Autor Thema: Soziale Riten in RPG Settings  (Gelesen 5640 mal)

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Offline Beral

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #25 am: 11.03.2009 | 22:20 »
Was ich eher glaube: Es gibt viel zu viele Leute, die viel zu wenig Ahnung davon haben, wie man eine lebendige Spielwelt schreibt, aber viel zu leicht ihr Setting in Hochglanzbüchern (wahlweise PDF) auf den Markt werfen können.
Dem würde ich zustimmen. Nur, wie bastelt man eine lebendige Spielwelt für ein Rollenspiel? Die Rollenspieltheorie, wie ich sie zur Zeit überblicke, gibt dafür nichts, aber auch gar nichts her. Und ohne Theorie ist die Erarbeitung von komplexen Welten nur ein Zufallsprodukt, das nur mit der Wahrscheinlichkeit eines Lotterietreffers auch ein gutes Zufallsprodukt wird. Bei den Weltenbastlern habe ich bis jetzt auch keine Theorien gefunden.

Ich arbeite dran. Trete dem Klub bei. :)

Natürlich ist anzunehmen, dass die angeblich oberflächlichen Settings nur deshalb florieren, weil sie auch gewünscht sind. So frage ich mich z.B. auch, ob "Deutschland sucht den Superstar" so erfolgreich ist, weil die Leute das wirklich sehen wollen. Wie dem auch sei, es gibt ja auch die arte-Gucker. Aber die sind in der Unterzahl und werden es vermutlich auch bleiben. Als arte-Zuschauer sollte man aber nicht auf RTL rumhacken, das wird RTL nicht zu einem Kultursender machen; statdessen sollte man zusehen, dass arte weitersendet.
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Offline Falcon

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #26 am: 11.03.2009 | 23:14 »
Zitat
Die Rollenspieltheorie, wie ich sie zur Zeit überblicke, gibt dafür nichts, aber auch gar nichts her.
Das kann auch der Kern des "Problems" sein. Das richtig aufwändig ausgearbeitete Settings mittlerweile selten und schwer zu finden sind scheinen die meisten im Thread ja ähnlich zu sehen.
Ich habe den Eindruck, vieles von den Inhalten wurde durch RPG theoriebezogenes Design einfach wegrationalisiert weil es "nicht mehr effektiv" ist oder "keinen Zweck mehr erfüllt".
 
ich merke ja, daß ich zu Anfang auch immer wieder auf die Settings mit den effektvollen, knalligen Konzepten reingefallen bin, deren sich immer wiederholende Inhalte einem spätestens nach dem 10mal zum Hals raushängen.
Und dann heisst es immer: "Jaaa, man muss halt selber Kreativ sein, man kann doch alles ausgestalten was man will und wer das nicht mach ist halt ein schlechter Rollenspieler".
aber
1. sehe ich mich nicht dafür zuständig Settings zu ende zu schreiben, die andere Leute erdacht haben und
2. kostet es mehr Aufwand, die man dann nicht mehr für andere Themen hat.
« Letzte Änderung: 11.03.2009 | 23:17 von Maltese Falcon »
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Offline reinecke

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #27 am: 11.03.2009 | 23:18 »
Also es gibt sogar Rollenspieltheorie über Settings!
Einen Beitrag dazu kenne ich mindestens, ist aber auf englisch(!). Ich suche den mal raus, moment.
EDIT: verdammt ist bei amagi-games und die seite ist weg oder nicht erreichbar.

Aber ich denke sowieso, dass es dir, falcon, ohnehin bloß um das RSP-Theorie-Gebashe geht, so wie einem Bourgouis um Kommunistenhetze (wobei ich hier nicht Rollenspieltheorie mit Kommunismus vergleichen will) (oder gar andersrum). ;)
Denn mit dem Thema hat das nichts zu tun. Also verstehe generell nicht, was das mit den Settings zu tun hat.
« Letzte Änderung: 11.03.2009 | 23:22 von reinecke »

Offline Falcon

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #28 am: 11.03.2009 | 23:40 »
Theoriegebashe, das ich nicht lache. Mal davon abgesehen, daß die Theorie den Aufwand nicht wert ist, ich sie seit längerem vor zig Leuten verteidige, die Begriffe selber benutze (sogar GNS), das Wort in dem Thread vielleicht 2 mal aufgetaucht ist und Beral und nicht ich das Thema Theorie massiv aufgegriffen und angegriffen hat, habe ich eher den Eindruck du hoffst mit diesem Zündeln auf einen kleinen Flamewar.
Aber ich hoffe den wird es nicht geben.

