja auch menschliche Soldaten ungleich menschliche Soldaten:[*]Man kann Menschen einfach eine Waffe in die Hand drücken und sie kämpfen lassen. Vorteil: extrem billig und leicht zu tarnen.
[*]Man kann Menschen einen Panzer geben: Vorteil: Sehr schwer zu zerstören und schnell. Nachteil: Kommen nicht durch unwegsames Gelände (z.B. Gebirge)
[*]Oder man gebe den Soldaten Exoskelette und habe einen Mechkrieger. Nachteil: Sehr teuer.
[*]Man setze Menschen vor dicken Kanonen. - Also entweder herkömmliche Artillerie oder man setze sie in Raumschiffe und hat dann ein Orbitalbombardement.
[/list]


--- Zitat von: The Lifter am 20.07.2008 | 21:41 ---Was soll daran so schwierig umsetzbar sein? Selbstschussanlagen gab es ja schon an der DDR-Grenze.
--- Ende Zitat ---
Das Problem an Selbstschussanlagen ist:
1) Sie sind stationär und können sich kaum taktisch bewegen.
2) Sie schießen auf alles was sich bewegt. (Beschissene Freund-Feind Kennung.)
3) Sie besitzen kein taktisches Handeln: Wenn mehrere Gegner angreifen, weiß die Anlage nicht, welchen Gegner sie zuerst angreifen soll.

Feuersänger:
Hui, ganz schön was zusammengekommen. Also der Reihe nach.


--- Zitat von: Eulenspiegel am 20.07.2008 | 02:12 ---Überlege dir zuerst, was die SCs vom Hintergrund her sein sollen. Das andere ergibt sich meistens von selbst.
--- Ende Zitat ---

Ich dachte da primär an folgende Okkupationen:
* freischaffender Händler / Freelancer (Trampfrachter, Schmuggler, etc.)
* Kolonist, wie von dir beschrieben
* im U-Krieg können da jeweils auch Freibeuter draus werden.

Andere Optionen wie Militär etc. würd ich jetzt zwar nicht ausschließen, aber nicht den Fokus drauf legen. Ungefähr so, wie wenn man bei Shadowrun eine Söldner- oder Polizeikampagne spielt.


--- Zitat ---5) Schau dir mal unbedingt die Serie Firefly an. Da bekommst du sicherlich auch ein paar gute Ideen für Plots.
--- Ende Zitat ---

Kenn ich, hab ich, lieb ich. ^_^ Firefly ist famos. Zu schade, dass es da nur 14 Folgen von gibt.


--- Zitat ---D&D: Man sieht den Gegner, kloppt kräftig drauf und wer zuerst und am stärksten draufgekloppt hat, hat gewonnen.
--- Ende Zitat ---

Bei D&D gibt es aber auch diverse Resistenzen, Immunitäten und andere Effekte, sowie taktische Manöver wie Sneak Attack etc. Beim Raumkampf ist es so, dass er umso langweiliger wird, je realistischer man ihn macht. :/


--- Zitat ---Im Weltraumkampf kann man noch wie folgt Abwechslung bringen:
1) Man kämpft gegen wendige Gleiter.
2) Man kämpft gegen schwere Pötte.
3) Man versucht einen Frachter zu entern, bevor Verstärkung eintrifft.
4) Man versucht einen Frachter zu verteidigen, bis Verstärkung eintrifft.
5) Man flieht vor einer Übermacht. (In einen Asteroidengürtel?)
6) Man verfolgt den unterlegenen Feind.
7) Man kämpft in der Atmosphäre eines Planeten.

