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Entwickelt man Spiele, die publiziert werden sollen, irgendwie anders?

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killedcat:

--- Zitat von: Gaukelmeister am  2.05.2009 | 13:20 ---@ killedcat
Du hast Recht, ich habe den Eindruck erweckt, als würdest du einfach zwischen Mainstreamprodukt und Privatspaß trennen. Das tust du nicht. Gleichwohl gehst du davon aus, dass man für den Markt anders denken muss als für sich selbst. Aber dies bezweifel ich. Man kann doch für den Privatspaß ein Spiel entwickeln, bei dem man sich relativ klar vorstellen kann, was für Rollenspieler mit welchen Vorlieben an diesem System Spaß haben könnten. Was ich also bezweifeln wollte, war deine Ausage, dass man beim Privatspaß nur an sich selbst denkt und beim Produzieren für die Veröffentlichung notwendiger Weise irgendeine Zielgruppe im Sinn haben muss.

--- Ende Zitat ---

Aber genau das ist der Punkt! Natürlich kann man "für den Privatspaß ein Spiel entwickeln, bei dem man sich relativ klar vorstellen kann, was für Rollenspieler mit welchen Vorlieben an diesem Spiel Spaß haben könnten". Aber dann tut man das eben auch. Dann entwickelst du eben kein Spiel für die Veröffentlichung, sondern für dich.

Du selbst unterscheidest doch in deiner Frage nach der Entwicklung zwischen Spielen, die publiziert werden sollen, und Spielen, die für den "Privatgebrauch" sind. Das war ja nicht meine Idee, die unterschiedlichen Zielgruppen sind mir ja von der Fragestellung her aufgedrängt worden (ich will ja beim Thema bleiben). Und wenn ich Spiele untersuche, die unterschiedlichen Zielgruppen haben, dann muss ich doch auch Unterschiede bei der Entwicklung haben, wenn ich das berücksichtigen will. Anernfalls (wenn mir die Zielgruppe egal ist) stellt sich die Frage ja erst gar nicht, oder?

ragnar:

--- Zitat von: Legionarius am  2.05.2009 | 14:34 ---Da liegst Du aber sowas von falsch. Das ist ja genau der Punkt der den Designer ausmacht.
--- Ende Zitat ---
Stimmt schon, aber wie verbreitet ist das im Umfeld "Rollenspiele" ? OK, D&D3+ sowie einige Dinge von Robin Laws fallen sicherlich darunter, aber ist es nicht auch meist so das "Rollenspieldesigner" Aufträge annehmen die eh ihren Vorlieben entsprechen? Sprich: Ich kann mir in dem Umfeld nicht vorstellen das jemand eine Auftragsarbeit abliefern (und dahinter stehen kann) die ganz und gar seinem "Bauchgefühl" widerspricht.

Die Kunst (und die Anforderung an ein komerzielles Projekt) liegt wahrscheinlich eher darin seinen Kunden zu erklären inwiefern das Spiel anders als "08/15" ist.

Gaukelmeister:

--- Zitat von: killedcat am  2.05.2009 | 14:07 ---Aber genau das ist der Punkt! Natürlich kann man "für den Privatspaß ein Spiel entwickeln, bei dem man sich relativ klar vorstellen kann, was für Rollenspieler mit welchen Vorlieben an diesem Spiel Spaß haben könnten". Aber dann tut man das eben auch. Dann entwickelst du eben kein Spiel für die Veröffentlichung, sondern für dich.

--- Ende Zitat ---

Irgendwie leben wir beide in zwei verschiedenen Logik-Welten. Wieso sollte ich nicht genau dieses Spiel nicht nur schreiben, sondern auch veröffentlichen wollen?

Lies dir ansonsten auch noch einmal bitte den Eingangspost durch - dort wird das Wort Zielgruppe nicht verwendet.

Merlin Emrys:

--- Zitat von: Gaukelmeister am  1.05.2009 | 15:45 ---Mir geht es vielmehr darum, ob man andere Spiele bekommt, wenn man mit dem Ziel arbeitet, die Spiele zu veröffentlichen.
--- Ende Zitat ---
Naja, wenn man es so sieht: In Zeiten von Lulu & Co. muß das nicht mehr sein. Da kann man irgendwas als pdf abspeichern und schauen, ob es jemand kauft. Damit würde die Antwort lauten: Kann sein, muß aber nicht. - Aber mehr, als daß man so einen Fall theoretisch nicht ausschließen kann, würde ich daraus auch nicht ableiten wollen. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle dürfte man weiterhin andere Spiele bekommen.

Gaukelmeister:

--- Zitat von: Merlin Emrys am  2.05.2009 | 17:26 ---In der weit überwiegenden Zahl der Fälle dürfte man weiterhin andere Spiele bekommen.

--- Ende Zitat ---

Inwiefern denn anders? Ich dachte ja, bei meiner Überlegung, dass es letztlich nichts groß anderes sein muss genau an die von dir genannten Möglichkeiten, relativ einfach Sachen publiziert zu bekommen. Da du die auch siehst, aber trotzdem denkst, dass die meisten zur Publikation vorgesehen Spiele irgendwie anders sind, würde mich interessieren, inwiefern.

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