Autor Thema: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6  (Gelesen 173513 mal)

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Offline carthinius

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #225 am: 9.09.2011 | 11:35 »
Die [DSA-Kunden] sind glücklich, da wo sie sind und der Verlag wäre doof es nicht zu bedienen.
Ich frag mich nur, ob das so stimmt - ich kenne eigentlich niemanden, der DSA as written spielt. Außer Xemides.
Feedback gesucht für GNOME HUNTERS - das Rollenspiel für ganze (und halbe) Gnome auf dem Weg ins Abenteuer!
Das Savage Worlds Fan-Übersetzungsprojekt sucht dich! Mehr Infos unter http://bit.ly/11rZpdp.

ErikErikson

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #226 am: 9.09.2011 | 11:35 »
Genau. Das sehen einige Quertreiber hier nur nicht ein. Ich bekomme jedesmal halb die Krise, wenn wieder einer schreibt: "DSA verliert Kunden! Bald ists zuende!" Manche Leute kapieren einfach nicht, das ein paar Internethansel im T nix mit der DSA-Kundschaft zu tun ham.

Offline Xemides

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #227 am: 9.09.2011 | 11:36 »
Also in unseren Runden spielen die SpoMos und Variationen eine Rolle und werden regelmäßig benutzt,  und nicht nur im Kampf. Alyne spielt zum Beispiel eine Puniner Magierin und eine Romyliser Magierin, die beide nicht so großen Kampfmagier sind.

Auch die SZ und Zauberspeicher werden bei uns regelmäßig benutzt, Zauber erlernt man nur an den Akademien, wo sie bekannt sind etc. pp. Und auch Das Verhalten der Magier ist an die Akademie angepaßt.

Mit anderen Worten: Ein DSA basieren auf DS ist für mich ein NoGo.

Ebenfalls fällt ein zu starkes Zusammenstreichen der Zauber flach. Mich stören gewisse Redundanzen nicht, auch Fluffzauber stören mich nicht. Es muß sie ja niemand benutzen.

Gegen eine Vereinfachung der Modifikationen wie sie zum Beispiel Runequest hat hätte ich nichts, oder gleich Freizauberei wie bei Magus oder Ars Magika.

Aber bitte kein DS oder DSA1 mehr.
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Chrischie

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #228 am: 9.09.2011 | 11:40 »
Ich frag mich nur, ob das so stimmt - ich kenne eigentlich niemanden, der DSA as written spielt. Außer Xemides.

Das ist ihnen egal. Es ist DSA mit den tollen vielen Optionen und nur mit denen kann man "gutes" Rollenspiel machen. Nur 500 Werte geben einen Charakter tief und sagen etwas über sein Bildungsweg etwas aus. Für die Abenteuer ist es egal, hauptssache sie sind stimmungsvoll und man darf von Zaun aus der Aventurischen Geschichte zuschauen. Dazu kocht man in den Spielpausen nach den kommenden Aventurischen Kochbuch.

~edit~

[...]
Mit anderen Worten: Ein DSA basieren auf DS ist für mich ein NoGo.
[...]

Wir wissen es langsam....  ::)
Keine Angst es wird nie kommen und die Schöne DSA-Welt bleibt heil und so wie die Kunden es wollen.
« Letzte Änderung: 9.09.2011 | 11:42 von Chrischie »

Offline Yehodan ben Dracon

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #229 am: 9.09.2011 | 11:43 »
Also in unseren Runden spielen die SpoMos und Variationen eine Rolle und werden regelmäßig benutzt,  und nicht nur im Kampf.

Ohne Frage. Die sind n tolles Ding, weil sie Magie sehr viel flexibler machen. Allerdings würde ich diese "Zusatzeffekte" einfach von dem Erreichen gewisser Schwellentalentwerte
abhängig machen, ohne dass da die Probe noch groß modifiziert werden muss.

Beispiel:
Flim Flam Funkel
ab ZfW 7 kann der Zaubernde die Lichtkugel auch in einer anderen Farbe erscheinen lassen.
ab ZfW 12 ist es dem Zaubernden möglich, das Licht als Blendmittel einzusetzen
ab ZfW 18 kann das Licht für 1 pAsP permanent gewirkt werden.
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Offline Xemides

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #230 am: 9.09.2011 | 11:46 »
Wir spielen auch nicht mehr as written.