Settingtheorie fände ich aber mal interessant.

zum Thema:
Da fällt mir auch gerade die SettingChallenge ins Auge. Das finde ich schon... ich will nicht sagen armselig aber es zeigt auf jeden Fall welchen Stellenwert das Setting im Rollenspiel mittlerweile hat: Mal eben schnell in 120Stunden und 5000 Zeichen ein Setting dahinklatschen.

Vielleicht heisst es auch irgendwann: "ich hab schon mal ein Rollenspiel gemacht" sondern "Dieses Jahr habe ich schon 3 Rollenspiele rausgebracht und du?".
Daran passen sich ja auch die Spielruden an. Von vielen liest man hier dieses und jenes Setting ist ja so toll..... aber nur für One-Shots, dafür werden aber 10Settings gleichzeitig gespielt (die meisten wohl nur 2-3 mal, dann sind sie irgendwie nicht mehr so toll).

p.s.
ach so, dieser link zu Nova. Ich kenne die Seite. Da tut sich seit Urzeiten nix, ich finde auch keine Möglichkeit wie man an die Vollversion kommt. Und es macht nicht den Eindruck, daß es seit 1996 fertig geworden ist.
« Letzte Änderung: 11.03.2009 | 23:43 von Maltese Falcon »
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Offline reinecke

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #29 am: 11.03.2009 | 23:51 »
Flamewar, dass ich nicht lache!  ~;D

Settingtheorie:
Also der Beitrag auf Amagi-Games erklärte, wie es möglich ist, schnell konfliktlastige Kulturen aufzubauen. Ausgegangen wird dabei von einem Problem, für dass dann mindestens 2 Lösungen überlegt werden, diese werden zu Kulturen aufgebaut und innerhalb dieser Kulturen wird dann das gemacht... ach ich weiß nicht mehr.
Das Beispiel hatte was mit Wüste und Wasserknappheit zu tun.

Und am Ende kommen dann auch so Sachen wie Initationsrituale heraus, also genau das, was du suchst. ;)

@Settingchallenge
Armselig? ^^
Was meinst du mit dahinklatschen?

Offline Beral

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #30 am: 11.03.2009 | 23:54 »
Oh Gott, es gibt einen ganzen Beitrag über Setting-Theorie! Leider nur auf englisch und derzeit nicht erreichbar, aber das macht ja nichts; am Theoriemangel kann es dann jedenfalls nicht liegen.  ::)

Polemik beiseite. Es geht nicht ums Theorie-Bashing. Es gibt nicht mal irgendwelche Theorien, die man bashen könnte.
Und was hat wohl Setting-Theorie mit dem Thema Setting-Erstellung zu tun?

Ich habe den Eindruck, vieles von den Inhalten wurde durch RPG theoriebezogenes Design einfach wegrationalisiert weil es "nicht mehr effektiv" ist oder "keinen Zweck mehr erfüllt".
Solcherart Reduktionismus ist typisch, wenn ein neuartiges Gebiet systematisch erschlossen wird. Das wird sich ändern und ändert sich bereits. Und wenn ausgefeilte, tiefgründige Spielwelten sinnvoll sind, werden sie irgendwann kommen.
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Offline Pyromancer

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #31 am: 11.03.2009 | 23:55 »
Da fällt mir auch gerade die SettingChallenge ins Auge. Das finde ich schon... ich will nicht sagen armselig aber es zeigt auf jeden Fall welchen Stellenwert das Setting im Rollenspiel mittlerweile hat: Mal eben schnell in 120Stunden und 5000 Zeichen ein Setting dahinklatschen.

