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Spieldesign (Weibliche Charaktere, Umgang mit Minderheiten / Rassismus)

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Callisto n/a:
Du spielst wohl nicht viel.

Bluerps:

--- Zitat von: Einzelgaenger am  9.12.2013 | 17:41 ---Das Thema Sexismus in Videospielen als Problem aufzufassen ist nicht nur übertrieben, es ist schlicht falsch.

Videogames sind längst postgender.*
Das weibliche Geschlecht wird nicht schlechter behandelt.
--- Ende Zitat ---
Du lebst in einer Traumwelt die nichts mit der Realität gemein hat.

Ich würde mich ungern als "versierten Zocker" bezeichnen, aber spiele schon sehr lange Videospiele, und ich halte sie für ein Medium das nicht weniger ernst zu nehmen ist als Filme oder Bücher.


Bluerps

Sashael:

--- Zitat von: Einzelgaenger am  9.12.2013 | 20:23 ---Versierte Zocker überschlagen einfach mal im Kopf die wichtigsten Titel der letzten 5 jahre und dürfen dann verduzt innehalten.

--- Ende Zitat ---
Gucken wir uns doch mal an, welche Titel aufgrund des Marketings Massenverkäufe erreichen und schauen dann mal, bei wievielen dieser Titel eine oder mehrere Frauen aktive tragende (aka spielbare) Rollen innehaben.
Assassins Creed?
FIFA 20XX? Wo ist das Frauenfußball?
Die Shooterriege MoH, CoD und BF?
The Last of Us zeigt einen harten Kerl, der ein kleines schwaches Mädchen beschützt. Und der Publisher muss davon überzeugt werden, dass das Mädchen mit aufs Cover gehört. Gnah.
Metro: Last Light? Deus Ex? Splinter Cell?
GTA? Die Games sind teilweise so sehr von Misogynie durchtränkt, dass es einen schaudert.
Oh, ja: In Batman kann man in seeeehr kurzen Abschnitten Catwoman spielen. IIRC wird sie in zwei davon irgendwie geschnappt und muss von Batman befreit werden.  ::)
Spiele mit frei wählbarem Geschlecht wie Die Sims oder auch Diablo mögen genderneutral sein, aber eindeutig weibliche aktive Hauptfiguren sind bei den sogenannten AAA-Titeln sehr sehr selten. Remember Me und Beyond: Two Souls zum Beispiel. Und da wurde schon von seiten der Publisher massiv eingegriffen, damit die Frauen ja nicht ZU präsent sind.

Selbst in StarCraft ist die spielbare weibliche Figur keine normale selbstbewußte Frau, sondern eine mißhandelte PSI-Mutantin. Frauen können nur stark und selbstbewußt sein, wenn sie abnorm verändert wurden?

Auribiel:

--- Zitat von: Callisto n/a am  9.12.2013 | 21:54 ---Du spielst wohl nicht viel.

--- Ende Zitat ---


Den Eindruck habe ich auch.

Ich sehe das Thema zwar entspannter als Anita, aber vieles was sie sagt hat Hand und Fuß. Und darauf zu antworten "ja, aber die Kerle werden ja auch sexistisch dargestellt und überhaupt sind die Frauen toller" ist eine sehr verzerrte Wahrnehmung.

Wenn Kerle in Videospielen sexistisch dargestellt werden, aber auch nachgewiesen ist, dass die meisten Videospieler männlich sind: Für wen werden die Kerle da denn sexistisch dargestellt? Für das Gros der weiblichen Spieler (von der Statistik widerlegt) oder für das Gros der schwulen Videospieler (sollen wir das jetzt nachprüfen?) oder stellt man Kerle sexistisch dar, dass andere Kerle sich dran "ergötzen" können? Daran wird doch schon klar, dass das nicht wirklich stimmen kann, was du sagst, damit würde man ja an der Zielgruppe vorbeiproduzieren.*

Die Art und Weise wie Frauen überzeichnet werden und wie Männer überzeichnet werden, ist krass unterschiedlich: Die Darstellung der Männer ist heroisierend, die Darstellung der Frauen ist sexistisch. Es mag einige wenige Ausnahmen geben, aber die starke Tendenz ist deutlich zu erkennen. Und wenn dann MAL eine starke Frauenfigur und eine schwache Männerfigur auftaucht ist das ganze Schema widerlegt?


Ich wundere mich ^^



[Edit]* Übrigens ein Grund, warum so wenig Frauen Videospiele spielen, andererseits die Sims so starken Zulauf haben: Hat das womöglich gar etwas mit der unterschiedlichen Darstellung von Männlein und Weiblein im Videospiel zu tun? [/Edit]

Heinzelgaenger:
Lol!
Spielen (egal ob Brett, RPG, Videogames, Theorie etc) ist eine Passion von mir.

Mein Überblick über Videospiele ist extremst solide.

Wichtige Games, die ich nicht spielen kann aus Zeit oder Platformgründen, gucke ich wenigstens im Playthrough an.

Männer haben als Protagonisten nicht mehr die Hosen an.
Ist auch nicht so, als beweinte ich das.
Vielmehr find ich es aber unreflektiert, Sexismen aus der Luft aufzugreifen.

Wenn du die dümmlichsten Ballereien (CoD etc, ist eh egal) wegnimmst und dir die Charaktere anguckst, wirst du feststellen, die Prinzessin ist nicht mehr im nächsten Schloss", sie belagert es gerade.

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