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Spieldesign (Weibliche Charaktere, Umgang mit Minderheiten / Rassismus)

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Auribiel:
Butter bei die Fische:

Ich spiele gerne Spiele, in denen die Hauptchars gut aussehen, ich bin nunmal ein visuelles Schweinchen und dazu stehe ich auch.
Das heißt, ich will sowohl sexy männliche als auch sexy weibliche Chars. Die männlichen Chars schmachte ich gerne an (Leon Kennedy), mit den weiblichen will ich mich identifizieren können (Aya Brea).
Neben dem Attribut sexy/gutaussehend sollte auch gewitzt und schlagfertig/schlagkräftig vorhanden sein.  Gutaussehend und dumm ist NICHT sexy, sondern nervtötend. Auch das gilt wieder für weibliche wie für männliche Chars. Knapp bekleidet können gerne auch beide Geschlechter sein, was für mich aber störend ist, sind Kettenhemdbikinis und dergleichen - hierzu zählen auch schwachgerüstete männliche Chars, die dann quasi nackisch vor dem Drachen stehen und kämpfen (Barbaren, brr!). Letzterer Fall kommt meiner Erfahrung nach nur einfach seltener vor. Und überzeichnet seltener die sekundären Geschlechtsmerkmale, als bei weiblichen Chars (oder sind Muckis neuerdings sekundäre Geschlechtsmerkmale?).
Ich habe also nichts gegen hübsche Chars, aber sie sollen nicht überzeichnet sein ("boah, voll die Möpse!" vs. "Boah, Armmuskeln dicker als mein Kopf" - ja, das wird irgendwann auch lächerlich).
Spiele, die mich wirklich überzeugen konnten, waren zumeist Spiele, in denen sowohl starke männliche als auch weibliche Hauptchars vorkamen (diverse Resident Evil-Spiele) als auch Spiele, in denen zwar NUR männliche (seltener: Nur weibliche) Hauptchars vorkamen, in denen aber zugleich das andere Geschlecht nicht reine Staffage war. Lieber kommt gar keine Frau im Spiel vor, als eine die nur sexualisiert ist. Insofern habe ich kein Problem damit, wenn im Spiel nur männliche Hauptchars vorkommen - ich lese auch überwiegend Fantasyromane mit männlichen Protagonisten und störe mich wenig dran.
Bei manchen Spielen (The Witcher) macht es mir auch nichts aus, wenn der Hauptchar ein Chauvi ist, manchmal passt es einfach (ohne Überzeichnung - oder gerade wegen der Überzeichnung) zum Char und Plot. 

Wenn ich es richtig gemacht habe, sollte klar werden, dass es mich weniger stört, das so viele Hauptchars männlich sind, sondern vielmehr, dass es zu viele Spiele gibt, in denen die weiblichen Neben-Chars in schwache Positionen gedrängt werden:
- Weiblicher Char ist natürlich der Sani der Truppe und kann fast nicht kämpfen. (Blärgh!)
- Weiblicher Char ist ein Dämchen, das quietscht und ständig gerettet werden muss. (BLÄRGH!)
- Weiblicher Char ist eigentlich nur Bühnenhintergrund oder Schmuckstück für den Hauptchar/andere Chars (Schnarch).

Natürlich würde ich mich trotzdem über mehr Spiele freuen, in denen auch starke weibliche Hauptchars vorkommen. Störender finde ich aber die "Damsel in Distress" in vielen Spielen.

6:

--- Zitat von: Teylen am 10.12.2013 | 18:00 ---Ich habe über 50% der Zelda-Titel gespielt (heißt zumindest die bis Twilight Princess). Die Reise ist imho gradlinig.

--- Ende Zitat ---
Wirklich? Alle Zeldaspiele liefen also nach dem Schema: "Zelda wird gefangen genommen. Link geht sofort zum Hauptgegner und besiegt ihn. Zelda ist wieder frei"? Achte einfach mal auf die Aufgaben dazwischen.

--- Zitat ---
Der einzige Grund wieso Link anderen Personen hilft ist um Gegenstände / Fähigkeiten zu erlangen die es ihm ermöglichen Zelda zu retten.

--- Ende Zitat ---
Definitiv nein. Da sind ne Menge Aufgabe, die er selbstlos macht und dann bekommt er zum Dank die Gegenstände.

