Autor Thema: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot  (Gelesen 61555 mal)

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Offline Auribiel

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #500 am: 11.05.2011 | 19:36 »
@Quendan:

Ich habe da "Wege nach Myranor" z.B. unter den angekündigten Publikationen gelesen. Kann sein, dass ich den Titel jetzt falsch verstehe und es eher etwas wie die aventurischen Wege-Bände sind. Aber im ersten Moment klingt das sehr nach "wie kommen aventurische Helden nach Myranor". ;)


@Adanos:

Rein hypothetisch: Würde ich noch DSA(Aventurien) spielen, würde es mich stören, wenn demnächst nicht nur "Uthurisch-Aventurisches Kolonisationssetting" auf uns zukommen würde, sondern auch noch eine engere Verzahnung mit Myranor. Meinem Empfinden nach hat das Myranor-Setting nie wirklich stimmig zu Aventurien gepasst, da waren die Unterschiede einfach zu groß. Daher war ich immer für eine möglichst strikte Trennung zwischen den Settings.

Andererseits fand ich Myranor als eigenständiges Setting interessant und habe es bedauert, dass es so stiefmütterlich behandelt wurde/wird.
Nachdem ich kein DSA mehr spiele, sehe ich das lockerer und freue mich einfach, wenn Myranor mal endlich aus der Hüfte kommen würde und eine echte Chance bekäme.

Daher war es reine Neugier, wie eine künftige Ausrichtung der Ulisses-Politik bezüglich DSA ausschaut. Aventurien ist ja bald komplett (tot-)beschrieben, da wäre es dringend notwendig, wenn man neue Ufer erschließt - und nicht die xte Auflage der Regionalspielhilfen rausbringt.
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Offline Quendan

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #501 am: 11.05.2011 | 19:41 »
Ich habe da "Wege nach Myranor" z.B. unter den angekündigten Publikationen gelesen. Kann sein, dass ich den Titel jetzt falsch verstehe und es eher etwas wie die aventurischen Wege-Bände sind. Aber im ersten Moment klingt das sehr nach "wie kommen aventurische Helden nach Myranor". ;)

Nene, hast du tatsächlich falsch verstanden. Das Myranor-Hardcover ist fast ausverkauft und statt es einfach nachzudrucken wird mit "Wege nach Myranor" ein eigenständiges Generierungsregelwerk für Myranor geschaffen (und als Weltbeschreibung wird es "Unter dem Sternenpfeiler" dazu geben). Du brauchst damit in Zukunft kein Wege der Helden mehr und auch sonstige Sonderregeln finden sich in dem Band. Du brauchst dann von den "normalen" Regelwerken nur noch Wege des Schwerts, um in Myranor zu spielen. Mit aventurischen Helden hat das gar nix zu tun. Diese werden noch mit der Lamea-Kampagnen-Neuauflage bedient, aber sonstige Myranor-Produkte richten sich an myranische Helden oder schon länger (etwa nach der Lamea-Kampagne) in Myranor befindliche Helden.

Weitere Verknüpfung ist sonst auch nicht geplant. Es mag mal Kleinigkeiten geben, aber da Myranor sowieso Metaplot-frei bleiben wird, gibt es auch gar nicht so viele Anknüpfungsmöglichkeiten. Du kannst dich also freuen: Myranor wird einfach in Zukunft stärker unterstützt werden als bisher, auch durch einfach jetzt stärkere Manpower.

Und generell: Die Ulisses-Politik ist für Myranor unerheblich, solange der Uhrwerk Verlag weiter die Lizenz hat (wobei es noch lange bleiben dürfte).

Offline Ein Dämon auf Abwegen

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #502 am: 11.05.2011 | 20:03 »
Ulisses und Uhrwerk sind zwei unterschiedliche Verlage mit völlig unterschiedlicher Führung. Also ruhig nicht in den selben Topf werfen, gerade in Anbetracht des Themas hier. Denn damit hat Uhrwerk nichts zu tun. Sie hatten bisher eine Sublizenz von Ulisses für Myranor und werden auch weiterhin Myranor betreuen. Beide Verlage kooperieren gut, aber sie sind getrennt.
Um noch mal nach zu haken: der Uhrwerk-Verlag gehört aber zu 100% Ulisses oder hab ich das falsch verstanden?