Und auf Polemik kann ich verzoichten Chrischie. Das es mir zu kompliziert geworden ist habe ich nun schon mehrfach gesagt. Ich möchte die Kompliziertheit beseitigt haben, ohne die Komplexität aufzugeben.

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Offline korknadel

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #231 am: 9.09.2011 | 11:50 »
Gegen eine Vereinfachung der Modifikationen wie sie zum Beispiel Runequest hat hätte ich nichts, oder gleich Freizauberei wie bei Magus oder Ars Magika.

Aber bitte kein DS oder DSA1 mehr.

Hm, aber DS schafft es immerhin, dass die Zauber genauso schnell und einfach erklärt sind wie bei AM. Und das ist der Punkt, auf den ich hinauswollte: Das lässt viel mehr Freiräume für das, was DSA eigentlich will, nämlich erzählerisch ausgeschmücktes Rollenspiel, während man bei DSA4 tatsächlich mehr mit Taktieren (Speichern, Rumeiern, welche Akademie den Spruch hat, den ich steigern will usw.) und am Regeln befolgen und Rechnen bin.

Und mir ist schon bewusst, dass die Regeln eingesetzt werden. Aber da die Regeln mit dem Argument "gehütet" werden, dass sie für das Spielgefühl wichtig sind, war eben meine Frage, ob das denn auch in der Praxis klappt. Ist das Spiel mit der DSA-SF Niederringen oder Entwaffnen immersiver als ein entsprechendes Manöver bei DS oder BoL oder SW? Du sagst ja selbst, dass man die Fluffzauber nicht benutzen muss. Aber das müsste ja bedeuten, dass andere sie benutzen und damit tolle Abenteuer und "echte" aventurische Momente erleben. Tun sie das?

Oft habe ich den Eindruck, das immersive, aventurische Erlebnis findet mehr beim Lesen der Regeln und beim Verwalten des Charakterbogens statt als am Spieltisch. Und dass man sich an dem Wissen aufgeilt, dass man in einer Spielwelt spielt, wo ein nivesischer Schamane aus der SH soundso als einziger den Spruch Analqual meisterhaft beherrscht und lehren kann.
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Chrischie

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #232 am: 9.09.2011 | 11:51 »
Wir spielen auch nicht mehr as written.

Und auf Polemik kann ich verzoichten Chrischie. Das es mir zu kompliziert geworden ist habe ich nun schon mehrfach gesagt. Ich möchte die Kompliziertheit beseitigt haben, ohne die Komplexität aufzugeben.



Ist doch ein herres Anliegen. Ich glaube nicht, dass es sich bei einem DSA5 umsetzen lässt. Die aktuellen DSA-Kunden wollen es so haben wie es ist.

Zu Polemik: Du scheinst einen Beissrefelex zu haben, wenn jemand gewisse Systeme in den Mund nimmt. DSA5 wird ganz sicher nicht DS oder SW. Der Verlag wir ganz sicher keine alten Zöpfe abschneiden und seine Kundschaft vergraueln. Schon ganicht für Regelsysteme, die dem Verlag nicht gehören. Also muss nicht sofort geschrieben werden, dass dies für dich ein Nogo ist.

~edit~

@korknadel

Ich glaube für ganz viele Leute ist das DSA. Du wirst sie mit diesen Argumenten nicht erreichen.
« Letzte Änderung: 9.09.2011 | 11:54 von Chrischie »

Offline Xemides

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #233 am: 9.09.2011 | 12:08 »
Mit Polemik meinte ich deinen Beitrag der mit "Das ist ihnen egal" beginnt.

Zu Korknadel:

Ganz ehrlich, die Nahkampf-SF sorgen bei mir dafür, daß der Kampf im Kopf plastischer wird, und nicht nur aus Zuhauen-Abwehren besteht, genauso wie die PA dafür sorgt, daß der Kampf für mich nicht nur aus Zuhauen besteht. Das ist natürlich mein persönliches Spielgefühl, aber etwas, das bei mir nicht in Regeln abgedeckt wird, findet in meinem Kopf und nach meiner Erfahrunge auch kaum bis gar nicht statt.

Beispiel Earthdawn ohne Parade: Getroffen, mach Schaden. Eine Abwehr wird nicht erwähnt, da denke ich als SL nicht dran.