Du, normalerweise machen wir das mit Regelsystemen.  ::)
Ihr findet mich im Traveller-Kanal: https://www.tanelorn.net/index.php/board,380.0.html

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #32 am: 11.03.2009 | 23:56 »
Zitat
Also der Beitrag auf Amagi-Games erklärte, wie es möglich ist, schnell konfliktlastige Kulturen aufzubauen. Ausgegangen wird dabei von einem Problem, für dass dann mindestens 2 Lösungen überlegt werden, diese werden zu Kulturen aufgebaut und innerhalb dieser Kulturen wird dann das gemacht... ach ich weiß nicht mehr.
Das Beispiel hatte was mit Wüste und Wasserknappheit zu tun.

Habe ich einen Link übersehen? Wenn ja, würde mich jemand mit der Nase drauf stoßen und wenn nicht, ihn vielleicht posten ^^
Danke.


Offline reinecke

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #33 am: 12.03.2009 | 00:02 »
Und wenn ausgefeilte, tiefgründige Spielwelten sinnvoll sind, werden sie irgendwann kommen.
Stimmt, weil die Nachfrage regelt das Angebot und der Fortschritt ist unaufhaltsam!  wtf?
Naja, wenn sie kommen, dann wohl von jemanden, der das gut findet.

 :mimimi:

-> Der Beitrag bei Amagi-Games war eine Anleitung kein Gesülze über Abstrakta, falls das falsch rüberkam.

@Laterna
ich finde den originalbeitrag leider nicht.
(EDit: rätsels lösung: die seite ist down)
« Letzte Änderung: 12.03.2009 | 00:06 von reinecke »

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #34 am: 12.03.2009 | 00:08 »
Zitat
ich finde den originalbeitrag leider nicht.

Schade. Klang sehr interessant. Ich finde da auch nur einen Blog mit ca 7 Artikeln.
Zu Settings/Kulturen ist nichts dabei. Ehrlich gesagt bin ich sogar zu blöd eine Email-Adresse zu finden um diesen Artikel anzufragen :(

Naja, was solls.
Wenn du mal Lust und Laune hast ein bisschen mehr dazu zu erzählen fänd ich das Klasse.


Offline scrandy

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #35 am: 12.03.2009 | 00:18 »
Zitat
Mal eben schnell in 120Stunden und 5000 Zeichen ein Setting dahinklatschen.
Ich finde ehrlich gesagt diesen Kommentar nicht gerade konstruktiv. Es ist nämlich eine Frage der Präferenzen, wie lange man für ein Setting braucht. Die Grundidee, der Kern des Settings kann nämlich durchaus in kurzer Zeit, bei einem zündenden Einfall, entstehen. Und diese Idee kann durchaus schon besser sein als die Kernidee von DSA. Wenn man diese Kernidee ausbaut, dann kann man in 120 Stunden schon ein richtig gutes Setting bauen, dass auch für längere Kampagnen hält. Eine grosse Spielwelt wie DSA sie vorgibt ist eh nicht durch das einfache Schreiben der Welt entstanden, sondern durch Jahrzehnte lange Wechselwirkung von Fans und Autoren. Deswegen sollte man auch kein neues Setting mit DSA vergleichen und auch kein Setting anhand der Alltagsdetails messen, die dort niedergeschreiben sind, sondern am Potential, dass in jeder Runde zur Verfügung steht und dass durch Spielerweiterungen ausgeschöpft werden kann.

Wenn du jedoch der Meinung bist, dass allein durch Details ein gutes Setting entsteht, dann fang mal an zu schreiben. Aber wundere dich nicht wenn es dann keiner spielen will.
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Offline reinecke

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #36 am: 12.03.2009 | 00:21 »
Wenn du jedoch der Meinung bist, dass allein durch Details ein gutes Setting entsteht, dann fang mal an zu schreiben.
diese kritik hat falcon schon antizipiert. Und er hat ja auch recht, es kann nicht die Antwort auf seine Kritik sein.
Und das die Challenge Sport ist und nicht die Aufforderung jetzt das zu schreiben, was falcon will, muss ja nicht gesagt werden.

Offline Falcon

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #37 am: 12.03.2009 | 00:32 »
mit dahinklatschen bezeichnet man bei uns etwas, das man unsorgfältig und schnell durchführt.

