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[Talislanta] Talislanta gratis verfügbar
Achamanian:
--- Zitat von: Der Narr am 24.11.2015 | 11:52 ---Die Welt ist bei weitem besser als die Regeln. Talislanta zeigt, wie phantastisch Fantasy sein kann, wenn man nicht an ausgetretenen Wegen festhält.
Mit den Regeln hatte ich hingegen ao meine Probleme. Zum Beispiel wegen der riesigen Wertespannen.
--- Ende Zitat ---
Die riesigen Wertespannen gefallen mir ja bei näherer Lektüre gut. Ich bin ein großer Freund von gelegentlichem "Musst du gar nicht erst Würfeln", weil man es automatisch schafft oder eh keine Chance hat. Führt normalerweise dazu, dass man sich dann halt kreative Strategien überlegt (die man ja im Kampf über Stunts regeln kann, die andere Attribute der Gegner attackieren).
Aber Junge, ich habe echt den Eindruck, dass das ein solides System schlecht erklärt ist. Bis man mal kapiert hat, wie das mit den Mehrfachaktionen jetzt genau gehen soll ... bei der Magie ist es noch schlimmer. Da heißt es erst, dass man das Wirkungslevel (und damit die Schwierigkeit) selbst festlegen kann, dann gibt es aber wieder zusätzliche Mali (z.B. um die Reichweite oder Dauer zu erhöhen), die nicht zum Level zählen, aber den Spruch trotzdem erschweren; und dann ist irgendwo mitten in den Modes-Beschreibungen von "Magnitude" die Rede, womit wahrscheinlich wieder der Level gemeint ist.
Dabei ist die Regel, wenn man sie denn mal rausklamüsert hat, ziemlich einfach: Zauber haben auf jeden Fall eine Grundschwierigkeit (den Level), die man selbst festlegen kann und der seine Wirkungmacht bestimmt. Randfaktoren (Wirkungsdauer, -weite, -zeit) erschweren den Zauber weiter, erhöhen aber nicht seine Wirkungsmacht (die ja z.B. auch für Gegenzauber relevant ist). Wenn man das im Regelbuch einmal klar benannt hätte und dann noch eine einheitliche Begrifflichkeit und Notation dafür verwendet, dann wäre das schon tausendmal leichter zu verstehen gewesen.
Der Nârr:
Ja, prinzipiell sind das gute, leichte, eingängige Regeln. Auch die Mathematik dahinter ist simpel, aber durchdacht. Dass ich diese weiten Wertespannen nicht mag, ist ja eher Geschmackssache. Ich kann als SL einfach schlecht damit umgehen zu entscheiden, ob etwas wohl -10 leichter oder -7 leichter ist oder +3 oder +4 schwerer, wenn es auch regeltechnisch +10 schwerer sein könnte. Oder die Fertigkeitswerte bis IIRC 40!!! Sprengt halt die Grenzen dessen, womit ich als SL umgehen kann. Weil dies aber die Grundpfeiler des Regelwerks sind, konnte ich trotz der vielen Dinge, die ich super an den Regeln finde (an sich einfacher Würfelmechanismus, tolle Magie usw.), damit letzten Endes nicht gut spielleiten. Vielleicht sollte ich dem auch einfach noch mal einen Versuch geben.
Wie auch immer, egal wie gut die Regeln sind – die Welt finde ich trotzdem besser ;). Genau genommen ist es die erste reine Fantasy-Welt (ohne Einflüsse anderer Genres wie Steampunk), die mich seit langem so richtig begeistert hat. Ich kenne auch einfach kein anderes Setting wie dieses. Am ehesten vielleicht noch Zamonien von Walter Moers, nur hat das diesen starken Komik-Twist.
Meiner Spielrunde war es leider zu abgefahren. Die spielen lieber, was sie schon kennen und Kreaturen mit zwei Gehirnen, die auch zwei Stimmen im Rat der Könige einfordern, sind denen wohl nicht ernsthaft genug. Sollte ich es doch noch einmal spielleiten können, würde ich wohl eher Stormbringer verwenden und nur die Magie behalten. Die Archetypen müssten sich eigentlich relativ leicht konvertieren lassen.
Achamanian:
--- Zitat von: Der Narr am 26.11.2015 | 11:51 ---
Wie auch immer, egal wie gut die Regeln sind – die Welt finde ich trotzdem besser ;). Genau genommen ist es die erste reine Fantasy-Welt (ohne Einflüsse anderer Genres wie Steampunk), die mich seit langem so richtig begeistert hat. Ich kenne auch einfach kein anderes Setting wie dieses. Am ehesten vielleicht noch Zamonien von Walter Moers, nur hat das diesen starken Komik-Twist.
--- Ende Zitat ---
Es gibt ja noch das ähnlich gelagerte Tekumél, finde ich in der Theorie auch ziemlich toll - wobei ich manchmal den Eindruck habe, dass das Setting mit Absicht maximal unzugänglich für neue Spieler gehalten wird ... ich habe zumindest noch keine Publikation gefunden, die mir einen Zugang gewährt, und viel, das vermittelt, dass die Welt eigentlich eh nicht zum Spielen gedacht sei.
Talislanta wirkt da von dem, was ich jetzt an Setting überflogen habe, lockerer und verspielter. Ich werd's auf jeden Fall mal ausprobieren, und falls sich herausstellt, dass diese gewaltigen Wertespannen im Spiel stören, kann man das ja sicher leicht hausregeln oder eben auf ein anderes System wechseln ...
EDIT: Kommen den Wirklich Fertigkeistwerte um die 40 vor? Wenn ich mir die Attribute so ansehe, scheint +8 bei den Archetypen das Maximum sein, und die Fertigkeitsstufen gehen anfangs so bis +5 rauf ... wenn man die jetzt beispielsweise auf +15 steigern will, dann braucht man glaube ich 228 XP dafür, was so um die 20 Abenteuern oder Spielabenden (je nach XP-Vergabe) entsprechen dürfte (oder laut Regelwerk 228 Wochen Ausbildung, also etwa 4 Jahren). Und damit ist man dann bei einem Gesamtwert von +23 (mit dem Attribut). Für eine Fertigkeit, die auf ein absolutes Spitzenattribut geht. Sind noch viel höhere Werte echt realistisch? Oder habe ich eine Steigerungsmöglichkeit übersehen?
tartex:
Myranor ist doch sicher auch teilweise von Talislanta inspiriert, oder?
Achamanian:
--- Zitat von: tartex am 26.11.2015 | 12:05 ---Myranor ist doch sicher auch teilweise von Talislanta inspiriert, oder?
--- Ende Zitat ---
Wahrscheinlich. Wobei ich dem "Frankobelgische-Comics-Spezies" von Talislanta ein bisschen mehr abgewinnen kann als dem "Furries-und-Antike-Mythologie-Spezies" von Myranor.
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