Sitzt Uhrwerk eigentlich auch in Waldems oder haben die einen eigenen Sitz?
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Offline Auribiel

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #503 am: 11.05.2011 | 20:22 »
@Quendan:

Hoppla, dann danke für die Erläuterung. Da komme ich dann doch in Versuchung, mir Wege nach Myranor mal anzuschauen.
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Offline Quendan

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #504 am: 11.05.2011 | 20:27 »
Um noch mal nach zu haken: der Uhrwerk-Verlag gehört aber zu 100% Ulisses oder hab ich das falsch verstanden?

Sitzt Uhrwerk eigentlich auch in Waldems oder haben die einen eigenen Sitz?

Hast du falsch verstanden, Uhrwerk ist zu 100% unabhängig. ;) Der Verlag gehörte nie und gehört auch jetzt nicht Ulisses. Der Verlag wird von Patric Götz geleitet, der früher erst Geschäftsführer bei Ulisses und später Verlagsleiter und noch später Art Director war. Inzwischen hat er keine Position bei Ulisses mehr und kümmert sich nur noch um Uhrwerk. Uhrwerk und Ulisses kooperieren recht gut, aber beides sind unabhängige Verlage.

Uhrwerk sitzt da wo Patric sitzt. Und das ist Erkrath.


Offline Adanos

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #505 am: 11.05.2011 | 22:08 »
Mein Eindruck vom Myranor lesen: Arcanomechanik und sonstigen "High-Fantasy-Kram" gibt es zwar, aber sie sind flächig betrachtet weit weniger verbreitet, als etwa in DSA die Artefaktmagie die auch schon absurde Früchte trägt (Sulman als Nassori Spelljammer Ultra Magier Schiff). Das einzige, was wirklich unterschiedlich ist, ist dass Myranor nicht auf einer EDO-Welt basiert. Daraus folgere ich aber nicht, dass eine strikte Trennung ein muss für Aventurien ist. Etwas mehr Berührungspunkte wären gut, zB eine imperiale Botschaft im Horasreich oder sowas. Zu mehr wird es auch nicht kommen, selbst wenn man den fragwürdigen Efferdwall abschafft, eher umgekehrt, die Myraner müssten sich vor horden auswandernder Aventurier schützen.  ;D

Offline Auribiel

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #506 am: 11.05.2011 | 22:12 »
*schonmal in Deckung geh*

Welche Horden auswandernder Aventurier? Nach G7 und JDF und der sowieso zu geringen Populationsdichte kann ich mir das bei Aventurien nur schwer vorstellen... zumal man ja auch noch Uthuria besiedeln möchte...  ~;D
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Offline Thot

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #507 am: 11.05.2011 | 22:12 »
Im Vergleich zu Myranor ist Aventurien so klein, da merkt fast gar keiner, wenn alle Aventurier rüber kommen.  8]

Offline Adanos

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #508 am: 11.05.2011 | 22:15 »
Will meinen: Für Aventurier ist Myranor eventuell interessanter als umgekehrt. Irgendwelche imperiale Erorberungsszenarien halte ich daher für sehr weit hergeholt.

Offline Ein Dämon auf Abwegen

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #509 am: 11.05.2011 | 23:36 »
Zitat
Hast du falsch verstanden, Uhrwerk ist zu 100% unabhängig. Wink Der Verlag gehörte nie und gehört auch jetzt nicht Ulisses. Der Verlag wird von Patric Götz geleitet, der früher erst Geschäftsführer bei Ulisses und später Verlagsleiter und noch später Art Director war. Inzwischen hat er keine Position bei Ulisses mehr und kümmert sich nur noch um Uhrwerk. Uhrwerk und Ulisses kooperieren recht gut, aber beides sind unabhängige Verlage.
Ist Patric der Eigentümer oder nur der Geschäftsführer?

Sorry für die Neugier aber ich dachte bisher Uhrwerk wäre so ne Art Tochterfirma von Ulisses, zumal das Uhrwerklogo nur ne Abwandlung des Ulisses Logos ist (ähnlich wie das neue Logo von Truant) und Patric ja für beide gleichzeitig gearbeitet hat.
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Offline Quendan

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #510 am: 12.05.2011 | 01:11 »
Uhrwerk gehört Patric.

