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Entwickelt man Spiele, die publiziert werden sollen, irgendwie anders?
Backalive:
Ich bin auch der Meinung, daß es vom Mainstream nicht abhängig ist!
Viel wichtiger sind bei der Entwicklung von Rollenspielen, welche im Gegensatz zum Hausgebrauch für die Veröffentlichung gedacht sind die wie Friedensbringer und Joerg.D in ihren Threats schrieben daß man eben deutlich weiter als über den eigenen Bedarf hinaus denken muß um soviele Eventualitäten wie möglich abzudecken.
Ebenso wichtig ist die Untermauerung des Ganzen mit zahlreichen Beispielen, um auch jenen die Gedankengänge zu den Spielmechanismen zu erklären, die sich völlig unbedarft mit dem Spiel auseinandersetzen.
der.hobbit:
Um ein Spiel zu publizieren muss ich es in ein Produkt verwandeln. Was man darunter versteht, ist natürlich unterschiedlich. Meiner Meinung nach gehört vor allem Testen und Layouten dazu.
Testen umfasst einerseits die Rechtschreibekontrolle, aber auch ob die Regeln verständlich und benutzbar sind.
Layouten umfasst natürlich die hübschen Bilder, aber auch eine sinnvolle Struktur zu erstellen, Index, binden usw.
Das sind die beiden "mehrs", die ein publiziertes Spiel in meinen Augen braucht. Alles andere, wie z.B. Zeitplanung, mehrere Mitarbeiter und pipapo, das zeichnet eine professionelle Umgebung aus nicht aber die Intension bei der Produktentwicklung (wobei professionelle Entwickler natürlich eher publizieren - ist aber Korrelation und keine Kausalität).
killedcat:
--- Zitat von: Ein am 2.05.2009 | 09:33 ---Wovon man sich erst einmal trennen sollte:
Publiziertes Rollenspiel heißt nicht automatisch Mainstream-Rollenspiel.
Ich kann auch ein Rollenspiel ganz abseits des Massengeschmacks schreiben und veröffentlichen.
Die Frage ist dabei eher, ob man möchte, dass es gekauft wird. Und da spielt dann die Abwägung zwischen Innovation und Klischee eine Rolle.
Wenn es zu innovativ ist, will es keiner, wenn es zu klischeehaft ist, will es auch keiner.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: Gaukelmeister am 2.05.2009 | 09:41 ---Ganz genau. Und wenn man nicht unbedingt publiziert, um Kohle zu scheffeln (was ja im Rollenspielmarkt auch eine aberwitzige Idee ist), kann man sich durchaus frei machen von dem Versuch, möglichst viele Menschen zu erreichen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass man sich vorstellen kann, wie man Spaß mit dem Spiel haben kann. Aber man muss nicht nach dem Beifall vieler streben.
--- Ende Zitat ---
Ich habe nie von Mainstream gesprochen. Ich habe lediglich von einer anderen Zielgruppe gesprochen. Und das ist zwangsläufig der Fall, wenn ich publiziere, denn das IST ja der entscheidende Unterschied zu einem nicht publiziertem Spiel.
Dabei gehe ich natürlich davon aus, dass ein Spiel, das publiziert werden soll, auch FÜR die Publikation entwickelt wird. Wenn ich ein Spiel für mich entwickle und es später dann doch veröffentliche, zählt dies natürlich nicht.
Dass ich vielleich provozieren möchte, absichtlich am Markt vorbei entwickeln möchte oder mir ganz allgemein keine Chancen beim Massenmarkt ausrechenen möchte ist dabei ohne Belang. Dennoch habe ich für jemand anderen entwickelt, als ich es sonst getan habe. Wenn ich das beim Design des Spiels nicht berücksichtige, dann entwickle ich kein Spiel, das publiziert werden soll, sondern ein Spiel für mich, das dennoch publiziert wird.
Ich halte das für eine Binsenweisheit und würde eher die Frage stellen wollen, wie ich denn anders entwickle (was wiederum von Zielgruppe, Zwecke des Spiels und anderen Faktoren abhängig ist). DASS aber ein Spiel, das publiziert werden soll, anders entwickelt wird, das ist doch eine Selbstverständlichkeit (Edit: dachte ich. Scheinbar ja nicht).
Joerg.D:
Ich bezweifle, das jemand der ein Rollenspiel entwickelt dabei eine andere Zielgruppe als sich selber im Auge hat. Zumindest ich entwickle immer ein Spiel, das vorrangig ich gerne spielen/leiten würde.
Gaukelmeister:
@ killedcat
Du hast Recht, ich habe den Eindruck erweckt, als würdest du einfach zwischen Mainstreamprodukt und Privatspaß trennen. Das tust du nicht. Gleichwohl gehst du davon aus, dass man für den Markt anders denken muss als für sich selbst. Aber dies bezweifel ich. Man kann doch für den Privatspaß ein Spiel entwickeln, bei dem man sich relativ klar vorstellen kann, was für Rollenspieler mit welchen Vorlieben an diesem System Spaß haben könnten. Was ich also bezweifeln wollte, war deine Ausage, dass man beim Privatspaß nur an sich selbst denkt und beim Produzieren für die Veröffentlichung notwendiger Weise irgendeine Zielgruppe im Sinn haben muss.
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