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[PtA] Ein paar Neulings-Fragen
Nocturama:
Da hast du völlig recht, das ist nicht btb. In dem Conflict gibt es das Problem aber imho nicht, da der Producer (normalerweise) sein Budget nach "Dramatik" des Conflicts ausgibt. Er macht mit seinem Gegenbieten den Ausgang des Conflicts spannend, das sehe ich als seine Aufgabe an.
Ein Problem entsteht manchmal, wenn man als Spieler nur einen der beiden verlieren sehen will und seine Fanmail an den Producer gibt, aber dafür habe ich noch keine befriedigende Lösung gefunden.
Toastbrots Vorschlag funktioniert dann gut, wenn ein Spieler seinen Protagonisten eigentlich verlieren sehen will. In dem Fall kann es spannender sein, andersherum zu setzen (also gegen die Interessen des Protagonisten). Man fiebert dann einfach mehr mit, ob man gewinnt oder verliert UND beide Seiten setzen mehr Ressourcen ein.
Travian Norfold:
OK, dann das Beispiel nochmal andersrum: Ich möchte gern, dass Flower Nicks Vertrauen gewinnt, weil es im Piloten erstmal darum geht, dass sich die Gruppe überhaupt zusammenfindet (und zwar auf einer halbwegs freiwilligen Basis). Die Vertrauensfrage soll dann erst in einer späteren Folge richtig eskalieren. Ich will aber gleichzeitig, dass Nick seine Unschuld verliert, weil das seine Charakterentwicklung anheizt. Jetzt kann ich ja schlecht dem Spieler von Flower sagen, er soll mal ihre Stakes so setzen: "Flower will nicht Nicks Vertrauen gewinnen". Das wäre Unsinn.
Warum ich so auf btb beharre:
--- Zitat von: KillerOfDeath ---man lernt am besten, wenn man für den Anfang ganz stur nach den Regeln spielt
--- Ende Zitat ---
Der Rat
--- Zitat von: Toastbrot ---Und da würde ich auch als Anfänger einmal btb ignorieren.
--- Ende Zitat ---
widerspricht dem halt irgendwie schon ;-). Und wie oben beschrieben: Wir haben ja trotz meiner Bemühungen nicht btb gespielt, weil wir viel vorausgeplant hatten und die Konflikte am liebsten gar nicht mechanisch gelöst hätten. Nur ist das dann - wie wir oben auch schon irgendwann festgestellt haben - eben nicht mehr PtA.
oliof:
OK, die Stakes sind:
Gewinnt Flower Nicks Vertrauen?
Was sagt uns das darüber, wie Flower das anstellt? Genau nichts. Also spielt man ein bißchen aus, wie Flower Nick um den Finger wickelt und in Sicherheit wiegt, und dann passiert etwas, an dem das Scheitern kann – Flower trifft mit einer Floskel einen wunden Punkt von Nick, der sich daran erinnert, wie sein Vater ihn manipuliert hat, um genau das zu tun, was für einen Industriellensohn richtig ist zum Beispiel – und Nick reagiert … wie? Wissen wir nicht. Also greifen wir zu den Karten. und dann ist ja auch noch die Frage: Was passiert, nachdem Flower Nicks Vertrauen gewinnt oder nicht gewinnt? Wenn es ihr nicht gelingt: Macht er gute Miene zum bösen Spiel? Merkt sie, dass er misstrauisch ist? etc.pp. Da ist dann die Trennung zwischen Erzählrecht und Konfliktgewinn wichtig.
Ein spezielle Problem bei Eurer Testrunde scheint mir zu sein, dass es jede Menge Konflikte zwischen den Protagonisten zu geben schien, viel weniger aber zwischen den Protagonisten und Nebenfiguren, die der Producer spielt[1]. Oder liegt das nur an der Wahl der Beispiele?
[1] Ja, kann man machen, gibts im Fernsehen ja auch. Muß aber nicht ständig sein, und führt zu Änderungen im Spielfluß, weil der Producer sein Budget nicht einsetzen kann etc.
Nocturama:
Hm, dann würde ich entweder einen ganz anderen Stake setzen oder sich darauf einigen, dass Nick trotz seines Mißtrauens mit den anderen zusammenarbeitet. Das kann man ja machen.
Einen Konflikt setzen, wenn man ganz eindeutig einen Ausgang besser findet und sich keine Alternative vorstellen kann, würde ich nicht machen. Da würde ich lieber einen ganz anderen Konflikt suchen oder in dieser Szene auf den Konflikt verzichten.
Andererseits: das Schöne bei PtA ist ja (u.a.) seine Unberechenbarkeit. Dann mißtraut Nick Flower eben von Anfang an. Schauen wir mal, was sich daraus entwickelt!
Wie gesagt, ich würde als Producer mein Budget immer nach der Wichtigkeit des Konflikts ausgeben und nicht nach möglichem Ausgang. Als Producer ist man in Konflikten immer die Opposition.
Man muss das mit dem Stakes umdrehen ja auch nicht machen. Wir machen das manchmal, wenn man als Spieler den Protagonisten lieber verlieren sehen will. Sonst kann es zum "unterbieten" kommen.
Man kann natürlich auch einfach einen anderen Konflikt suchen, den auch der Spieler gewinnen will.
oliof:
Stakes umdrehen hab ich bisher noch *nie* gemacht. Keine Konflikte gespielt, wenn es keine Unstimmigkeiten über den Ausgang einer Szene gab, sehrwohl.
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