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Spieldesign (Weibliche Charaktere, Umgang mit Minderheiten / Rassismus)

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Auribiel:

--- Zitat von: 6 am 10.12.2013 | 18:00 ---1. Lies Parcival. Da ist er wirklich "nur" der König, während die Ritter der Tafelrunde die Heldentaten vollbringen.
--- Ende Zitat ---

Ändert jetzt genau was an der Aussage, dass in Artus Artus ruled? Zeig mir das Spiel (Prequel, Sequel) wo Zelda ihr "Zelda ruled" hat?


--- Zitat ---Der Reihe nach. Zelda ist gefesselt. Genauso gefesselt wie Artus durch sein Siechtum (Lies nach. Genau das Bild wird da auch verwendet.). Die Aufgabe des heiligen Grals ist Artus wieder gesund zu machen. Bei Zelda wäre das die Befreiung Zeldas.
--- Ende Zitat ---

Widerlegt genau wo meine Aussage, dass bei Artus der ehemalige Hauptchar jetzt darniederliegt. Bei Zelda Zelda aber NIE ein aktiver Hauptchar gewesen ist?



--- Zitat ---Ohje. Siehe oben.

--- Ende Zitat ---


Danke, kann ich dir genau so zurückgeben, geh bitte auf meine Aussagen ein und wiederhole bitte nicht nur deine vorherigen Aussagen, die meine Aussagen in keinster Weise widerlegen.

Auribiel:

--- Zitat von: 6 am 10.12.2013 | 18:01 ---Nicht ausweichen! :)
Würdest Du dann immer noch von Damsel in Distress reden? Oder geht es nicht vielleicht doch eher darum, dass die gesamten Spiele um die Geschichten von Männern handeln?

--- Ende Zitat ---


Ich weiche dir nicht aus, ich wollte nur zeigen, dass etwas, das einmalig (oder sehr selten vorkommt) eben genau das ist: He, mal was neues, mal ein Kerl in einer misslichen Lage, der gerettet werden muss. Das jetzt mal ohne Wertung, ob man das gut oder schlecht findet.

Wenn aber jetzt in einem gewissen Zeitabstand viele Spiele veröffentlicht werden, in denen ständig der Kerl gerettet werden muss, dann hätte das keinen Novum-Charakter mehr.

Bei einmal "rette den Kerl" fände ich das vermutlich noch lustig/interessant, je nachdem, wie es aufgebaut wird. Wenn es mehrfach wiederholt vorkommt oder gar Standard wird, würde ich mich darüber ärgern, dass jetzt männliche Chars nur noch als "Rette mich"- Hooks in den Abenteuern vorkommen.


Einmal/sehr selten: Wäre ja okay, wenn gut umgesetzt.
Standard/überwiegend: Ärgerlich bis nervtötend.

Sashael:

--- Zitat von: 6 am 10.12.2013 | 17:51 ---Nein. Bei Popeye ging es nur um Popeye, Olivia und Brutus. Um genau zu sein: Popeye prügelt sich einfach "nur" um Olivia.
--- Ende Zitat ---
Und was macht Mario???


--- Zitat von: 6 am 10.12.2013 | 17:51 ---Herzlichen Glückwunsch. Du hast eben genau die Vorgehensweise der Tafelrunde beschrieben, als König Artus im Sterben liegt. Einfach mal von Festung zu Festung gerannt um Heldentaten zu vollführen und damit das Land wieder zu heilen.
--- Ende Zitat ---
Wenn wir also ein Spiel Zelda oder Mario hätten, in dem das passiert, dann wäre das ja toll. Aber wir haben 16 (sechzehn!) Zelda- Spiele und je nach Zählung 20 bis über 30 (!) Mario-Spiele, die mit mal mehr mal weniger gelungenen Veränderungen immer wieder die gleiche Geschichte erzählen! Halloho!?!?


--- Zitat von: 6 am 10.12.2013 | 18:01 ---Nicht ausweichen! :)
Würdest Du dann immer noch von Damsel in Distress reden? Oder geht es nicht vielleicht doch eher darum, dass die gesamten Spiele um die Geschichten von Männern handeln?

