Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

3.5 oder 4.0 was würdet ihr empfehlen?

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Visionär:

--- Zitat ---Aber ich kann's auch verstehen, dass andere Leute ein Problem haben, dass ihre Welt jetzt ganz anders ist
--- Ende Zitat ---
Man schaue sich aber die echte Welt heute und vor hundert Jahren an, und alle Entwicklungen dazwischen.
Ist auch nicht mehr das gleiche. ;)

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Imagawa Yoshimoto am 13.09.2010 | 11:46 ---Warum sollte ich D4 boykottieren, weil Fluffs wie Geschichte oder Karten oder Settings etc geändert wurden? Was hat das mit der Hardware, d.h. dem Regelsystem zu tun?
--- Ende Zitat ---

Nuja, immerhin war das Regelwerk Teil der Begründung für die radikalen Änderungen an den Realms. Insoweit kann man da eben nicht ganz so strikt trennen. Das gab es auch schon bei früheren Editionswechseln, aber während man früher ohne große Brüche das alte Material einfach weiterbenutzen konnte, hat man es nun auf einmal mit mit einem Zeitsprung und einem WDE (world destroying event :D) gleichzeitig zu tun. Und wenn ich das alte Settingmaterial weiterverwenden will, ist es nun mal einfacher, auch gleich beim alten System zu bleiben, da muss ich dann wenigstens keine Regelkonversionen vornehmen.

Ganz abgesehen davon, dass man, um das alte Settingmaterial nur des Kampagnenbuchs vollumfänglich in der 4E umzusetzen, wieder auf alle möglichen Zusatzquellen über die Grundregelwerke hinaus zugreifen müsste.

Das sagt jetzt zunächst mal nichts über die Qualität der Regelsysteme aus. Nur halt, dass es mehr Arbeit ist, dass 1E/2E/3E-Material mit dem System 4E zusammen zu verwenden, als wenn man dazu die 3E verwendet, speziell wenn man am Detailreichtum der Realms interessiert ist (das war ja das zweite Argument für die Änderungen im Rahmen der 4E: man könne ja niemandem zumuten, sich das ganze Material anzuschauen, also lässt man es lieber gleich ganz weg, dann haben die Spieler wenigstens nicht die Qual der Wahl)

Aber man kann es sich wie einer meiner Vorredner natürlich auch schön schwätzen. Wobei ich die Behauptung, dass die neuen Realms ein besserer Ort für Abenteuer sei, besonders lustig finde. Als hätten sie nicht für jede neu entstandene Abenteueridee eine alte Idee weggeworfen, die im neuen Kontext keinen Sinn mehr macht. Da hat sich im besten Fall nichts geändert, tatsächlich ist es sogar weniger geworden, was einfach daran liegt, dass nicht mehr so viel Material zur Verfügung steht. Klar kann man das alte anpassen und ausschlachten, aber damit verliert die 4E den angeblichen Vorteil, denn das konnte man früher schon mindestens genauso gut.

Aber das ist ja nun weit vom eigentlichen Thema weg. Dem OP scheint es nur ums System zu gehen, und da sollte er halt einfach ausprobieren, was ihm und seiner Gruppe besser gefällt. Tendenziell halte ich den Schritt von DSA nach D&D 4E für sehr groß, andererseits deuten die von ihm genannten Charakteristika darauf hin, dass ihm die 4E gefallen könnte.

Holothuroid:

--- Zitat von: elikal am 13.09.2010 | 11:21 ---Ziemlich krasse Sache. Die unter euch die 4.0 spielen, übernehmt ihr diese Änderung, oder bleibt ihr bei der 3.5 Weltkarte?
--- Ende Zitat ---

Also grundsätzlich musst du Faerun für beide Spiele extra kaufen.

Die Welt ist nicht im Grundspiel inbegriffen. Ihr könnt euch entweder eure eigene machen oder müsst ein weiteres Buch kaufen (z.B. Forgotten Realms, Eberron oder - jetzt wieder neu - Darksun). Das gilt für D&D 3.5 und 4e und Pathfinder, wobei die Autoren von Pathfinder noch mal ihre eigene Welt namens Golarion vertreiben.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Jestocost am 13.09.2010 | 12:30 --- dass man auch als SL, der nicht so in den Realms drin ist, was machen kann. Und in jeder Landstrichbeschreibung ist so viel an Abenteuerideen drin, dass man etwas draus machen muss
--- Ende Zitat ---

Das ist aber wie gesagt kein Vorteil, denn das gilt für die alten Weltbeschreibungen der Realms über die verschiedenen Editionen hinweg genauso. Man braucht auch in der 3E nur das Kampagnenbuch, dass sich auch in der Anzahl der Ideen bei weitem nicht hinter der 4E verstecken muss.

Insoweit ist halt nur die Frage, welche Settingvariante dem Spieler besser gefällt (gibt ja auch Leute wie mich, die noch auf die alte Grey Box schwören^^). Aber das jemand, der das Setting von früher her kennt (und sei es nur durch die Computerspiele) erst mal große Augen macht, wenn er auf die Änderungen im Zuge der 4E stößt, und Schwierigkeiten hat, "sein schönes Faerun" (Zitat) wiederzuerkennen, ist ja wohl mehr als verständlich.

Visionär:
Der Wechsel von der 1st Edition AD&D (Grey-Box) zur 2nd wurde von den Altspielern wegen der "Time of Troubles" ja auch heftigst kritisiert.

Insofern stimme ich dir zu: Geschmacksfrage. 100 Jahre später ist eben vieles anders.

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