Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Moralregeln?
Feuersänger:
Ich denk mal, da muss man nicht so zimperlich sein. Erst recht wenn es, wie in deinem Beispiel, gegen den klassischen Ork geht. Ich nehme mir auch da wieder die Kriegführung der Antike zum Vorbild:
"Der Feind flieht vom Feld wie ein Pack ängstlicher Ziegen! Jagt und tötet sie alle!"
Heisst: wenn der Feind die Flucht ergreift, müsst man schön blöd sein, wenn man ihn einfach laufen ließe. Damit die Einheiten sich in einer Stunde wieder sammeln und morgen wieder bereit für eine neue Schlacht sind? Nein! Da setzt man mit allem nach, was man hat, und reibt den Feind auf bis zum allerletzten Mann. Ein fliehender Feind bietet schließlich den Vorteil, dass er sich gegen Angriffe von hinten nicht wehren kann.
Dieses Vorgehen ist historische Realität, tausendfach praktiziert von unseren Vorfahren. Und da kommst du mir mit moralischen Bedenken irgendwelche Monster betreffend. :D
Edwin:
Ich doch nicht.
Aber vielleicht der Paladin, Prestigeklasse "Rechtschaffen Blöde".
Joe Dizzy:
--- Zitat von: Feuersänger am 25.03.2009 | 19:57 ---Aber insgesamt bin ich etwas skeptisch, dass sich Moralregeln überhaupt halbwegs plausibel integrieren lassen. Wie ich schon im DoS schrieb, ist Moral in diesem Sinne etwas höchst unlogisches, wo zumindest sehr viele Faktoren reinspielen, und nicht durch ein paar einzelne Zahlen abzubilden.
--- Ende Zitat ---
Plausibilität ist etwas, dass die Gruppe leistet nicht die Regeln.
Aber gerade was das "Unlogische" der Moral angeht, ist doch ein Würfelwurf perfekt dafür geeignet. Ich denke nicht, dass solche Moralregeln irgendetwas abbilden müssen. Es geht allein darum, dass man bestimmte Effekte in einem Kampf eintreten lassen kann, die das Spielerlebnis abrunden und dem ganzen mehr Facetten und vielleicht auch mehr Tiefe verleihen.
Allerdings wenn hier schon Kritik geübt wird, dass man dann nicht mehr ruhigen Gewissens Humanoide anderer Hautfarbe abschlachten kann und sogar noch zweifelhafte Historienkenntisse zur Rechtfertigung gebraucht werden... denke ich nicht, dass solche Sachen wirklich von Interesse sind.
Es stellt sich mir dann aber doch die Frage, was daran so toll sein soll in einem Rollenspiel Figuren zu spielen, die ausgiebig morden und abschlachten. Will man dann nicht lieber gleich Orks auf Menschenjagd spielen? Dann beißt sich das auch nicht ganz so sehr mit den gängigen Fantasyarchetypen.
Edwin:
--- Zitat ---Es stellt sich mir dann aber doch die Frage, was daran so toll sein soll in einem Rollenspiel Figuren zu spielen, die ausgiebig morden und abschlachten. Will man dann nicht lieber gleich Orks auf Menschenjagd spielen? Dann beißt sich das auch nicht ganz so sehr mit den gängigen Fantasyarchetypen.
--- Ende Zitat ---
Gängige Fantasy-Archetypen? Dann hab ich meinen Herr der Ringe ganz falsch verstanden.
Ich hatte den Eindruck, da kamen ein Haufen Leute vor, die sehr stolz darauf waren bestimmte Humanoide "zu morden und abzuschlachten".
In der Fantasy gibt es nun mal einfach Wesen, die schlicht und ergreifend böse sind und ausgelöscht werden müssen, bevor sie alles auslöschen.
Aber das ist hier ja nicht das Thema, und wurde oft genug durchgekaut.
Skele-Surtur:
Halte Moralregeln in D&D für nicht zweckmäßig. Bei Minions kann man das nach SL-Willkür machen, bei Villains auch und Spieler werden nur gestresst, wenn sie weglaufen müssen, obwohl sie der Meinung sind, ihre tapferen Recken flüchten NICHT. Weils Helden sind und Helden fliehen nur, wenns cool ist und nicht wenn ihnen der Arsch auf Grundeis geht. Und wenn jemand einen Feigling spielen WILL, dann kann er selbst entscheiden, wann es an der Zeit ist diesen Aspekt seines Charakters hervorzuholen.
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