Offline Windjammer

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #511 am: 12.05.2011 | 01:21 »
Mal konkrete Zahlen auspacken. (...)

2007, ab Juli: 12 Produkte
2008 19 Produkte
2009: 18 Produkte
2010. 17 Produkte
2011, bisher: 4 Produkte

Dazu Fanpro im Vergleich:

2007, bis Juni: 3 Produkte
2006: 13 Produkte
2005: 16 Produkte

Höhere Anzahl der Produkte bei (wie wir weiter oben erfahren haben) geringerer Auflagenzahl pro Produkt würde ja bedeuten, Ulisses erprobt gerade den Weg, den Mongoose Publishing beschreitet. Die Folgen sind ebenso absehbar wie bereits belegt. Gravierende Mängel beim Lektorat (Orthographie und Regeltreue bzw. -kenntnis). Qualitätseinschnitte. Recyclen von Altinhalten.

Nicht zu vergessen, dass DSA-Bücher preislich bei Pegasus-Produkten und Pathfinder-Produkten angesiedelt sind, aber in der Verarbeitungsqualität deutliche Abschnitte machen- Druck- und Papierqualität, keine Farbdrucke im Produktinneren. Das veranschaulicht gerade "Vater der Fluten" sehr gut, weil es der Verlag einmal anders gemacht hat.

Insofern:

Zitat von: Ragnar Schwefel
Ob der aktuelle Kollaps wirklich dazu geeignet ist, den Produktausstoß nachhaltig auf hohem Niveau zu sichern mag jeder selbst beurteilen.

Humpty Dumpty

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #512 am: 12.05.2011 | 07:39 »
Höhere Anzahl der Produkte bei (wie wir weiter oben erfahren haben) geringerer Auflagenzahl pro Produkt würde ja bedeuten, Ulisses erprobt gerade den Weg, den Mongoose Publishing beschreitet. Die Folgen sind ebenso absehbar wie bereits belegt. Gravierende Mängel beim Lektorat (Orthographie und Regeltreue bzw. -kenntnis). Qualitätseinschnitte. Recyclen von Altinhalten.
Nein, das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit komplett falsch. Das Recyclen von Altinhalten wird ja nur gemacht, weil der Produktausstoß hinter den Erwartungen und Planungen zurückbleibt. Ob die Auflagenzahl heute geringer ist (im Vergleich zu was überhaupt), weiß niemand. Ich bezweifle beispielsweise, dass im Vergleich zu FanPro kleinere Auflagen gedruckt werden. Und schließlich halte ich es, so wie sich mir die Sachlage darstellt, ebenfalls für zwingend, überkommene Strukturen, Wasserköpfe und unnötigen Ballast (wie beispielsweise die erweiterte Redaktion) loszuwerden. Einen Zusammenhang mit Qualitätseinbußen kann ich nicht erkennen. Insofern ist da nach meiner Ansicht genau nichts absehbar oder belegt. Time will tell.

Offline Sir Markfest

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #513 am: 12.05.2011 | 07:57 »
Ich bezweifle beispielsweise, dass im Vergleich zu FanPro kleinere Auflagen gedruckt werden. .....
Einen Zusammenhang mit Qualitätseinbußen kann ich nicht erkennen. Insofern ist da nach meiner Ansicht genau nichts absehbar oder belegt. Time will tell.

Das wurde aber in einem der Foren (Vinsalt?) kommuniziert, dass Ulisses die Auflagen im Vergleich zu FanPro gesenkt hat.
Die Aussage und die Auswirkungen der Umstrukturierungen bei DSA/Ulisses sehen allerdings ganz klar nach dem Weg von mehr Quantität statt Qualität aus, wenn man das ganze nüchtern betrachtet.