@Tobias: zur Regelchallenge. Das stimmt wohl. Ich glaube allerdings, daß man mehr Sorgfalt für ein Setting als für ein Regelwerk braucht (Herr der Ringe Universum Anyone?). Das wirkt vielleicht nicht so, weil man sofort denkt "ach, dann denke ich mir halt was aus" ... und naja, daß denken wohl die meisten Settingautoren.

Die Settingchallenge ist sicher eine lustige Veranstaltung aber ich erwarte nicht, daß hinten etwas herauskommt mit denen verknöchte, detailliebende Dinosaurier länger als 3Monate Spass haben.
Aber ich kann die Kritik daran auch anders formulieren: Warum gibt es keine
"Wer macht das detaillierteste/lebendigste Setting-Challenge"? Vielleicht wird der Trend dann klarer.

Scrandy
Zitat
Wenn du jedoch der Meinung bist, dass allein durch Details ein gutes Setting entsteht, dann fang mal an zu schreiben. Aber wundere dich nicht wenn es dann keiner spielen will.
Wie kommst du jetzt darauf? Ich bin Konsument. Wir sind nicht alle große Künstler, die sich einbilden, mit ihren Kunstwerken die Rollenspielwelt zu verändern.
Vor allem wenn es in dem Thema um Settings geht, die so große Löcher haben, daß man das meiste selber ergänzen muss, werde ich meine eigene Kritik wohl nicht als Antwort nehmen.

und ähm. ich glaube mit Präferenzen hat das nicht viel zu tun, es sei denn du meinst etwas anderes unter dem Begriff als dessen Bedeutung. Bloss weil jemand es gerne hätte, daß sein Setting in 2 Sekunden entsteht, heisst nicht, daß das auch klappt. Es ist eine Frage des Talents wie lange man braucht.

scrandy schrieb:
Zitat
Die Grundidee, der Kern des Settings kann nämlich durchaus in kurzer Zeit, bei einem zündenden Einfall, entstehen.
Das habe ich ja nicht bestritten aber leider:
Falcon schrieb:
Zitat
Das ist für mich eine Grundvorraussetzung für ein Setting. Aber nach diesem Punkt scheinen viele Autoren einfach aufzuhören ihr Setting weiterzuentwickeln

« Letzte Änderung: 12.03.2009 | 00:38 von Maltese Falcon »
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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #38 am: 12.03.2009 | 00:33 »
1. sehe ich mich nicht dafür zuständig Settings zu ende zu schreiben, die andere Leute erdacht haben und
2. kostet es mehr Aufwand, die man dann nicht mehr für andere Themen hat.
Gebe Dir zwar Recht was die Phantasielosigkeit der Verlage angeht (es wird eben eher für den Massenmarkt produziert)...aber ich selbst habe es als den größten Spaß am Spielleiten betrachtet, das Setting in concreto auszuformen und an die Chars anzupassen (Stichwort: Plot Hooks). Wenn die Spieler sich dann auch noch einbringen ist die Sache geritzt und es wird genau die Welt in den Raum gestellt, die die ideale Bühne für die Abenteuer bietet.
Braucht man dann überhaupt noch ein Setting? Nein. Nun ja...vielleicht für die 5 wirklich guten Ideen die drinstecken oder für die schönen Karten...die machen dann wenigstens Stimmung...  ;D

Hier gilt generell wieder der Grundsatz, dass engagierte und anspruchsvolle Spielleiter ein hartes Brot essen - das nimmt der Kritik an den Settingprodukten mancher Verlage freilich nichts an Schärfe...
Denn Gleichheit setzt Erwachsenheit voraus: die Fähigkeit vom Privaten und Persönlichen abzusehen und nur das öffentlich Relevante zu behandeln.
  - Robert Pfaller

Massenhafte Übereinstimmung ist nicht das Ergebnis einer Übereinkunft, sondern ein Ausdruck von Fanatismus und Hysterie.
- Hannah Arendt

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #39 am: 12.03.2009 | 01:00 »
Zitat
ich glaube mit Präferenzen hat das nicht viel zu tun,
Doch hat es wohl, warum:

Ich beschäftige mich jetzt schon eine weile mit Rollenspielen und eben auch seit etwa 3 Jahren mit meinem Regelwerk Mystix. In dieser Zeit sind mir einige verschiedene Herangehensweise an Settings begegnet, die sich auch in etlichen Theorien wiederspiegeln. Nur mal ein Beispiel: simulationsoreintierter Spieler und dramaturgieorientierter Spieler.

Meine Freundin zum Beispiel ist ein Simulationist, sie liebt es wenn man weiss, wie die lokalen Gebräuche des Landes sind und wenn man weiss, wie die politischen Verhältnisse in Andergast und Nostria im Detail laufen (DSA). Somit ist sie mit einem entsprechenden Werk wie DSA perfekt bedient. Ich hingegen als Dramaturg interessiere mich nicht für Details in dieser Art, sondern für mich ist es wichtig, dass Spielinhalte eine gewisse Dramaturgische Bedeutung bekommen: zum Beispiel, dass Charaktertypen Konflikte beinhalten, dass aktuelle Themen in eine Story verwoben werden können (wie religiöser Extremismus, die ethischen Grenzen der Medizin oder die Bedeutung des Lebens einzelner), und das Fantasy einzigartig und neu ist ohne exotisch zu wirken. Diese Ansprüche stelle ich an ein Setting. Und damit werde ich auch lange an ein und dem selben Setting spielen können ohne das es mir langweilig wird, aber auch ohne dass ich gestalterische Details brauche. Und da es nicht nur mich und meine Freundin gibt, wirst du auf noch mehr unterschiedliche Sichtweisen treffen, die alle andere Ansprüche an ein gutes langanhaltendes Setting haben.

Deswegen: Mit der Kritik an der Oberflächlichkeit mancher kommerzieller Settings hast du recht. Doch du solltest deine Diskussion möglichst Sichtweisenbereinigt führen, damit du nicht mit deiner allgemeingehaltenen Kritik jemanden ärgerst, ohne dass du Grund dazu hast. Ich kann ja den Wunsch nach einer Alternative zu DSA durchaus verstehen und das nicht jeder Autor ist auch, aber deine Herangehensweise an das Thema bringt die Sache nicht voran, sondern du mischst nur Leute damit auf.
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Offline Merlin Emrys

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #40 am: 12.03.2009 | 10:24 »
Es ist eine Sache, ein Setting bis ins kleinste Detail ausgearbeitet vorgesetzt zu bekommen und eine andere Sache, einige ausgesuchte, aber interessante Details vorgeschlagen zu bekommen.
Ich persönlich habe gar keine Lust, als SL auf einer Welt zu spielen, die mir jedes noch so kleine Detail vorgibt und mir kaum Freiraum lässt.
und
Die zweite Version möchte jede Kleinigkeit gut beschrieben haben, damit es lebendiger wird.
Ein Setting, das das fertigbrächte, müßte Bibliotheksräume oder Bahnhofshallen füllen. Die Angst davor ist also selbst bei DSA unbegründet. :-)
Aber dann läuft der Denkansatz mE verkehrt herum. Details schränken keine Freiräume ein (dafür werden es niemals genug sein, wenn die Spielwelt eine gewisse Größe überschreitet!), sie schaffen sie überhaupt erst - zumindest für einen bestimmten Spielstil. Eine "leere" Welt regt zu nichts an, außer zu dem, was ohnehin üblich ist. Wenn der Spielleiter selbst die Welt gestalten muß, wird sie immer den anderen Welten, die er gestaltet, ähnlich werden. Als das "eigene" einer von anderen übernommenen Spielwelt bleiben dann nur ein paar Namen und Grundkonzepte... sehr wenig, wie ich finde. Je "handfester" die übernommene Welt selbst ist, desto mehr bleibt sie ein wirklich eigenes Element im Spiel; und das ist etwas, das bestimmten Spielern schon als solches wertvoll ist.