--- Ende Zitat ---

Die erste Frage ist, mit welchen Waffen man kämpft, weil das die Kampfweise enorm bestimmt. Und da sieht es so aus, dass Laser einfach Über sind, was Reichweite, Zielgenauigkeit und Power angeht. Wenn also eine Seite über Laser verfügt, brauchen die anderen mit ihren Railguns gar nicht erst anfangen. Ich werde aber die technischen Limits bei diesen Lasern so eng wie möglich stecken, damit es nicht zwingend One Hit Kill Waffen  sind.
(Aber das würde wieder in den Technologie-Thread gehören, wofern noch nicht besprochen)

Wendige Gleiter vs Schwere Pötte ("Needles versus Bricks") ist in einschlägen SF-Newsgroups/Foren so ein klassischer, ewiger Purple/Green-Streit. Ich persönlich bin ja großer Fan von "Needles". ;)

Zu 5) Asteroidengürtel sind, wenn wir realistisch bleiben, keine geeigneten Verstecke. Man kann mitten durch unseren systemeigenen AG durchfliegen und wird höchstwahrscheinlich keinen einzigen Asteroiden zu Gesicht bekommen.

Zu 7) erinnert mich an Firefly: "Sie müssten verrückt sein, uns hier rein zu folgen" *bumm*

So, weiter mit Turning Wheel's Beitrag:

--- Zitat ---Dann ist das halt ein Setting, in dem man immer nur einzelne Abenteuer oder kurze Kampagnen spielt. Was wäre schlecht darant?
--- Ende Zitat ---

Sowas gefällt mir persönlich nicht. Ich bin mehr für längere Kampagnen bzw vor allem für langfristige Charakterentwicklung. (Darum konnte ich auch mit Spielen, in denen man die Charakterbögen stapelweise verheizt, noch nie was anfangen.) Ein Spieler soll sich einen Charakter machen, mit ihm identifizieren, und daran erfreuen mitzuerleben, wie er reich und berühmt wird.

@Chaos:

--- Zitat ---Na ja, was da geschlussfolgert hast, war halt überhaupt nicht das, was ich ausdrücken wollte.
--- Ende Zitat ---

Oh, das tut mir leid. ^^ Aber so hat es sich mir halt unterm Strich dargestellt.

Ansonsten bin ich mit dem, was du in deinem letzten Beitrag geschrieben hast, großteils einverstanden. Da lässt sich einiges draus machen.


--- Zitat ---Ich freu mich schon drauf. So wie sich dein Setting bisher entwickelt, würde ich es auf jeden Fall spielen wollen.
--- Ende Zitat ---

Super, das freut mich zu hören. ^^

@Thot:

--- Zitat ---Aber würden nicht auch auf erdähnlichen Planeten gelegene Kolonien (und außer fürs Terraforming ergeben andere wohl nicht wirklich Sinn) die gefährliche Kampfarbeit von Robotern gemacht? Ich meine, wenn es echte Roboter gibt, dann sind sie wahrscheinlich in dem Setting auch zur Selbstreproduktion fähig, und dann ist es für die Kolonisten sehr einfach, an neue Roboter zu kommen, sofern sie wenigstens einen mitgenommen haben, als sie ihre Siedlung gründeten.
--- Ende Zitat ---

Also als erstes - und um generell auf das Thema Menschen oder Roboter im Kampf einzugehen - erinnere ich an Burnside's Zeroth Law: Science fiction fans relate more to human beings than to silicon chips.
Ein Kampf Roboter gegen Roboter, Drohne gegen Drohne würde keinen Hund hinterm Ofen vorlocken. Und wenn es noch so logisch wäre, sich die Kampfarbeit von Maschinen abnehmen zu lassen, wäre es einfach langweilig für den Leser/Spieler, und darum soll man das nicht machen.
Ferner werden Roboter generell relativ beschränkt sein. Die meisten werden ziemlich spezialisiert auf ihre vorgesehene Arbeit und nur bedingt zu anderen Zwecken einsetzbar sein. Die Form wird der Funktion folgen und nicht menschenähnlich; die KI rein zweckbezogen sein, ohne Selbsterkenntnis oder Persönlichkeit. Ein Bauroboter ist ein besserer Bagger, und kein LtCdr. Data, dem jemand eine Schaufel in die Hand gedrückt hat.
Daraus folgt ferner, dass sie sich nicht selbst replizieren können, außer natürlich in mit Roboterbaurobotern ausgestatteten Roboterfabriken.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln