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Spieldesign (Weibliche Charaktere, Umgang mit Minderheiten / Rassismus)

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Darius der Duellant:

--- Zitat von: Callisto am  3.04.2013 | 01:30 ---Ohne Onlineranting hätte FemShep anders ausgesehen. Ohne Onlineranting hätte Mass Effect nicht ein Update mit neuen Möglichkeiten wie das Ende aussieht bekommen.

--- Ende Zitat ---

Was wäre denn für FemShep geplant gewesen?
Im Spiel (ME3) haben wir am schlussendlich eine Laufanimation bekommen die man wohl als Arschfixiert bezeichnen kann.
Das dürfte eher nicht die Intention gewesen sein.

Was das Ende angeht:
Ja, das war ein erfolgreicher Shitstorm, aber unter welchen Voraussetzungen?
a) Große Teile der Spielerschaft waren sich einig dass das Ende beschissen war
b) Das Feuer wurde nicht innerhalb der Spielergemeinschaft, sondern konzentriert auf EA/Bioware abgefeuert.
c) Es gab kaum jemanden der ein Problem mit einem erweiterten (kostenlosen) Ende gehabt hätte

Alle drei Punkte sind hier nicht gegeben.
a) gibt es eine relevante Menge an Personen die mit dem Status Quo zufrieden genug sind dass er nicht geändert werden müsste
b) sind die Shitstorms kein "alle vs Publisher" sondern ein "Pro vs Contra vs lasst-mich-doch-in-ruh vs publisher", womit bei letzteren naturgemäß deutlich weniger Feuer ankommt
c) gibt es unter den Käufern welche die ein Problem mit den Veränderungen haben, weil sie ihre t&a wollen/nur Männer spielen wollen/ "homosexualität ends schwul ist" usw usf




--- Zitat ---Ich kauf die Spiele, die ich kaufen will.
--- Ende Zitat ---

Und Hersteller vertreiben das was gekauft wird.


--- Zitat ---Wie will ich aber was beurteilen, dass ich nicht angespielt habe?
--- Ende Zitat ---


Kommt drauf an was du beurteilen willst.
Um herauszufinden das God of War kein Spiel ist über das sich FeministFrequency freuen würde, reichen die typischen Testvideos.


--- Zitat ---Ein Spiel nicht zu kaufen, macht den Kohl nicht fett.
--- Ende Zitat ---


Und ob er das macht, du bist ja nicht die einzige Person die gewisse Spiele nicht mag.
Das ist genau der Punkt an dem es den Herstellern weh tut.
Wenn man natürlich einerseits (das ist jetzt nicht auf dich bezogen) über EA und Ubisoft schimpft, andererseits aber dann doch wieder Geld für Spiele ausgibt die z.B. einen always-Online Kopierschutz haben, braucht man sich nicht zu wundern wenn so etwas weiter existiert.


--- Zitat ---Aber ein Spiel zu kaufen, dass ansonsten untergeht, weil es einen weiblichen Protagonisten auf dem Cover, das bringt eher was und das tue ich auch
--- Ende Zitat ---
. Natürlich.


--- Zitat ---Was die Hysterie angeht: Wenns Dich interessiert, kein Ding, kannst den Thread verlassen. Ich schick dir keine PNs über das Thema, keine Sorge.
--- Ende Zitat ---
Beschränkt sich ja nicht aufs :T:

Zirkeldiskussionen im kleinen Kreise sind natürlich recht unwirksam. Aber Jimquisition wird schon eher wahrgenommen, genau wie der Shitstorm auf Twitter betreffs weiblicher Spieledesigner wahrgenommen wurde. Ich könnte sogar fast wetten, dass die Folge 2.16 von Grimm kurz nach besagten Shitstorm geschrieben wurde.
[/quote]

Grimm ist eine Fernsehserie, nehme ich an?
Wie viel Zeit liegt zwischen dem Beginn der Staffel und dem Video von Jimquisition?
Falls das ganze nicht eine low-production Serie im Stil von GZSZ ist, oder mehrere Wochen bis Monate zwischen den zwei Dingen liegen, halte ich es für unwahrscheinlich dass das eine das andere nennenswert beinflusst hat.


--- Zitat von: Bluerps am  3.04.2013 | 01:30 ---Das bezweifle ich stark. Schon allein wenn man sich anschaut was sich in den letzten Jahren alles getan hat, merkt man das das nicht stimmt. Über solchen Bullshit wie den Hitman: Absolution Trailer hätte sich vor fünf Jahren kaum jemand beschwert. Mittlerweile sind wir soweit das sich der Entwickler in einem Interview dafür rechtfertigen muss.
Bluerps

--- Ende Zitat ---

Und trotzdem hat es sich über 3,5 Millionen mal verkauft.
Der Spieleausblick von IGN.com für 2013 besteht dann bezeichnenderweise auch weitestgehend aus Gun-Bros, Bros, animierten Figuren sowie einer einzelnen Frau.
Klingt wirklich nach Änderungen, ein derartiges Verhältnis gabs auch 2003 schon...

Bluerps:

--- Zitat von: Darius der Duellant am  3.04.2013 | 02:02 ---Und trotzdem hat es sich über 3,5 Millionen mal verkauft.
--- Ende Zitat ---
Und wie oft hätte es sich ohne das verkauft?
Wieviel besser würden sich all diese Spiele ohne die Aufregung verkaufen?


Bluerps

Sun Wukong:

--- Zitat von: Darius der Duellant am  3.04.2013 | 01:27 ---"Ihr" schüttelt aber nicht.

--- Ende Zitat ---

Woher willst du das wissen? Dieses Forum bietet mir kaum andere Möglichkeiten, als meine Meinung auszudrücken, was nicht heißt, dass ich außerhalb davon nicht mehr mache. ;)


--- Zitat ---Sollte, müsste, könnte.

--- Ende Zitat ---

Sind erstmal essentiell, um zu vergegenwärtigen, wohin es gehen soll - oder das überhaupt etwas geändert werden muss. Wenn man die schon im Keim erstickt, kommt man zu nichts. Ich weiß worauf du hinaus willst, du nimmst aber einfach an, dass hier nur gelabert und nicht viel gemacht wird. Das trifft, zumindest auf mich, nicht unbedingt zu.
 

--- Zitat ---Risiken bergen eine Möglichkeit auf Gewinne und Verluste. Etwas um der lieben Veränderung willen zu ändern bringt zwar eben das (eine Veränderung) aber nicht notwendigerweise Fortschritt. Um einen Rückgriff aufs finanzielle zu machen: Apple fährt seit Jahren sehr gut damit, wenig bis keine Risiken einzugehen und nur geringfügige Änderungen an seinem Ökosystem vorzunehmen.
Microsoft hat mit Windows 8 einen ziemlich radikalen Schnitt gemacht.
Die Reaktionen darauf sind ja bekannt...

--- Ende Zitat ---

Apple und Microsoft zählen auch eher zu den Sichertretern der Welt, da Tummeln sich mit Sicherheit viele mit dem mindset "Gewinnoptimierung max = gut, weil Geld, alles andere ist egal. Nach mir die Sintflut." - das trifft allerdings längst nicht auf alle anderen Bereiche zu. Gerade im Games-Bereich gibt es immer wieder recht mutige Projekte und offensichtlich Leute, die für Dinge kämpfen, die nicht gerade höhere Gewinne versprechen. Ist im Film auch so. Eigentlich in jedem Medium. Du hast überall große Konzerne, Publisher, Verlage und Produzenten, die immer wieder überzeugt werden müssen. Es wäre vielleicht nur etwas einfacher, wenn ein paar der Geldmenschen von morgen schon in ihrer Ausbildung nicht nur die Dollarzeichen sehen, sondern ein gewisses Gefühl ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, in der auch sie leben (die wohnen ja nicht alle auf Steuerinseln..) entwickeln. Für sowas gibts Studienrichtungen wie Wirtschaftsphilosophie / Ethik.


--- Zitat ---Das einzige Mittel?
Sicher nicht.
Im Gegensatz zu Zirkeldiskussionen in denen sich immer wieder die gleichen Leute gegenseitig eine Bestätigung geben aber zumindest ein wirksammes.

--- Ende Zitat ---

Wie gesagt, ein Direktes. Ohne Austausch allerdings keine Erkenntnis. Natürlich bringt Labern allein auch nichts, ist klar.

Darius der Duellant:

--- Zitat von: Bluerps am  3.04.2013 | 02:21 ---Und wie oft hätte es sich ohne das verkauft?
Wieviel besser würden sich all diese Spiele ohne die Aufregung verkaufen?


Bluerps

--- Ende Zitat ---

Sinnfreie Spekulation.

Jedenfalls nicht notwendigerweise besser.
Die ganze Aufregung ist erst einmal nur Werbung, ob positiv oder negativ kommt dann auf den Empfänger an.
Da ich keine Spielezeitschriften mehr lese und entsprechende Seiten auch nur alle Jubeljahre besuche, wäre das Spiel ohne die Aufregung darum zumindest an mir weitestgehend unbemerkt vorbeigegangen, insbesondere da mich die Serie nicht reizt.
Für einen teenie hingegen ist das ganze Drama doch nur Wasser auf den Mühlen seiner Begierde.
Das Spiel hat Waffen + leicht bekleidete Frauen, da machts der Hauch des Verbotenen ("der Designer hat sich entschuldigt, muss ja voll krass sein") nur attraktiver.
Der erste Teil von Soldier of Fortune war spielerisch nur ein durchschnittlicher Shooter, aber dank seiner sinnfreien Gewaltdarstellung, der daraus erfolgten Indizierung und der so gewonnen "schlechten" publicity als Brutalinski-Spiel, bei den typischen Zockerkindern super beliebt.
Das wird heute nicht anders sein, damals wie heute wird von den Gegnern bestimmter Produkte praktisch eine "das brauchst du um cool zu sein"-Liste aufgebaut.

Teylen:

--- Zitat von: YY am  2.04.2013 | 23:22 ---Das sollte doch spätestens seit Mass Effect weitestgehend vom Tisch sein.

Oder habe ich seinerzeit den Shitstorm verpasst?
--- Ende Zitat ---
Ich würde stark den Konsum des von Callisto auch hier verlinkten Podcast empfehlen:


--- Zitat ---The Creepy Cull of Female Protagonists
Jimquisition once more, über den Umgang mit weiblichen Charakteren in Videospielen.
Respektive einen Fall bei dem ein Entwickler ernsthaft dafür kämpfen mußte das er seinen Hauptprotagonist weiblich machen durfte.
--- Ende Zitat ---

Dort wurde angesprochen das ein aktueller Entwickler Gegenwind bekam weil:
Erstens würden Frauen keine Spiele kaufen / spielen. Demnach braucht man keine weiblichen Hauptcharaktere.
Zweitens würden Kerle die Frauen spielen sich schwul finden wenn ihr Charakter einen Mann küßt.
Wobei mein Bruder, der homosexuell ist, Mass Effect 3, mit einem weiblichen Charakter spielte, da es mit einem männlichen wohl zu wenig Optionen gab.
Drittens würde es Entwickler geben die weibliche Hauptcharaktere nicht auf das Cover packen aus Angst das es sich schlechter verkauft.

Zu ersten und zweiten wurden entsprechende Kommentare zitiert.
Zum zweiten machte er die Beobachtung das die allerwenigsten, fast keine, Spiele bei weiblichen Charakteren ein Love Interest haben welche sie dann auch mal küssen darf. Wobei er anführte das es dann noch Spiele wie Heavy Rain gibt wo just in der Szene die Handlungsebene getaucht wird.
(Iirc küsst selbst Bayonetta im Spiel keinen bzw. kommt Cheshire nicht wirklich physisch näher)
Für letzteres reicht ein Blick auf die Cover. Wobei er das Henne / Ei Problem ansprach.


Ansonsten finde ich bemerkenswert das er bei dem Cast 600 something Kommentare bekam wo es sonst eher 200 something sind.

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