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Spieldesign (Weibliche Charaktere, Umgang mit Minderheiten / Rassismus)

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Callisto:
One Name: Elena Fisher. Uncharted zeigt da doch einen großartigen weiblichen Charakter. Ausserdem später auch Chloe.

Ansonsten... Leere. Ich wollte eigentlich etwas zur Verteidigung von Final Fantasy schreiben, gerade weil ich Teil 7 sehr mochte. Aber Aerith entscheidet sich für die Selbstopferung zur Rettung der Welt, Tifa, obwohl taff, kümmert sich sehr fürsorglich um Cloud und Yuffie ist auch eher Opfer der Traditionen ihrer Familie.

Teil 13 habe ich noch immer nicht durchgespielt. Ich weiß nicht, ob ich Lightning wirklich als Mannweib ansehen möchte. Klar ist sie taff, eine Kriegerin. Ich bin unentschlossen.

Dann wäre da noch Jill Valentine in Resident Evil (1). Es war aber wohl schon ein wenig sexistisch, dass man einen einfacheren Schwierigkeitsgrad hatte, wenn man mit ihr spielte als mit dem Mann.

Bluerps:

--- Zitat von: Teylen am 23.04.2012 | 23:49 ---Läuft sie nicht aufgrund von Anweisung eines Kerls über Dächer?
--- Ende Zitat ---
Nur am Anfang.


--- Zitat ---Wieso wird einem "Test" der auf einem Comic basiert eine solche Aussagekraft beigemessen?
--- Ende Zitat ---
Weils erhellend ist, zu sehen wie wenig aktuelle Unterhaltung den besteht.


--- Zitat ---Lollipop Chainsaw ist doch noch nicht erschienen?
Naja und abgesehen von dem speziellen Humor scheint das Mädel immerhin nicht unter "muß gerettet werden"/"Ist hilflos" zu fallen ^^;
--- Ende Zitat ---
Ne, aber dafür ist sie nur sehr sparsam bekleidet.


Bluerps

Jiba:

--- Zitat von: Callisto am 24.04.2012 | 01:30 ---Ich wollte eigentlich etwas zur Verteidigung von Final Fantasy schreiben, gerade weil ich Teil 7 sehr mochte. Aber Aerith entscheidet sich für die Selbstopferung zur Rettung der Welt, Tifa, obwohl taff, kümmert sich sehr fürsorglich um Cloud und Yuffie ist auch eher Opfer der Traditionen ihrer Familie.

Teil 13 habe ich noch immer nicht durchgespielt. Ich weiß nicht, ob ich Lightning wirklich als Mannweib ansehen möchte. Klar ist sie taff, eine Kriegerin. Ich bin unentschlossen.

--- Ende Zitat ---

Nicht falsch verstehen, ich steh' ja schon auf die Spiele. Und ich finde auch dass Tifa, Aerith, Yuna, Vanille, Lulu und Lightning tolle Figuren sind... aber es gibt eben schon diese Linie in den Spielen, die sozusagen gewisse "Typen" bedient, die alle in der Gruppe immer vorhanden sind (vielleicht ist der ungewöhnlichste weibliche Charakter im Spiel gar Queyna in Final Fantasy 9: Die ist immerhin ein Schlabbermonster mit langer Zunge und ohne Artikulation.  :P ). Das kann daran liegen, weil man mit diesen weiblichen Charakteristika bestimmte Zielgruppen ansprechen will. Ich müsste tatsächlich mal gucken, ob es bei den männlichen Charakteren auch diese Typen gibt... gewisse Linien lassen sich sicher auch da finden (vergleiche mal Cloud mit Squall oder Tidus mit Snowe). Ich finde, da machen es gewisse andere JRPGs schon besser. Das diskreditiert jetzt die Spiele als solche natürlich nicht vollkommen.

Ich finde übrigens im Gegenteil aber auch, dass auch männliche Charaktere ein gewisses Rollenklischee bedienen. Sie sind in der Regel kurzhaarig, sportlich bis muskulös, rasiert oder (noch besser) mit Drei-Tage-Bart und kriegen reihenweise die Frauen rum, wenn sie es drauf anlegen. Schwache oder feinfühlige männliche Charaktere sucht man (zumindest in den westlichen RPGs) eigentlich vergeblich (es mag Ausnahmen geben, aber da fallen mir keine ein... bei früheren Games war es nicht so, denke ich, wie es heute vielfach ist). Klar, die andere Seite bilden JRPGs, wo einem emotionsbetonte oder sogar androgyne Charaktere an jeder Ecke begegnen (das Durchschnittsalter für Protagonisten ist hier auch weit niedriger).

Vielleicht ist das aber auch Absicht: Je platter und flacher der männliche Hauptcharakter ist, umso eher kann ich eigene Eigenschaften und Bedürfnisse auf ihn projizieren (ich mag Charaktere aus dem Editor eigentlich gar nicht, denen fehlt die Persönlichkeit). Aber das könnte ein Grund sein. Denn auf die Nebencharaktere trifft das ja häufig nicht zu, die sind meistens viel interessanter als der Protagonist.

@ Resident Evil: Da können wir aber gleich zu Teil 2 gehen. Da gibt es Claire Redfield, deren Story nicht leichter, sondern nur anders ist als Leons. Und sie hat mit "Code:Veronica" sogar ein ganz eigenes Spiel.  :)

hexe:
Mir hat  die Dame aus Hunted sehr gut gefallen - ein kleines Co-Op Konsolenspielchen. Also genau das richtige für meinen Mann und mich. Da gibt es den menschlichen Barbaren und die elfische Bogenschützin - erst mal nichts ungewöhnlich bis zur ersten Cutsenze. Er entpuppt sich als intelligent und vorsichtig, sie ist die unüberlegte Draufgängerin. Beide sind Söldner und wollen eigentlich nur ihre Bezahlung als sie in den Weltrettungsplot hinein stolpern. ;D


--- Zitat von: YY am 23.04.2012 | 19:14 ---Das machen z.B. (alle?) Action-/Hack´n´Slay-Rollenspiele.
--- Ende Zitat ---
Ich hatte am Wochenende in D3 sehr viel Spaß an meiner Barbarin auch Frau Wuchtbrumme genannt. Lustigerweise habe ich auch kaum andere weibliche Barbaren getroffen, aber sehr viele männliche. Magierinnen hin gehen sehr viele und Magier wieder fast gar nicht. Das kommt wohl dabei raus, wenn man die Spieler selbst wählen lässt.

Sol Invictus:

--- Zitat von: Jiba am 24.04.2012 | 11:16 ---Ich finde übrigens im Gegenteil aber auch, dass auch männliche Charaktere ein gewisses Rollenklischee bedienen.

--- Ende Zitat ---

Natürlich, sogar sehr stark. Vielleicht liegt die unterschiedliche Wahrnehmung auch an der negativen und positiven Zuschreibung klassischer Rollenmerkmale. Die wenigsten Männer (nehme ich mal an) fühlen sich sexistisch diskreditiert, wenn sie in einem Spiel dazu kommen, den Draufgänger zu spielen (abgesehen davon, dass die Rolle an sich aus anderen Gründen (Übersättigung) nerven kann), das Klischee bleibt trotzdem bestehen. Bei Frauen wird es vielleicht oft deutlicher empfunden, weil gerne mal "negative" Aspekte betont werden (Schutzbedürfnis, Hilflosigkeit etc.).

Viele der japanischen Helden in Videospielen und Animes / Mangas gleichen sich in vielerlei Hinsicht (und erschreckend oft haben sie alle einen ähnlich ausgeprägten Appetit :D). Was aber dann wieder bei Letzteren lustig ist, da die oft von Frauen gesprochen werden.


--- Zitat ---Vielleicht ist das aber auch Absicht: Je platter und flacher der männliche Hauptcharakter ist, umso eher kann ich eigene Eigenschaften und Bedürfnisse auf ihn projizieren (ich mag Charaktere aus dem Editor eigentlich gar nicht, denen fehlt die Persönlichkeit). Aber das könnte ein Grund sein. Denn auf die Nebencharaktere trifft das ja häufig nicht zu, die sind meistens viel interessanter als der Protagonist.

--- Ende Zitat ---

Ja, könnte ein Grund sein. Bei Link funktioniert das ja im Grunde schon immer so, der hat bis auf die Gesichtsmimik ja vor allem aufgrund mangelnder Sprache wohl eher minimale Persönlichkeitsmerkmale (nämlich der typische junge, etwas tollpatschige aber wenns drauf ankommt wagemutige "Held" zu sein), der Rest wird vom Spieler aufgeladen.

Bei anderen Figuren ist das schwierig, von gewollter Einfachheit um dem Spieler mehr Interaktion mit dem Charakter zu ermöglichen bis zur einfachen Platitüte zu unterscheiden. Ich denke in vielen Spielen nimmt man es einfach nicht sonderlich ernst mit der Charaktergestaltung. Die sollen visuelle Reize und Vorlieben berühren und das reicht dann auch schon.



--- Zitat von: hexe am 24.04.2012 | 12:07 ---Mir hat  die Dame aus Hunted sehr gut gefallen

--- Ende Zitat ---

Aus unerfindlichen Gründen muss ich hier an Enslaved denken. Da ist die weibliche Haupt/Nebenrolle auch recht gut umgesetzt und eher ein Positivbeispiel, zumal mit glaubhafter Persönlichkeit (leider hab ich das Spiel nur bei nem Kumpel antesten können, dabei verschlinge ich gerne alles, was irgendwie mit Sun Wukong zu tun hat ;D)



--- Zitat ---Ich hatte am Wochenende in D3 sehr viel Spaß an meiner Barbarin auch Frau Wuchtbrumme genannt. Lustigerweise habe ich auch kaum andere weibliche Barbaren getroffen, aber sehr viele männliche. Magierinnen hin gehen sehr viele und Magier wieder fast gar nicht. Das kommt wohl dabei raus, wenn man die Spieler selbst wählen lässt.

--- Ende Zitat ---

Ja, die weibliche Barbarin sieht halt auch dementsprechend aus. Ich schätze auf solche Mannsweiber stehen sowohl nur ein geringer Teil von Männern, als auch Frauen. Letztere greifen da wohl generell eher lieber zu etwas "weiblicheren" Charakteren, wie der Magierin  (oder zu Huntress, die wurde ja auch bereits so schön in etlichen Trailern angepriesen ;)). Es wundert mich auch nicht, dass man nicht allzu viele weibliche Witch Doctors antrifft.

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