In dieser Zeit sind mir einige verschiedene Herangehensweise an Settings begegnet, die sich auch in etlichen Theorien wiederspiegeln. Nur mal ein Beispiel: simulationsoreintierter Spieler und dramaturgieorientierter Spieler.
Das ist dann aber eine Theorie zu den Spielern, nicht zur Hintergrundwelt. Wenn die interessant ausgearbeitet ist, kommt ein dramaorientierter Spieler ebenso auf neue Ideen ("Genau diesen Konflikt könnte es in unserer Welt nicht geben... wie könnte der verlaufen?") wie einer, der die Simulation schätzt. Der Simulationsspieler kann auch die vorfindliche Wirklichkeit nehmen und Vorgänge darin "simulieren". Selbst Spieler, deren Liebe dahin geht, die Vorbedingungen für einen Zufallsgeneratorenwettbewerb zu optimieren, können in einer gut ausgearbeiteten Umgebung auf ungewohnte, neue Strategien kommen, die "immer nur dasselbe mit anderen Namen" nicht auslösen würden.

Offline scrandy

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #41 am: 12.03.2009 | 12:13 »
Zitat
Das ist dann aber eine Theorie zu den Spielern, nicht zur Hintergrundwelt.
Die Dinge sind nicht immer so einfach zu trennen. Ein Simulationist würde sich zum Beispiel über Detailtexte über Region, Pflanzen, Staatswesen oder Geschichte freuen, möglichst noch für jede kleine Grafschaft (mal in DSA Maßstäben gesprochen) und diese Inhalte werden auch bei der Abenteurgestaltung benötigt. Bei mir ist das meist Irrelevant.

Ein Beispiel: Wenn meine Freundin als Simulationist ein Abenteuer plant greift sie gerne auf offizielle Karten oder Quellenbücher zurück. Es reicht nicht einfach zu sagen, ich spiele in einem kleinen Dorf und ich möchte diese oder jene  Bedrohung haben und diese oder jene Atmosphäre damit erzeugen, nein es ist wichtig , dass das Regelwerk schon so etwas andeutet und dass möglichst irgendetwas kulturelles den Plot stützt, genauso wie in offiziellen DSA-Abenteuern immer extrem viel Verlinkung getrieben wird um wie es heisst "die Spielwelt lebendig zu halten". Jedoch ist das nur eine Sichtweise. Denn ich habe mich seinerseits von DSA wegbewegt, weil mich diese Einbettung, diese Detailverliebtheit gestört hat und stattdessen wenig Hooks für anspruchsvollere Abenteuer da waren, geschweige denn die Möglichkeit vom Vorgegebenen abzuweichen.

So finde ich es immer als extrem störend wenn mich die Spieler als erstes fragen, wo in Aventurien wir denn spielen, nur um mit ihrem Backgroundwissen Stimmung und Abenteuer zu gefährden und mir vorzuhalten was eigenlich gerade vorgeht. Stattdessen fehlen mir bei DSA die dramtischen Höhepunkte, Konflikte (jeneits des Aventurischen Boten) und die Möglichkeit kreativ zu werden.

Also besteht zumindest bei uns zwei durchaus ein Vorliebenunterschied und ich bezweifle das wir die einzigen sind die Vorlieben haben. Jedenfalls sprechen die Posts eine andere Sprache.
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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #42 am: 12.03.2009 | 12:39 »
natürlich ist das nur eine Sichtweise. Ich z.b. mag sowohl viele Details als auch konfliktreiche Konzepte, daß ist für mich kein entweder oder, wie bei dir und deiner Freundin.
Ich spiele z.b. sehr gerne pulpige Abenteuer aber ich sehe keinen Grund, daß nicht in einer Spielwelt zu machen, die sehr detailliert ist. Weil mich das zu Ideen anregt. Ein weisses Papier hilft mir da gar nicht (hat Thalamus auch geschrieben).
Ich finde es relativ unspannend eine Welt zu retten, wenn man nichts hat das als Treibstoff für die Motivation dient. Halt sympathische Eigenheiten. Drama kann man auch in einem weissen Raum spielen, sieht man ja auch am modernen Theather aber das finde ich dann bedeutungslos.

aber an den Sichtweisen müssen wir uns ja nicht aufhängen bzw. man muss sich nicht an den Karren gefahren fühlen bloss weil ich in den Raum gestellt habe:
"viele neue Settings konzentrieren sich nur noch auf konfliktreiche Inhalte aber vernachlässigen Details... und PS: das finde ich scheisse"
Wenn man jetzt nicht über dieses relativ unwichtige PS hinwegschauen kann, hat man das Thema des Threads verpasst.
Selbst du, Scrandy, scheinst dem Trend ja auch zu folgen, weil es deine Interessen anspricht, daß scheint meinen Eindruck ja eher zu bestätigen.
Zitat
Denn ich habe mich seinerseits von DSA wegbewegt, weil mich diese Einbettung, diese Detailverliebtheit gestört hat und stattdessen wenig Hooks für anspruchsvollere Abenteuer da waren

DSA als Gegenargument halte ich dabei sogar für ein schlechtes Beispiel, denn ich finde es ist ein äusserst grottig geschriebenes Setting in dem Konflikt und Details nicht im Einklang sind, was ich aber als Vorraussetzung gesetzt habe.

Das Backgroundbesserwisser die Amtosphäre kaputt machen habe ich aber auch schon erlebt
p.s.: wenn sich jetzt ein Backgroundwisser persönlich angefahren fühlt: Das hat nix mit dem Thema zu tun.
« Letzte Änderung: 12.03.2009 | 12:43 von Maltese Falcon »
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Offline Dr.Boomslang

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #43 am: 12.03.2009 | 13:03 »
Warum gibt es keine detailverliebten Settings mehr? Ich glaube Falcon hat Recht ( :o ): Das ist eine Frage der Effektivität. Wenn ein rudimentäres Setting mit starken Konflikten und einer fokussierten Core-Story in einem Buch und innerhalb kurzer Zeit entworfen werden kann und das ausreicht um darin einige Zeit zu spielen dann brauchen die wenigsten ein Setting dass extrem detailiert eine ganze virtuelle Welt schafft.
Letzteres setzt ja auch einen ganz anderen Umgang voraus.

Erstens müssen solche Settings über einen langen Zeitraum rezipiert werden damit entsprechende Details überhaupt wahrgenommen werden und ins Spiel einfließen können, der Spieler muss viel Zeit in das Studium des Quellenmaterials bzw. eigentliches Spiel investieren. Das können oder wollen heute nicht mehr viele Spieler tun. Autoren können es sich nur leisten eine solche Reihe von Quellenmaterial heraus zu bringen wenn fest steht dass es eine Spielerschaft gibt die bereit ist ein entsprechendes Maß an Aufmerksamkeit zu investieren. Auch hier kann man wieder das böse WoW als Beispiel hernehmen: Die World of Warcraft entwickelt sich genau zu so einer Welt, mit extrem detallierter Historie, vielen wichtigen Figuren und Beschreibungen bis hin zu sozialen Riten und täglichem Leben. Warum ist das hier möglich? Weil die Verrückten da sind die es regelmäßig konsumieren.
Moderne Settings leiden hier also gewissermaßen unter dem Aussterben der Sammler, die eine quasi unendliche Kapazität aufsaugen. Die haben andere Hobbys als Rollenspiel gefunden die ihre Vorliebe effektiver bedienen (nämlich Hobbys in denen man weniger selbst kreativ werden muss). Es gibt zwar noch die die wirklich spielen wollen in solchen Settings, aber die alleine können die kritische Masse offensichtlich nicht überschreiten.

Zweitens wird es mit erhöhten Detailgrad eines Settings immer schwieriger originell zu bleiben. Es gibt nun einmal nur so und so viele neue Ideen und wenn man die hat dann möchte man sie auch effektiv bespielen. Dazu ist die klassische Herangehensweise ebenfalls weniger geeignet, denn dort findet man die neue Idee in einer Welt voller Füllstoff kaum. Den Füllstoff muss es ja zwangsläufig geben, oder es müssen alle Ideen furchtbar originell sein, was wiederum so ein Setting extrem unwahrscheinlich werden lässt. Viel wahrscheinlicher ist es das sich alle Settings im extremen Detailgrad beginnen anzugleichen, so wie Serien die unendlich lange laufen auch alle beginnen sich der Soap anzugleichen.
Dann ist auch die Frage wie viele Variationen eines neuen Konzeptes noch interessant bleiben, bis etwas "zu Ende" gespielt ist. Eine detaillierte Welt dann einfach "wegzuwerfen" wäre Verschwendung. Tatsächlich werden solche "lebendigen" Welten, häufig nur noch aus Gewöhnung an das Liebgewonnene weiter konsumiert (Aventurien) und nicht aufgrund irgendwelcher Ideen oder Konzepte.