--- Zitat ---Es gibt keine Möglichkeit die Reihenfolge zu umgehen, es gibt dabei keine Rückschläge, es ist ein "Gehe von A nachdem Zelda mal wieder was zu gestossen ist. Nach B um Zelda zu retten. Auf dem Weg liegt Schloss 1, 2, 3, 4, 5"

--- Ende Zitat ---
Vorsicht! Ich habe keine Aussage über das Gameplay selber getroffen! Natürlich wirst Du gerailroaded. Es geht aber um die Geschichte, die erzählt wird, und die ist eben nicht geradlinig.

--- Zitat ---Du sprachst von der Arthus Sage.
Die Arthus Sage ist imho die in der ein Junge ein Schwert aus einen Stein zieht etc. pp-

--- Ende Zitat ---
Das ist auch der Typ, der im Sterben liegt. Die Gralssuche war und ist ein verdammt wichtiger Bestandteil des Mythosses. Heutzutage gehören Artus und die Gralssuche zusammen. Das Eine nicht ohne das Andere.

--- Zitat ---
Es gibt auch in der Heldenreise Objekte wegen welcher der Held die Reise antritt. Geld, Macht, Ruhm.
Die weiblichen Figur erfüllt die Rolle dieser Objekte.

--- Ende Zitat ---
Nein. Er will nicht die Gunst der weiblichen Figur erringen, sondern er will die Königin seines Landes (und damit das Land) retten.

--- Zitat ---Sie kann nicht dem Parcival entsprechen den sie handelt nicht, sie entwickelt sich nicht, sie ist schlicht Zielobjekt des Protagonisten.

--- Ende Zitat ---
Genauso wie Artus in Parcival. Zielobjekt sind Beide nicht. Aber das hatten wir ja schon. :)

6:

--- Zitat von: Seuchenschiff am 10.12.2013 | 18:06 ---Wenn aber jetzt in einem gewissen Zeitabstand viele Spiele veröffentlicht werden, in denen ständig der Kerl gerettet werden muss, dann hätte das keinen Novum-Charakter mehr.

--- Ende Zitat ---
Da bin ich voll bei Dir. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wieso die Japaner immer und immer wieder die gleiche Geschichte verkaufen (ich sag nur Dynasty Warrior 1-7 oder so).

--- Zitat ---Bei einmal "rette den Kerl" fände ich das vermutlich noch lustig/interessant, je nachdem, wie es aufgebaut wird. Wenn es mehrfach wiederholt vorkommt oder gar Standard wird, würde ich mich darüber ärgern, dass jetzt männliche Chars nur noch als "Rette mich"- Hooks in den Abenteuern vorkommen.

--- Ende Zitat ---
Auch da bin ich voll bei Dir. Wenn eh immer die gleiche Aufgabe kommt, dann schalte ich ab und les mir die Texte schon garnicht mehr durch. Immer das Gleiche können sie sich dann auch sparen und die Zwischensequenzen weg lassen. Spart sogar Geld.

6:

--- Zitat von: Sashael am 10.12.2013 | 18:08 ---Wenn wir also ein Spiel Zelda oder Mario hätten, in dem das passiert, dann wäre das ja toll. Aber wir haben 16 (sechzehn!) Zelda- Spiele und je nach Zählung 20 bis über 30 (!) Mario-Spiele, die mit mal mehr mal weniger gelungenen Veränderungen immer wieder die gleiche Geschichte erzählen! Halloho!?!?

--- Ende Zitat ---
Da bin ich voll bei Dir. Immer genau die gleiche Geschichte ist scheisse. Du willst nicht wissen wie verarscht ich mich gefühlt habe, als ich gemerkt hatte, dass Dynasty Warrior 4 aber wirklich genau die gleiche Story hatte wie Dynasty Warrior 3.

Nocturama:
Ach ja, und weil es mir gerade einfällt: Ein gutes Beispiel einer männlichen "Damsel in Distress" ist der Mönch Xuanzang, der in der "Reise nach dem Westen" so ziemlich in jedem Kapitel einmal von Monstern entführt und vom Affenkönig gerettet werden muss (unter anderem auch vor Vergewaltigung).

Aber na gut, das ist jetzt kein Videospiel... wobei mir ein Xuanzang als Plotdevice auch tierisch auf den Keks gehen würde, der fällt nämlich auf die dämlichsten Tricks der Dämonen rein und ist sowas von entnervend hilflos...

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