Und wenn ich an Magie wie bei AM denke, denke ich nicht an feste Zaubersprüche, sondern an das freie kombinieren der Zauberelemente zu einer Wirkung, deshalb Freizauberei. Sowas würde ich mir wünschen.

Und bei uns ist es durchaus so, daß man SF mit Verbreitung 1 oder 2 nicht auf den Bäumen wachsen sondern man einen Lehrmeister finden muß, um das zu lernen. Und das wird auch ausgespielt.


« Letzte Änderung: 9.09.2011 | 12:17 von Xemides »
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Offline Kriegsklinge

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #234 am: 9.09.2011 | 12:21 »
Ach, ich glaube, die Leute, die DSA4 mehr oder weniger as written spielen, sind überhaupt nicht doof. Ich nehme an, sie kennen nicht viel Anderes und machen sich auch keinen großen Kopf um Regeln und deren Sinnhaftigkeit.

Den typischen DSA-Fan stelle ich mir als jemanden vor, der halt irgendwann mal zur Runde mitgeschnackt wurde, sich in die Details der Spielwelt verguckt hat und dann wie alle anderen in der Runde stillschweigend die Regelteile weglässt, die einfach zu sehr nerven. Alles, was manchmal umständlich ist, wird recht klaglos in Kauf genommen - man weiß es schlichtweg nicht anders. Die Regelseite ist aber auch für den Spielspaß nicht entscheidend, vermute ich mal. Der Reiz des Durchschnitts-DSAs liegt im Zusammensein mit Gleichgesinnten, dem Bewusstsein, dass man die schöne Welt betritt, die man aus den Büchern kennt, dem farbenfrohen Auskaspern der eigene Rolle vor dem Hintergrund dessen, was der SL erzählt, und viel Beschäftigung mit dem Fantasieren über die Welt und den eigene Charakter abseits des Spieltischs. In wechselnden Mischverhältnissen kommt wohl noch die Freude am Besserwerden (höhere Werte, Ausrüstung), Würfelproben (schaff ichs, schaff ichs nicht) und Spielverlaufsbestimmung durch Pläneschmieden dazu (die Spieler diskutieren untereinander das weitere Vorgehen und der SL stimmt den weiteren Verlauf der Handlung insgeheim darauf ab). Die Berührung mit den "harten" Regeln stellt Inseln im Spielgeschehen dar.

Trotzdem denke ich, dass diese Spieler nicht auf die Komplexität der Regeloptionen verzichten möchten. Warum? Weil sie die vielen Talente, Fertigkeiten, Werte wohl in erster Linie benutzen, um den Charakter möglichst eingehend zu beschreiben und in ihrer Fantasie in der Welt zu verankern. Je detaillierter die Angaben zu Talenten, Sfs, Zaubersprüchen usw., desto plastischer das Bild des Chars, desto länger kann man sich vor und nach dem Spieleabend mit dieser Figur befassen. Die Verkörperung am Spieltisch ist gewissermaßen das, was für den Modelleisenbahner das Setzen der liebevoll bemalten Lock auf die Schienen ist - am besten noch, wenn andere zugucken und sich auch dran freuen.

Die Regeln sind in diesem Sinne zweitrangig, oder mehr: Sie sind überhuapt keine Regeln im Sinn von Steuerungselementen eines Spielgeschehens, sie sind Anreize zur Charakterträumerei, die am Spieltisch im Wechselspiel mit dem SL den anderen präsentiert wird - so ungefähr. Inwie weit die Regeln dann auch mal als echte Spielregeln fungieren, das ist sicher von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich.

Ich möchte ganz ausdrücklich sagen, dass ich diese Art des Spiels gar nicht für falsch oder verwerflich oder minderwertig halte. Im Gegenteil, ich finde es ziemlich faszinierend und viel zu wenig beachtet. Vor allem finde ich interessant, dass ein großer Teil des Spielgeschehens für jeden Spieler allein abseits der Gruppe stattfindet. Wenn es nicht von vielen womöglich als abwertend gelesen werden würde, fände ich den Vergleich mit Barbie-Spielen ganz passend. Man holt sich alle möglichen Accessoires und macht zu Hause mit der Puppe rum, und wenn man mit den anderen spielt, kommen alle diese Stories zusammen, aber gemeinsame Spielen ist keineswegs alles, was an Barbie Spaß macht.

Ich glaube bloß, dass es ein ganz großes Missverständnis ist, wenn regelseitig hier nach Möglichkeiten der Plotlenkung durch die Spieler oder bessere Taktikelemente geforscht wird. Diese Dinge sind meines Erachtens nicht der Kern des heutigen DSA - da ist man, wie hier schon gesagt wurde, mit DSA1 oder einer Umsetzung mit einem Unisystem besser bedient.

Interessant fände ich mal, ob es einen sinnvollen Weg gebe, das "Barbiespiel" sinnvoll und offen auzuziehen, als anerkannten Spielstil. Oder macht Ulisses da einfach schon alles richtig?

Offline Brakiri

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #235 am: 9.09.2011 | 12:23 »
Mit Polemik meinte ich deinen Beitrag der mit "Das ist ihnen egal" beginnt.

Naja, manchmal bekommt man schon das Gefühl, dass man mit Vernunft gegen DSA-Jünger keinen Blumentopf gewinnt.
Es ist möglich, dass einige Regelmechanismen die euch, aus welchen Gründen auch immer, ans Herz gewachsen sind, grade dieser Reduktion der Kompliziertheit im Wege stehen.
Ich sage nicht das es so ist, aber es wäre möglich. Was dann?

Solange die DSAler DSA und seinen Flair nicht mit dem Setting identifizieren, sondern zum grossen Teil auch mit dem Regelturm, der sich btw. im Laufe der Zeit stark in seinen Versionen geändert hat, und kaum noch was von seiner Ursprungsversion hat, solange wirds da keinen grossen Durchbruch geben.

BTW: Ich würde garnicht mal sagen, dass DSA4 kompliziert ist. Die Auswüchse sind zahlreich und blähen das Regelwerk unnötig auf, aber kompliziert sind die meisten Sachen nicht.
Wenn man den Berg verschlanken will, werden auch einige sehr spezielle Dinge wegfallen müssen. Man muss sich also überlegen, ob man auf Optionen verzichten will, oder nicht, denn die 1000 Modifikationen von Zaubern passen nicht alle in vorgefertigte Kategorien. Das einzige was man machen könnte ist eine Tabelle mit den Abzügen die man für welche Mod bekommt. Aber das wäre nur Hildorga ohne was am Regelwerk zu machen.

@Kriegsklinge

Schöner Post!  :d
« Letzte Änderung: 9.09.2011 | 12:26 von Brakiri »
Alle meine Beiträge enthalten meine eigene, völlig subjektive Meinung, die weder Anspruch auf Vollständigkeit noch absolute Wahrheit erhebt.

So hart hab ich selten gelacht: https://www.youtube.com/watch?v=7wMJWlql-UY

Chrischie

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #236 am: 9.09.2011 | 12:42 »
@Kriegsklinge

Schöner Post.  :d

Offline First Orko

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #237 am: 9.09.2011 | 12:42 »
Die Verkörperung am Spieltisch ist gewissermaßen das, was für den Modelleisenbahner das Setzen der liebevoll bemalten Lock auf die Schienen ist - am besten noch, wenn andere zugucken und sich auch dran freuen.

Hihi... war die Doppeldeutigkeit Absicht....? :D
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Offline gunware

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #238 am: 9.09.2011 | 12:43 »
Weil sie die vielen Talente, Fertigkeiten, Werte wohl in erster Linie benutzen, um den Charakter möglichst eingehend zu beschreiben und in ihrer Fantasie in der Welt zu verankern. Je detaillierter die Angaben zu Talenten, Sfs, Zaubersprüchen usw., desto plastischer das Bild des Chars, desto länger kann man sich vor und nach dem Spieleabend mit dieser Figur befassen. Die Verkörperung am Spieltisch ist gewissermaßen das, was für den Modelleisenbahner das Setzen der liebevoll bemalten Lock auf die Schienen ist - am besten noch, wenn andere zugucken und sich auch dran freuen.
:d Guter Vergleich und erfasst es meiner Meinung nach sehr gut!
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Offline korknadel

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #239 am: 9.09.2011 | 12:44 »
Ganz ehrlich, die Nahkampf-SF sorgen bei mir dafür, daß der Kampf im Kopf plastischer wird, und nicht nur aus Zuhauen-Abwehren besteht, genauso wie die PA dafür sorgt, daß der Kampf für mich nicht nur aus Zuhauen besteht. Das ist natürlich mein persönliches Spielgefühl, aber etwas, das bei mir nicht in Regeln abgedeckt wird, findet in meinem Kopf und nach meiner Erfahrunge auch kaum bis gar nicht statt.

Da gebe ich Dir auch irgendwie vom Grundsatz recht. Du hast meine Frage nur missverstanden. Natürlich ist das plastischer, wenn ich eine Entwaffnen-Aktion mache, als wenn ich nur anonyme Angriffe würfle. Aber das kann ich doch auch bei DS (mit einer Hausregel :)). Kürzlich hat ein Spieler aus meiner Warhammer-Runde das zum Beispiel gemacht. Der Ungterschied nur: Es geht dort viel einfach, schneller als bei DSA, d.h. ich bin gedanklich, emotional tatsächlich bei der Aktion dabei. Das ändert sich aber, wenn ich das in DSA versuche, wo ich bei einer solchen plastischen Aktion dann erstmal mit Buchhaltung und dergleichen beschäftigt bin, überlegen muss, ob ich auch ja alle Voraussetzungen erfülle, ob mir die MU-Probe und die anschließende KÖ-Probe auch gelingt, und ob mir nicht während der Aktion die Ausdauer ausgeht und und und.

Darum ging es mir. Und wenn ich die teilweise auch hier schon zitierten Auswüchse lese, wie manche Aktionen und SFs funktionieren, das kommt doch kein Rollenspiel auf und auch keine Erzählung.

Und das war meine Frage: Wäre das für Dich weniger plastisch, wenn solche SFs und Aktionen mit einem Wurf, mit einer einem spannenden Kampf angemessenen Schnelligkeit abgehandelt werden würden?

Kriegsklinge hat viel weniger wirr dargestellt, was ich in einem meiner obigen Posts meinte. Die Regeln sind im Spiel eben viel weniger für Immersion geeignet als davor und danach.
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Taschenschieber

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #240 am: 9.09.2011 | 12:45 »
Hihi... war die Doppeldeutigkeit Absicht....? :D

Vermutlich nö. Bei der Modellbahn hat man ja Einfluss darauf, wohin der Zug fährt.

Humpty Dumpty

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #241 am: 9.09.2011 | 13:22 »
@ Kriegsklinge: WIRKLICH toller Post, finde ich auch.

Du fasst da die Situation der überwiegenden Mehrheit der DSA-Spieler ausgezeichnet zusammen. Nur eine Sache würde ich anzweifeln: Du unterstellt vielen DSA-Spielern der von Dir beschriebenen Sorte ja, vornehmlich aus Unwissen bzw. in Ignoranz der Alternativen so zu spielen, wie sie es tun. Ich glaube, dass das tatsächlich bei einigen Leuten der Fall sein mag, bin aber parallel überzeugt davon, dass sich viele Leute für diese Art Spiel im Gegensatz zu Deiner Wahrnehmung wirklich AKTIV und in Kenntnis der Alternativen dafür entschieden haben. Ich kann solchem Spiel beispielsweise auch etwas abgewinnen. Zwar habe ich aktuell keine solche Runde, aber ich würde - die passende Konstellation vorausgesetzt - ohne weiteres Zögern bei so etwas einsteigen. Ich mag das wirklich gern und mit den richtigen Leuten macht sowas eine Riesenlaune.

Offline pharyon

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #242 am: 9.09.2011 | 13:37 »
@Kriegsklinge:
Das ist wirklich ein schöner und treffender Beitrag. Mir gefällt dieser Aspekt bspw. sehr und ich denke dem Großteil meiner Spielgruppe geht es ebenso. Allerdings hat TAFKAKB mMn recht, dass viele wissenden Auges sich für diese Variante entscheiden.

