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Eure Meinung: nWoD als Nachfolger der oWoD
Samael:
--- Zitat von: Drudenfusz am 21.03.2009 | 03:46 ---Also für mich liegen D&D und DSA vom Setting näher beieinander als oWoD und nWoD.
--- Ende Zitat ---
Ach komm.
Waldviech:
Halte ich ebenfalls für recht übertrieben. Wie nah oder fern sich oWoD und nWoD sind, liegt imho auch stark an den jeweiligen "Fraktionen". Die Vampire sind sich in beiden Inkarnationen noch sehr sehr ähnlich (die größten Unterschiede dürften wohl sein, daß die Generation durch Potestas ersetzt wurde und das die Vampis nun auch Spaß am Poppen haben dürfen - das war´s rein spieltechnisch.). Bei Changelings und Huntern hingegen schaut die Sache schon völlig anders aus - da darf man tatsächlich von einer ganz anderen Baustelle reden (insbesondere beim vielseitigen und besseren neuen Hunter)
Koenn:
Setting: Hier schwanke ich zwischen besser und schlechter. Es ist endlich eine Welt, in der der Vampir nicht überall das Sagen hat, endlich sind Vampire nur noch regional und endlich ist Human: The Victim abgeschafft. Allerdings fehlt der schöne epische Plot von früher, es ist mit 5 Parteien nun sogar noch mehr langweiliges politisieren (so hab ich das ganze miterlebt).
Aber man hätte entweder ein ganz neues Vampire mit neuen Namen auf den Markt bringen sollen, oder das alte weiterspinnen sollen, den Eindruck des frisch aufpolierten mit wenig Neuem macht es auch auf mich.
Regelwerk: Aus düster wird Emo; qualitativ sind White Wolf Bücher schon ganz weit unten (vergleiche mal mit WotC Bücher, meilenweite Unterschiede), nur die Farbe rot ist finde ich Kitsch pur, da gefallen mir die alten Bücher mehr.
Sprache: Auf englisch bleibt White Wolf eine Qual. Und Übersetzungen von White Wolf sind üblicherweise genauso schlecht geblieben wie früher.
Regeln: Ich halte die Regel gegen eine feste Schwierigkeit von acht für sehr schlecht. Früher hatte man mit schwachen Fertigkeiten und Attributen wenigstens noch annähernd eine Chance, jetzt regiert das pure Glück. Das Powerniveau ist für meine Begriffe zu schwach.
Meine Erfahrungen: Ich persönlich kenne niemanden, der die nWoD spielt, und das, dass ich grob 6 mal pro Jahr auf Cons gehe, und in meinem Freundeskreis ein knappes Dutzend Vampirespieler sind, die diesselbe Meinung vom Spiel haben wie ich. Wenn ich auf Cons bin, werde ich gefragt, ob ich die alte WoD leite, ältere WoD-Spieler wollen auch nur das alte System spielen, genauso wie sie bei SR 2 und 3 bleiben, oder bei AD&D oder D&D 3.5.
MfG
Finarfin:
Ich persönlich bin nach Jahren der oWoD doch sehr von der nWoD angetan, was aber auch damit zusammenhängt, dass mich einige Sachen bei der oWoD immer genervt haben, und genau das geändert wurde:
1) Fehlende Hintergrundübereinstimmung bei den einzelnen Teilspielen der oWoD: Bei Werwolf hatten die Vampies was mit dem Wyrm zu tun, bei Vampire aber nicht. Wyrm, Wild und Weber kamen zwar sowohl bei Werwolf als auch bei Mage vor, aber waren dennoch irgendwie nicht vergleichbar.
2) Fehlendes Machtgleichgewicht: Bei der oWoD hat ein frisch erschaffener Werwolf einen frisch erschaffenen Vampir auseinander genommen, bei der nWoD ist das ganze deutlich ausgewogener (zwar immer noch nicht ideal, aber ein Schritt in die richtige Richtung).
3) Bei Vampire hatte man zunächst eine begrenzte Menge an Clans, die fast völlig überkreuz die Clansdiszies gemeinsam hatten, dann kamen plötzlich immer wieder neue Clans, mit jeweils zwei allgemeinen und einer eklusiven Disziplin. Das ganze passte nicht mehr so richtig zusammen. Dieses Problem wurde beseitigt, der Clanaufbau klarer strukturiert, neue "Clans" sind "nur" Blutlinien, die man nachträglich auf seinen Standard-Ventrue/Gangrel/Daeva aufsetzen kann, so dass man, wenn man einen neuen, coolen Typ Vampir entdeckt, keinen neuen Charakter braucht.
3) Die Generation wurde nun abgeschafft und durch Potestas ersetzt. Damit gibt es keine ultra-übermächtigen, uralten Supervampire mehr, so dass die Rebellion des eigenen Vampirs gegen die Ahnen mehr Sinn macht: er kann Erfolg haben!
4) Ich mochte den Metaplot noch nie! Die freiere Weltgestaltung kommt meinen Bedürfnissen wunderbar entgegen. Eine grundsätzliche Feindschaft zwischen Werwölfen und Vampiren gibt es nicht, man kann sie aber einbauen, wenn man will. Endlich die Freiheit, die ich will, zusammen mit den vergleichbareren Charakteren sind so Crossoverrunden viel einfacher geworden (klar, Schwierigkeiten gibt es immer noch, ein Vampir hat in der Geisterwelt nichts zu suchen, aber einen "unabhängigen" Werwolf kann man wunderbar in die Vampirstory einbauen).
5) Der Aufbau der Attribute in Körperlich, Geistig und Sozial einerseits und Aktiv, Subtil und Passiv andererseits ist mMn eleganter.
--- Zitat ---es ist mit 5 Parteien nun sogar noch mehr langweiliges politisieren (so hab ich das ganze miterlebt).
--- Ende Zitat ---
Das habe ich anders erlebt, was aber auch daran lag, dass ich nicht alle 5 Bünde in die Stadtpolitik eingebaut hatte: Statt 7 Camarilla-Clans im Streit hatte ich 3 Bünde als Stadtregierung, statt 2 Sabbat-Clans hatte ich 2 verbotene Bünde. Die Bünde hatte ich zudem wenig geschlossen dargestellt, so dass es eigentlich weniger Bundesfraktionen als vielmehr mächtige Einzelvampire gab.
Haukrinn:
Leute, dass Vampire nur eins von vielen WoD-Spielen ist, wisst ihr aber schon, oder?
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