Humpty Dumpty

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #514 am: 12.05.2011 | 08:01 »
Das wurde aber in einem der Foren (Vinsalt?) kommuniziert, dass Ulisses die Auflagen im Vergleich zu FanPro gesenkt hat.
Die Aussage und die Auswirkungen der Umstrukturierungen bei DSA/Ulisses sehen allerdings ganz klar nach dem Weg von mehr Quantität statt Qualität aus, wenn man das ganze nüchtern betrachtet.
Hast Du einen Link zu der Auflagensenkung? Das wäre ja mal was. Und: ich meine durchaus, die Sachlage nüchtern betrachten zu können. Selbstredend ist eine Verbesserung der Effizienz in diesem Falle eine Steigerung der Zahl von Veröffentlichungen. Das bedeutet ja aber nicht im Umkehrschluss, dass dadurch die Qualität sinkt. Ganz und gar nicht. Das Ziel der Übung war ja gerade das Gegenteil. Klar: das kann scheitern. Aber es ist keineswegs zwangsläufig zum Scheitern verurteilt. Man kann das meinetwegen skeptisch begleiten und kommentieren, aber inhaltlich fundierte Anhaltspunkte sehe ich dafür keine.

Offline Elwin

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #515 am: 12.05.2011 | 08:51 »
Hast Du einen Link zu der Auflagensenkung?
Stichworte dafür: Alveran + Praktikant. Da gab es letztes Jahr einen Bericht auf alveran.org, in dem dieser Schluss nahegelegt wurde (betrachtet wurde die Verfügbarkeit bzw. Nichtverfügbarkeit von Abenteuern). Ich weiß nicht, ob der Text die Abschaltung Alverans überlebt hat.
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Humpty Dumpty

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #516 am: 12.05.2011 | 08:56 »
Stichworte dafür: Alveran + Praktikant. Da gab es letztes Jahr einen Bericht auf alveran.org, in dem dieser Schluss nahegelegt wurde (betrachtet wurde die Verfügbarkeit bzw. Nichtverfügbarkeit von Abenteuern). Ich weiß nicht, ob der Text die Abschaltung Alverans überlebt hat.
Alveran hatte einen Praktikanten? Was lernt man denn da? Meine Güte, Sachen gibts. Aber ich erinnere mich: es gab da so eine Tabelle, in der Verfügbarkeiten von Abenteuern verglichen wurden. Stimmt, danke für den Hinweis. Vielleicht hat das Dokument noch jemand? Kann man daraus tatsächlich auf eine niedrigere Auflage schließen? Ulisses behauptet doch parallel, dass die Umsätze kräftig angezogen haben. Würde das gerne genauer wissen. Kennt sich jemand aus?

Offline Sir Markfest

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #517 am: 12.05.2011 | 09:08 »
Ulisses behauptet doch parallel, dass die Umsätze kräftig angezogen haben. Würde das gerne genauer wissen. Kennt sich jemand aus?
Umsätze ist ja nicht gleich Auflage. Im Gegenteil: wenn man eine kleine Auflage fährt, ist das Werk schneller ausverkauft und das investierte Geld ist in der Kasse.
Mit großen Auflagen, wo viel noch nicht verkauft wird, bindet man Kapital, das für andere Zwecke nicht zur Verfügung steht.

Und es ist eine einfache Rechnung: Mehr Produkte in kürzeren Zeitabständen mit weniger Mitarbeitern = mehr Quantität mit weniger Qualität.

Humpty Dumpty

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #518 am: 12.05.2011 | 09:11 »
Und es ist eine einfache Rechnung: Mehr Produkte in kürzeren Zeitabständen mit weniger Mitarbeitern = mehr Quantität mit weniger Qualität.
Die Rechnung ist zu einfach. Nach meinem Eindruck wurde die Kernredaktion in aufgeblähten Koordinationsorgien mit einer trägen, unflexiblen Redaktion aufgerieben. Da ist also enorm viel Potential für mehr Effizienz ohne Qualitätsverluste.

Offline korknadel

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #519 am: 12.05.2011 | 09:16 »
wenn man eine kleine Auflage fährt, ist das Werk schneller ausverkauft und das investierte Geld ist in der Kasse.

Ein kompliziertes Abwägen, denn so simpel ist das nicht: Höhere Auflagen senken die Druckkosten und erhöhen die Gewinnspanne.
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Offline Sir Markfest

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #520 am: 12.05.2011 | 09:19 »
Ein kompliziertes Abwägen, denn so simpel ist das nicht: Höhere Auflagen senken die Druckkosten und erhöhen die Gewinnspanne.

