Ich hatte mich am Samstag mehr oder weniger in einer Buchhandlung niedergelassen, weil es dort nicht nur eine Klimaanlage, sondern auch Lesesessel gab. Und natürlich Bücher. Auf das links habe ich mich sofort gestürzt, weil Kwuteg es hoch gepriesen hatte:

Hab ich jetzt durch, und es ist großartig, fachlich wie vom Tonfall und der Verständlichkeit her
[…] der Schrecken der völkisch-teutschtümelnden Szene 
Lieber Kwuteg, vielen, vielen Dank für diesen heißen Tip. Sofort gekauft und angefangen. Ein ganz großartiger Fund, und umso erfreulicher, weil das Ding derart hemdsärmelig und ranschmeißerisch daherkommt, daß ich es sonst sehr wahrscheinlich gemieden hätte.
(Das Buch daneben habe ich nur querlesen können, weil das Budget es einfach nicht hergab, aber ich wollte es mal zeigen: Es ist genau so klar und verständlich geschrieben,¹ und ebenso interessant, nur nicht so salopp. Der Autor geht stellenweise auch mit dem Hammer gegen einige emsig gepflegte Mythen und heilige Kühe an, da bleiben sozusagen nur Ruinen übrig. Oder Rinderhack.
Jetzt auf Platz 1 meiner Leseliste, die an diesem Samstag nicht gewachsen, sondern gewuchert ist.)
¹ Die Buchreihe dieser Stiftung ist überhaupt ziemlich großartig, aber da sind auch ein paar akademisch verdichtete Brocken dabei. Das hier ist leserfreundlich und leichtbekömmlich.