--- Ende Zitat ---
Natürlich würde man das nicht. Weil es keine DAMSEL wäre. Darum geht es doch beim Sexismus! Es existiert ein Klischee (Damsel in Distress, schwache Frau muss von starkem Mann befreit werden), welches bis zum Erbrechen benutzt wird. Würde es mal andersrum sein, wäre das ja schon mal ein Fortschritt!

Teylen:
Einmal abgesehen davon das die Zusammenfassung von Parzival nach groben Überfliegen nicht davon spricht das er Artus begegnet oder auch nur rettet ?
Einmal abgesehen davon das Artus weder entführt noch in Gefangenschaft ist oder andersweitig sich in einem durch dritte herbei geführten Umstand befindet aus dem er gerettet werden mus.
Teilweise zieht Artus auch aus um andere Abenteuer zu erleben?

Was genau hat das mit einer Figur - bzw. imho immernoch Objekt - zu tun die am Anfang der Geschichte entführt wird (oder schläft), während der Geschichte idR. hilflos auf den Retter harrt und die am Ende der Geschichte befreit wird?


--- Zitat von: Sashael am 10.12.2013 | 18:08 ---Natürlich würde man das nicht. Weil es keine DAMSEL wäre. Darum geht es doch beim Sexismus! Es existiert ein Klischee (Damsel in Distress, schwache Frau muss von starkem Mann befreit werden), welches bis zum Erbrechen benutzt wird. Würde es mal andersrum sein, wäre das ja schon mal ein Fortschritt!
--- Ende Zitat ---
An der Stelle spricht sich Anita übrigens eher dafür aus das Klischee als solches zu überarbeiten, eher nicht weiter zu verwenden.
So anstelle im Grunde quasi gleiches mit gleichem zu vergelten. Nur so als Anmerkung da ihr ja immer wieder gerne unterstellt wird sie sei radikal. ^^;

Ich persönlich glaube ja das vielleicht eine handvoll solcher Spiele veröffentlicht würden, dann würde man es einstellen weil es bei den männlichen Spielern nicht gut ankommt und anschließend würden diese Spiele bis zum erbrechen für "Wir werden aber auch mies behandelt" zitiert.

Nocturama:
In einigen Variationen der Artussage ist der König schon verdammt passiv - von daher finde ich ihn als Damsel in Distress gar nicht so unpassend  ;D Gerade bei Parzival sitzt er wirklich nur rum und weiß nicht, was er machen soll, wenn mal wieder jemand seine Königin beleidigt oder entführt.

Insofern finde ich die Artus-Parallele zu einigen Spielprinzessinen interessant und durchaus plausibel. Andererseits ist es wie in jedem Medium: Es gibt mit Sicherheit nicht nur die eine allgemeingültige Interpretation. Beide Interpretationen können zutreffen, ohne dass eine automatisch falsch würde. Nur um's mal gesagt zu haben  ;)
Gerade bei Peach finde ich nämlich trotz allem die Damsel-Trope zutreffend, weil die durchaus häufiger mal entführt wird und dann nichts weiter als der Plotaufhänger ist.

Und zu der Frage, was ich gerne in Videospielen hätte: Gut geschriebene, vielfältige Charaktere. Da kann gerne der harte Kerl dabei sein, vor allem, wenn es eine interessante Figur ist (so wie Joel in Last of Us), aber eben nicht _nur_ dieser Typ. Selbst  Tropes wie die Damsel in Distress müssen nicht schlecht sein - Clem in Walking Dead muss auch beschützt und gerettet werden, aber sie ist trotzdem ein großartiger Charakter in einem guten Spiel.

Und ich möchte als weibliche Spielerin nicht das Gefühl haben, unwillkommen zu sein. Ein Blick auf die Werbung für GTA V und ich denke: Das ist nicht nur ein Spiel, dass nicht an Frauen vermarktet wird, es ist ein Spiel, dass mir sagt: "Dich wollen wir hier nicht." Und das finde ich scheiße.
Noch schlimmer ist, dass ein (hoffentlich kleiner, aber leider sehr lauter) Teil der Community ihre kostbaren Videospiele zum Männerverein aufbaut und sobald eine Frau auch nur vage etwas Kritisches sagt, wird sie sofort auf übelste Weise diffamiert (Anita ist ja nur ein Fall unter einigen). Ehrlich, ich würde mich weder trauen, bei einem Shooter online mit Fremden zu spielen, noch auf Youtube Spielereviews zu machen.

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