Ich persönlich mag auch lebendige, "echte" Welten. Aber ich bin zur Überzeugung gelangt dass diese Form der Lebendigkeit für Rollenspielwelten am besten aus der einzelnen Gruppe entsteht, am besten so viel wie möglich im Spiel selbst. Eine solche personalisierte Entwicklung von Welten nimmt ein gutes Stück der Beliebigkeit die zwangsläufig in solchen Settings steckt und ersetzt es statt dessen mit persönlichen Erfahrungen.
Diese persönlichen Erfahrungen sind übrigens genauso der zentrale Punkt bei großen lebendigen Settings die durch Autoren für ein größeres Publikum entwickelt wurden (Aventurien, WoD, aber auch WoW, Star Wars, Star Trek, Harry Potter, Hyboria, Mittelerde etc.). Es ist natürlich nur viel schwieriger eine solche gemeinsame Erfahrung für hunderte und tausende Menschen herzustellen.
« Letzte Änderung: 12.03.2009 | 13:04 von Dr.Boomslang »

Offline scrandy

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #44 am: 12.03.2009 | 13:27 »
Also ich halte den Post von Dr. Boomslang für die Sache auf den Punkt gebracht. Ich denke was man in dieser Diskussion höchstens noch brauchen könnte, ist eine Strategeie zu formulieren, eine Art plan, wie man zu einem solchen "Ausgereiften" Setting kommt.

Denn wenn ich jetzt mal an mein eigenes Setting denke, fehlt mir vorallem die Idee, das Setting so gut unter die Leute zu bringen, dass ich eben auch in der Lage bin entsprechende Folgeveröffentlichungen zu machen. Ich rede dabei nicht vom großen finanziellen Gewinn sondern einfach von der Möglichkeit die Sache kosteneutral über Jahre hinweg betreiben zu können. Denn wenn ich über Jahre immer nur reinbuttere und weder Leserschaft noch finanzielle Deckung habe, dann wird meine Aufmerksamkeit mit Sicherheit schwinden. Also ist das meiner Meinung nach der Knackpunkt bei dem man ansetzen müsste.
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Offline Falcon

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #45 am: 12.03.2009 | 19:02 »
ja, der Post ist schon ein guter Rundumschlag, wobei ich nicht der Ansicht bin, daß mehr Inhalt zu weniger Ideen führt.

zur Strategie: Für mich geht es bei den detaillierten Settings auch darum Ideen zu spielen, die eben andere Leute erlebt/erdacht haben (hatte ich schon geschrieben), ein Setting mit eigenen Ideen zu füllen ist da also kein Ersatz.

Was man aber machen könnte wäre eine Art Free for All Setting in dem die Macher massiv und schnell Feedback (von Spielrunden z.b.) sammeln und in das Setting einbauen, so wie das bei den Großen Settings (wie DSA) über viel längere Zeiträume ja auch gelaufen ist.
Sowas ähnliches wie dieses Hexfeldforenspiel bei dem jeder ein Hexfeld einer Spielwelt beschreibt.
Die Autoren sind natürlich die letzte Instanz was sie dann einbauen (nix Demokratie).


EDIT: ääh, was entdecken da meine müden Augen  :o
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« Letzte Änderung: 12.03.2009 | 19:06 von Maltese Falcon »
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Offline Merlin Emrys

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Re: Soziale Riten in RPG Settings
« Antwort #46 am: 12.03.2009 | 22:10 »
Die Dinge sind nicht immer so einfach zu trennen. Ein Simulationist ... Bei mir ist das meist Irrelevant.
Die Frage ist, ob jeder Simulationist und jeder Dramaturge an dieser Stelle wirklich dieselben Prioritäten hat wie die beiden jeweils einzelnen Fälle, auf die Du Dich beziehst. Andernfalls könnte es eine zufällige Parallele in diesen beiden Fällen sein - und bereits hier im Faden auch andere Beispiele...