Das würde auch das Problem erhellen, das Xemides und korknadel ausfechten: Auf der einen Seite hilft die explizite Ausführung von taktischen Bestandteilen bei der Figurenwahrnehmung im Kopf, auf der anderen Seite hemmt ein Wust an zusätzlich zu beachtenden Sonder-Sonder-Sonder-Regeln den Spielfluss. Und wo man jetzt sinnvoll die Schere ansetzt, da scheiden sich die Geister.

p^^
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"Lassen Sie uns die leichten Raumanzüge anziehen - schließlich wollen wir ja nicht ins All." (Danke, Bob Miller und Koloth, Sohn des Rodoth)

Offline Xemides

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #243 am: 9.09.2011 | 14:11 »
Ja, Kriegsklinges Post ist nett, auch wenn ich den ersten Absatz für falsch halte, weil es sehr viele DSA-Spieler gibt, die auch andere Systeme schätzen und mögen (siehe unseren Reiter Sperber, der ja auch L5R-Fan ist, oder Thomas Römer, der auch mehr Systeme kennt als man denkt). Aber wenn sie Aventurien bespielen soll es halt DSA sein und nix anderes.

Zur Spielweise, zumindest bei mir macht das sicherlich einen Teil des Spaßes aus, aber halt auch nicht nur. Komplexe und Detailreiche Regeln sind der andere Teil des Spaßes. Wir spielen durchaus mit viel Regelgebrauch.

Was ioch nochmal zu den SF (egal ob Kampf oder Magie) sagen möchte.

Warum ich egegen eine Koppelung rein an den TaW bin ist, dass dann irgendwann jeder alles machen kann, es gibt keine Individualisierung. Man muß ja keine Auswahl mehr treffen, was man können will, weil irgendwann alles von selber da ist.

Gerade bei Magiern fände ich es unpassend, wenn sie die selben Manöver beherrschen wie Krieger und dazu noch ihre Magie-SF.

Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, Punkte dazu zu vergeben, mit denen man sich SF kaufen kann (keine AP, sondern x Punkte bei jeder Steigerung), die man dann für SF ausgibt. Wenn man dann mehrere SF auf gleiche Stufe stellt, muß der Spieler sich entscheiden.

Und was mit noch bei Korknadel einfällt, an welchen TaW willst du denn die SF koppeln, jeder Zauber hat ja seine eigenen. Oder hat jeder Zauber dann seine eigenen SF ? Wäre irgendwie auch merkwürdig, wenn man Simultanzaubern nur für einen Zauber kann.

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Offline Yehodan ben Dracon

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #244 am: 9.09.2011 | 14:15 »
Warum ich egegen eine Koppelung rein an den TaW bin ist, dass dann irgendwann jeder alles machen kann, es gibt keine Individualisierung. Man muß ja keine Auswahl mehr treffen, was man können will, weil irgendwann alles von selber da ist.

Da kann man entweder mehrere zur Auswahl stellen oder aber gesonderte Sonderfertigkeiten einführen, die was bringen, eher wie die Varianten bei den Zaubern (wo es ja sowas schon gibt!)

Es ging bei dem Vorschlag nicht darum, SF abzuschaffen, sondern das Erreichen hoher Talentwerte zu belohnen, um so Meister ihres Fachs gut abzubilden und von den spontanen Modifikationen wegzukommen, die bei manchen Zaubern funktionieren, bei manchen nicht und die in jeder Repr. anders geregelt sind.
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Offline korknadel

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #245 am: 9.09.2011 | 14:40 »
Zur Spielweise, zumindest bei mir macht das sicherlich einen Teil des Spaßes aus, aber halt auch nicht nur. Komplexe und Detailreiche Regeln sind der andere Teil des Spaßes. Wir spielen durchaus mit viel Regelgebrauch.

Danke, damit ist mir geantwortet. Du hast Spaß am "Regelspiel". Das kann ich verstehen.

Mir ging es -- noch mal -- nur darum, ob eine komplizierte Aktion tatsächlich die plastische Vorstellung fördert. Wenn ich jemanden zu Boden reißen und festhalten will, dann geht das in der Realität sehr schnell, auch wenn das ein komplexer Vorgang ist. Und da finde ich eben Systeme, die das mit einem Wurf, einer Action oder ähnlichem abhandeln immersiver, der Erzählung dienlicher, als wenn man erst mal gemächlich mit der Voraussetzung (Mu-Probe oder so was) anfängt, und dann bei jedem Schritt noch tausend Sachen beachten muss, die da laut Regeln ja alle beachtet und abgearbeitet werden müssen. Da bin irgendwann nicht mehr am Erzählen, sondern nur noch am gemeinsamen austüfteln, ob man auch wirklich alle Modifikatoren exakt berechnet und die KR richtig gezählt hat.