Sicher. Aber Ulisses halte ich jetzt mal für wirtschaftlich kompetent, dass sie das berücksichtigt haben.

Offline Windjammer

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #521 am: 12.05.2011 | 09:59 »
Einen Zusammenhang mit Qualitätseinbußen kann ich nicht erkennen. Insofern ist da nach meiner Ansicht genau nichts absehbar oder belegt. Time will tell.

Sicher werden wir erst in 1-2 Jahren die langfristige Wirkung der Umstruktierung erkennen. Aber nur mal ein paar Beispiele zum momentan kränkelnden Lektorat:

Zitat von: Amazon Rezension zu Drachenchronik 4
Die Kampagne rund um die Drachenchronik gefällt mir gut, da sie episches Rollenspiel mit viel Freiraum für erfinderische Spielleiter bietet. Leider - und das ist ein Problem aller DSA-Publikationen der letzten Zeit - scheint der Verlag keine Lektoren zu beschäftigen. Fehler in Orthografie und Semantik finden sich mittlerweile in nahezu jedem Absatz. Von einem deutschen Spielsystem kann nicht die Rede sein, schade...

Wohlgemerkt, das sagt ein Kunde zum jüngsten Teil der Drachenchronik, obwohl schon früher in der Reihe (2009) auf diese Mängel aufmerksam gemacht wurde.

(Auch bei der inhaltlich hoch bewerteten DZ-Box wurden sprachliche Mängel konstatiert - aber hier finde ich die genannten Beispiele nicht überzeugend.)

Den Vergleich mit Mongoose setze ich bewußt. Es gibt teilweise hervorragende Produkte, nur müssen die Autoren in Windeseile arbeiten (siehe auch den kürzlich von einem DSA-Autoren geäußerten Satz "I don't need it good, I need it yesterday"), haben also keine Zeit für das eigene Korrekturlesen. Der Verlag wiederum spart beim Lektorat, und im Endeffekt muss der Kunde höllisch aufpassen, ob er keine Blendgranate erwirbt (Blindkäufe kommen bei Mongooseprodukten nicht in Frage, und ich nehme stark an, dass auch der DSA-Käuferkreis sein Konsumverhalten dementsprechend anpassen wird ).

Das ist übrigens nichts spezielles für DSA, diese Mängel treten ja auch beim deutschen Pathfinder gravierend auf (runterscrollen zur "Bewertung der Übersetzung"). Scheint die Firmenpolitik von Ulisses zu sein.
« Letzte Änderung: 12.05.2011 | 10:06 von Windjammer »

Offline korknadel

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #522 am: 12.05.2011 | 10:07 »
Wenn Orthografie und grammatikalische/semantische Fehlerchen das Problem wären, dann wäre die Welt doch in Ordnung. Solche Bucks sind doch (auch bei englischsprachigen und zuweilen "großen") Spielen doch an der Tagesordnung. Nur wegen ein paar falschen Kommas und hier und da mal einer Wortwiederholung würde ich bei DSA jetzt nicht vom qualitativen Nidergang reden. Es gibt doch viel relevantere Kriterien, vor allem inhaltlicher Art.
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Offline Darius der Duellant

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #523 am: 12.05.2011 | 10:13 »
Da ist also enorm viel Potential für mehr Effizienz ohne Qualitätsverluste.

Eine reines vermeiden von Qualitätsverlust (wenn das überhaupt klappt) reicht aber nicht, dazu gibt es wirklich zu viele Makel.
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Offline Quendan

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Re: Diskussionen DSA-Redax und Metaplot
« Antwort #524 am: 12.05.2011 | 10:17 »
Nach meinem Eindruck wurde die Kernredaktion in aufgeblähten Koordinationsorgien mit einer trägen, unflexiblen Redaktion aufgerieben.

Das stimmt nicht. Da du anderen stets sagst sie sollen sich nicht in Spekulationen verlieren, wenn sie keine fundierten Kenntnisse haben, bitte ich dich deine Maßstäbe ebenfalls einzuhalten.
« Letzte Änderung: 12.05.2011 | 10:19 von Quendan »