Und was mit noch bei Korknadel einfällt, an welchen TaW willst du denn die SF koppeln, jeder Zauber hat ja seine eigenen. Oder hat jeder Zauber dann seine eigenen SF ? Wäre irgendwie auch merkwürdig, wenn man Simultanzaubern nur für einen Zauber kann.

Ich habe nirgends gesagt, dass ich SF irgendwo rankoppeln will. Ich habe auch nichts gegen SF an sich, wobei:
1. sollten alle SCs grundsätzlich mit so etwas wie Basis-SF ausgestattet sein.
2. wenn ich mir eine SF teuer gekauft habe, dann soll's die auch bringen und soll dazu führen, dass der Kampf (um den geht's mir bei meinem Gedankengang gerade hauptsächlich) schneller, spannender, furioser abläuft. Dazu muss sie einfach sein.
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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #246 am: 9.09.2011 | 15:00 »
Korknadel, darin stimmen wir sogar überein, dass die SF einfacher und schneller werden müssen.

Basis SF für alle, kann ich mit Leben, nur über welche müsste man reden.

Hohe Taw belohnen. Hm, ist nicht die höhere Trefferchance nicht schon Belohnung genug ?

Die Varianten sind ja schon Belohnungen für hohe TaW. Die SpoMos sind noch eine zusätzliche Variation, die ich eigentlich nicht missen möchte. Ich würde sie nur auch einfacher gestalten.

Deshalb schlug ich ja bereits einmal ein Modifikationstalent wie bei MRQII vor, das bestimmt, wie viele Dinge ich modifizieren kann. Und diese Dinge werden halt einheitlich gesteigert.



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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #247 am: 9.09.2011 | 15:13 »
Man sollte aufpassen, die Sonderfertigkeiten nicht mit den Manövern gleichzusetzen. Dann kann man sich auch besser überlegen, was die Sonderfertigkeit überhaupt bringen soll.

Erst einmal würde ich etliche Manöver so allgemein definieren, dass sie jeder ausführen kann. Die Attacke wäre dann einfach nur das einfachst mögliche Manöver. Nur wenige Manöver würden dann überhaupt noch eine Sonderfertigkeit benötigen - ich denke da an Manöver wie Klingensturm und Klingenwand. Die Wirkung der Sonderfertigkeiten könnte sich dann in den meisten Fällen darauf beschränken, Boni auf die Manöver zu geben, die man sowieso schon ausführen kann.
Die einfachere Gestaltung erfordert vor allem, Wechselwirkungen und Ausnahmen zu reduzieren. Wann etwas mit welcher Waffe gegen welche Waffe möglich ist usw. Ein paar Regeln dieser Art sind nett, aber in DSA4 nimmt es m.E. zu viel Raum ein.

Stellt doch mal ein paar SF vor, wie ihr sie einfacher und schneller machen würdet.
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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #248 am: 9.09.2011 | 15:31 »
Zitat
Erst einmal würde ich etliche Manöver so allgemein definieren, dass sie jeder ausführen kann. Die Attacke wäre dann einfach nur das einfachst mögliche Manöver. Nur wenige Manöver würden dann überhaupt noch eine Sonderfertigkeit benötigen
40K RPG macht das auch so. Man kann (viele) alle Manöver einfach so machen. Auf eine Körperzone Zielen zB.
Das gibt dann -20% auf den Wurf, aber mit dem Kauf eines Talents kann man das ändern. (und bevor hier andere DH-Leute im Thread sind: Ja, es sind 2 Talente um das richtig gut zu können, nicht 1! ;))
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Offline Kriegsklinge

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Re: Fröhliche DSA-Blubberlästerrunde Nr. 6
« Antwort #249 am: 9.09.2011 | 15:38 »
Hey Leute, zum "Barbie-Spiel" ist mir noch ein längerer Beitrag eingefallen; um hier nicht das Blubbern zu stören, mache ich da mal einen Nachbarthread auf.
« Letzte Änderung: 9.09.2011 | 15:47 von Kriegsklinge »